Die Haterin, die Probleme mit Hatern hat

Das feministische Staatsfernsehen brachte vor ein paar Tagen eine Sendung über HateSpeech, die mich neugierig werden ließ. In der ersten Hälfte lief es noch vernünftig ab: Dort wurde HateSpeech noch allgemein behandelt. Dann aber kippte der Beitrag: Auf einmal war nur noch ausschließlich von „HateSpeech“ gegen Feministen die Rede. Dabei wurde das gute alte Schema bedient, welches oft Anwendung findet: Sowas wie eine berechtigte Kritik am Feminismus existiert natürlich nicht, es gibt nur Schwarz und Weiß, nur Zustimmung oder Ablehnung also „HateSpeech“.

Feminismus, das ist die Ideologie, die Gaskammerphantasien für Juden Männer hervorgebracht hat. Feminismus ist, alte Judenwitze auf Männer umzuschreiben: „Was ist ein Mann in Salzsäure?“. Feministinnen, das sind die, die Hass und Gewalt gegen Männer predigen und dafür mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt werden. Feminismus ist, mit abgeschnittenen Genitalien zu posieren und anzukündigen, dass das Blut der Männer fließen wird.

Bitte nicht missverstehen: Das ist KEIN Hate! HateSpeech ist lediglich, wenn man ein Problem mit solchen Bildern hat und das auch äußert.

Jetzt also ist ein Staatssender auf Hatespeech (Hassrede) im Internet aufmerksam geworden. Vor allem gegen Feministinnen. Und er unternahm ein interessantes Experiment: Eine Feministin wurde angeheuert, einen feministischen Artikel zu schreiben, um „Hater“ anzulocken – zwecks Dokumentation. Dort heißt es gleich im Anreißer:

Beleidigt und bedroht – das werden vielen Frauen, die im Netz über Feminismus schreiben. Sind die Hater verwirrte Einzelheinze oder ist das Netz bloß ein Ventil für alltäglichen Frauenhass? Ein Gastkommentar von Julia Schramm

Gleich im ersten Absatz findet sich also der übliche feministische Größenwahn: Nämlich „die Frauen“ zu vertreten. Die Feministin bildet sich im ihren Narzissmus ein, für „die Frau“ zu sprechen, und diagnostiziert also, dass der Hass Frauen und nicht etwa (auch männlichen) Feministen gelten würde – und selbstverständlich gibt es auch keinen Grund für solche Anfeindungen, man (besser: frau) hat selbst ja nie angefeindet.

Jetzt ist die arme Julia Schramm aber nicht der Unschuldsengel, als den sie sich hinstellt. So schrieb sie zu den Kindern, Frauen, Männern und Alten, die unter dem Bombenteppich in Dresden starben:

„Sauerkraut, Kartoffelbrei – Bomber Harris, Feuer Frei!“

„Kartoffel“ ist eine abwertende Bezeichnung für Deutsche. Mit anderen Worten: Die liebe Julia verhöhnt hier auch noch bei lebendigen Leibe verbrannte Kinder; man muss kein Nazi sein, um damit ein Problem zu haben. Aber wenn man solches kritisiert, ist man natürlich gleich ein… Nazi oder eben „Hater“.

Es gibt zwei Arten von Hass: Einen erlaubten und einen verbotenen. Feministischer Hass wird von den Institutionen gefördert, antifeministischer angeklagt. Genauer hat das man-tau ausgearbeitet.

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