Wie könnte man die Männerrechtsbewegung voranbringen?!

Die Männerrechtsbewegung hat ein Problem, denn mal ehrlich: Sorry, aber sie besteht doch nur aus kaum mehr als ein paar Internet-Schreiberlingen (zu denen ich auch zähle):

Dieses Problem betrifft nicht nur Frauenquoten, sondern eigentlich alle Themen

Ich war mal auf einer Väterrechts-Demo und abermals: Sorry, aber die Teilnehmer konnte man an vier Händen abzählen.

Das Faszinierende hieran ist, dass Fairness für Männer aus meiner Sicht mehrheitsfähig wäre. In der Community von Telepolis.de etwa erleiden Feministinnen ein wahres Armageddon. Auch wenn man bei „ZEIT-Online“ zum Geschlechterthema vorbeischaut, zeigt sich, dass antifeministische Positionen von den Lesern am meisten honoriert werden und ähnlich sieht es bei FAZ.net aus. Ein weiteres Beispiel etwa liefert Amazon.de, man schaue sich einfach mal die Rezensionen zu „Weil ein Aufschrei nicht reicht“ einer Feministin an, und wie die Rezensionen bewertet werden.

Tatsächlich können sich FeministInnen nur dort behaupten, wo die Redaktionen ihre feministische, politische Agenda auch aggressiv in der Community, unter den Kommentatoren durchsetzen, wie zum Beispiel bei taz.de oder freitag.de. Es besteht ein gravierender Unterschied zwischen öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung. Da die Politik häufig der veröffentlichten Meinung folgt, ergibt sich hier ein Problem. Sprich, die meisten Journalisten schreiben im Grunde gegen ihre Leser an, im letzten Jahr erregte etwa die Meldung Aufsehen, dass verschiedene Medien die Meinungsfreiheit ihre Leser beschnitten, indem sie die Foren schlossen oder auslagerten, wie z.B. sueddeutsche.de. Spiegel-Online weiß schon, wann sie unter ihren Lesern auf Widerspruch stoßen wird, weshalb unter entsprechenden Artikeln die Möglichkeit zu kommentieren gleich gesperrt ist. Deswegen halte ich es auch für aussichtslos, mit Leserbriefen zu arbeiten; denn wenn Lesermeinung ernstgenommen würden, dann würden auch Online-Kommentare eine entsprechende Wirkung entfalten.

Die meisten Menschen – auch Frauen – sind durchaus auch für Fairness gegenüber Männern, nur: Wo sollten sie ihr Kreuz bei der Wahl machen? Es ist doch so, dass wenn man heutzutage wählt, automatisch Feminismus mitwählt, es sei denn man bevorzugt die NPD oder eine Minderheiten-Partei, die dann in der Tagesschau-Analyse unter „Sonstige“ geführt wird.

Damit wären wir bei der Politik. Man könnte eine Parteimitgliedschaft erwerben und dann politisch tätig werden. Das halte ich für wenig aussichtsreich. Denn wahrscheinlich wird man aussortiert, sobald man die falsche Meinung äußert. Eine andere Möglichkeit wäre, die für einen zuständigen Abgeordneten persönlich anzuschreiben.

Für nachhaltiger halte ich Spenden, zum Beispiel für den Väteraufbruch oder MANNdat. Eine Spende sollte langfristig angelegt sein, das heißt etwa 5€ im Monat per Dauerauftrag – das kann sich nahezu jeder leisten und tut nicht weh. Wenn viele regelmäßig spenden, ist das besser als wenn einer einmal einen hohen Betrag spendet.

Viel mehr fällt mir nicht ein. Wenn Du Ideen hast, wie man die Männersache voranbringen könnte, dann schreib sie bitte im Kommentarbereich auf.

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5 Gedanken zu „Wie könnte man die Männerrechtsbewegung voranbringen?!

  1. Wolle Pelz

    Dass man politisch aussortiert wird, habe ich am eigenen Leib erfahren.

    Die Erfahrungen, dass es schwer ist, Menschen zu eine gewissen Aktivität zu bewegen, sehen wir bei NICHT-Feminist Berlin ganz deutlich. Wir treffen uns jetzt schon seit über einem Jahr und der Zulauf könnte ruhig größer sein.

    Es ist aber natürlich auch so, dass wir – alleine wegen mir – von einigen Teilen der Szene extrem ignoriert und totgeschwiegen werden. Da ist nämlich das Hauptproblem: Die Szene ist zu gespalten.

    Diese Ignoranz bekommen aber einige zu spüren.

    Wir machen auf jeden Fall mit NICHT-Feminist Berlin weiter. Wir waren ja auch streckenweise schon international. Außerdem pflegen wir einige Kontakte in die USA, Kanada, Australien, Irland, Indien usw.

    Wir haben auch versuchte eine Webseite mit Terminen der Szene hochzuziehen. Zum einen gab es aber kaum Gruppen und die Gruppen, die es gab, waren zu verpeilt uns ihre Termine mitzuteilen. Wir können nicht auch noch diese Recherchearbeit übernehmen. Wir sitzen leider nämlich nicht auf einem Thron und bekommen die Infos frei Haus. (Schade eigentlich. :D)

    Ich bin jetzt leider noch bei Facebook mit meinem Account für nicht-feminist.de rausgeflogen, weil mich jemand angeschwärzt hat, dass „Wolle Pelz“ nicht mein bürgerlicher Name sei. Da die anderen alle keinen Bock auf Facebook haben, fällt Facebook für uns als Kommunikationsplattform jetzt halt flach.

    Das erinnert mich alles daran, dass ich noch einen Clip für das nächste Treffen basteln muss….

    Hau rein,

    wolle

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  2. om

    Es gibt nichts Gutes, als Mann tut es.

    Es wäre schön, wenn eine „Männerakademie“ zustande käme, die über Väterrechtsthematiken hinaus, dem ganz normalen Mann die Augen öffnet, wie der Feminismus tickt, bevor dieser die Gesellschaft zerstört.

    Es ist ein langer Prozess, daher ist unsere Blogarbeit mehr als wichtig: Wir sind die Wegbereiter. Das, was wir schreiben, kann sicherlich schon jetzt von wachen Geistern verwendet werden. Da es leider noch zu wenig davon gibt, werden unsere Blogbeiträge sicherlich erst zu einem späteren Zeitpunkt ihre volle Wirkung entfalten.

    Ich hoffe, dass irgend wann einmal auch meine entfremdeten Söhne auf meinen Blog stossen werden. Insoferne betrachte ich das Bloggen als „politisches Testament“, als ein Wertevermittler an meine Söhne, an die nächste Generation.

    Daher ist das Blog-Schreiben zum jetzigen Zeitpunkt, in dem kaum einer zu einer Demo geht, aber alle „Bauer sucht Frau“ gucken, die einzige Möglichkeit, die Männerrechtsbewegung voranzubringen. Es sei denn, die „Männerakademie“ käme zustande: Dann könnten wir „Multiplikatoren“ formen und den Stein ins Rollen bringen ;-).

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