Was man sagen darf und was nicht

Die Politikerin und damalige stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, Cornelia Pieper, hatte sich mal Gedanken über Männlein und Weiblein gemacht, und kam zu diesem Ergebnis:

Doch während die Frau sich ständig weiterentwickelt, […] blieb der Mann auf seiner Entwicklungsstufe stehen. Als halbes Wesen. […] Er ist weiterhin nur männlich und verschließt sich den weiblichen Eigenschaften wie Toleranz, Sensibilität und Emotionalität. Das heißt, er ist – strenggenommen – unfertig und wurde von der Evolution und dem weiblichen Geschlecht überholt.

Tausche hier einfach mal Männer und Frauen mit Schwarzen und Weißen und der blütenreine Rassismus bzw. Faschismus ist sofort ersichtlich und würde auch nicht toleriert werden.

Wer mit einem solchen Geschlechterrassismus sicherlich kein Problem hat, ist die Femofaschistin Alice Schwarzer, welche auch Gewaltverherrlichung gegen Männer betreibt und in diebische Schadenfreude darüber ausbricht, wenn eine Frau ihrem schlafenden Mann den Penis abschneidet und hoffnungsvoll frohlockt, dass andere Frauen diesem Beispiel folgen könnten:

Eine hat es getan, jetzt könnte es jede tun.

Allerdings muss man keine feministische Hasspredigerin sein um bei so ziemlich dem schlimmsten, was man einem Mann antun kann, in Gelächter und sogar Jubelrufe auszubrechen:

Ein weiteres Beispiel: „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“ schreibt Gaby Hauptmann als „geistreiche Komödie“, und die Vertreterinnen des empathischen, sozial kompetenten Geschlechts reißen dieses Werk aus den Regalen, machen es so zu einem Bestseller, welcher unter anderem die Propaganda verbreitet, dass Väter für Kinder überflüssig seien, es im Grunde besser für sie sei, ohne einen Vater in der Familie aufzuwachsen. Die ARD fand das auch ganz toll und verfilmte das gleich mal.

Das waren jetzt nur vier Beispiele, und keines davon hatte irgendwelche ernsthaften Konsequenzen für die Akteure, niemand musste zurücktreten oder so. Es handelt sich hierbei um eine diskursive Gewalt gegen Männer, die man sich mit keiner anderen Gruppe von Menschen erlauben darf, wie schon Daphne Patai feststellte:

Es fällt einem schwer, sich heute eine andere Gruppe von Menschen vorzustellen, die dermaßen krass in der Öffentlichkeit niedergemacht werden kann, ohne augenblicklich Protest zu erheben.

Dass Feministinnen komplett unfähig sind, dies zu erkennen, und sich selbstherrlich einbilden, mit Männerhass einen mutigen Kampf zu kämpfen, wo sie nur das tun, was heutzutage ganz im Zeitgeist und absolut erlaubt ist, war vielleicht einer der Gründe, warum Ronja von Rönne anmerkte, dass sie Feminismus ekelhaft fände. Von ihr wird man aber in naher Zukunft nichts mehr zu lesen bekommen. Denn so läuft das in unserer Gesellschaft: Das verhöhnen männlicher Gewaltopfer ist problemlos möglich, wenn man dann aber seine Abneigung gegenüber einer solchen Geisteshaltung äußert, wird man mit einem Shitstorm inklusive Morddrohungen überzogen, so dass man sich gezwungen sieht, alles hinzuschmeißen, aufzugeben, zurückzutreten. So auch aktuell über dem Teich: Ein Nobelpreisträger, der mit seiner medizinischen Forschung mehr zum Wohl der Menschheit beigetragen hat als alle Gleichstellungsbeauftragten und Quotenfrauen zusammen, muss ebenfalls seine Professur niederlegen, weil er Vergewaltigungsopfer verhöhnte scherzhaft anmerkte, Frauen würden bei Kritik anfangen zu weinen. Das erinnert auch an einen anderen Fall: Rund ein Jahrzehnt zuvor fragte sich der Präsident der Elite-Universität Harvard, Mister Summers, ob es vielleicht angeborene Unterschiedene zwischen Männern und Frauen gäbe, etwa was Begabungen in naturwissenschaftlichen Bereichen anginge, und dass man das erforschen sollte. Auch dies führte zu einem Aufschrei, obwohl er betonte, dass es sich nicht um seine Meinung handelte. Dies rettete ihn aber nicht, er musste gehen.

Auch das sind nur Beispiele, es ließen sich weitere nennen: Esther Vilar, Erin Pizzey, Eva Herman oder Monika Ebeling. Alles Frauen, die sich gegen den Mainstreamfeminismus wendeten und dafür sozial und beruflich vernichtet wurden, ja teilweise sogar aus ihren Ländern fliehen mussten.

Feministinnen sehen das anders, so zum Beispiel Julia Schramm. Das ist die, die die deutschen, zivilen Bombentoten als „Kartoffelbrei“ verhöhnte (Kartoffel ist ein Schimpfwort für Deutsche). Sie fantasiert, dass Frauen im Netz verfolgt würden. Wohlgemerkt: Frauen, nicht etwa nur menschenverachtende Geschlechterrassistinnen, die nur die Antwort bekommen, die sie sich auch redlich verdient haben. Denn ich gehe nicht davon aus, dass Frauen, jene also, die Frau Schramm für sich vereinnahmen zu versucht und in deren Namen sie spricht, unbedingt NPD-Mitglieder sein müssen, um sich von der Verhöhnung Bombentoter zu distanzieren. Letzteres nämlich ist nach feministischer Logik absolut in Ordnung, dazu hat man sich bereits eine entsprechende Theorie zurechtgeschustert. Der Trick liegt darin, dass man Sexismus und Rassismus so definiert, dass sie mit Macht verknüpft sein müssen, um verurteilenswert zu sein. Und jeder weiß ja: Männer sind an der Macht, weshalb man sie gar nicht diskriminieren kann. Deswegen darf man sich auch an „Maletears“ erfreuen, also Männer in Not verhöhnen. „Wer hat die Macht?“ ist ein ganz großes Fass, welches ich jetzt nicht aufmachen werde. Nur, wenn Feminismuskritiker aus ihren Ländern fliehen müssen, sozial vernichtet werden, wohingegen sich Feministinnen selbst Faschismus gegen das angefeindete Geschlecht leisten dürfen, und es damit sogar zu Millionärinnen bringen, könnte man auf den Gedanken kommen, dass in Wirklichkeit die Feministinnen an der Macht sind, und dann stellt sich die Frage, welcher Umgang mit ihnen – streng nach feministischer Theorie – eigentlich erlaubt ist.

Als Fazit aber lässt sich festhalten: Solange es gegen Männer geht, darf man alles sagen. Geht es über Frauen oder Feminismus, heißt es, sich die verbalen Samthandschuhe anzuziehen.

Nachgedanke:

Im obigen verlinkten Artikel von Frau Schramm schreibt diese:

Und so wird aus einem bissigen Tweet einer ARD-Redakteurin, die sarkastisch darauf hinwies, dass ein Text der für den Bachmann-Preis nominierten Autorin Ronja von Rönne von der Frauenorganisation der NPD, dem »Ring Nationaler Frauen«, geliket wurde, zur »Hetzjagd einer Netzfeministin«

 Und das wiederum führt mich einmal mehr zu der Frage, ob man eigentlich bewusst lügt und manipuliert. Denn u.a. der Blogger Don Alphonso – auf den sich Julia Schramm im Vorfeld bezieht –  hat erklärt, warum dieses Liken durch Rechtsgesinnte schlicht irrelevant ist. Und wiedermal fällt auf, dass man unfähig zu einer inhaltlichen Kritik ist, sondern stattdessen die Rechts- und Nazikeule schwingen muss.

Advertisements

6 Gedanken zu „Was man sagen darf und was nicht

  1. petpanther

    … so lustig ist das eigentlich nicht mehr.

    Es geht auch darum diese dumm-naiv abwiegelnde Attitüde abzulegen und das endlich ernster zu nehmen. Es geht mittlerweile nämlich auch um die gesetzliche Fixierung dessen, d.h. deutliche Diskriminierung in allen Lebensbereichen und Ausgrenzung aus menschlichen Rechten.

    Dies hat auch ernste Folgen für unseren freiheitlichen Rechtsstaat und das gesamte kulturelle Klima – nämlich hinein in einen „modernen“ faschistischen Staat mit entsprechender Korruptheit. Entsprechend geht das auch von den Machteliten aus.

    z.B.

    http://nicht-feminist.de/2015/06/eu-bericht-2015-gleichstellung-von-frauen-und-maennern-das-maenner-und-frauenbild/

    Gefällt mir

    Antwort
  2. Poser-Jay

    Keine Sorge, ich nehme das nicht auf die leichte Schulter. Und lustig finde ich es schon gar nicht. Ganz im Gegenteil.
    Ich bin der festen Überzeugung, dass der „neue“ Faschismus im Gewand des (vermeintlichen) Linksliberalismus daher kommt, ganz im Orwell'schen Sinne. Überall wird Panik wegen Nazis gemacht. Dem Thema „Nazis raus“ werden unzählige T-Shirts und Konzerte“ gewidmet. Dabei hab ich nicht den geringsten Schiss vor Nazis (außer vll. wenn ich nachts alleine die Straße entlang laufe). Jeder Viertklässler weiß doch mittlerweile, dass Nazis scheiße sind. Dafür also mehr „Bewusstsein schaffen“ zu wollen halte ich für einen „netten“ Zeitvertreib. Zudem werden Menschen in fast allen Fällen nur zu Nazis, weil sie selbst sozial schwächeren Verhältnissen entstammen, von Zukunftsängsten geplagt sind und diese Angst abzuspalten suchen, indem sie sie auf eine Minderheit projezieren, die als „schwarzer Peter“ herhält, um sich „das Problem“ und die eigene Existenzangst als „lösbar“ einzureden, wenn auch nur zum Schein. Die Menschen wollen eben einfache Antworten auf (viel zu) komplexe Sachverhalte.

    Wie auch immer, die Gefahr die heutzutage von Linksextremisten ausgeht halte ich für wesentlich bedrohlicher, als die von Rechtsextremisten. Zumal die Linken die Rechte in Sachen Gewalt und Terror mittlerweile überholt haben und in fast allen Belangen sogar doppelt so viele Delikte auf ihr Konto verbuchen: http://sciencefiles.org/2015/02/23/das-versagersyndrom-studie-uber-linksextremismus/
    Das charakteristisch Gefährliche am Linksextremismus ist ja, dass er – im Gegensatz zum Rechtsextremismus – weniger offensichtlich ist und kaum wahrgenommen wird. Kaum einer bemerkt wie faschistoid diese Spinner sind. Egal ob SJWs oder neurotische (Pseudo-)Gutmenschen. Nur weil man sich an „schön klingenden“ Werten aufhangelt, heißt das noch lange nicht, dass die sture (stupide!) Fixierung darauf minder schädlich ist, als der Bullshit den Rechte propagieren. Linksradikale stellen mittlerweile genauso eine reale Gefahr für unsere Demokratie dar; die sind einfach nur zu verblendet und verblödet um zu checken, wie sehr sie ihre eigenen Werte wie „Freiheit“ und „Toleranz“ mit ihrer eigenen Intoleranz und ihren dämlichen Denkverboten ficken und übern' Haufen werfen.

    Ich meine, sogar fucking My Little Pony mit ihrem weltfremden Kuschel-Wohlfühl-Bullshit springen mittlerweile auf den Zug auf und demonstrieren die Gefahr durch Linksradikale und ihre gänzlich unreflektierte Utopie, die bei kritischer Würdigung in Wirklichkeit nichts anderes als eine Dystopie á la Orwell darstellt 😀 https://www.youtube.com/watch?v=zkhXBOBfgaU

    Politische Korrektheit halte ich für absolut angemessen und auch nötig für einen zivilen, produktiven Diskurs. Sobald sie aber “krankhaft” wird und in “Gutmenscheritis” umschlägt ist sie mir ein Dorn im Auge, weil dabei nur “Denkschranken” sowie “Sprech- und Meinungsverbote” aufgestellt werden, alles moralisch (über-)bewertet und -interpretiert, Diffamierung statt Sachgehalt gewertet und dadurch das “Wesentliche” aus den Augen verloren wird. Wenn wir hingehen und dem Sachgehalt einer Aussage weniger Bedeutung und Gewichtung schenken, als den (über-)sensiblen, emotionalen Befindlichkeiten anderer, die jedes Wort aus dem Kontext reißen und völlig realitätsfern überinterpretieren, dann sehe ich das als direkte Gefahr für einen produktiven Diskurs und (damit) unserer Demokratie. Durch diese Mentalität wird nämlich insgeheim jeder konstruktive Dialog bereits im Vorhinein verunmöglicht und im Keime „erstickt“. Der Dialog ist das „Herzstück“ einer Demokratie, „Denk- und Sprechverbote“ ihr ultimativer Todesstoß…Die Gesinnungsgestapo mit ihrem Sturmtrupp an lächerlichen, moralinsauren Flennsusen darf mir daher getrost einen hobeln 😉

    Gefällt mir

    Antwort
  3. uepsilonniks

    Wie auch immer, die Gefahr die heutzutage von Linksextremisten ausgeht halte ich für wesentlich bedrohlicher, als die von Rechtsextremisten. Zumal die Linken die Rechte in Sachen Gewalt und Terror mittlerweile überholt haben und in fast allen Belangen sogar doppelt so viele Delikte auf ihr Konto verbuchen: http://sciencefiles.org/2015/02/23/das-versagersyndrom-studie-uber-linksextremismus/

    Naja, sehr selektive Auswahl der Straftaten. Mord fehlt bezeichnenderweise, und hier liegen die Rechten vorne. Weiter braucht man sich von Nazis nicht bedroht zu fühlen, wenn man die richtige Hautfarbe hat und die nicht das Falsche sagt.

    Gefällt mir

    Antwort
  4. Poser-Jay

    @uepsilonniks: Da geb ich dir vollkommen recht. Deshalb schrieb ich ja auch „in fast allen Belangen“ 😉 Es ging mir eher darum zu zeigen, dass das Bewusstsein für die „Gefahr von links“ dahingegen kaum vorhanden ist. Ich halte die Gefahr, dass unsere Demokratie von Sozialisten, neurotischen SJWs und Feministen unterwandert wird, indem sie vornerum zum Schein vorgeben sich für demokratisch-liberale Werte wie „Freiheit“, „Gleichberechtigung“ und „Toleranz“ einzusetzen für wesentlich realistischer und prävalenter, als dass es Nazis schaffen könnten ihr Image loszuwerden, unsere Demokratie zu stürzen und eine neue Diktatur aufzubauen, die so gut wie keiner (noch mal) haben will. Dass die linksextremistische Zersetzung der Demokratie bereits im vollen Gange ist zeigen die vorherrschenden „Denk-“ und „Sprechverbote“, bei denen man bei Verstoß umgehend als „irgendwas-ophob“, „frauenfeindlich“, „reaktionär“ usw. abgestempelt wird, oder der Versuch der EU Feminismuskritik verbieten zu wollen (und damit die Opposition, wie auch zeitgleich Meinungsfreiheit, Kritik, Dialog etc. auszuschalten, die wiederum die wichtigsten Prinzipien der Demokratie darstellen) und damit aktiv Faschismus und Absolutismus zu fördern, das eingeführte „Neusprech“ und die weiteren Bemühungen zur Gleichschaltung durch das Gender Mainstreaming (Umerziehungsprogramme usw.), wie auch, dass es überhaupt möglich ist Gesetze wie etwa die Frauenquote einzuführen, die ganz klar gegen das Grundgesetz und die Menschenrechte verstoßen. Das alles ist nur möglich, weil die Linksextremisten im Gewand des Linksliberalismus daherkommen, sich als Kämpfer für (soziale) Gerechtigkeit inszenieren und keiner deren zugrundeliegende faschistoide Grundhaltung – und ganz besonders deren „Doppelsprech“ 😉 – bemerkt.

    Wie auch immer, ich möchte mit meinen Ausführungen den Schaden durch Rechts freilich nicht kleinreden(!), ich versuche nur zu sagen, dass eine Gefahr, die kaum jemand als eine Gefahr wahrnimmt (sondern stattdessen sogar von einem Großteil der Mehrheitsgesellschaft nach erfolgreicher Indoktrination, Verblendung und Umerziehung vielmehr noch als erstrebenswert und „richtig“ empfunden wird), sehr viel größer und insgeheim besorgniserregender ist, weil sie langsam und kontinuierlich die Demokratie zerrüttet, ohne dass es jemand bemerkt oder sich groß jemand wehrt.

    Gefällt mir

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s