Ist George Orwells „Farm der Tiere“ eine Kritik am Kommunismus?

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Nicht im Sinne des Erfinders

George Orwells „Farm der Tiere“ wird von neoliberalen Kapitalismusfans gerne als die Kritik am Kommunismus schlechthin gefeiert. Die Geschichte beginnt mit einer Despotie auf einem Bauernhof. Die Tiere dort haben auf’s Ärgste unter der brutalen Ausbeutungsherrschaft durch einen Menschen zu leiden. Eines Tages erheben sich die Geknechteten und verjagen den Tyrannen vom Hof. Nach der Revolution etabliert sich dann aber langsam eine Herrschaft durch die Schweine, welche noch schlimmer ausfällt. Am Ende beobachten die Tiere die neuen Machthaber durch ein Fenster, wie sie mit Menschen zusammensitzen und können nicht unterscheiden wer Mensch ist und wer Schwein – die neuen Despoten sind wie die alten. „Farm der Tiere“ erzählt also nicht von einer geglückten Revolution, einer gelungenen Befreiung sondern von einer gescheiterten.

Dieses Märchen wird oft als eine Parabel zur kommunistischen Revolution in Russland angesehen, auch dort hatten die Menschen unter Stalin noch mehr zu leiden als unter den Tyrannen, welche mit der Revolution überwunden worden waren. Tatsächlich ist es mir schon mehrmals passiert, dass mir ein Neoliberaler vorrechnete, dass die eine Despotie immer noch besser war als die andere. Na, dann ist’s ja gut!

So stellt die Parabel dann auch keine Kritik am Kommunismus dar, sondern nur an einer Tyrannei, die durch eine andere ersetzt wurde – eine Pervertierung der Ideale der Revolution. Besonders schön lässt sich das am Manifest der Tiere veranschaulichen: Dort wird festgeschrieben wer Freund und wer Feind ist, und dass die Tiere die Sitten der Feinde meiden sollen, wie etwa in Betten zu schlafen, Alkohol zu trinken oder andere Tiere zu töten. Mit am wichtigsten ist Punkt 7 in der Erklärung:

Alle Tiere sind gleich.

Dass die Revolution gescheitert ist, zeigt sich dann eindrucksvoll daran, dass dieser Punkt umgeschrieben wird zu:

Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher.

Die neuen Machthaber legitimieren durch diese Pervertierung des Ideals der „Gleichheit“ – welches man besonders gut aus der französischen Revolution kennt – ihre eigene, neue Tyrannei. Und nicht nur das: Weiterhin treiben sie Handel mit dem Feind, trinken Alkohol, schlafen in Betten und lassen andere Tiere töten – die Revolution frisst ihre Kinder. Zu dem Vergleich mit dem real existierenden Russland könnte man dasselbe sagen: Es wurde eine Despotie durch sich selbst abgelöst, eine Variante der kapitalistischen Ausbeutung durch eine andere. Die Sowjetunion lebte keinen Kommunismus sondern einen Staatskapitalismus: Die Eigentumsrechte an den Produktionsmitteln lagen nicht bei der Arbeiterklasse – wie sich das Marx und Engels gedacht hatten – sondern beim Staat bzw. dem Regime. Es handelte sich sowohl bei der „Farm der Tiere“ als auch bei der Sowjetunion um eine Pervertierung einer sozialistischen oder kommunistischen Gesellschaft.

Die Verfilmung dieses Märchens endet mit einer zweiten Revolution und vielleicht machen es die Tiere diesmal besser, haben aus der bitteren Erfahrung gelernt und stellen die Ideale der Revolution – Alle Tiere sind gleich – wieder her. In der Realität lässt sich das wohl nicht verwirklichen, denn niemals dürfen es die herrschenden Eliten zulassen, dass es irgendwo ein sozialistisches Land gibt, in dem die Menschen gut und gerne leben.

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Die Herausforderung, seinen Sohn zu lieben, obwohl er männlich ist

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Der US-amerikanische Biologe Lionel Tiger berichtet in seinem neusten Buch »The Decline of Males« (»Auslaufmodell Mann«) von einem Bekannten, der seine Partnerin gerne zu Veranstaltungen im Fachbereich Frauenstudien begleitet habe (500, 259). Einmal unterhielten sich die dort versammelten Studentinnen voller Wärme und Vorfreude über ihre zukünftigen Kinder. Sie sprachen von den Büchern, die sie ihren Töchtern vorlesen würden, von den Rollenvorbildern, die sie heranwachsenden Mädchen sein könnten, die antisexistische Erziehung, die sie ihren Töchtern zukommen lassen würden. Der junge Mann hörte sich das alles interessiert an, um dann aber die schwärmerische Stimmung mit einer einzigen Frage zu zerstören. »Und was ist, wenn ihr Söhne bekommt?«

Eine der widerlichsten Eigenschaften des Feminismus‘ ist, dass seine Männerfeindlichkeit noch nicht mal vor Kindern halt macht. Jetzt hat eine Feministin auf „Pink stinks“ einen übelriechenden Beitrag veröffentlicht, in welchem sie zwar schwört, ihren Sohn zu lieben, aber

Man weiß es: Was vor einem „aber“ steht, ist gelogen, wie jedem klar ist, der zwar kein Rassist ist, aber dessen Haltung etwa zur Migrationspolitik nicht mit der politisch korrekten übereinstimmt. Und wo wir gerade bei Rassismus sind, geht’s damit gleich weiter: Würde ein Mensch verkünden, dass er sein Adoptivkind lieben würde, obwohl es ein schwarzes ist, er könnte wohl nicht mit soviel Zuspruch rechnen, wie ihn diese sexistische Sohnmutter erhalten hat. Faszinierend: Offenbar hat sie und ihr Publikum keinerlei Gespür dafür, wie menschenverachtend das ist, was sie vom Stapel lässt. Vermutlich liegt es daran, dass sie sich in einem offenkundig menschenverachtenden, feministischen und asozialen Familien- und Freundeskreis bewegt, die genau wie die Autorin selbst Probleme mit der Hautfarbe dem Geschlecht ihres Kindes haben. Gruppenbezogene Menschfeindlichkeit, wie sie einem beim Reden über schwarze Kinder sofort anspringen würde, wird bei männlichen Kindern schlicht nicht wahrgenommen – ein schöner Beweis für die These Doris Lessings, dass Männerfeindlichkeit inzwischen so weit verbreitet und Alltag ist, dass sie einem gar nicht mehr auffällt.

Neben den Schilderungen, wie sie geschockt darüber weinte, dass ihr Ungeborenes ein Junge ist, findet man auch das übliche Blabla über Jungen als Gewinner der „Geschlechterlotterie“. Weil ein Promille der Männer im Vorstand sitzt, gehört ihr Junge also zu den „Gewinnern“ – mit einem höheren Risiko, Suizid zu begehen, obdachlos zu werden oder die Kinder zu verlieren – bei letzterem könnte sich die Autorin dann auch von ihren Enkeln verabschieden, aber vielleicht fällt ihr das ja einfacher, wenn es nur Jungs sein sollten. Nein: Die ganzen Sohnmütter vor ihr, die schon immer die Erziehungshoheit inne hatten, haben ihre Jungen nicht zu Frauenfeinden erzogen, sondern zu Frauendienern, weshalb Männer bereitwillig das schwere Los akzeptieren, mit der eigenen Maloche Frauen das Leben zu erleichtern wenn nicht gänzlich zu unterhalten.

Zum Schluss: Sie will ihrem Jungen etwas schenken, was man Männern viel zu wenig schenkt: Liebe. Dass sich diese Feministin vielleicht von ihren Ressentiments lösen kann und nicht nur den Empathy-Gap sondern auch andere Nachteile von Jungen und Männern reflektieren könnte, das lässt mich hoffen und stimmt mich versöhnlich. Zum Schluss ein Zitat der pöhsen „Maskulinisten“:

Man wünscht jeder Feministin einen Sohn, aber keinem Jungen eine Feministin als Mutter.

Thomas Reuter zur Sendung „Mythos Geschlecht“

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Zur Sendung „Harald Lesch: Mythos Geschlecht“: https://www.zdf.de/wissen/leschs-kosmos/mythos-geschlecht-was-maenner-und-frauen-wirklich-unterscheidet-100.html

Harald Lesch sorgt sich um den Mythos Geschlecht – und zwar ganz so, wie die meisten Sendungen im ZDF gestrickt sind: Frauen hui, Männer nicht hui. Woraus folgt, dass auch hier wie immer die Männer zum Maßstab genommen werden woran sich Frauen messen – und daher kommt es, dass Frauen in Bezug auf Männer auf jeden Fall besser sein müssen. Oder in Bereichen, in denen sie nicht bessere „Leistungen“ bringen, nicht genannt werden – während Männer immer genannt werden, wenn sie schlechtere „Leistungen“ als Frauen bringen. Also im Prinzip so wie an der Schule: die Schüler werden in Bezug auf ihre Lehrer immer hochgejubelt, während die Lehrer in Bezug auf ihre Schüler immer relativiert werden. Einfach mal nachgedacht: Frauen möchten sich immer an Männern messen (und besser sein). Und umgekehrt? Soweit ich das überblicke, wollen Männer das gar nicht und haben es auch nicht nötig.

Aber zum Lesch und was er da verzapft.

Beispiel 1: Orientierung. Die Erfahrung sagt, dass Männer sich im Gelände besser orientieren – ob sie es besser können, sei dahingestellt: sie tun’s einfach. Lesch will zeigen, dass diese Erfahrung ein Mythos ist. Wie macht er das? Er setzt 3 Männer und drei Frauen in ein Labyrinth und guckt, wer als erster ankommt. Natürlich – ein Mann (Wird runtergespielt, ist ja auch Zufall). Aber dann: „gleich zwei Frauen“! Oho, klatsch-klatsch! Gleich zwei Frauen! Was für eine Leistung! Toll! Die Frauen haben die hervorragenden Spitzenplätze 2 und 6 besetzt, während der erste Mann, der überhaupt angekommen ist, nur der sechstletzte war.

Aber – ähem – was soll der ganze „Test“ eigentlich bezüglich Geländeorientierung aussagen? Ein Labyrinth ist kein Gelände, der natürliche oder später ausgebildete Orientierungssinn hilft in einem Labyrinth gar nichts. Wir Menschen sind Labyrinthe nicht gewöhnt, und wer sich supergut in Labyrinthen bewegen kann, der kann deswegen noch lange nicht im Gelände navigieren. Ratten sind gut in Labyrinthen – aber die wohnen auch gerne in labyrinthähnlichen Behausungen. Halte ich für sehr wahrscheinlich, dass die da gut trainiert sind. Aber Menschen haben mit Labyrinthen gar keine Erfahrung – daher muss man das auch gar nicht erst messen, es sagt einfach gar nichts aus über den Orientierungssinn.

Beispiel 2: Männermedizin. Oha, Frauen werden von der Pharmaindustrie vernachlässigt. Wußten Sie das? Die Pharma-Industrie hat in den Nachwehen des Contergan-Skandals Medikamententests in den letzten 40, 50 Jahren hauptsächlich an Männern durchgeführt. Die Industrie hätte im Falle von Föten-Schädigungen enorme Reparationen zahlen müssen, deswegen wurden Pharmastudien doch lieber an Männern vorgenommen. Vor allem in den frühen Phasen I-III ist das durchaus mit gesundheitlichen Risiken verbunden – und die mutet man lieber Männern zu, die jammern nicht so. In den letzten Jahren ist allerdings bekannt geworden, dass viele pharmakologische Substanzen – o Wunder – auch mit Hormonen interagieren, und Frauen (die ja laut Leschs Anmoderation irgendwie doch ganz genau wie Männer funktionieren, aber gleichzeitig auch völlig anders) reagieren auf Medikamente – äh – nicht wie Männer. Vieles, was bei Männern hilft, zeigt bei Frauen keine Wirkung, das bemerkte man, aber man traute es sich auch nicht so richtig zu testen – man darf Frauen eben keinen Schaden zufügen, auch nicht aus Versehen.

Jetzt stellt Lesch diese Rücksichtnahme so hin, als sei die übergroße Vorsicht der Pharmaindustrie gegenüber Experimenten an Frauen ein Indiz für eine fokussierte „Männermedizin“ – als sei es nur darum gegangen, Männer gesund zu machen, Frauen seien der Industrie egal. Das ist – mit Verlaub – Unsinn. Ich hab jahrelang Pharmastudien begleitet: hier ging es nicht darum, Männermedizin zu machen, sondern man wollte vor allem keine Frauen schädigen. Denn Schwangerschaft kann man mit Sicherheit nur ausschließen, wenn man einen Bluttest macht: man muss also eine Frau pieksen, nur weil sie eine Frau ist. Ich hatte eine Studie, wo ernsthaft diskutiert wurde, dass man Männer – aus Gründen der „Gerechtigkeit“ – ebenfalls piekst, aber das gewonnene Blut nicht verwendet und wegwirft. Das ist nicht etwa deswegen verworfen worden, weil es ein unfassbarer Blödsinn war: es ist nur deswegen verworfen worden, weil man rechtlich keinen Menschen pieksen darf, wenn man nicht muss – auch dann nicht, wenn der Patient sich schriftlich damit einverstanden erklärt. Und die Männer musste man nicht pieksten, also durfte man es schlicht nicht.

Dann wird es bei Harald Lesch zu diesem Thema noch ein bisschen wissenschaftlich (Arthrose-Forschung) – aber das Thema ist und bleibt völlig verfehlt. Was das mit dem Mythos Geschlecht zu tun hat erschließt sich mir nicht.

Beispiel 3: Frauenarbeit. Lesch hat mitbekommen, dass die Grabbeigaben von vor Jahrhunderten Bestatteten in Hall/Österreich für Männer und Frauen nicht so unterschiedlich waren wie man es aus anderen Grabstätten kennt. Ok, die Leute arbeiteten in Hall vor ihrer Bestattung im Salzbergwerk, und anhand der Knochenbefunde kann man zeigen, dass die Frauen schwere Salzplatten getragen haben mussten, die die Männer vorher aus dem Gestein geschlagen hatten. Auch hier sei also ganz deutlich zu sehen, dass Männer und Frauen in ihren Fähigkeiten völlig gleich seien: die Vorstellung, dass Frauen in der Vorzeit in den Höhlen rumgesessen hätten und die Männer sich draußen „kaputtgeschuftet“ hätten sei also damit eindeutig widerlegt.

Hä, was ist das denn für eine Vorstellung? Habe ich noch nie gehört: ich hab gehört, die Frauen hätten die Kinder versorgt und Pflanzen gesammelt, während die Männer – auch gemeinschaftlich – eiweißreiche Nahrung gejagt haben. Mir scheint einleuchtend, dass diese Arbeitsverteilung über die Jahrhunderttausende sehr praktisch war. Und auch, dass die Frauen mit den Kindern zusammen mehr in Gruppen gelebt haben: die heute übliche Einfamilien- bzw. Hochhausvereinzelung gab es noch nicht, da war es sicherer in größeren Gruppen. Das war natürlich auch damals schon stinkgemein von den Männern, die Babys nicht mit auf die Jagd zu nehmen. Und ich bin auch überzeugt davon, dass es damals unter dem Druck von grauvorzeitlichen Feministinnen Sippen gab, in denen Männer Babies und Kleinkinder solidarisch mit auf die Jagd genommen haben. Aber diese Sippen sind wahrscheinlich – aus völlig anderen Gründen natürlich – ziemlich schnell verhungert. Ganz bestimmt aber NICHT, weil man mit seinem Kind im Arm dem Beutegut nicht die ungeteilte Aufmerksam widmen kann: das freut den Bären, aber hallo! Ein paar Enten werden noch dringewesen sein, aber auch dafür muss man die Kleinen kurz ablegen. Und findet sie hinterher nicht immer wieder, gefressen oder verloren, wer weiß das schon. Was für die ganze Gruppe sicher auch nicht gerade ein evolutionärer Fortschritt war, denn merke: wem die Kinder abhanden kommen, der stirbt aus. Ist ja heute auch nicht anders.

Hate-Speech: Wie man damit umgehen sollte. Nicht.

»Warum hasst ihr mich, obwohl ihr mich nicht kennt?«

Mit dieser Frage ging der Schwarze Daryl Davis augerechnet auf die Rassisten des Ku Klux Klans zu. Und das Erstaunliche: Erfolgreich. Er ging auf sie zu, ohne jede Anklage, ohne jede aburteilende Wertung, sondern tatsächlich mit einer ernstgemeinten Frage. Und der Erfolg? Heute gibt es den Ku Klux Klan in Maryland nicht mehr, da die Rassisten mit Davis Hilfe ihren Rassismus überwinden konnten. Denn im offenen, ehrlichen Gespräch mit dem lebensfrohen Schwarzen zeigte sich, dass ihr Rassismus jeder Grundlage entbehrte. Davis vollbrachte dies, indem er nicht das Naheliegende tat, und die Rassisten eben als solche beschimpfte, sondern indem er das freundliche, ehrliche Gespräch mit ihnen suchte.

Ich will hier was offenlegen: Ich bin auch so ein Hater, zumindest manchmal. Ich will nicht hassen, aber manchmal passiert es mir doch, wenn ich mal wieder über eine feministische Grausamkeit stolpere. Dass ich nicht hassen will, hat etwas mit meiner Psychohygiene zu tun. Außerdem befindet man sich damit auf der dunklen Seite der Macht. Während manche Feministinnen das Hassen kultivieren und es als „Energiequelle“ nutzen, bemühe ich mich darum, nicht zu hassen, aus ganz selbstsüchtigen Motiven heraus, denn u.a. leidet man, wenn man unter Hass oder Wut steht.

Vor einigen Jahren ist mir was sehr widerliches passiert, ich wurde zum Täter. Ich wurde das erste Mal mit der „Male-Tears“-Kampagne konfrontiert. Da zerbrach was in mir, ichmale tears bath_zpsr3cnufo9 wollte nur noch Rache, ich wollte das andere leiden. Feministinnen gefallen sich darin, sich mit sadistischer Schadenfreude am Leid der Männer zu erfreuen. Hierzu überbieten sie sich in einem Kreativitätswettbewerb, für was alles Male-Teaers gut sind, etwa als „Gummibärensaft“ oder als besonders edles Parfüm. Jedenfalls stieß ich auf die Male-Tears und wollte es denen heimzahlen. Ich bin auf eine feministische Seite und pöbelte auf’s Übelste rum. Die Feministin am anderen Ende der Internetleitung wird das zum Umdenken angeregt als Bestätigung ihrer Vorurteile gegenüber Männern gesehen haben.

Nicht nur nach meinem Vernehmen, auch aus Sicht der AA-Stiftung und ihrer Initiative „No-Hate-Speech“ bin ich also der Hater. Wie gehen sie mit mir um? Treten sie wie Davis oben an mich heran mit der Frage: „Warum hassen Sie?“ – ohne zu verurteilen, ohne zu werten? Woraus sich also ein offener Dialog entwickelt, an dessen Ende ich kein Hater mehr bin, da ich gelernt habe, dass mein Hass unbegründet ist, auf falschen Annahmen basiert?

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Mit solchem steuerfinanzierten Hohn bekämpft man Hass und fördert Liebe. Theoretisch.

Nein, stattdessen arbeitet die Initiative mit Memes, die herabwürdigen und demütigen, die verhöhnen. Damit bekämpfe man Hass und schaffe Liebe. Nun sind die Menschen bei der AA-Stiftung sicherlich intelligenter als ich, also werden sie schon recht haben. Ich nämlich glaube was anderes: Ich glaube, dass die AA-Stiftung Hass nicht bekämpft, sondern sät (vielleicht sogar mit Absicht). Denn wenn man verhöhnt und erniedrigt wird, dann ist die spontane Reaktion darauf nicht wie bei wahrhaft großen Männern wie Davis das Suchen nach einem offenen, freundlichen Gespräch, sondern das spontane Zurückschießen, das Beleidigen, das Ausleben von Hass…

Die No-Hate-Speech-Kampagne ist also selbst sexistisch und hassschürend: Mit Hass und Sexismus gegen die Richtigen hat sie nicht das geringste Problem, sie fördert und produziert diese selbst. Aber gut: Nehmen wir an, die AA-Stiftung würde zivilisiert an mich herantreten und mir die Frage stellen: „Warum hasst Du?“ Wer jetzt glaubt, durch so eine Manöver könnte die Initiative „No-Hatespeech“ die Männerrechtsbewegung überwinden, weil all die ganzen Hater dort – ähnlich wie die Rassisten des Klu Kux Klan – die Erfahrung machen, dass es gar keinen Grund zum Hassen gibt, der irrt.

Denn das funktioniert so nicht. Denn die Anliegen der Männerrechtler basieren nicht auf eingebildeten Phantasmas wie die der Rassisten vom Ku Klux Klan. Es gibt tatsächlich Nachteile, die Männer als Männer zu erleiden haben. Eines mit der Ärgsten ist der Mangel an Väterrechten: In unserer Gesellschaft haben Mütter die Macht, den Vater zu entsorgen. Das führt zu viel Leid. Das heißt, die Probleme, aus dem heraus ich Männerrechtler bin, lassen sich nicht durch ein offenes Gespräch wegdiskutieren. Meinte es die AA-Stiftung ehrlich, müsste sie einräumen, dass hier (und woanders) gravierende Nachteile bestehen, die man bekämpfen sollte, zumindest wenn man Männern dieselben Rechte und dieselbe Würde wie Frauen zugesteht. Das ist nicht zu erwarten, stattdessen wird man weiter mit männlichem Steuergeld Männer und Frauen, die für Männerrechte eintreten, verhöhnen. Denn deren Philosophie nach bekämpft man so am besten den Hass.

Ich versuche es hier nach dem Vorbild von Davis; eine offene Frage: „Warum nennst Du mich Abfall? Du kennst mich doch gar nicht?“

Ach so: Wegen der Struktur.

Rassismusdetektor: „Du bist ein Rassist!“ – Über Kultur und Rassismus

Es gibt einen neuen Fragebogen, der kein Fragebogen ist, sondern eine als Frage 1255890352269verkleidete Anklage, man sei ein Rassist. Die Option „Du bist kein Rassist“ kennt der „Fragebogen“ nicht. Das Ergebnis dieser „Fragen“ kennt nur zwei Optionen, nämlich dass man entweder ein Rassist sei, der das leugnet, oder einer, der das einräumt und Besserung gelobt (Ich halte diese bornierte Selbstgefälligkeit für einen der Gründe, warum wir eine Linksflucht vorliegen haben). Derjenige, der bereit ist, die Anklage anzunehmen – sich also selbst zu erniedrigen – darf sich für was besseres halten. Das hat was von George Orwell: Die herrschende Ideologie ist totalitär, man hat noch im eigenem Denken die Anklagen zu akzeptieren und das richtige Denken zu pflegen. Und wer es hier ernst meint, muss ganz nach Orwell das „Doppeldenk“ bzw. „Zwiedenk“ beherrschen, denn es wird von einem verlangt, dass man keine naheliegenden, logischen Schlussfolgerungen daraus ziehen darf, wenn man einen Unterschied etwa in der Hautfarbe wahrnimmt. Frage 3  lautet: „Fragst du Weiße beim Smalltalk nach ihren Großeltern?“ – denn wenn man das mit Schwarzen macht, sei man ein Rassist. Man soll also jedes Denken aufgeben, wie etwa, dass die Großeltern von Schwarzen hierzulande kaum für Hitler gekämpft haben dürften – was doch schon mal eine gute Sache ist, oder? Nun, im Kongo würde ich auch einen Weißen nach seinen Großeltern fragen, weil eine solche Frage Sinn macht – wenn mir jetzt dieser Weiße „Rassismus“ unterstellen würde, würde er sich nur lächerlich machen.

Denn: – ich bin mal selbstbewusst –  ich bin kein Rassist. Und ich halte das Konzept der „Definitionsmacht“, wonach allein Farbige beurteilen dürfen, ob ich ein Rassist bin, und ich nicht widersprechen darf, für rassistisch und totalitär.

Ich bin kein Rassist, das heißt: Ich glaube nicht, dass Menschen aufgrund ihre „Rasse“ unterlegen oder überlegen sind, dass sie mehr oder weniger wert sind als die Mitglieder anderer Ethnien.

Wenn ich aber der Meinung bin, dass es eher ein Farbiger ist, der eine Frau nahezu tödlich mit einem Messer verletzt und sich dann vor Gericht so positioniert:

„Der Beschuldigte kennt es aus seiner Kultur so, dass Konflikte mit dem Messer ausgetragen werden. Er beschreibt die regionalen Bräuche wie folgt: Wird man beleidigt, darf man zustechen. In schweren Fällen darf man die Person töten.“ Und: „Er führt aus, dass sein Verhalten nach den religiösen Anforderungen nicht zu beanstanden war und begreift nicht, weshalb er in Haft sitzen muss.“

…dann mache ich das nicht an der Hautfarbe fest, sondern an der Kultur – was ja auch in der Erklärung gesagt wird. Nehmen wir als Kontrast dazu den Farbigen Tarik Tesfu: Der ist hier geboren und aufgewachsen. Er wurde in unserer Kultur sozialisiert, weshalb ich es für extrem unwahrscheinlich halte, dass er erstens mit einen Messer rumrennt und es zweitens auch verwendet, wenn sich eine „Gelegenheit“ bietet. Denn in unserer Kultur ist es nicht Brauch, mit einem Messer bewaffnet unterwegs zu sein (damit meine ich nicht, dass zum Beispiel Araber ständig mit einem Messer unterwegs wären, ich rede von einer Tendenz – Hashtag #notAll).

Tarik ist schwul, und das bringt mich zu einem weiteren Beispiel: Ich glaube, dass in unseren Kreisen Araber eher homophob sind als Weiße, dass sie Homosexualität nicht für akzeptabel halten. Das mache ich ebenfalls an der Kultur fest und nicht an der „Rasse“.

Ich habe kein Problem mit Zuwanderung von „Ausländern“, von PoC z.B. aus ostasiatischen oder buddhistischen Ländern, denn Buddhisten neigen nicht dazu, bei Ärger oder Beleidigung mit dem Messer zuzustechen. Es sind zutiefst rechte Kulturen, aus denen eine Einwanderung erfolgt, mit einem zutiefst rechtsgeneigten Bild etwa über Geschlechterrollen, Homosexualität, Antisemitismus, Demokratieverständnis oder Religionsfreiheit. Deshalb bin ich gegen eine Einwanderung aus diesen Kulturen, nicht obwohl sondern weil ich links bin. Denn liebe Linke: Die sind nicht links.

Zur Flüchtlingspolitik dieser Vorschlag, wieder mal:

Zwar fordern Betts und Collier, dass im Fall einer Notlage alle Staaten als Zeichen der Solidarität einige Flüchtlinge aufnehmen. Darüber hinaus sei es in der Regel jedoch sinnvoll, Menschen in Nachbarstaaten, mit denen sie eine Sprache und Kultur teilen, unterzubringen. Die Integration sei einfacher, die Versorgung günstiger, und zudem kehrten Flüchtlinge vor dort aus nach einem Ende der Krise eher in ihre Heimat zurück. Das entlasse andere Staaten aber keineswegs aus ihrer Verantwortung, die Zufluchtsländer massiv mit Ideen und Geld zu unterstützen

Wenn man aber eine selbstmörderische Migrationspolitik ablehnt, muss man leider den brauen Rand wählen.

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….keine Alternative.

kendra m: Sexuelle Belästigung

Ein Kommentar, zu wertvoll um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Kennt Ihr die gestreckte Beuge? Das ist eine figurbetonte Körperhaltung bei Krankenschwestern, die sich einen Arzt angeln wollen. Samuel Shem („House of God“) hats erfunden, jetzter Arzt kennt das.

Kennt Ihr auch diese Haltung im Büro, wenn junge Frauen sich recken? Kopf hoch, Arme hoch, Titten raus, Hohlkreuz, Arsch raus, Oberteil gibt Blick auf Bauch und Taille frei, und der Hosenbund entfernt sich soweit vom Körper daß man die Marke der Unterwäsche erkennen kann.

Ich sitze grade als senior scientist in einem Viererbüro mit drei Doktorandinnen/Studentinnen. Alle 10 Minuten streckt sich eine. Ich werd hier noch wahnsinnig. Die machen sich einen Spass draus, ich bin mir absolut sicher. Einmal stand ich halt sogar neben einer und wir quatschen am Rechner über ihre Ergebnisse, geht in die gestreckte Beuge und ich musste unprofessionell ca. 5 Sekunden ihren Arsch bewundern. Hatte nen ziemlich niedlichen Pflaum am Steissbein. Ich wurde kurz unruhig, muss ich gehen.
Wie soll das auch anders gehen? Ich kann ja schlecht sagen, streck Dich nicht, das macht mich wuschig, die stehen ja innerhalb von 20 Sekunden bei der faculty-gleichstellungsbeauftragten.
Darüberhinaus machen das fast alle Frauen ständig, beispielsweise in Meetings. Alle 20 Minuten geht eine in Streckhaltung. Ist das eine biologische Notwendigkeit? Typen machen das nicht, bin ich mir sicher.
Und wie nennt man diese Körperhaltung?