Beruf, Belastung und Beendigung des eigenen Lebens

Man entschuldige mir das saloppe Wortspiel, denn tatsächlich handelt es sich um ein hochbrisantes Thema. Wie die „Huffington Post“ berichtet, sind laut einer neueren Studie verschiedene Berufe mit einem erhöhten Risiko zum Suizid verbunden, und zwar:

  1. Leitende Positionen in Schutzdienste wie Polizei und Feuerwehr
  2. Arbeiter in der Land- und Forstwirtschaft
  3. Wartungsarbeiter, Techniker, Installateure
  4. Lkw-Fahrer und Hilfsarbeiter
  5. Manager und Banker
  6. Putzkräfte, Landschaftsgärtner und Hausmeister

Es fällt auf, dass es sich mit einer Ausnahme – Putzkräfte – um typische Männerjobs handelt. Wobei mit „Putzkräfte“ vielleicht (Achtung: Spekulation) nicht toilettenreinigende Putzfrauen gemeint sind, sondern solche, die etwa großindustrielle Fleischereien sauber machen – hier nämlich dominieren wiederum Männer.

Interessant auch, dass „Manager“ zu der Risikogruppe gehören. Heißt es nicht immer, dass diese eigentlich privilegiert seien; einen Job mit Status, Macht und hohem Einkommen ausüben würden? Und will man nicht genau deswegen – Macht! – Frauen per Quote in diese Posten heben?

Wieder mal zeigt sich, dass ein weiterer feministischer Mythos nicht zu halten ist – nämlich dass sich Männer die besten Jobs gesichert haben, und dass zudem solche Positionen, von denen man eigentlich annimmt, dass sie mit besonderen Privilegien verbunden seien – Manager und Banker – in Wirklichkeit eine hohe Belastung bedeuten.

Zu jenen Männerjobs, die mit einem erhöhten Risiko einer schweren Berufserkrankung und der Gefahr eines tödlichen Unfalls einhergehen, kommen jetzt also noch solche hinzu, die eine massive psychische Belastung darstellen, und ebenfalls zu den typischen Männerberufen zählen.

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2 Gedanken zu „Beruf, Belastung und Beendigung des eigenen Lebens

  1. petpanther

    Gute Reflektion.

    Das ist ein Thema, das viel zu oberflächlich betrachtet wird.

    Suizid hat immer auch etwas mit Identität, innerem Wertschätzungsgefühl und Hoffnung zu tun – im negierten fehlenden Sinne.

    Das geht dehr tief und in dieses Auftreten in der Breite ist ein Indikator dafür, dass da menschlich etwas nicht in Ordnung ist.

    Wir wissen eigentlich mittlerweile was es ist, zumindest in der Richtung. Das aber ist höchsttabuisiert. Denn damit hängen nicht nur viele Gewalt- und Ideologiephänomene zusammen (Gewalt ist Ausdruck von externalisierter Ohnmacht).

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