PickUp und Geschlechterkrieg

„Wer lügt mehr, Frauen oder Männer?“

ist, bzw. war einer der prominentesten Anmachsprüche – inzwischen nicht mehr, da er zu bekannt geworden ist, der Fluch des Erfolges. Er war deshalb so erfolgreich, weil er an etwas anknüpfte, was ein deutsches Sprichwort beschreibt:

„Was sich liebt, das neckt sich“

Denn: Solange man die „roten“ Themen wie z.B. sexuelle Gewalt rauslässt, ist der „Geschlechterkrieg“ ein sehr lustvolles und anregendes Thema; jeder hat ein Geschlecht, und sogut wie jeder liebt es, über das andere Geschlecht zu lästern und Partei für das eigene zu ergreifen.

Die beiden größten Probleme beim PickUp sind 1.) Ansprechangst und 2.) Sprachlosigkeit. Ein guter „Opener“ (Anmachspruch) eröffnet ein Gespräch, überwindet also die Sprachlosigkeit – ich werde dazu nochmal ausführlicher schreiben, insbesondere zu Punkt 1.

Und damit leite ich ganz unelegant über zum Feminismus. Ich kann mich erinnern, wie ich einmal eine Frau, stämmig, Kurzhaarschnitt, also sichtlich eine Feministin, von der ich nichts weiter wollte (also keine Ansprechangst), gefragt habe, ob sie als Frau mal Diskriminierungen ausgesetzt war. Ihre verblüffende Antwort:

„Nein, wie kommen Sie darauf?“

Ja natürlich, wie könnte man darauf kommen, in einer Gesellschaft, in der man täglich in der Zeitung lesen kann, dass Frauen ständig diskriminiert, ja unterdrückt werden?! Scherz beiseite: Es ist verblüffend angesichts der feministischen Medienhoheit, wie viele Frauen auf die Frage „Bist Du Feministin?“ mit einem entschiedenen (!) „Nein“ antworten – ja sich dadurch sogar beleidigt fühlen; eine fragte mich: „Seh‘ ich etwa so aus?“. Gut, diese Erfahrung ist natürlich nicht repräsentativ, vielleicht spreche ich einfach die falschen Frauen an.

Wirklich interessant aber wird es, wenn eine der seltenen Gelegenheiten eintritt, tatsächlich auf eine Feministin zu treffen.

Meine Erfahrung hierbei ist: Sie sind mir nicht gewachsen – argumentativ. Woran liegt das? Bin ich superintelligent oder im Besitz der letzten Wahrheit? Das behaupte ich nicht; ich habe eine andere Ursache ausgemacht, nämlich dass die feministischen Führerinnen und Informationsquellen ihre Leserinnen schlicht falsch informieren. Eine Antje Schrupp rät ihren Anhängerinnen, sich in eine Filter-Bubble einzuschließen; das Dossier der Emma über die pöhsen Maskulisten gibt kaum ihre inhaltlichen Positionen wieder sondern arbeitet fast ausschließlich mit Ad-Hominem-Argumenten und Diffamierungen; und eine Magda rät auf Freitag.de dazu, nicht die originalen Quellen des Maskulismus zu studieren, da dies unnötig sei und es reiche, die feministische Sekundärlektüre zu lesen, um sich ein Urteil zu bilden. Da aber Antimaskulistinnen nur Strohpuppen abbrennen, wie zum Beispiel, dass Maskulisten nur verlorenen, männlichen Privilegien hinterhertrauern oder einen solchen Verlust befürchten würden; dass sie rechts seien und in ideologischer Nähe zu einem Massenmörder wie Breivik; dass es sich um Frauenhasser handeln würde; führt diese Fehlinformation dazu, dass eine Feministin chancenlos ist, wenn es zu einer Auseinandersetzung kommt mit einem Maskulisten, der sich gut auskennt – besonders wenn er links-liberal ausgerichtet ist.

Ein Beispiel: Als der männerfreundliche (nicht maskulistische) Geschlechterforscher Gerhard Amendt forderte, die Frauenhäuser zu schließen und dafür Gewaltschutzhäuser einzurichten, die beiden Geschlechtern offenständen, machte in der feministischen Szene prompt die Meldung die Runde, er fordere eine Abschaffung der Frauenhäuser… und nichts weiter. Das war nicht nur die halbe Wahrheit – für die er mit Morddrohungen überzogen wurde – sondern eine ganze Lüge. Denn er forderte Hilfe für alle Menschen mit einem Gewaltproblem (auch für Männer) wohingegen Feministinnen behaupteten, er wolle, dass man Menschen (Frauen) mit einem Gewaltproblem im Stich lassen sollte; mit anderen Worten: Das, was Feministinnen über Amendt behaupteten, war das exakte Gegenteil dessen, was er tatsächlich vorschlug. Und jetzt stell‘ dir einfach mal vor, ich kläre eine erklärte Feministin über diesen „klitzekleinen“ Irrtum auf…

Auf meiner Seite hingegen besteht nicht die Gefahr, dass mir derselbe Fehler unterläuft. Ich informiere mich über Feminismus nicht nur bei Antifeministen, sondern auch bei den Originalquellen. In meinem Regal steht nicht nur „Wir Alphamädchen“, sondern auch „SCUM“, „Hilfe, mein Sohn wird ein Macker“, „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“, „Die neue F-Klasse“ und weitere; ich leihe mir auch einschlägige Titel (Schwarzer, de Beauvoir) in der Bibliothek aus; ich surfe tagtäglich die wichtigsten feministischen Seiten an, wie z.B. EMMA, Mädchenmannschaft oder KleinerDrei (mehr als 3.000 Fans bei Facebook), um nur wenige zu nennen. Ich bin rundum informiert, ich kenne jede feministische These, und habe auf nahezu alles sofort eine Antwort parat. Feminist-Splaining funktioniert bei mir nicht.

Das ist der entscheidende Unterschied: Ich kenne den Feminismus tatsächlich; die meisten Feministinnen kennen zum Maskulismus nur Diffamierungen, Lügenmärchen und die Nazi-Keule. Das führt dazu, dass eine Feministin aufläuft, wenn sie außerhalb ihrer Filter-Bubble mal auf einen Maskulisten trifft und sich auf eine Diskussion einlässt.

Ich denke übrigens nicht, dass Feministinnen grundsätzlich „böse“ seien und Männer hassen würden; sie glauben halt, was man ihnen über das Geschlechterverhältnis erzählt. Hierzu eine Anekdote, an die ich mich immer wieder gerne erinnere:

Ich: „Für mich sind Mann und Frau an Würde und Rechten gleich!“
Sie: „Aber dann bist Du doch Feminist!“

Um auf die Eingangsfrage zurückzukommen: Wer lügt jetzt mehr? Natürlich die Männer, zum Beispiel auf die Frage: „Bin ich zu dick?“ 😉

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17 Gedanken zu „PickUp und Geschlechterkrieg

  1. Anonym

    > Ich: „Für mich sind Mann und Frau an Würde und Rechten gleich!“
    > Sie: „Aber dann bist Du doch Feminist!“

    Da ich noch am üben bin, und ich genau dieses Argument schon mehrfach von Feministinnen hören dürfte: Was wäre denn eine gute und treffende Antwort darauf? Auf das, oder ähnliche Argumente wie „Wer gegen den Feminismus ist hat den Feminismus nicht verstanden, Feminismus bedeutet Kampf um Gleichberechtigung!“

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  2. Wolle Pelz

    Du hast leider eins vergessen, wenn Du über Diskussionen mit Feministen sprichst:

    Du bist männlich und wahrscheinlich weiß. Daher werden Deine Argumente, egal wie gut und fundiert sie sind, ignoriert werden. Selbst männliche Feministen gelten in feministischen Kreisen nicht als Feministen, sondern als Allies und werden dementsprechend auch nicht ernst genommen.

    Feministen haben sich dieses System erdacht, damit ihre Positionen unkritisierbar werden. Ich habe mal einen Artikel geschrieben, der hieß „Der Feminismus ist untrollbar“ oder so ähnlich. Der bezog sich auf Aussagen, dass Kritik von Männern sowieso nicht statthaft sind. In die gleiche Kerbe haut die Definitionsmacht.

    Wer mit Feministen diskutiert, ist es selbst schuld und gibt Feministen an anderer Stelle Zeit, ihre Ziele ungestört durchzusetzen.

    Der Feminismus hat sich ein System geschaffen, dass irgendwann irgendwie vor die Wand fahren muss. Schade nur, dass die Gesellschaft mit im Bus sitzt.

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  3. uepsilonniks

    Hallo Unbekannter!

    Leider kann ich dir kein Patentrezept nennen, wie Du auf eine solche Stellungnahme reagieren solltest – denn ein solches gibt es nicht.

    Mit einem Einzeiler kannst Du sowas nicht kontern.

    Die Voraussetzung, dass Du auf so was eingehen kannst, ist, dass man dir auch zuhört – was bei einer Feministin nicht selbstverständlich ist. Wenn Du gut informiert bist:

    http://manndat.de/ueber-manndat/was-wir-wollen

    und darüber sprechen darfst, hast Du erstmal die erste Hürde genommen.

    Dann ergibt sich aber gleich ein weiteres Problem; wenn Du zum Beispiel anführst, dass sich Jungen häufiger als Mädchen umbringen, wird man dir vielleicht vorhalten, dass Jungen halt nicht um Hilfe bitten könnten – was zynisch ist (dazu mache ich noch mal einen Beitrag).

    Wenn ich dir etwas empfehlen kann, dann ist es die argumentative Figur des „Geschlechtertausches“. Das funktioniert so gut wie immer. Tausche die Geschlechter und frage die Feministin, wie sie dazu stehen würde, wenn von einer typischen Notlage, von der real mehr Männer betroffen sind, fiktiv mehr Frauen betroffen wären. Zum Beispiel eben Selbstmord oder auch Obdachlosigkeit. Denn wäre es so, würde einem jede Feministin klar machen, dass sich daran erkennen ließe, wie brutal das „Patriarchat“ mit Frauen umgeht, und nicht davon, dass diese Frauen selbst schuld wären.

    Keine Feministin würde ein „selbst schuld“ bei Frauen in Notlagen akzeptieren.

    Wie gesagt: Eine solche Argumentation ist kein Einzeiler; wenn man (frau) nicht bereit ist, dir zuzuhören in einem Disput, kannst Du es gleich vergessen – denn Du redest gegen ein Weltbild an, welches jeden Tag in der Zeitung zu lesen ist und an den Schulen und Universitäten gelehrt wird. Um dagegen zu sein, muss man ganze Bücher schreiben; dazu gibt es keinen Einzeiler-Konter. Sorry.

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  4. uepsilonniks

    Ja, da hast Du Recht, vergleiche die „Standpunkt-Theorie“, die Feminismus gegen jede Kritik immunisiert.

    Aber nur, weil diese Theorie die Medien und feministischen Blogs dominiert, bedeutet das nicht, dass sie von den „Frauen“ geteilt wird.

    Solche Diskussionen dienen nicht dem Zweck, Fanatikerinnen zu überzeugen (das ist aussichtslos), sondern Dritte, die nicht indoktriniert sondern einfach nur fehlinformiert sind.

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  5. mitm

    Also ich hätte einen Vorschlag für einen Einzeiler, mit der man sofort aus der Defensive herauskommt:

    Ich: „Nee, ganz im Gegenteil, dann bin ich zwangsläufig Antifeminist.“

    Sie [perplex]: „Wieso denn das???“

    Ich: Es gibt dutzendweise Beispiele, daß der Feminismus Männer rechtlich schlechter stellt oder stellen will oder für Männer Grunderechte aufheben will, z.B.
    1. Frauenstatut der Grünen
    2. Frauenquoten sind verfassungswidrig
    3. Aufhebung der Unschuldsvermutung
    usw. usw.,
    Hier steht meine Liste von Kritikpunkten, davon sind rund die Hälfte rein rechtlicher Natur.

    Das mit der Würde ist haarig. Man kann auf den Alltagssexismus gegen Männer, namentlich auch auf Kucklicks Publikationen verweisen, aber das ist zu komplex für kurze Unterhaltungen.

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  6. Wolle Pelz

    Sicher, man muss auch noch zwischen Menschen unterscheiden, die sich als Feministen bezeichnen, weil sie denken, dass das der „bessere Humanismus“ sei und richtigen Feministen.

    Frauen sind doch oft genauso feministisch verhunzt, wie sie es bei uns versucht haben.

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  7. aranxo

    Meine Antwort wäre: „Nein, weil Feministen nur für gleiche Rechte von Frauen sind, aber nicht für gleiche Rechte von Männern und nicht für gleiche Pflichten von Frauen. Sie machen nur Rosinenpickerei.“

    Oder: „Feministen haben nur Empathie für Frauen, während Männer verteufelt werden. Aber wie soll man gleiche Rechte für beide Geschlechter herstellen, wenn man sich nur für die Interessen eines Geschlechts interessiert?“
    Sie: „Aber wir sind nicht für die Interessen der Männer zuständig. Sollen die sich doch selber darum kümmern und sich organisieren.“
    Du: „Mag sein. Aber wenn sie das dann tatsächlich tun, werden sie als Frauenfeinde, Antifeministen, reaktionär und rechtsextrem verteufelt. Feministinnen akzeptieren nur Männer, die ihrer Meinung sind und ihnen in den Arsch kriechen.“

    Oder noch hübscher: „Mag sein. Aber bist denn auch Feministin nach der Definition?“
    Sie: „Äh, wieso?“ Oder: „Ja klar!“
    Du: „Dann bist Du auch für gleiche Rechte von Männern?“
    Da kann sie jetzt schlecht raus, also muss sie irgendwas antworten wie: „Äh, ja klar.“
    Jetzt kannst Du loslegen, je nach Geschmack:
    „Du bist also für die Abschaffung der Wehrpflicht?“
    „Du bist also dafür, dass Gleichstellungsbeauftragte auch Männer sein können, auch von Männern gewählt werden können und auch für Männer zuständig sein sollten?“
    „Du bist also für einen obligatorischen Vaterschaftstest gleich nach Geburt, damit Männer auch zu 100% wissen, dass es auch ihr Kind ist?“
    „Du bist also dafür, dass auch Männer bis zu 12 Wochen nach der Zeugung das gezeugte Kind ohne weitere Konsequenzen einseitig ablehnen dürfen?“
    Speziell bei den beiden letzteren dürftest Du Schnappatmung ernten.
    Spätestens jetzt wird sie behaupten, das habe ja alles nichts mit gleichen Rechten zu tun, sondern die Privilegien von Frauen (so wird sie es sicher nicht bezeichnen) seien absolut gerechtfertigt. Und bla und Blubb.
    Egal was sie sagt, wie sie das zu rechtfertigen sucht, Du kannst immer sagen: „Ich stelle fest, Du bist nicht für gleiche Rechte. Jedenfalls nicht für Männer. Du bist eine typische Feministin.“
    Sollte der seltene Fall eintreten und sie stimmt Dir sogar zu, ist ja alles in Butter. Wenn sie Dir gefällt, kannst Du ja vielleicht mehr draus machen. 😉

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  8. Miria

    Die Frau, die du fragtest, ob sie mal Diskriminierungen ausgesetzt war, war vermutlich keine Feministin! Wenn du schon so großspurig schreibst, dass du dich mit dem Feminismus gut auseinandersetzt, hättest du wohl gewusst, dass man eine Feministin schlecht am Äußeren festmachen kann wie du es tust!

    „Ich: „Für mich sind Mann und Frau an Würde und Rechten gleich!“
    Sie: „Aber dann bist Du doch Feminist!““

    Damit hat sie einfach recht! Meiner Meinung nach wollen eigentlich sogar Feministen und Maskulisten grob das gleiche, nämlich eine Gleichberechtigung! Nur beide Gruppen gehen das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven an. Feministen versuchen die Benachteiligung von Frauen zu bekämpfen und Maskulisten die von Männern!

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  9. Miria

    So, ich bin Feministin und natürlich für gleiche Rechte, das heißt aber nicht, dass ich meine Zeit auch damit aufwenden muss, mich für die Angleichung der Rechte der Männer einzusetzen, das können diese bitte tatsächlich selber tun und ich werde Ihnen da bestimmt keinen Vorwurf daraus machen!

    „Du bist also für einen obligatorischen Vaterschaftstest gleich nach Geburt, damit Männer auch zu 100% wissen, dass es auch ihr Kind ist?“

    Das hat nichts mit gleichen Rechten zu tun, sondern mit Misstrauen gegenüber der Frau. Wenn ein Mann dies tatsächlich verlangt, sollte er lieber keine Kinder mit der Frau bekommen.
    Es gibt auch keinen obligatorischen Mutterschaftstest im Krankenhaus, obwohl es immer wieder vorkommt, dass Kinder vertauscht werden und das häufig nie gemerkt wird. Also schlicht eine schwachsinnige Forderung!

    „Du bist also dafür, dass auch Männer bis zu 12 Wochen nach der Zeugung das gezeugte Kind ohne weitere Konsequenzen einseitig ablehnen dürfen?“

    Nein, ich bin komplette Abtreibungsgegnerin, da damit ein werdendes Leben getötet wird. Und wenn man mit jemanden schläft und dabei ein Kind zeugt, sollte man auch dazu stehen und Verantwortung übernehmen!

    Allem anderen würde ich wohl zustimmen, auch wenn ich nicht die Zeit opfern würde, mich für die Umsetzung einzusetzen.
    Wo funktioniert jetzt also die Aussage, dass Feministinnen in erster Linie für Gleichberechtigung sind, nich?

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  10. uepsilonniks

    Was das Aussehen angeht, dazu schrieb mal:
    Ich persönlich bin kein Anhänger der These, dass Feministinnen automatisch hässlich sein müssten. Attraktive Feministinnen wie Thea Dorn oder Anne Wicorek sind Gegenbeispiele dazu. Auf der anderen Seite ist es oft doch so, wie ein Maskulist beobachtete: „Die Anklage, dass Frauen als Sexobjekte gesehen würden, kommt in der Regel von Frauen, die nicht das geringste Potential zum Sexobjekt mitbringen“.
    http://der-juengling.blogspot.de/2015/02/feministische-argumentationsformen-1.html

    Was die angebliche Gleichheit von Feminismus und Maskulismus angeht: Im Grunde wäre ich für einen Humanismus, der allen Menschen in Not hilft unabhängig vom Geschlecht. Dass ich Maskulist bin hat mehrere Gründe: Ich sehe auf Seiten der Männer die größeren Baustellen, ohne dass sie von einer femosexistischen Geschlechterpolitik angegangen werden; viele feministische Themen wie häusliche oder sexuelle Gewalt betreffen genauso Männer, was aber feministischerseits ausgeblendet wird; weiterhin ist es so, dass Feminismus „oben“ ist, siehe bspw. „Gender Mainstreaming“, Zwangsquoten oder Gleichstellungsbeauftragte, die defakto Frauenbeauftragte sind – während Maskulismus von unten kommt, ich halte es nicht für übertrieben von einem „Staatsfeminismus“ zu sprechen, wohingegen sowas wie ein „Patriarchat“ schlicht nicht existiert.

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  11. uepsilonniks

    So, ich bin Feministin und natürlich für gleiche Rechte, das heißt aber nicht, dass ich meine Zeit auch damit aufwenden muss, mich für die Angleichung der Rechte der Männer einzusetzen, das können diese bitte tatsächlich selber tun und ich werde Ihnen da bestimmt keinen Vorwurf daraus machen!

    Hierzu:
    1.) Wo sind Frauen an Rechten ungleich? Welcher Paragraph diskriminiert Frauen? Ich sehe hier nur Nachteile für Männer, wie z.B. dass die Mutter aber nicht der Vater unter besonderem Schutz der Gesellschaft steht.

    2.) Du bist also für „gleiche Rechte“, kümmerst dich aber nur um Frauenrechte? Das kommt mir irgendwie „ungleich“ vor…

    Ein obligatorischer Vaterschaftstest soll präventiv gegen die große (!) Not und das Leid wirken, die Täterinnen hier bei Vätern und Kindern anrichten – rund 10%.

    Dass Du Abtreibungsgegnerin bist, freut mich.

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  12. Matze

    „Wo sind Frauen an Rechten ungleich? Welcher Paragraph diskriminiert Frauen?“

    Das interessiert mich auch. Christian hatte ja die Sonderbehandlung behinderter Mädchen und Frauen thematisiert:

    https://allesevolution.wordpress.com/2015/02/19/warum-sollen-behinderte-frauen-und-madchen-eher-gefordert-werden-als-jungs-und-manner/

    Funktioniert das Eintreten für 'Gleichberechtigung für Frauen' so das Frauenorganisationen wie die 'politische Interessenvertretung behinderter Frauen' geschlechtsabhängige Rechte fordert und somit Ungleichberechtigung erzeugt und Männer sich dann eben selbst darum kümmern müssen, diese ungleiche Behandlung vor dem Gesetz/Schlechterstellung von Männern vor dem Gesetz wieder zu beheben. ist dir eigentlich bewusst das Männer wenn sie vor der Politik für ihre Interessen eintreten, das von Feministinnen gerne schnell als frauenfeindlich diffamiert wird.

    „Das hat nichts mit gleichen Rechten zu tun, sondern mit Misstrauen gegenüber der Frau.“

    In den USA müssen Männer an einigen UNIs und in einigen Unternehmen erstmal einen Antivergewaltigungskurs machen… zum Schutz der Frauen natürlich und nicht weil man Männern generell misstraut. Oder das allein reisende Männer in Flugzeugen nicht neben Kinder sitzen dürfen. 'Hey, du bist ein Mann, also nimm es hin und halt die Klappe!'

    Weiß nicht ob du das hier gelesen hast:

    „Half said that if they became pregnant by another man but wanted to stay with their partner, they would lie about the baby’s real father.“

    http://www.scotsman.com/news/uk/96-of-women-are-liars-honest-1-565123

    Aber ein genereller Vaterschaftstest ist eine Zumutung für Frauen!?

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    Antwort
  13. Luc

    Ich stimme dir ja zu, dass es sehr wichtig ist, informiert zu sein, aber TÄGLICH kleinerdrei, emma & co lesen? Respekt. Der destruktive Sog der dort in Wörter gegossenen aggressiven Fehlvorstellungen ist für meine Begriffe ohne Erholungspause kaum zu ertragen. 😉

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    Antwort
  14. aranxo

    @Miria
    Zum Vaterschaftstest: Seriöse Schätzungen gehen von einem Anteil von 10% Kuckuckskindern aus, also Kinder, die nicht vom Ehemann oder langjährigen offiziellen Partner sind, von diesem aber unwissentlich akzeptiert werden, weil sie glauben, sie seien der Erzeuger. Dagegen dürfte der Anteil der im Krankenhaus vertauschten Kinder höchstens im Promillebereich liegen.

    Was wäre los, wenn es Studien gäbe, nach denen regelmäßig zehn Prozent aller Kinder im Krankenhaus vertauscht würden, und zwar absichtlich? Bis Du sicher, dass das Frauen einfach so hinnehmen würden? Gehen wir noch weiter und nähmen an, es wären die Männer, die die Kinder absichtlich vertauschen würden, und diese Kinder wären Kinder, die sie mit einer anderen Frau gezeugt hätten. So unsinnig das klingt, es wäre die umgedrehte Situation. Und jetzt würden Frauen Gentests verlangen und die Männer würden das als Misstrauen ihnen gegenüber abtun. Würdest Du das nicht auch als verlogen ansehen angesichts solchen Prozentraten?

    Zur Abtreibung: Du kannst Dich natürlich damit rausreden, dass Du gegen Abtreibung bist, aber da stehst Du im feministischen Lager fast alleine auf weiter Flur. Ich finde Abtreibung auch nicht schön, aber für echte Notfälle sollte das Recht existieren, und mir ist es lieber, es wird von einem Arzt als einem Hinterhof-Engelmacher durchgeführt. Fakt aber ist im jetzigen Recht, dass die Frau alleine entscheiden kann, ob sie das Kind behält oder nicht. Der Vater hat da null Mitspracherecht, jedenfalls rein rechtlich gesehen. Wenn er das Kind will und sie nicht, ist es trotzdem tot. Wenn sie will und er nicht, muss er trotzdem Alimente zahlen. Das ist ganz und gar nicht fair.

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