Zum Vatertag: Wenn sich Frauen plötzlich an die Väter erinnern

Anlässlich des Vatertages eine kurze Notiz über Frauen, die sich – was ungewohnt ist – plötzlich an die Väter erinnern. Dieses Phänomen ließ sich bereits bei Eva Herman beobachten, ein paar Jahre später bei Birgit Kelle. Und auch neulich bei „ZDF log_in: Hat die klassische Familie ausgedient“ argumentierte eine Konservative, dass ein Kind für ein gesundes Aufwachsen sowohl Mutter als auch Vater bräuchte.

Der Väterrechtler Matussek hat inzwischen vor Jahrzehnten in einer leidenschaftlichen Kampfschrift auf die systematische Entväterung der Gesellschaft aufmerksam gemacht, ohne dass dies größere Resonanzen zur Folge hatte. Jetzt aber weisen mehr und mehr Frauen daraufhin, dass Kinder Mütter und Väter brauchen. Warum?

Ich schrieb bereits, dass die Politik des Gender-Mainstreaming u.a. auf eine Hoheit über die Kinderbetten und besonders -prägung aus ist. Zu dieser Politik gehört bspw. dass aus Mutter und Vater „Elter1“ und „Elter2“ werden. Diese Vernichtung von Vater und Mutter im sprachlichen Bereich geht der eigentlichen Abschaffung der Eltern voraus. Zuerst wurde der Vater entmachtet und aus der Familie entfernt, was noch problemlos möglich war, da Frauen die Mehrheit der Wahlberechtigten stellen und somit kein Politiker bereit ist, die mütterliche Allmacht zu beschneiden – denn das wäre das Ende seiner Karriere. Jetzt allerdings geht es auch nach und nach der Mutter an den Kragen, und dann heißt es auf einmal von Frauenseite:

„Ein Kind braucht Mutter und Vater“

 Jetzt also, wo das Betreuungsgeld als „Herdprämie“ verteufelt wird und der Druck auch auf Mütter steigt, ihre Kinder in die Fremdbetreuung zu geben, erinnert man sich plötzlich an den Wert des Vaters neben der Mutter – angeblich. Denn keine dieser wackeren Streiterinnen kommt auf die Idee, die rechtlose Position des Vaters in der Trennung zu kritisieren; die Forderung nach „Mutter und Vater“ ist ein Vehikel, welches allein Mutterinteressen dient und hier den Mann als Verbündeten mit ins Boot holen will mit einem falschen Versprechen, dass auch seine Interessen berücksichtigt würden…

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2 Gedanken zu „Zum Vatertag: Wenn sich Frauen plötzlich an die Väter erinnern

  1. om

    Um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf von „Professionen“ … wenn der Vater fehlt!

    Diese simple Wahrheit haben sogar Paviane verstanden, nur unsere feministische Rohrkrepierer nicht:

    „Auf jeden Fall haben wir es hier mit einem Phänomen zu tun, das weit über die Paviane hinaus von Interesse ist und alle Überlegungen bei Säugetieren betrifft. Wo gibt es noch solche Vaterschaften, die unglaublich wichtig sind, wir vielleicht aber einfach noch nicht bemerkt haben?“
    http://www.deutschlandfunk.de/lohnende-vaterfreuden.676.de.html?dram:article_id=25153

    Im real existierenden Feminismus können solche Vaterschaften wohl nicht existieren.

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  2. petpanther

    Läuft immer auf das Benutzen des Mannes heraus. Es stimmt nichts an den vorgeschobenen Motiven.

    Je nach Situation und Lage wird dieses Benutzen auch zum eigenen Vorteil angepasst.

    Nichts ist da je ehrlich gewesen oder wird es je sein. Das sollte doch langsam für jeden transparent und erkennbar sein.

    Erstaunlich ist, dass es immer noch funktioniert. D.h. die meisten Männer sich an solchen Diskursen beteiligen, unter der irrigen Annahme, dass es nicht so sei und tatsächlich Redlichkeit vorhanden wäre.

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