Archiv für den Monat Mai 2015

Deutschland Schlusslicht im Kinderkriegen – Wie kann das sein?

Deutschland hat Japan überholt:

Danach wurden in den vergangenen fünf Jahren im Durchschnitt 8,2 Kinder je 1000 Einwohner geboren. Das liegt unter dem Niveau des bisherigen Schlusslichts Japan von 8,4 Kindern je 1000 Einwohner.

Was das für unseren Wirtschaftsstandort bedeutet, haben bereits andere ausgearbeitet, vermutlich kann uns nur noch Einwanderung retten, was besonders die Rechten freuen wird.

Mich interessiert etwas anderes: Nach Jahrzehnten des (Staats-)Feminismus, nach einem massiven Ausbau der Fremdbetreuungseinrichtungen kriegen die Frauen (oder Männer?) also weniger und weniger Kinder. Es heißt doch, das große Problem der Frauen und Mütter in spe sei es, dass sie Beruf und Kinder nicht vereinbaren könnten, genau deswegen pflastern wir doch das Land mit Krippen und KiTas. Wie kann es da sein, dass die Gebärfreude so zurückgeht, wo wir doch den (angeblichen) Wünschen der Frau so entgegenkommen? Oder liegt es doch an einem Zeugungsstreik?

Kindermund…

„Kindermund tut Wahrheit kund“ lautet ein deutsches Sprichwort.

Ein besonders schönes:

„Frauen tun immer nur so, als wenn sie nichts zu sagen haben, dabei bestimmen sie Aalleess!!

Der insgesamt lesenswerte Bericht eines Trennungsvaters findet sich hier (auch mal die „versteckten“, also unzumutbaren Kommentare aufklappen).

Zum Vatertag: Wenn sich Frauen plötzlich an die Väter erinnern

Anlässlich des Vatertages eine kurze Notiz über Frauen, die sich – was ungewohnt ist – plötzlich an die Väter erinnern. Dieses Phänomen ließ sich bereits bei Eva Herman beobachten, ein paar Jahre später bei Birgit Kelle. Und auch neulich bei „ZDF log_in: Hat die klassische Familie ausgedient“ argumentierte eine Konservative, dass ein Kind für ein gesundes Aufwachsen sowohl Mutter als auch Vater bräuchte.

Der Väterrechtler Matussek hat inzwischen vor Jahrzehnten in einer leidenschaftlichen Kampfschrift auf die systematische Entväterung der Gesellschaft aufmerksam gemacht, ohne dass dies größere Resonanzen zur Folge hatte. Jetzt aber weisen mehr und mehr Frauen daraufhin, dass Kinder Mütter und Väter brauchen. Warum?

Ich schrieb bereits, dass die Politik des Gender-Mainstreaming u.a. auf eine Hoheit über die Kinderbetten und besonders -prägung aus ist. Zu dieser Politik gehört bspw. dass aus Mutter und Vater „Elter1“ und „Elter2“ werden. Diese Vernichtung von Vater und Mutter im sprachlichen Bereich geht der eigentlichen Abschaffung der Eltern voraus. Zuerst wurde der Vater entmachtet und aus der Familie entfernt, was noch problemlos möglich war, da Frauen die Mehrheit der Wahlberechtigten stellen und somit kein Politiker bereit ist, die mütterliche Allmacht zu beschneiden – denn das wäre das Ende seiner Karriere. Jetzt allerdings geht es auch nach und nach der Mutter an den Kragen, und dann heißt es auf einmal von Frauenseite:

„Ein Kind braucht Mutter und Vater“

 Jetzt also, wo das Betreuungsgeld als „Herdprämie“ verteufelt wird und der Druck auch auf Mütter steigt, ihre Kinder in die Fremdbetreuung zu geben, erinnert man sich plötzlich an den Wert des Vaters neben der Mutter – angeblich. Denn keine dieser wackeren Streiterinnen kommt auf die Idee, die rechtlose Position des Vaters in der Trennung zu kritisieren; die Forderung nach „Mutter und Vater“ ist ein Vehikel, welches allein Mutterinteressen dient und hier den Mann als Verbündeten mit ins Boot holen will mit einem falschen Versprechen, dass auch seine Interessen berücksichtigt würden…

Kein #Aufschrei und über paranoide Deutung

Sexuelle Belästigung ist angeblich etwas, was allein Männer gegen Frauen verüben. Ich war selbst schon Zeuge sexueller Belästigung, und zwar in beide geschlechtliche Richtungen. Witzig hierbei ist, dass in einem Fall die in meinen Augen Belästigte die ganze Geschichte recht locker nahm. So hatte ihr ein Ausbildungskollege gesagt, dass ihre Brüste persönliches Eigentum ihres Freundes sei – in meinen Augen eine Grenzüberschreitung; sie selbst aber lachte dazu nur (in Augen von Feministinnen typisches Verhalten eines Opfers des Stockholm-Syndroms).

Ich selbst habe mal einen Fall erlebt, der alle Kriterien eines #Aufschreis erfüllte. Ich saß in einer Bar an den Tresen, und eine Frau setzte sich neben mich und verwickelte mich in ein Gespräch. Dabei wurde sie aufdringlich, so berührte sie mich immer wieder an meiner Hand, was sich für mich nicht gut anfühlte. Ich zog daraufhin meine Hand zurück, was nur dazu führte, dass sie mich woanders berührte, zum Beispiel an meinem Arm. Daraufhin sagte ich ihr, dass sie mich bitte schön nicht anfassen solle – mehrmals. Am Ende wurde ich laut, so dass alle Umstehenden mithören konnten, wie ich ihr sagte, dass ich mich von ihr belästigt fühlte und dass ich sie mehrmals gebeten hatte, mich nicht anzufassen. Die Bedienung hinter der Bar, die offenbar alles mitverfolgt hatte, bekräftigte mich durch ein: „Das stimmt!“. Und selbst dadurch ließ sie nicht von mir ab. Also gab ich entnervt auf, stand auf und suchte mir in der Bar einen neuen Platz. Und selbst das reichte nicht. Sie folgte mir und giftete mich an, dass ich ein Schlappschwanz sei, der lediglich keinen hochkriegen würde.

Was wäre jetzt davon zu halten, wenn ich eine solche Erfahrung zum Anlass nehmen würde, eine Anklage zu formulieren, nämlich gegen „die Frauen“? Dass ich der weiblichen Seite vorwerfen würde, sie könnten keine Grenzen respektieren? Nun, erst mal würde ich mich natürlich lächerlich machen. Kollektivanklagen funktionieren nur von Frauenseite gegen die Männer.

Der Punkt an dieser Geschichte ist, dass sie nichts, aber auch gar nichts über „das“ weibliche Geschlecht aussagt. Frauen sind unterschiedlich (wie Männer), manche sind angenehm, andere nicht – dasselbe gilt für die Charaktereigenschaft „übergriffig“. Wenn ich mich jetzt hinstellen würde, und behaupten, diese meine Erfahrung wäre repräsentativ für die Eigenarten von Frauen und der Gesamtgesellschaft, dann wäre das eine „paranoide Deutung“.

„Paranoide Deutung“ stammt aus dem Umfeld der psychisch Erkrankten, bzw. deren Ärzte. Eine „paranoide Deutung“ führt dazu, dass man ein Missgeschick, ein Unglück verschwörungstheoretisch auslegt: „Das ist mir nur passiert, weil eine dunkle Macht, wie zum Beispiel ein Geheimdienst es zu verantworten hat!“. Eine solche „dunkle Macht“ kann aber nicht nur ein Geheimdienst sein, sondern zum Beispiel auch eine Gesellschaftsordnung, wie zum Beispiel das „Patriarchat“.

Ein einzelnes, kleines Unglück, ein Missgeschick, ein unangenehmer Zufall, eine respektlose Person, all das wird in einem größeren Kontext eingeordnet, in eine „typische“ Ordnung eingereiht – und dadurch wird es besonders schlimm, weil es eben dunkle Übermächtige auf einen abgesehen haben. Es fällt auf, dass gerade Feministinnen nichts anders machen, als alles ständig paranoid zu deuten. Zuwenig Cheffinnen? Frauen verdienen weniger? Sexuelle Belästigung, oder gar Gewalt? Alles in der Schuld des „Patriarchats“!

Wenn in meiner obigen Erfahrungen die Geschlechter getauscht wären, wäre dies für jede Feministin ein „typisches“ Beispiel dafür, wie es sich zwischen den Geschlechtern verhält, im „Patriarchat“. Wenn hingegen ein Mann das Opfer ist, greift die paranoide Deutung nicht, dann ist das nur die Ausnahme. Was ich erlebt habe, ist ohne jeden Zweifel Sch***e, wie jede Feministin zugestehen würde, nur sagt es halt nichts über die Gesellschaft aus (tatsächlich gibt es Studien, denen zufolge sexuelle Belästigung von Frauen gegen Männer genauso oft auftritt wie umgekehrt).

Feministinnen sind unfähig zu differenzieren zwischen Männern, die belästigen, und solchen die es nicht tun. Wenn eine solche Frau eine schlechte Erfahrung sammelt, dann ist dies für sie gleich Ausweis über ganze Gesellschaftsverhältnisse. Sie denkt nicht: „Okay, das war ein Arschloch, wie es halt Arschlöcher gibt“, sie denkt stattdessen: „Das ist die alltägliche Gewalt, wie sie Frauen im Patriarchat erfahren!“ – eine paranoide Deutung eben.

Feministischer Schwerpunkt bei "Die Anstalt"

Zwischen mir und Danisch gibt es einen Unterschied: Anders als ich guckt er anscheinend zumindest hin und wieder einen öffentlich-rechtlichen Sender. Ich mache das nicht mehr, da meine Erfahrung ist, dass ich, sobald ich den falschen Kanal wähle, mit der Stimme der „Unterdrückten“, also der Frauen belästigt werde, die bekanntlich in unserer Gesellschaft nicht gehört werden. Jedenfalls hat sich Danisch mal eine Sendung mit feministischen Schwerpunkt angesehen, und angemessen zerrissen. Ich grinste breit, und surfte weiter.

Jetzt wurde auf Genderama ein Leserbrief veröffentlicht, der mich dann doch neugierig machte: Konnte es vielleicht sein, dass die typische feministische Propaganda vielleicht in einer neuen und originellen Weise betrieben wurde? In einem Wort: Nein. Alles beim alten, die üblichen falschen und verzerrenden Perspektiven, wie zum Beispiel, dass Täterinnen, die beispielsweise Väter ausgrenzen und Kinder als ihr persönliches Eigentum betrachten, als arme, arme Opfer gesehen werden… Mitleid!

Was mir gleich als erstes aufgefallen ist, ist die Publikumsmitarbeit: Alle Gäste der Sendung standen bei der Einleitung und wirkten so im Programm mit. Sowas habe ich noch in keiner einzigen anderen Show erlebt. Um den Feminismus zu ehren, haben sich alle zu erheben. Aber die, die sich Sachen rausnehmen können wie kein Anderer; die, die ihre Politik frei von jeder Gegenstimme propagieren können, bilden sich nach wie vor ein, sie kämen von unten – und deswegen stehen alle auf, weil es so verlangt wird; zwar nicht klatschend aber immerhin.

Mein erstes Konzept zu diesem Post war, dass ich die ganze Sendung Minute für Minute durchgehen und kommentieren wollte. Aber zuviel Arbeit und zuwenig Zeit; zudem fiel mir etwas anderes auf, nämlich die Kinderfeindlichkeit:

„Ich krieg doch jetzt kein Kind, ich bin doch nicht bescheuert, ich mach mir doch nicht mein Leben kaputt!“

Nun, dann soll sie es halt sein lassen, oder? Es wäre zum Lachen, wenn es nicht zum Heulen wäre. Gut aber, dass diese Sendung, in der Kinder in erster Linie als Last und Nachteil begriffen werden, zu einer Zeit lief, als die Angefeindeten bereits in der Kiste lagen.

Vor ein paar Jahren trat Eva Herman an, und sie hatte etwas zu sagen. Kinder in unserer Gesellschaft seien nicht mehr willkommen, nicht mehr geliebt. Die gleichgeschalteten Medien hatten aber leider nichts besseres zu tun, als Herman als (in)offizielle Nachfolgerin Adolf Hitlers niederzuschreiben.

Denn entgegen der Ankündigung, keine Kinder zu bekommen, entschied sich Frau Kebekus in der Show dann demonstrativ doch anders, womit das Übel nun stranguliert an ihrem Hals hängt, eine echte Last eben (man beachte den leidenden Gesichtsausdruck):

Kinder kommen in der ganzen Sendung nicht als Geschenke und Glück vor, sondern als Last, Probleme und Übel, die einem nur Nachteile im Leben bringen. Warum aber kriegen Menschen – sowohl Männer als auch Frauen – überhaupt Kinder? Wer es aber angesichts solcher Propaganda und damit auch der Politik wagt, darauf hinzuweisen, dass wir in einer kinderfeindlichen Gesellschaft leben – woran nicht zuletzt der Feminismus schuld ist – wird sozial vernichtet, während sich die eigentlichen Kinderfeinde als Elite begreifen und es dummerweise auch sind.

Weiterlesen: Bernhard Lassahn: „Der Krieg gegen das Kind“

Update:  „Nicht-Feminist“ ist die Kinderfeindlichkeit ebenfalls aufgefallen: http://nicht-feminist.de/2015/05/kinderfeindliche-propaganda-im-zdf-die-kebekus-feministisch/

Wie feministisch gesinnte Mütter das "Patriarchat" stützen und stützten

Bei Christian geht es gerade um die Frage, ob auch Frauen die Gesellschaft mitgestalten, streng im allgemeinen Kontext, der ja postuliert, dass die gesamte Gesellschaft von Männer geprägt und dominiert wird.

Adrian war der erste, der darauf hinwies, dass es ja Mütter wären, die die Jungen aufziehen, und es kaum vorstellbar wäre, dass sie systematisch zukünftige Frauenunterdrücker großziehen würden.

Dies wird u.a. mit einem Verweis auf Foucault gekontert, einer jener Philosophen, die sich besonders unverständlich ausdrücken – ein Zeichen, dass nicht viel dran ist an dem, was sie so daher schwätzen. Der Konter lautet, dass auch Mütter sosehr in die bestehenden Machtverhältnisse verstrickt sind, dass sie gar nicht anders könnten, als diese dem Nachwuchs aufzudrücken.

Ich halte das für Schwachsinn. Von der Wiege bis zur Bahre lernen wir in der Schule, an der Uni; lesen jeden Tag in der Zeitung, hören es im Radio und sehen wir es im Fernsehen:  Der Mann unterdrückt die Frau. Hierzu erstens: Wie kann es sein, dass der gesamte Medienmainstream das exakte Gegenteil dessen wiedergibt, als er es eigentlich tun müsste, wenn Foucault Recht hätte? Und zweitens: Kann es tatsächlich sein, dass nicht nur heute sondern bereits vor Jahrzehnten die Mütter angesichts der allgegenwärtigen Überzeugung über die Frauenunterdrückung nicht dazu übergangen wären, mit ihren Erziehungskonzepten dem entgegenzuwirken?

Der Punkt ist, dass die gesellschaftliche Diagnose falsch ist, und schon immer war. Die Möglichkeit, sich eine Auszeit von der Erwerbstätigkeit zu nehmen, war und ist ein Privileg – und dieses Privileg genießen Frauen, weil Männer dazu bereit sind, Frauen zu ernähren, für sie zu arbeiten. Und jetzt beißt sich die Katze in den Schwanz: So manche Mutter denkt sich vielleicht, dass sie die patriarchale Unterdrückung überwinden könnte, wenn sie ihren Sohn zum Frauendiener erzieht – denn ein Diener ist ja kein Unterdrücker! Nur, dass sie damit genau das fortsetzt, was sie überwinden will, denn die bestehenden Geschlechterverhältnisse waren schon immer so, dass der Mann als Gentleman oder Ritter ein Frauendiener war.

Feministinnen gehen von der falschen Diagnose aus. Die Folge ist, dass sie die Krankheit am Leben halten: Dass Frauen weniger verdienen, dass sie seltener in Chefposten anzutreffen sind, dass die größten wissenschaftlichen Leistungen von Männern erbracht werden. Alles also, was Feministinnen hassen und überwinden wollen.