Zensiert!

Wenn es um Zensur geht, ist häufig nur von zwei Parteien die Rede: Dem Zensierten und dem Zensor. Dabei geht unter, dass es eine dritte Partei gibt, nämlich diejenige, die von bestimmten Informationen abgeschnitten wird – der Leser, der dabei in der Wahrheitsfindung behindert wird, der einer Politik unterworfen ist, die ihn in seiner Meinungsbildung irreführt.

Eine weitere Differenzierung ist möglich zwischen Medien, die dazu stehen, dass sie zensieren (zum Beispiel Zeit.de, Telepolis.de oder Freitag.de) und solchen, die auch das unsichtbar machen (zum Beispiel taz.de). Letztere sind mir besonders unangenehm, sie verhalten sich wie – okay, krasser Vergleich – das Regime in China, welches zwar ein Massaker anrichtet, dann aber jeder Berichterstattung darüber einen Riegel vorschiebt, unterdrückt. Ein weiteres Beispiel hierzu liefert die USA, welche bekanntlich wieder foltert. Das aber ist geheim, weshalb es zu der irrwitzigen Situation kommt, dass Folteropfer vor Gericht nicht darüber aussagen dürfen, dass sie gefoltert wurden – das wäre Verrat und somit strafbar. Was das für die Opfer bedeutet, kann sich vermutlich kaum einer ausmalen; dass man misshandelt wurde, aber nicht darüber reden darf.

Was ist zum Beispiel davon zu halten, wenn dieser Satz zensiert wird:

„Warum wurde mein Beitrag zensiert?“

Dieser Satz enthält nichts, was eine Zensur rechtfertigen würde; er verstößt gegen kein Gesetz, betreibt keine Volksverhetzung noch sonstiges. Die einzige Information dieses Satzes ist, dass hier Zensur stattfindet, was aber nicht geäußert werden darf – man steht nicht dazu, dass man zensiert, und das ist sehr, sehr bedenklich.

Ein gutes Beispiel zur Thematik liefert taz.de. Die Tageszeitung ist stramm feministisch ausgerichtet. Feminismus bedeutet unter anderem, dass männliche Opfer und weibliche Täter unsichtbar gemacht werden. In diesem Sinne berichtete taz.de über eine Studie zu sexueller Gewalt in Südafrika, welche zu feministisch unkorrekten Ergebnissen kam, unter anderem eine hohe Rate von Täterinnen. Dies wurde von taz.de verschleiert, aber nicht nur das. Korrigierende Kommentare wurden nicht freigeschaltet, bzw. sie wurden erst dann freigeschaltet, als auszuschließen war, dass sie auch gelesen würden – nämlich erst eine Woche später, zu einem Zeitpunkt also, als die Masse der Leser bereits weitergezogen war und die Richtigstellung nicht mehr zur Kenntnis nehmen konnten. Das ist im Grunde ein Skandal, denn dass die Kommentare schließlich doch noch freigeschaltet wurden, bedeutet ja nichts anderes, als dass nichts an ihnen auszusetzen war, was eine Zensur rechtfertigen würde. Mit anderen Worten: Diese saubere Zeitung betreibt eine ganz bewusste Manipulation und Fehlinformation ihrer Leser im Sinne der feministischen Ideologie. Und das ist für mich ein Problem, denn wenn eine Zeitung ihre Leser in der Geschlechterdebatte irreführt, wer garantiert dann, dass sie das nicht auch bei anderen Themen genauso handhabt? Ich will nicht belogen werden, auch dann nicht, wenn mir die Lüge gefällt.

Bin ich jetzt fanatisch gegen jede Zensur? Nein, ich räume offen ein, dass hier auf meinem Hoheitsgebiet, auf meinem Blog zensiert wird (allerdings – bisher kam es noch nicht dazu – würde ich das sichtbar machen; ich würde eine Begründung posten, warum ich einen Kommentar gelöscht hätte). Eine gewisse Zensur ist notwendig, sofern man auf ein bestimmtes Niveau in der Diskussion Wert legt, ein gutes Beispiel hierfür ist das Blog „Alles Evolution“. Dort wird auch zensiert, allerdings sichtbar, so finden sich dort hin und wieder solche Hinweise, dass ein Kommentar editiert wurde: „Bitte keine Beleidigungen“. Ähnlich werde ich es auch halten, was hoffentlich aber nicht nötig ist. Tatsächlich genießen bei mir FeministInnen eine größere Redefreiheit als Maskulisten. Sollte hier eine Feministin aufschlagen, die erklärt, dass alle Männer Vergewaltiger seien, würde ich dies stehenlassen; ähnlich feindselige Äußerungen gegenüber Frauen aber würde ich löschen. Das mag für ein maskulistisches Blog paradox sein, ist aber nun mal so (ich werde das in einem eigenen Blog-Artikel vielleicht noch mal ausführlich erläutern) [Update: Inzwischen habe ich meine Meinung geändert, siehe Kommentare].

Wie auch immer: Wenn ich zensiert werde, werde ich wütend. Und ich denke, das ergeht den Meisten so. Zensiert zu werden ist in etwa so, als wenn man gesagt bekäme, man sei sowas wie ein nicht stubenreiner Hund. Das, was man zu sagen hat, sei anderen nicht zuzumuten.

Ich bin:

STINKSAUER

und deswegen richte ich eine eigene Rubrik ein: „Zensiert!“ Hier werde ich regelmäßig Beiträge von mir und anderen veröffentlichen, die als nicht veröffentlichungswürdig betrachtet werden (zensierte Beiträge einfach im Kommentarbereich einreichen).

Den Anfang macht zu meinem Bedauern „The European“, welche mir in dieser Hinsicht nicht negativ aufgefallen ist.

Zensierte Beiträge unter diesem Artikel:

1.:

„Warum wurde mein Beitrag zensiert?“

und

2.:

Die Lohnlüge und die Theorie der „Gläsernen Decke“ (von der Männer genauso betroffen sind – nicht jeder Mann, der in den Vorstand will, schafft das auch) sind längst widerlegt, siehe bspw.:
http://manndat.de/feministische-mythen/berufsleben/frauen-im-beruf-benachteiligt-und-ausgenutzt.html

Im Fazit lässt sich sagen: Ein Frau, die wie ein Mann arbeitet, verdient auch wie ein Mann und hat auch nicht weniger Chancen als jeder Mann aufzusteigen, wenn sie sich dem Konkurrenzkampf stellt.

Die beiden (scheinbaren) Übel, die FeministInnen ausmachen – geringeres Einkommen und geringere Präsenz in Chefetagen – ist nicht auf Diskriminierung sondern Privilegierung zurückzuführen, nämlich das Privileg, einen Mann für sich arbeiten zu lassen. Keine Frau denkt daran, über Jahrzehnte den Löwenanteil ihres Einkommen und damit ihrer Lebenszeit dafür aufzuwenden, einen Mann und Kinder zu ernähren (siehe bspw. weibliche Unterhaltsverpflichtete, die sogut wie nie zahlen.). Die Frau stellt sicher, dass sie nicht in die undankbare Rolle der Ernährerin gerät, indem sie als Vater ihrer Kinder nur einen Mann akzeptiert, der mehr verdient als sie selbst, sprich, die Krankenschwester heiratet schonmal einen Arzt, keine Ärztin aber heiratet einen Krankenpfleger. Das wusste schon die Hohepriesterin des Feminismus, Simone de Beauvoir, Zitat: „No woman should be authorized to stay at home and raise her children. Society should be totally different. Women should not have that choice, precisely because if there is such a choice, too many women will  make that one““

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22 Gedanken zu „Zensiert!

  1. Hening Bettermann

    „Tatsächlich genießen bei mir FeministInnen eine größere Redefreiheit als Maskulisten. Sollte hier eine Feministin aufschlagen, die erklärt, dass alle Männer Vergewaltiger seien, würde ich dies stehenlassen; ähnlich feindselige Äußerungen gegenüber Frauen aber würde ich löschen. Das mag für ein maskulistisches Blog paradox sein, ist aber nun mal so (ich werde das in einem eigenen Blog-Artikel vielleicht noch mal ausführlich erläutern).“ — Ja danke! DEN möchte ich gern lesen…

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  2. Anonym

    Und hier mein gelöschter Kommentar bei „The European“:

    @Snafu

    Mir als Vater hilft kein Feminismus weiter – im Gegenteil. Rein rechtlich hat sich meine Situation dank Feministinnen wie Edith Schwab & Co eher verschlechtert.
    Meine familiäre Situation ist aufgrund der hiesigen Rechtslage/Rechtspraxis letzthin dem Wohlwollen der Mutter unseres Kindes unterworfen. Sie kann nach Belieben die Beziehung zwischen meinem Sohn und mir sabotieren, denn hierzulande gehört das Kind wie ehedem zur Mutter. Darum bleibt vielen Männer/Väter hierzulande nur noch Sarkasmus, wenn ausgerechnet Frauen tagtäglich wegen mangelnder Gleichberechtigung heulen und wehklagen, während nach Vorstellung des Frauenministeriums der 'Erzeuger' wie ehedem eine klassische Nebenrolle als Verfügungsmasse spielen soll.

    Der Dauerstress einer mäßig bezahlten Festanstellung in der IT-Wirtschaft hat schließlich bei mir dazu geführt, dass zum Sarkasmus auch mein Ausstieg aus dem Konzern kam – hinein in die Freiberuflichkeit. Jetzt habe ich freie Zeiteinteilung.

    Frauen reißen sich also den Arsch auf, um wieder arbeiten gehen zu können? Meine Kolleginnen haben sämtlich nach einjähriger Babypause wieder an gleicher Stelle angefangen wo sie aufgehört haben. Eine hat aus Gründen der besseren Flexibilität die Freiberuflichkeit gewählt und bekam sofort Aufträge vom ehemaligen Arbeitgeber. Nix Konkurrenz.

    Extreme Widerstände sehe ich eher ausgehend vom hiesigen Staatsfeminismus, der weibliche Vorzugsrechte ausbaut und Väter massiv diskriminiert und so in Depression und Suizid treibt.

    http://www.archeviva.com/blauer-weihnachtsmann-setzt-seinem-leben-ein-ende/

    MfG
    Franz Georg

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  3. Anonym

    Es gibt doch schon ein solches Projekt. Nennt sich hatr.org.

    Gerhard

    So so, militante Männlichkeitsbilder… als kürzlich Hochwasser war, an der Elbe, war es die Bundeswehr die die Lage in den Griff bekommen musste. Ein Heer hat nämlich wichtige Funktionen im Innern, zum Beispiel bei Katastrophen. Wenn ich mich an die Bilder der Überschwemmung erinnere waren da in erster Linie männliche Soldaten beim Sandsäcke-schleppen und vor Ort bei der Hilfe für die Opfer. Ich kann mich auch an keinen #Aufschrei erinnern für eine Frauenquote bei den Fluthelfern. Könnte es also sein das die ablehnende Haltung der verehrten Damen dem Militär gegenüber weniger der Ablehnung von „militanten Männlichkeitsbildern“ sondern eher mit Rosinenpickerei zu tun hat?

    Ist ihnen zumindest einmal der Gedanke gekommen, dass Ihnen nicht soviel Hass entgegenschlägt, weil es so viele frauenverachtende Männer gibt, sondern schlicht und einfach weil ihre Gutmenschenmeinung für die Tonne ist? 😉

    Anstatt Dein Fett zu feiern, anstatt die ganze Scheiße, die Übergewicht so mit sich bringt, zu relativieren, gar zu leugnen, anstatt jungen Mädchen ein schlechtes Vorbild zu sein, habe ich einen Tipp für Dich: nimm ab!

    Blablabla – alles was mir hierzu einfällt und die kosntruierten Geschichten, die hier zu lesen sind. Fairerweise , ich habe nicht alles gelesen.
    Anstatt rumzuheulen, ist es einfach zur Kenntnis zu nehmen, dass es Idioten gibt, nur bin ich der Meinung, dass das relativ geschlechtsneutral ist.
    Und falls mir jemand Sexismus in irgend einer Weise unterstellen will: In meiner Firma hat sich eine Muslimin von einer Admin-Stelle über Accountant zum CFO entwickelt. Und nein, es gab keine Zuwendungen von ihrer Seite. Und mir ist es auch ziemlich EGAL ob jemand homosexuell ist – ich renne auch nicht mit einem T-Shirt rum und verbreite meine heterosexuelle Ausrichtung.
    Nehmt euch nicht so wichtig und dieser Grimme Preis ist sowas von unbedeutend und so opportunistisch an euch vergeben worden. Das ihr das nicht merkt 🙂
    Was soll das heißen : Triggerwarnung: Im Folgenden finden sich Beschreibungen sexualisierter Gewalt, die nicht eigens gekennzeichnet sind.
    Alles was ich darunter fand ist so albern…
    Ciao

    Wie es mit Eurer Toleranz aussieht? Erbärmlich. Mein Beitrag wird nicht veröffentlicht. Das ist genau die Art der gnadenlosen Besserwisserei, die alles wegbügelt (daher Bügelbrett?) was nicht in das eigene kleingeistige Innen und _Unterstrich-Weltbild passt. Ihr seid genau die Kategorie Leute, die im Mittelalter die Geschlechtsteile mit Ahornblätter überpinselt haben und den männliche Statuen das Zipfelchen abgeschlagen haben. So jetzt geht singen: „Zehn kleine N_Wörtlein …“

    „Feministische Feuerwehr“. Wow. Ich war schon sehr erstaunt. Und erfreut! Zu früh gefreut…Von 9/11 bis zum Unfall jüngst auf der Autobahn – wenn die Feuerwehr ausrückt dann sind es zu 99% Männer die ihr Leben riskieren um anderes Leben zu retten. Privilegierte, weisse Männer, gemäss eurer Definition. 343 dieser „Privilegierten“ liessen ihr Leben wärend der Terroranschläge 9/11. Und nun kommt ihr mit der „Feministischen Feuerwehr“? Und das beste was ihr anbieten könnt ist Gekreische gegen angeblichen Sexismus? Geht bügeln, ihr seit irrelevant!

    Nette Gitarre. Erdacht und gebaut von Männern, wetten dass…? Haha!

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  4. uepsilonniks

    @Franz Georg: ich habe deinen Beitrag eingestellt, danke. Und viel Kraft für deinen Kampf!

    @Hening Bettermann: Ich habe noch mal darüber nachgedacht. Die Idee dahinter war, dass man zulässt, dass sich Feministinnen selbst bloßstellen. Es ist eine häufige maskulistische Taktik, besonders widerwärtige Zitate aus dem Feminismus anzuführen, man denke etwa an das berühmte Zitat von Andrea Dworkin, in welchem sie sich einen zu einer „blutigen Masse“ zusammengeschlagenen Mann wünscht.
    Inzwischen habe ich meine Meinung aber geändert. Die Grundidee hinter diesem Blog war u.a. auch, einen geschützten Bereich für Jungen und Männer zu schaffen; in diesem Sinne „widerrufe“ ich meine genannte Moderationspolitik. Männerfeindliche Äußerungen werden nicht mehr toleriert als frauenfeindliche.

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  5. jungsundmaedchen

    Mich würde interessieren, wie es zu der angedeuteten Meinungsänderung gekommen ist.

    P.S.: Warum mein Kommentar als Anonym eingestuft wird, ist mir nicht klar, scheint in blogspot-Problem zu sein.

    Elmar Diederichs=http://jungsundmaedchen.wordpress.com

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  6. mitm

    Einige Anmerkungen:

    1. Der Blogpost unterstellt unterschwellig, daß die großen Medien die Pflicht oder das Selbstverständnis haben, von einem neutralen Standpunkt aus zu informieren. So ist es leider nicht. Erstens ist das zugegebenerweise schwierig von der Angebotsseite her und anstrengend zu lesen von der Konsumentenseite her. Medien verstehen sich fast ausnahmslos als „meinungsbildend“ und werden auch in diesem Sinne gekauft von Leuten, die ihre Meinung (oder ihre Vorurteile) bestätigt haben wollen. Alleine durch die Auswahl der Meldungen und andere uralte Propagandatechniken kann man die Wahrnehmung des Publikums lenken und Meinungen formen. Wenn schon die Auswahl der Nachrichten der Meinungslenkung dient, dann erst recht die Auswahl der Kommentare. Das beste Beispiel ist die Süddeutsche, die pure feministische Propaganda verbreitet (zum Geschlechterthema kann man das nicht mehr anders als Lügenpresse bezeichnen) und dementsprechend durch Schließung der Kommentarfunktion die Schotten konsequent dicht gemacht hat.

    2. Der Blog maskulist1965.blogspot.de hatte im November 2014 einen Monat lang alle Artikel auf SPON gelistet, die mit der Geschlechterfrage zu tun hatten, und das typische Männer-Bashing darin besprochen, s. http://maskulist1965.blogspot.de/2014/11/spiegel-online-fest-in-feministischer.html Es waren ca. 20 – 30 Artikel, also ca. 1 Artikel pro Tag. D.h. man muß das ganze als propagandistisches Dauerfeuer einordnen, als einen Zermürbungskrieg, in dem alleine durch die Masse der Nachrichten die Ideologie dem Publikum ins Hirn gepreßt werden soll (bei Emma und Co. ist diese Gehirnwäscheabsicht offensichtlich, bei SPON nicht, zumindest nicht für Anfänger). In den Artikeln steht zwar immer wieder das gleiche in Grün, aber das Publikum ist ja vergeßlich.

    3. Auf http://mann-om-man.blogspot.de/search/label/Zensur sind auch eine Reihe von Zensurfällen dokumentiert, nach meiner dunklen Erinnerung gibt es sogar noch weitere derartige Anläufe. Wenn jemand Zeit hat, wäre es schön, die einmal zu sammeln.

    4. Sammlungen von Zensurfällen stehen vor zwei prinzipiellen Problemen: Erstens ersticken sie, wenn systematisch angewandt, am eigenen Erfolg. Man kann vermutlich jeden Monat hunderte solcher Fälle finden, der Erfassungsaufwand wäre immens und das würde niemand mehr alles lesen können. Zweitens versteht man aus dem Kontext gerissene Kommentare nicht, d.h. zunächst müßte man darstellen, was an dem eigentlichen Artikel (oder ggf. vorherigen Kommentaren) einseitig oder falsch dargestellt wurde und welche Korrektur der Fehler durch die Zensur verhindert wurde. Letztlich ist dann die Kritik an einem redaktionellen Artikel wichtiger als der zensierte Kommentar; die Zensur ist nur eines von mehreren Beweisstücken, die die These belegen sollen, daß Meinungen manipuliert werden. Aus beiden Problemen würde ich schlußfolgern, daß man sich lieber auf wenige prägnante, verständlich dargestellte Fälle beschränken sollte und daß die Basis immer die Kritik am dem redaktionellen Artikel sein sollte.

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  7. Anonym

    Schöner Blog…ich glaub hier werd ich Stammgast. Unten mein Kommentar zum Spiegel http://www.spiegel.de/karriere/gehalt-ungerechtigkeit-beim-verdienst-von-frauen-und-maennern-a-1016717.html#js-article-comments-box-pager. Gesand heute 10:04, 10:55 und 11.33…nicht veröffentlicht. Gruss
    agztse

    Nein, der Spiegel gibt ihn nicht auf, den Kampf, gegen seine Leser. Zwar wird jeder Frauen-sind-die-Opfer Artikel aus dem Elfenbeiturm der lebensfernen Aufschreiquietscheentchen und der Ihrigen in Grund und Boden kommentiert aber dennoch – Fussaufstampfundtrotzigschau – und wir haben doch recht!!!! Weil wir das so empfinden, genau! Frau Platen also empfindet das Frauen 22% weniger verdienen als Männer. Daran lässt sie auch nicht rütteln, auch nicht vom IDW welches schon vor einigen Jahren zu völlig anderen Ergebnissen kam. Typische Frauenberufe also werden schlechter bezahlt und dagegen muss man endliche etwas tun und überhaupt und so! Und wer genau warum etwas tun soll verrät uns Frau Platen zwar nicht, stattdessen verrät sie uns das wir endlich Frisösen mit Daxchefs vergleichen müssen. Genau! Gut, man könnte natürlich auch die Frisöse vergleichen mit der Frau vom Daxchef der sie gerade eine EUR 500 Haarpackung verpasst oder man könnte ganz spitzfindig fragen ob beim Einkommen der Frauen auch das von den Frauen mitkonsumierte Einkommen der Ehenmänner dazugerechnet wird und wie der Unterschied da aussschaut und ob sich nicht viele Frauen bewusst für minder bezahlte aber spassigere Jobs entscheiden weil sie ihre Männer für sich arbeiten lassen aber damit sind wir schon wieder in so einer Grauzone die ins Weltbild der Schwarz/weissmaler nicht vorkommt.

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  8. uepsilonniks

    Hallo Man in the Middle,
    dass die meisten Massenmedien nicht mehr einfach nur berichterstatten, sondern meinungsbildend unterwegs sind, ist ein Übel unserer Zeit. Ich selbst bin kein Journalist, habe aber des öfteren den Eindruck, dass ich den journalistischen Berufsethos besser verstanden habe als die bezahlten Schreiberlinge. Nehmen wir z.B. das Thema „Frauenquote“. Sollte ich über das Thema berichten, würde ich das Pro&Kontra darstellen, vielleicht die BefürworterInnen und GegnerInnen interviewen; ihre Argumente darlegen und es dann dem Leser überlassen, sich selbst eine Meinung zu bilden. Das ist heute nur noch selten der Fall; die Medien versuchen ihre Meinung, ihre Politik durchzusetzen.
    Ich kann mich noch erinnern, dass es früher mal so war, dass eine Meinung als „Kommentar“ gekennzeichnet war. Mit der Ansage: „Das ist jetzt ein Kommentar“ war klar, dass hier der Grundsatz des Journalismus verlassen wurde, und eine Meinung wiedergegeben wurde. In der jetzigen Zeit ist sogut wie jeder Artikel ein Kommentar, nur wird er nicht mehr als solcher gekennzeichnet. Es gibt keinen neutralen Journalismus mehr, sondern nur noch Meinungsbildung und Politik, eine Agenda, die durchgesetzt wird, wie Du richtig feststellst. Dass von einer „Lügenpresse“ die Rede ist, ist darauf zurückzuführen, dass der journalistische Berufsethos, der sich – einem berühmten Zitat zufolge – mit keiner Sache – auch keiner guten – gemein macht.

    Sammlungen von Zensurfällen stehen vor zwei prinzipiellen Problemen: Erstens ersticken sie, wenn systematisch angewandt, am eigenen Erfolg. Man kann vermutlich jeden Monat hunderte solcher Fälle finden,

    Öhm, ja. Das hatte ich nicht bedacht…

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  9. Anonym

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/rape-culture-vergewaltigungen-auf-dem-campus-13398039.html

    Für diesen Artikel, der von Arne Hoffmann auf seinem Blog noch gelobt wurde, hat man meinen Kommentar als einer der Ersten freigeschalten und dieser wurde auch schon von mehreren Lesern für empfehlenswert gehalten. Der Kommentarzähler (ich glaube es waren 9 die freigeschaltet wurden) wurde auf der Startseite auch angezeigt, doch nach kürzester Zeit wurde die Möglichkeit zu Kommentieren (wie sonst nur bei mittlerweile Ukraine-Themen) entfernt, die Kommentare waren nicht mehr sichtbar. Bei mir scheint der Beitrag in den „Eigenen Beiträgen“ übrigens immer noch auf:

    http://www11.pic-upload.de/06.02.15/jdqfxz5vy37.png

    Ganz aktuell:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/wortschoepfung-mansplaining-allwissende-erzaehler-13413483.html

    Hier wurde mein Kommentar (http://www11.pic-upload.de/06.02.15/g58odbhim7su.png) gar nicht erst freigeschalten sondern gelöscht. Um einen Screenshot machen zu können musste ich ihn erst erneut absenden, aber er wird wohl auch diesmal nicht durchkommen. Denn kritisieren darf man allgemein gerne, nicht aber die Artikelschreiber (Journalisten mag ich sie nicht nennen) der FAZ. Ganz besonders gilt das übrigens, wenn der Artikelschreiber eine Artikelschreiberin ist. Leider.

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  10. Schoppe

    Auf „man tau“ hat einmal der Leser „gran_torino77“ erzählt, welche Erfahrungen er bei der „Zeit“ als Kommentator gemacht hat – unter anderem eine mit willkürlichen Löschungen seines Accounts. Ich zitiere ihn hier mal:

    „Hallo!
    Hier ist gran_torino77. Ich habe diesen Blogbeitragt heute erst gelesen und möchte natürlich auch antworten. Als Erstes muss ich natürlich sagen, daß ich von der ZEIT bisher noch nie so eine umfassende und bedeutsame Löschmitteilung erhalten habe…;=)
    Mein besagter Kommentar bezog sich auf Kommentar #411 von user/in „portago“. Dieser antwortete auf die Feststellung, daß sich Männer “ als quantité négligeable in einer femininen Welt wiederfinden.“, mit der Aussage, daß Männer zur Fortpflanzung der Menschheit sicher noch notwendig sein werden. Diese Aussage bin ich mit der (eher zynisch gemeinten) Antwort begegnet, daß dies aber nicht alle Feministinnen so sehen und habe auf Deinen Eintrag über das SCUM verlinkt und geschrieben, daß sich zukünftig nur noch ca. 10% aller Männer zu den „Glücklichen“ zählen dürfen. Die Antwort der ZEIT-Redaktion ließ dann ja nicht lange auf sich warten. Im Kommentar #483 habe ich, glaube ich, auf einen Artikel in den „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“ verlinkt, welcher sich mit der Schaffung einer neuen EU-Toleranzbehörde beschäftigt. Inzwischen wurde mein Username von der Redaktion gesperrt bzw. gelöscht, unter gran_torino77 kann ich nicht mehr kommentieren. Da das aber nicht mein erster Username bei der ZEIT war (man sorgt ja vor….) konnte ich im Artikel „Wie auf dem Schulhof“ ( http://www.zeit.de/kultur/2014-09/emma-watson-gleichberechtigung-kommentar ) auch die zwei, bei Genderama verlinkten, offenen Briefe an Emma Watson zur Diskussion beisteuern. Dafür gab es sogar eine Redaktionsempfehlung. Allerdings auch die nächste Userlöschung….:=)
    Ich konnte die ZEIT-Redaktion auch auf den „Offenen Brief“ zum Meßmer-Artikel hinweisen. Im Artikel zur Matrazenaktion von Emma Sulkowicz „Wenn das „Ja“ ein Ja“ ist“ ( http://www.zeit.de/studium/uni-leben/2014-09/sexueller-missbrauch-kalifornien?commentstart=345#comments ) antwortete mir eine Feministin mit einem link zu einem Gender-Folienset der Uni-Kassel (Kommentar #349). Nachdem ich daraufhin schrieb, daß ideologische Studieninhalte nicht zur Problemlösung taugen, war der gran_torino77 wech….:=). Der gran_torino78 schob dann auf die Reaktion der ZEIT-Redaktion den link zu Deinem Offenen Brief nach. gran_torino78 und sein Kommentar lebten nur 10 Minuten…:=(.

    Aber ich verlinke auch unter neuen Usernamen weiterhin gerne auf die aufschlußreichen Seiten dieses Blogs. Versprochen! :=)“
    http://man-tau.blogspot.de/2014/09/wie-uns-die-zeit-wieder-mal-davonlief.html?showComment=1411665448698#c9039330100752144803

    Viele Grüße! Lucas

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  11. Anonym

    Ich finds recht nachvollziehbar warum man auf einem männerfreundlichen Blog frauenfeindlichen Außerungen keine große Bühne bieten sollte. Wir wollen doch nicht den Femismus spiegeln, wir sind vielmehr diejenigen, die wirkliche Gleichberechtigung fordern. Männerfeindliche Äußerungen sind eher kein Problem, denn bei uns werden sie thematisiert anstatt wie sonst üblich stillschweigend geduldet.

    Gerhard

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  12. buchhaimer

    Folgender Kommentar über FEMEN wurde vom Focus abgelehnt:

    Hallo Andreas Finke,

    Ihr Beitrag: Erneut zeigt Femen sein wahres Gesicht!

    Undemokratisch, vorverurteilend, Männerfeindlich! Das ist das wahre Gesicht von FEMEN! Wenn man bedenkt, dass dieser „Verein“ als „Gemeinnützig“ registriert ist, dreht sich einem der Magen um! Ich habe daher vor einiger Zeit auf Change.org eine Petition gestartet, mit der Aufforderung an dem Bürgermeister von München, diesem „Verein“ die Gemeinnützigkeit zu entziehen! Um weitere Unterschriften wird gebeten!

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