Ein Kommentar zum Betreuungsgeld

Heute geht durch die Medien, dass das Bundesverfassungsgericht über das Betreuungsgeld entscheiden soll. Dabei wird auch darüber gesprochen, wie diese Leistung die Geschlechterrollenfreiheit einschränkt, denn in den meisten Fällen ist es so, dass die Frau also die Mutter das Geld empfängt und dann auch zu Hause bleibt, und – jeder weiß es – das geht schon mal gar nicht.

Die gesamte Debatte ist hierbei so grotesk verdreht, dass ich nicht weiß, wie ich es kommentieren soll. Hier wird eine Leistung, die man optional (!) beziehen kann, als Einschränkung von Freiheit (für Frauen) begriffen. Ein Entzug dieser Wahlmöglichkeit, also eine Einschränkung, wird tatsächlich in der feministischen Mainstream-Debatte als ein „Mehr“ an Freiheit begriffen. Indem man also Mütter dazu zwingt, ihre Kinder in die Fremdbetreuung zu geben, schafft man mehr Rollenfreiheit – was soll man dazu sagen?

„Frei“ ist die Frau, wenn man ihr die Kinder abnimmt, damit sie unbeschwert malochen gehen kann. Genau das ist der Punkt, warum mich der Feminismus abstößt, es ist eine Ideologie, die nicht etwa Männer aus ihrem Gefängnis befreit – nämlich lebenslang zu schaffen – sondern umgekehrt Frauen auch noch in diesen Knast einschließen will, weil Politfeministinnen unter einem geschlechtsspezifischen Minderwertigkeitskomplex leiden, und sie hoffen, dass wir mit dem Zwang mehr erfolgreiche Frauen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft feiern können. Feminismus ist frauenfeindlich, er will die Frau zwingen, das zu sein, was er es sich wünscht, um den Preis, dass sich die Frau genauso wie der Mann von seiner Familie, seinen Kindern entfernen muss. Feminismus und Neoliberalismus Hand in Hand…

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2 Gedanken zu „Ein Kommentar zum Betreuungsgeld

  1. petpanther

    „Genau das ist der Punkt, warum mich der Feminismus abstößt, es ist eine Ideologie, die nicht etwa Männer aus ihrem Gefängnis befreit – nämlich lebenslang zu schaffen – sondern umgekehrt Frauen auch noch in diesen Knast einschließen will, …“

    Ja.

    „… weil Politfeministinnen unter einem geschlechtsspezifischen Minderwertigkeitskomplex leiden, und sie hoffen, dass wir mit dem Zwang mehr erfolgreiche Frauen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft feiern können.“

    Jein.

    Diese Politfeministinnen versuchen damit primär für sich selbst Status und Versorgung zu erhalten. Wie jeder Funktionär das mit aufgesetzter altruistischer Maske auch tut (nur vielleicht nicht ganz so unverhohlen lügt).

    Das ist das eigentliche Motiv.

    Ein lupenreiner Opfer-Sündenbock Scam, der natürlich für andere Menschen als auch gesellschaftlich zerstörerisch ist.

    Nebenbei werden Menschen gegängelt, verhetzt und tatsächlich diskriminiert. Und die eigene Klientel, d.h. bereits bessergestellte Frauen, weiter privilegiert.

    Künstlich geschaffener Opferstatus zahlt in vielerlei Hinsicht sich aus. Ein sehr schmutziger Vorgang, auch charakterlich. Und die Protagonistinnen wissen das auch, d.h. es passiert in voller Absicht.

    Es fußt wohl darauf, dass die westlichen Gesellschaften es nicht fertigbringen Frauen mit echter Verantwortlichkeit zu belegen und diese Politfeministinnen das auch wissen. Weiße Ritterlichkeit sorgt dann dafür, dass es umgesetzt wird und auch so bleibt.

    Gesellschaftlich führt es wohl in die Tyrannei, weil der Staat dazu animiert werden und dazu ausgebaut werden muß. Auch zur Bemäntelung und Verdeckung. Die Medien folgen dann im Sog.

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  2. uepsilonniks

    @petpanther:
    „… weil Politfeministinnen unter einem geschlechtsspezifischen Minderwertigkeitskomplex leiden, und sie hoffen, dass wir mit dem Zwang mehr erfolgreiche Frauen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft feiern können.“

    Jein.

    Diese Politfeministinnen versuchen damit primär für sich selbst Status und Versorgung zu erhalten

    Wenn es so wäre, dann würden solche Programme wie der „Girls Day“ völlig sinnlos. Solche Programme sind von dem Wunsch getragen, dass Mädchen, später Frauen in typischen Männerdomänen erfolgreich sind, damit die Feministin stolz auf ihr Geschlecht sein kann, ähnlich wie der Nationalist, der seinen Selbstwert traurigerweise über den Ruhm seiner Nation/Rasse bezieht.

    Ginge es nur um den eigenen Vorteil einer Funktionärin, würden solche Mädchen-/Frauenförderprogramme keinen Sinn machen.

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