Rosa, Hellblau und andere Farben

Rosa und Hellblau sind bekanntlich die Farben, die den Geschlechtern zugeordnet werden, und damit sind wir gleich im ersten Satz beim Kernproblem: Geschlechterstereotype, hier durch Farben codiert. Hierbei handelt es sich selbstverständlich um soziale Konstrukte – in früheren Zeiten etwa wurde die Farbe Rosa den männlichen Kindern zugeordnet. Mit anderen Worten: Auch wenn Gelb für Mädchen und Grün für Jungen stehen würden, das Problem bestände weiter.

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Das Problem ist nicht, welche Farben einem Geschlecht zugeordnet werden, sondern dass überhaupt Farben in diesem Sinne zugeordnet werden. Völlig egal also, ob wir nun schwarz, grau, blau, rot, gelb, grün oder orange diesem oder jenem Geschlecht zuordnen, es ist jedesmal falsch – denn allein die Existenz zweier Geschlechter ist bereits falsch und nicht gewollt.

Denn nehmen wir an, wir codieren „grün“ als weiblich, sprich wir kleiden Mädchen gerne grün. Die Folge wird sein, dass die Marketing-Abteilung eines Unternehmens, welche Produkte an Mädchen verkaufen will, diese Erzeugnisse grün färben wird. Sprich: Wir hätten grüne Überraschungseier, welche für Mädchen gedacht sind – und schon sind die Feministinnen wieder auf der Palme, genauso wie sie hier und heute bei rosa Überraschungseiern auf der Palme sind.

Der Fehler liegt also schon darin, dass diese oder jene Farbe dem einen oder anderen Geschlecht zugeordnet wird. Dies darf nicht mehr sein, was nichts anderes bedeutet, dass die beiden Geschlechter nicht sein dürfen – ganz im Sinne der Gender-Theorie, welche behauptet, die zwei Geschlechter existierten gar nicht, bzw. es gäbe weit mehr als zwei Geschlechter. Das Geschlecht ist laut der Gender-Theorie nichts weiter als ein soziales Konstrukt, welches eben zum Beispiel durch eine Farbzuordnung erst erschaffen wird – und zwar stets zum Nachteil des Geschlechtes, welches lebenslang über mehr Freizeit, also freie Zeit verfügt.

Das heißt, hier geht es nicht nur allein um eine geschlechtsspezifische Zuweisung von Farben, sondern es geht darum, dass jede Zuweisung, welche eine Unterscheidung zwischen den Geschlechtern ermöglicht, negiert und verboten werden soll. Nicht nur rosa und hellblau sind das Problem, sondern dass Frau und Mann überhaupt existieren und nicht ein- und dasselbe sind. Es wird von einer Gesellschaft geträumt, in welcher die Gleichmacherei bis zum Ende geführt wurde, und nicht mehr zwischen Jungen und Mädchen zu unterscheiden ist:

Feministisch korrekte Spielzeug-Werbung: z.B. Spiderman mit Puppenwagen… oder doch Spider-woman?

 Wer also nicht weiter will, dass man zwischen Mann und Frau, zwischen Mädchen und Junge unterscheiden kann, der schließe sich dem Genderismus an. Da wird ihnen geholfen!

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3 Gedanken zu „Rosa, Hellblau und andere Farben

  1. uepsilonniks

    Tja, da würde dir eine Feministin und Genderistin widersprechen, und sie hätte sogar recht:

    Denn wenn Du einen weiblichen Säugling in einem blauen Strampler siehst, würdest Du ihn doch spontan als Jungen einordnen, oder?

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