Feministisches Victim-Blaming

Die Leichenfledderei, die Luise F. Pusch in der EMMA mit den Toten der zerschellten Germanwings betreibt, zwecks Instrumentalisierung für die feministische Ideologie, wurde ja schon entsprechend… äh, „gewürdigt“. Selbst die lila Leidmedien wie „Spiegel Online“ haben nur wenig Verständnis – einen guten Überblick bietet Genderama.

Was mir an diesem Fall auffällt, ist das typisch feministische Victim-Blaming. Dies bedeutet, dass Opfer zu Tätern gemacht werden; Feministinnen kennen es üblicherweise besonders bei Vergewaltigungsopfern, denen man eine Mitverantwortung für ihre Opfererfahrung unterstellt.

Suizid ist für Feministinnen in aller Regel kein Thema, da hier mehrheitlich nur Menschen der zweiten Klasse betroffen sind – Jungen und Männer eben. Hier ist der Umstand, dass Männer öfter als Frauen keinen anderen Ausweg sehen, plötzlich Thema für Frau Pusch. Nur dass das gegen Männer gerichtet wird, Motto: „Alles kann und wird gegen Sie verwendet werden!“ Üblicherweise wird an männliche Suizidale der Vorwurf gerichtet, sie könnten einfach nicht um Hilfe fragen wegen des männlichen Rollenbildes: Selbst schuld also. Zu dieser Interpretation hat sich bereits Gerhard Amendt geäußert: Es kommt nämlich auch darauf an, wie das Umfeld mit den Nöten und Sorgen von Männern umgeht, eben verständnisvoll oder kalt, Stichwort: „Male Tears“ – das geht genau in diese Richtung, wenn es auch eine Spitze darstellt. Und jetzt stellen wir uns mal vor, es wären Mädchen und Frauen, die sich häufiger umbringen würden (und eigentlich müsste es auch so sein, in einer Gesellschaft, die angeblich Männer bevorzugt). Eine Feministin könnte gar nicht soviel fressen wie sie kotzen wollte; und sämtliche gesellschaftlichen Analysen würden darauf hinauslaufen, dass man die ganze Brutalität des „Patriarchats“ gerade daran ablesen könnte, wie es Frauen systematisch in den Selbstmord treiben würde.

Ein weiteres Beispiel für Victim-Blaming liefert Katrin Rönicke auf Freitag, sie schreibt:

Wenn Eltern sich aber trennen und sich weiterhin gegen eine gleich verteilte Verantwortung entscheiden, trifft den sorgenden Teil (ein Kind) ein Armutsrisiko von fast 25 Prozent. Bei denen mit zwei Kindern steigt es auf 26,5 Prozent. Am höchsten ist mit 42,0 Prozent die Armutsgefährdung der Alleinerziehenden-Haushalte mit drei oder mehr Kindern.

Das ist an Hohn kaum zu überbieten. Diese Formulierung suggeriert, dass es auch in der Verantwortung der Väter liege, dass die meisten Alleinerziehenden die Mütter sind – tatsächlich aber werden die Väter von einer allmächtigen Mutter ausgegrenzt; er ist nicht an der Entscheidung beteiligt, welche ihn aus dem Leben seiner Kinder streicht. Weiterhin wird dabei ausgeblendet, dass die meisten Trennungen von den Müttern ausgehen, was ihnen leicht fällt, da sie alle Vorteile auf ihrer Seite haben: Nicht sie sind es, die die Kinder verlieren und zu Unterhalt verpflichtet werden. Kann es tatsächlich sein, dass diese saubere Feministin noch nichts von der Väterbewegung gehört hat? Das ist mal wieder eine der Aussagen, wo ich mich mal wieder frage, ob Feministinnen eigentlich bewusst lügen. Hier wird Vätern die Verantwortung zugeschoben, wo sie schlicht machtlos sind, also: Victim-Blaming. Kein Wunder, dass Freitag.de massiv zensieren und Accounts löschen muss. Dass Alleinerziehende oft von Armut gefährdet sind, liegt daran, dass sie die Kuh schlachten, die sie eigentlich melken wollen: Sie muten dem Mann, auf dessen Kosten sie ein parasitäres Leben führen wollen, soviel zu – einschließlich Kindsentzug – dass er als Unterhaltssklave ausfällt.

Auch bei männlichen Soldaten wird Victim-Blaming betrieben. Egal ob sie eingezogen oder durch eine Kriegs-Ideologie irregeführt wurden: Aus Opfer werden Täter gemacht; über diejenigen, die ins Verderben geführt werden, heißt es, dass sie „Krieg führen“ würden, und Täter und Mörder seien.

Oder auch die Lebenserwartung: In der feministisch dominierten Wikipedia heißt es dazu – genau wie bei Suizid – dass Männer selbst schuld seien, da sie unter anderem einen ungesünderen Lebensstil pflegen würden. Nur dass bei Armen und Farbigen, deren Lebenserwartung ebenfalls geringer ist, derselbe Vorwurf nicht gemacht wird – und zwar weil das ein Affront wäre.

Und Last but not Least: Das Zurückbleiben der Jungen in der Schule. Hier besteht das Victim-Blaming darin, dass den Jungen der Vorwurf gemacht wird, dass sie überholten, chauvinistischen Männlichkeitsbildern anhängen würden. Nur ist das eine reine Bankrotterklärung der Pädagogik, deren eigentliche Aufgabe darin besteht, die Schüler dort abzuholen, wo sie stehen. Und gerade in einer feindseligen Umgebung ist nicht zu erwarten, dass die Angefeindeten auch mal Schwäche zeigen, um Hilfe fragen, sondern sich einen Panzer aus „coolem“ Verhalten zulegen. Besser als ich es könnte und sehr ausführlich geht darauf Schoppe ein.

Dies alles ist Victim-Blaming: Ein Diskurs, der Notlagen unter Männern in deren Verantwortung sucht, vulgärfeministisch: „Selbst schuld“. Damit wird zugleich verhindert, solche Nachteile zu erforschen, um auf Grundlage dieser Forschung wirksame Präventionsmaßnahmen zu erarbeiten. Eine solche Forschung ist nicht erwünscht, denn sie könnte das ganze feministische Weltbild erschüttern, wonach in unserem „Patriarchat“ immer und überall Männer bevorzugt seien.

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2 Gedanken zu „Feministisches Victim-Blaming

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