Archiv für den Monat Juli 2015

Gäbe es keinen Leutnant Dino, die feministische Lügenpresse müsste ihn erfinden

Das war nicht Leutnants Dino erster Auftritt bei der durch Zwangsgebühren finanzierten Lügenpresse, der in der maskulistischen Blogosphäre gerade diskutiert wird, zum Beispiel hier, hier und hier. Er war bereits zweimal zu Gast bei „Menschen bei Maischberger“ als es um Trennung und Trennungskrieg ging. Beide Sendungen waren bereits mit der Auswahl der Gäste hochmanipulativ – einschließlich des Umstandes, dass dort Leutnant Dino eingeladen war. So präsentierte man dort eine unterhaltspflichtige Frau, einen Vater, der nach langen Kampf schließlich die Kinder zu sich nehmen konnte und natürlich Leutnant Dino. Gäste also, die die absoluten Ausnahmen präsentierten und mit den real existierenden Verhältnissen nichts zu tun hatten. Für solche Themen wären andere Gäste weitaus geeigneter gewesen, hätten sich die Sendungen an der Realität und nicht an der feministischen Mythologie orientiert; denkbar wäre ein Vater gewesen, der gegen seinen Willen seine Kinder nicht mehr sieht oder ein Vertreter der Väterbewegung wie zum Beispiel des VAfK.

 Die feministische Mythologie besagt, dass im Falle einer Trennung die Väter alle Vorteile auf ihrer Seite haben, während Mütter alle Nachteile erleiden. Der Umstand, dass 95% der Getrennterziehenden Frauen sind, sei nicht auf ihre Privilegierung zurückzuführen, sondern darauf, dass sie vom Partner verlassen wurden (tatsächlich gehen Trennungen in der Mehrheit von Frauen aus und wenn ein Vater nicht zahlt, dann deswegen, weil er durch die Trennung ruiniert wurde). Der Mann lässt die arme, arme Mutter mit ihren Kindern sitzen, oftmals für eine Jüngere und drückt sich vor den Unterhaltspflichten, indem er sich künstlich arm rechnet.

Und hier kommt Leutnant Dino wie gerufen. Da sitzt er frech grinsend, gut angezogen und ein luxuriöses Leben führend, während er behauptet, er könne nicht zahlen, weil pleite, während aber jeder Zuschauer ganz genau weiß, er könnte, wenn er wollte: Ein Unterhaltspreller, der die Bestätigung der feministischen Mythologie darstellt, vom kleinen Schönheitsfehler abgesehen, dass er es war, der verlassen – entsorgt – wurde und nicht umgekehrt.

Mit Leutnant Dino hat man zu Beginn einen Fall vorliegen, wie er Alltag ist: Eine Mutter entscheidet im real existierenden Matriarchat, dass ihr Eigentum – die Kinder – ohne den Vater aufwachsen werden und dass dieser Lebensstil zugleich vom Ex finanziert wird. Anders als viele andere Trennungsväter, die darum kämpfen, ihren Kindern tatsächlich auch ein Vater sein zu können – oft vergeblich – machte Leutnant Dino einen brutalen Schnitt: Er hätte keine Vatergefühle mehr für seine Kinder. Eine Tragödie also, er hat seine Kinder abgetrieben.

Und dafür gibt es kein Verständnis. Ich habe mich mit mehreren Menschen über entsorgte Väter unterhalten, und dabei auch über den Fall Leutnant Dino. Dabei fiel mir auf, was auch in der Runde bei Maischberger zu beobachten war: Niemand verurteilte das Verhalten der Trennungsmutter, welche die Entscheidung getroffen hatte, die Vater-Kind-Beziehung auszulöschen. Stattdessen wurde Leutnant Dino verurteilt, dafür dass er sich vor seinen Pflichten drückte – dies selbst von einem, der sich selbst als „Antifeminist“ bezeichnete. Ein Vater, der nicht mehr für seine Kinder sorgt, begeht ein unverzeihliches Verbrechen, so der Tenor.

Leutnant Dino als einer, der sich künstlich arm macht, um den Unterhaltsplichten zu entgehen, bedient perfekt die feministische Mythologie. Gäbe es ihn nicht, Feministinnen müssten ihn erfinden.

[Update] Auch hier kann man diskutieren, und hier meldet sich Leutnant Dino selbst zu Wort.

Betreuungsgeld gekippt, oder warum Feministinnen Feinde von Frauen sind – ein kurzer Kommentar

Die feministische Fraktion feiert heute, dass das Bundesverfassungsgericht das Betreuungsgeld gekippt hat. Warum? Weil Frauen damit gezwungen werden!

Der Entzug einer Förderung bedeutet, dass man in seinen Wahlmöglichkeiten beschränkt wird. Man, genauer: Feministinnen – auch und gerade in der Politik – wollen die berufstätige Frau – auch wenn diese nicht will. Feministische Politik bedeutet, dass Frauen genötigt werden, den feministischen Idealvorstellungen zu entsprechen. Der Zwang – ein Nachteil also – trifft hier nicht nur Männer sondern auch Frauen. Allen Ernstes wird diese Nötigung als ein Mehr an „Gleichberechtigung“ gedeutet, und sie werden noch nicht mal rot dabei. Immer wenn man Feministinnen lauscht, bekommt man den Eindruck, als ob die „Herdprämie“ ein Angebot darstellen würde, welches man nicht ablehnen könnte. Es wird Zeit, dass Frauen begreifen, dass Feministinnen nicht nur Männer- sondern auch Frauenfeinde sind. Die Hohepriesterin des Feminismus – Simone de Beauvoir – forderte, dass man Frauen die Möglichkeit entziehen sollte, zu Hause zu bleiben und die eigenen Kinder selbst großzuziehen. Diese Politik hat heute einen Sieg errungen.

Gut, damit werden Frauen graduell den Männern gleichgestellt, also genauso wie sie benachteiligt, denn Männer genießen ebenfalls nicht das Privileg, zu Hause zu bleiben. Dennoch empfinde ich diese Entscheidung selbst als Männerrechtler als einen Rückschlag, denn das Übel, dass sich ein Vater von seiner Familie entfernen muss, um für sie zu sorgen, ist für mich immer noch besser, als dass der Staat in den Fremdbetreuungseinrichtungen die Erziehung der Kinder übernimmt. Ein Staat, der nicht mein Vertrauen genießt – denn es ist ein Kennzeichen totalitärer Systeme, dass sie die Prägung und Erziehung der Kinder übernehmen.

„Ich kämpfe für meinen Jungen“

Die Bild berichtet über einen Vater, wie er in der feministischen Welt einer Laurie Penny nicht vorkommt:

Wie lange kann Nick (14) noch so fröhlich zu Hause lachen? Papa Christian Schmidt (35) ist verzweifelt: Ihm droht, dass er den schwer behinderten Jungen ins Pflegeheim geben muss.

Ich habe größten Respekt vor solchen Menschen und wüsste nicht, ob ich solchen Schicksalsschlägen gewachsen wäre.

Eine Petition lässt sich hier unterzeichnen:

Ehe als Knechtschaft der Männer – Die wahren Sklaven (Gastbeitrag)

Es folgt ein Gastbeitrag von Poser-Jay:

Wer kennt sie nicht? Die olle feministische Kamelle, dass Frauen jahrhunderte lang furchtbarer Unterdrückung durch den pöhsen, gemeinen (eindeutig zweideutig 😀 ) Mann ausgesetzt waren und wie Nutztiere, wie bloßes Eigentum, ja gar als Sklaven gehalten wurden? Schaut man sich die Geschichte mal näher an, und zwar objektiv (ohne politische Agenda, die aus purer Selbst- und Geltungssucht alles verzerrt wiedergibt) und kontextbezogen, d.h. bewertungsfrei unter Berücksichtigung der damals vorherrschenden Strukturen und Bedingungen, dann stellt sich auch dieses feministische Gequake wieder ein mal – Schock! Wer hätt’s gedacht? – als bloßer, dümmlicher, verlogener, über alle Maße simplifizierender und von mangelnder kognitiver Kompetenz zeugender Mythos heraus. Ich weiß… Unfassbar! Gönnt euch ruhig eine Minute, um euch von der Schockstarre zu erholen, bevor ihr weiter lest…

Der Mythos der allgegenwärtigen Unterdrückung der Frau durch – nunja, wenn man feministischem Gefasel glauben schenken mag – eigentlich alles und jeden (- die feministisch-empowerte Frage ist nicht so sehr wie und wer genau – konkret oder logisch konsequent / kongruent werden die eh nie – sondern vielmehr: durch wen eigentlich nicht?) – geht in der Regel Hand in Hand einher mit dem
!!ACHTUNG!!–>Triggerwarnung!!einseinself^!!OMGIch weiß, ich weiß… Ich bin aber auch ein Arschloch, euer Weltbild heute so herauszufordern und am laufenden Band Herzinfarkte auszulösen… Ihr seit gerne angehalten zwischendurch einen safe-space mit Kuscheltieren, Keksen, Kissen, Seifenblasen, beruhigender Musik und Videos von süßen, kleinen Hundewelpen aufzusuchen, damit ihr wieder Kraft sammeln könnt, um auch weiterhin so furchtbar starke, emanzipierte – und nichts außer Respekt verdienenden! – Gerechtigkeitskrieger im niemals enden wollenden, achso schrecklich traumatisierenden Kampf um Gleichberechtigung zu sein…

Angstschweiß wieder getrocknet? Gut, dann weiter im Kontext. Um uns also der (Hypo-!)These der Versklavung von Frauen widmen zu können, müssen wir uns zunächst mal dem Mythos des Patriarchats widmen und ihn Stück für Stück auflösen, indem wir… nunja, gesunden Menschenverstand benutzen, anstelle emotionalistischer und emotionalisierender (Pseudo-)Argumentation.

Der Begriff des „Patriarchats“ ist ein höchst politisch, wie emotional aufgeladenes Wort, dass heutzutage in der öffentlichen Wahrnehmung ein völlig verqueres Bild der Wirklichkeit erzeugt bzw. inne hält, weil es mittlerweile (größtenteils) lediglich als ein Schlagwort bzw. vielmehr als ein Kampfbegriff für die Unterdrückung der Frau instrumentalisiert – will sogar sagen: missbraucht! – wird. Dieses ganze Patriarchat-Gelaber ist mittlerweile zu nichts anderem als einer peinlichen Verschwörungstheorie verkommen. Über eine lächerliche, globale Verschwörung aller Männer – den allmächtigen „Penis-Illuminati“ – die überall ihre Finger im Spiel haben (deren direkte Auswirkungen trotz omnipräsenter Beeinflussung aber komischerweise in keinster Weise empirisch u/o wissenschaftlich nachgewiesen werden kann) und sich angeblich international geg. alle Frauen verschwört haben sollen, obwohl es in den letzten 60 Jahren kein wichtigeres Thema als Frauenrechte und Emanzipation gab…

Es entspricht schlicht nicht der Wahrheit zu behaupten, dass Frauen seit jeher unterdrückt und Männer immer eine Vormachtstellung inne gehabt haben sollen! Der Mythos, dass nur Frauen in der Vergangenheit zum passiven Dasein gezwungen und unterdrückt wurden, vernachlässigt, dass Männer ebenso massiv unterdrückt wurden! Es wird immer wieder darauf rumgeritten, dass Frauen früher keine Rechte hatten. Die hatten Männer damals aber in vielen Bereichen genauso wenig! Es ist unverzeihlich, wie in dieser Debatte die Unterdrückung des Mannes vergessen, wenn nicht gar verleugnet wird: Wer wurde denn auf die Schlachtfelder gezwungen, erschossen und/oder verkrüppelt? Wer musste das Geld (unter unmenschlichen Bedingungen) verdienen, sich krank und kaputt schuften und dabei seine Lebenszeit erheblich verkürzen (wie es auch heute noch üblich ist), um die Familie zu ernähren? Wer musste vor der Gesellschaft die gesamte Verantwortung für die Entwicklung der Familie übernehmen, obwohl Frauen damals für die Erziehung der Kinder zuständig waren? Wer wurde geteert, gefedert und auf einem Esel gefesselt aus dem Dorf getrieben und zum elendigen Dahinkrepieren verdonnert, wenn er sich diesem Dogma nicht gebeugt hat oder bei der (Kontrolle der) Erziehung der Familie „versagt“ hat? Wer wurde im 1. Weltkrieg mit Schock- und Elektro“therapie“ behandelt, weil er für „krank“ gehalten wurde, wenn er sich weigerte in den Krieg zu ziehen, weil von ihm gesellschaftlich erwartet wurde gewaltgeil und todessüchtig zu sein, da Stärke und damit einhergehend die Verleumdung der eig. Gefühle, Befindlichkeiten, Überzeugungen, Ideale sowie der eigenen Schwächen vorausgesetzt wurde, genauso wie die selbstlose und angstlose Bereitschaft zur Selbstaufopferung für die Verteidigung des Volkes?

Männer hatten damals genausowenig eine Wahl! Und bei so einem Hintergrund (nur) über die Unterdrückung der Frau zu sprechen, ist nicht nur äußerst geschmacklos, sondern schlittert auch massiv an den historischen Tatsachen vorbei. Die meisten Männer von damals hätten wohl am liebsten mit dem (im Vergleich dazu) „gemütlichen“ Leben einer Frau getauscht, im Gegensatz zu einem Leben voller Pflichten und Verantwortung (also nix da, von wegen Bevormundung und Vormachtstellung!).

Außerdem: Früher war der normale Mensch auf der Straße nichts wert. Denkt denn wirklich irgendjemand, dass man dort zwischen Mann und Frau unterschieden hätte? Schonmal was von Ständegesellschaft gehört? Damals hatten nur wenige(!) privilegierte Adlige (Männer wie auch(!) Frauen!) eine Vormachtstellung.
Zudem haben die Frauen in der mittelalterlichen Agrargesellschaft genauso wie Männer auf den Feldern gearbeitet. Im Industriezeitalter dann in Fabriken. Also nix da von wegen aufgezwungene passive Lebensgestaltung. Man sollte sich zum besseren Verständnis aber auch mal bewusst machen, wie es überhaupt dazu kam, dass mit der Zeit Frauen der „Haushalt“ und Männern die „Arbeit“ zugewiesen – oder vielmehr „aufgezwungen“ – wurde:

Wie alt wurde man denn im Durchschnitt damals? So um die 40 (höchstens). Bei Männern war die durchschnittliche Lebenserwartung aufgrund unmenschlicher Arbeitsbedingungen sogar noch um einige Jahre verkürzt. Und wie lange dauerte es bis die Kinder alt genug waren, um das Haus zu verlassen? 18 Jahre… das ist (damals) ein HALBES LEBEN gewesen! Oh, und: Bei einem Kind ist es meist auch nicht geblieben! Verhütung, Religion much? Hinzu kommt dann noch, dass Männer den Großteil des Tages mit arbeiten verbracht haben; Arbeit die man aufgrund der harten und unmenschlichen Anforderungen wie Bedingungen (zehrende Knochenarbeit, lebensgefährlich, 10-12 Arbeitsstunden etc.) den Frauen schlicht nicht zumuten wollte, weil sie (schon immer) als „wertvoller“ und daher schutzwürdiger angesehen wurden. Ganz besonders zu bedenken gilt auch, dass die Kindersterblichkeitsrate enorm hoch war.  Insofern verwundert es nicht, dass Männer und Frauen sich auf einzelne Bereiche spezialisierten, um somit effizienter in ihrem Bereich arbeiten zu können und für die optimalen Bedingungen zum Heranziehen des Nachwuchses zu sorgen. Während heute Mann und Frau alles können müssen, sei es Kochen oder Autoreifen wechseln, war es früher völlig normal, die Arbeit „aufzuteilen“. Mehr noch: Es war gar nicht anders zu bewältigen!…

Schamlos finde ich v.a. auch das bereits erwähnte, weit verbreitete und einseitige Täter-Opfer-Schema. Die Frau einfach als alleiniges Opfer und den Mann als einziger Täter des Patriarchats darzustellen, ist sinnbefreit und zeugt von miserabler, kognitiver Leistung. Denn zu behaupten dass nur Männer im Patriarchat böse Dinge wie Kriege angezettelt hätten ist schlichtweg falsch. Frauen wie Elisabeth I., Margaret Thatcher, Isabella von Kastilien, Katharina die Grosse, Maria Theresia, Christina von Schweden, Boudicca und unzählige andere Adelsfrauen hatten einen massiven Einfluss auf die Machtpolitik, deren negativen Seiten häufig gerne verschwiegen werden. Es ist NICHT das Geschlecht, dass die Menschen korrumpiert und unmenschliche Kriege angezettelt hat – es ist MACHT! Tyrannen entstehen aus (zuviel) Macht, die sie der Manie verfallen lässt. Nicht wegen irgendeiner unterschiedlichen Chromosomenstruktur!

Außerdem konnte sich die Gleichberechtigung und die moderne, westliche Gesellschaft erst durch massive Opfer auf der männlichen Seite entwickeln: Es waren Männer, die den holprigen und steinigen Weg hin zu einer humaneren Gesellschaft überhaupt erst geebnet haben und sich für den Fortschritt und die (Weiter-)Entwicklung der Wissenschaft, der Demokratie, den Menschenrechten und der Freiheit ansich eingesetzt haben. Denn welches Geschlecht garantiert(e) durch Einsatz des eigenen Lebens Rechte und Privilegien für Alle – und damit auch der Frauen! – und setzt(e) sich im Notfall (in Revolutionen und dergleichen) auf Kosten des eigenen Lebens für sie ein (zumind. bis Frauen in der Lage waren überhaupt angehört zu werden und für sich einzustehen)?
Männer waren ebenso und in gleichem Maße die Wegbereiter für die Gleichberechtigung der Frau.

Stattdessen wird dies aber nur zu gerne verschwiegen und als alleinige Errungenschaft auf Seiten des Feminismus verbucht. Fun Fact: Es waren Männer, die das „Komplott des Patriarchats“ entlarvten und etwas daran „ändern wollten“! Männer wie Karl Marx, Friedrich Engels, August Bebel, Sigmund Freud, John Stuart Mill, Henrik Ibsen etc.pp. Feministinnen – insbesondere Simone de Beauvoir, deren Werk gerne als Bibel angesehen und herangezogen wird – kamen erst viel später und bezogen sich auf deren Erkenntnisse – Also nix da vonwegen Männer nur böööhse Monster und immer darauf aus Frauen unterdrücken zu wollen!
Ebenso nur zu gerne verschwiegen wird, dass Frauen nie einfach nur passiv waren. Frauen hatten immer irgendwo Einfluss auf die Männer. Und es lässt sich wohl kaum leugnen, dass es nicht auch etliche Frauen gab, die Männer seit jeher massiv manipulierten und für ihre Interessen instrumentalisierten, ohne für ihr Handeln je die Verantwortung übernehmen zu müssen (weil Männer immer Täter), wie es auch heute noch sehr weit verbreitet ist. Und wenn es heute noch so ist, wieso sollte es damals anders gewesen sein?

Aus all diesen Gründen ist dieser ominöse und nebulöse Unbegriff des „Patriarchats“ nicht mehr als ein (feministisches) Konstrukt, basierend auf einer kaum noch ergründbaren, dafür intensiv ideologisch verdrehten Wahrheit der Vergangenheit, welches für einen realistischen Vergleich nicht mal annähernd auf die moderne Zeit übertragen werden kann, weil es mittlerweile Frauen sind, die schon allein gesetzlich mehr Rechte haben und damit bevorzugt werden (etliche Fördervereine/-angebote/-dienstleistungen, Abtreibung, (Zwangs-)Vaterschaft vs. Babyklappe, (Bevorzugung beim) Umgangsrecht, mildere Strafen im Strafrecht, Professorinnenprogramm, nur Frauen als Gleichstellungsbeauftrage, Frauenquote etc.); demzutrotze aber heutzutage unermüdlich als emotionalisierenden Kampfbegriff eingeworfen und schamlos missbraucht wird, um Männern über Generationen hinweg Schuldgefühle einzureden und sie zu „dämonisieren“! Ein schamloses Instrument zur Durchsetzung von arroganten Forderungen nach immer mehr Förderung, Privilegien und Bevorzugungen.
Bei diesem politisch aufgeladenen Begriff wird die männliche Seite (der Benachteiligung) aber völlig außenvor gelassen und komplett ignoriert, dass die alte Rollenverteilung des Patriarchats uns Männer nur als verschwendbare Ressource(!) betrachtet (was auch heute noch der Fall ist! – siehe „Ballerspiele“ und Actionfilme, bei denen sich keine Sau daran stört, wenn Männer der Reihe nach abgemetzelt werden; aber wääähä einer Frau wird ein Haar gekrümmt…), missbraucht, ein vorgefertigtes Lebensschema – und damit passive Lebensgestaltung – aufgezwungen, sowie massiv unterdrückt hat, indem das Augenmerk lediglich auf die Seite der Frauen gerichtet wird; womit Tatsachen opportunistisch verdreht, wenn nicht gar verzerrt werden! Und das alles für nichts anderes als Propaganda…

Soweit zum Patriarchat; zurück zum Thema „Ehe als Unterdrückung der Frau“: Unterdrückung – und besonders die Sklaverei – hatte im Laufe der Menschheitsgeschichte schon immer einen sehr hohen „Wiedererkennungswert“, da sie von einer Reihe, sehr leicht als solche zu identifizierenden, Unterdrückungsmechanismen begleitet wurden, wie etwa Folter, Auspeitschen, Erhängen bei Ungehorsam, unvergütete Arbeit, Verwehrung von Rechten etc. Um also beurteilen zu können, ob Frauen nun wirklich wie Sklaven gehalten und unterdrückt wurden muss man unweigerlich erst mal einen Vergleich anstellen.

Befragen wir doch mal „echte“ Sklaven, wie die etlichen Afrikaner, die gewaltvoll aus ihrer Heimat verschleppt und entführt wurden, um sich in Amerika für nen feuchten Furz den Arsch zu Tode abschuften zu dürfen; die haben Frauen der westlichen Gesellschaft bestimmt furchtbar bemitleidet und sich gedacht: „Shit! Ich meine uns geht’s schon beschissen dreckig. Aber die… Fuck. Das sind die wahren arme Säue! Da muss sich der Typ doch tatsächlich auf die Kniee werfen, ihr ein überteuertes Geschenk in Form eines Ringes machen, um sie anzuflehen, sich für den Rest seines Lebens unter Einsatz seiner psychischen wie physischen Gesundheit um ihre Versorgung und ihr Wohlergehen sorgen zu dürfen. DAS Alter… DAS sind die wahren Sklaven, die furchtbar unterdrückt und unmenschlich behandelt werden!…“ *Sarkasmus Ende* – Wisst ihr, wen man damals mit solch einer Mentalität behandelt hat? …Prinzessinnen!… Den Begriff hat man sicherlich nicht völlig für umsonst als Kosename eingeführt, um seinen „Schatz“(!) (liebevoll) zu umschreiben…

Prinzessinnen… Ich glaube das trifft’s auf den Punkt. Kennt noch jemand die alten Benimmregeln für Männer (ggü. Frauen)? „Arbeite hart und kümmer’ dich um deine Frau.“, „Sei bereit dein Leben für sie herzugeben.“, „Achte auf dein Mundwerk in Gegenwart einer Frau.“, „Öffne ihr die Tür, nimm ihr den Mantel ab, biete ihr (d)einen Sitzplatz an, rücke den Stuhl zurecht etc.“… Das ist nicht die Art und Weise wie wir Unterdrückte – geschweigedenn Sklaven! – behandelt haben. Unterdrückte waren nichts(!) wert für die Gesellschaft, sie kamen nicht in den Genuss besonderer Schutzwürdigkeit, es wurde sich nicht um sie gekümmert – schon gar nicht um ihr Wohlergehen -, sie wurden nicht unterstützt und (ausreichend) versorgt, geschweigedenn in Kunst, Literatur, Poesie und Kultur derart glorifiziert und angehimmelt, ein längeres, bequemeres und glücklicheres Leben als ihre Unterdrücker führten sie schon zweimal nicht, und erst recht nicht wurde Unterdrückten die Möglichkeit eingeräumt zum „Herrscher“ und „Monarchen“ über das Reich gekrönt und zu allem Überdruss auch noch mit „Eure Majestät“ angesprochen zu werden! Nein, diese Benimmregeln, dieses spezifische Verhalten hatte nur eines zur Absicht: Einer Person seinen tiefgreifenden und unterwürfigsten Respekt auszudrücken und entgegen zu bringen. Für Menschen, die wir auf diese Weise behandelt haben, haben wir eine gänzlich andere Bezeichnung geprägt und etabliert: Adel!

„Frauen und Kinder zuerst“ – Kennt das noch jemand? Diese altruistische Mentalität besteht auch heute noch. Und jemand der sich rausnimmt Menschen, die unter dem besonderen Schutz der Gesellschaft standen sowie grundsätzlich als „höherwertig“ betrachtet wurden, tatsächlich als „Sklaven“ zu bezeichnen, gibt sich letztlich völlig der Lächerlichkeit preis. Aber so etwas hat unsere – vor Intelligenz nur so strotzenden -Feministen natürlich dennoch nie davon abgehalten derartigen Schwachsinn zu sabbeln, denn wie jeder weiß ist „Logik“ auch nur eine Erfindung des pöhsen Patriarchats um Frauen zu unterdrücken, oder so ähnlich…

Übrigens: Wenn man sich mal historische Werke zu Gemüte führt, bekommt man sehr schnell und sehr oft ein völlig anderes Bild, wie das, was Feministen uns seit Jahrzehnten einzublöken versuchen. Der youtuber „Sargon of Akkad“ hat für ein Video zwei uralte Ratgeber für Ehefrauen und Ehemänner aus dem Jahre 1913 ausgegraben und vorgestellt; namentlich den „Do’s and Dont’s for Husbands and Wives“ (https://www.youtube.com/watch?v=Ih-7F6czeds). Es ist geradezu verblüffend, inwiefern viele der Ratschläge und Benimmregeln aus damaliger Zeit auch heute noch relevant sind (http://lover.ly/planning/wedding-planning/retro-marriage-tips-from-donts-for-wives-1913/16528/) und eher weniger den Eindruck vermitteln Frauen würden als minderwertig gesehen oder gar als „Nutzvieh“ gehalten; sondern vielmehr davon zeugen, dass sich hier zwei Menschen auf Augenhöhe treffen, die sich gegenseitig mit Respekt entgegnen sollen (https://raffertysrules.wordpress.com/2011/04/18/donts-for-husbands-donts-for-wives-by-blanche-ebbutt/). Einige meiner Favoriten daraus sind:
 
Für Frauen:

„Don’t interpret too literally the ‘obey’ of the Marriage Service. Your husband has no right to control your individuality.“
    [Übersetzung: Nimm die Worte „Willst Du ihm gehorchen und dienen…?“ (Trauungsritual) nicht zu wörtlich. Dein Ehemann hat kein Recht deine Individualität zu kontrollieren/dich zu beherrschen]
„Don’t become a mere echo of your husband. If you never hold an opinion of your own about anything, life will be dreadfully colorless for both of you, and there will be nothing to talk about.“
    [Werde nicht zu einem bloßen Ab(zieh-)bild/Spiegelbild deines Ehemannes.     Wenn du nie eine eigene Meinung über etwas vertrittst wird das Leben     unerträglich farblos (blass/langweilig) für beide von euch sein und es wird nichts mehr (bzw. keinen Grund) für euch (mehr) geben (noch) zu reden.]
„Don’t refuse to see your husband’s jokes. They may be pretty poor ones, but it won’t hurt you to smile at them.“
    [Vergönne deinem Ehemann nicht die Freude, seine Witze anzuhören (bzw. klägliche Versuche dersolchen anzuerkennen). Sie mögen vielleicht ziemlich schlecht sein, aber es wird dich auch nicht umbringen ihm zumind. ein kleines Lächeln zu schenken.]
„Don’t think that, because you have married for love, you can never know a moment’s unhappiness. Life is not a bed of roses, but love will help extract the thorns.“
    [Verfalle nicht dem Trugschluss, dass du (bzw. ihr), nur weil du/ihr aus Liebe geheiratet hast, nie einen Moment der Trauer/Unglück/Tiefpunkt] erfahren könntet/werdet. Das Leben ist kein Rosenbeet (iSv „Ponyhof“), aber die Liebe wird euch helfen die Dornen abzutragen (iSv Tiefs überwinden/ertragen).]

Für Männer:

„Don’t belittle your wife before visitors. You may think it a joke to speak of her little foibles, but she will not easily forgive you.“
    [Mach deine Ehefrau nicht vor Besuchern klein/nieder. Du magst es zwar als bloßen/kleinen Witz sehen, aber sie wird dir nicht so schnell vergeben.]
„Don’t refuse to get up and investigate in the night if your wife hears an unusual noise, or fancies she smells fire or escaping gas. She will be afraid of shaming you by getting up herself, and will lie awake working herself into a fever. This may be illogical, but it’s true.“
    [Zögere nicht aufzustehen und nachzuschauen, wenn deine Ehefrau ein komisches Geräusch in der Nacht wahrnimmt oder sich einbildet sie würde Feuer oder entweichendes Gas riechen. Aus Furcht dich zu beschämen, wenn sie selbst aufstünde, wird sie die ganze Nacht krank vor Angst wach im Bett liegen. Das mag zwar unlogisch/irrational klingen, ist aber wahr.]
„Don’t be surprised, or annoyed, or disappointed, to find, after treating your wife for years as a feather-brain, that you have made her one, and that she fails to rise to the occasion when you need her help.“
    [Sei nicht überrascht, oder verärgert, oder enttäuscht, wenn sich deine Ehefrau als Einfaltspinsel/Närrin/Trottel rausstellt nachdem (bzw. wenn) du sie jahrelang als eine solche behandelt hast. Du hast sie damit zu einer gemacht und musst dich dann auch nicht wundern, wenn sie deinem Anspruch in Zeiten, in denen du sie bräuchtest/auf sie angewiesen wärst, nicht gerecht werden kann.]
„Don’t call your wife a coward because she is afraid of a spider. Probably in a case of real danger she would prove to be quite as brave as you.“
    [Schimpfe deine Ehefrau nicht einen Feigling, nur weil sie Angst vor einer Spinne hat. Im Falle echter Not wird sie sich höchstwahrscheinlich als mindestens genauso mutig wie du bewähren/herausstellen.]

Oh ja, diese grässliche Bevormundung, diese schreckliche Unterdrückung und diese kaum tragbare Ungerechtigkeit sind wahrlich kaum auszuhalten. Oh, die Pein! Das Leid! Dieses unerträgliche, geradezu unmenschliche Elend! *Sarkasmus Ende*

Kommen wir nun zu einem sehr viel interessanterem Punkt: Männer als Sklaven. Die Ehe als Knechtschaft. Der folgende Part ist nahezu in Gänze direkt aus Warren Farrells „Mythos Männermacht“ (1995, 1. Auflage, S. 44 – 54) entnommen, da er die Thematik, wie ich finde, sehr treffend, leicht verständlich und umfassend auf den Punkt bringt. Um den Rahmen dieses Artikels nicht zu sprengen, habe ich mir erlaubt Farrells Ausführungen an einigen Stellen zu kürzen. Mit seinem Werk „Mythos Männermacht“ wagte es Farrell als einer der ersten die gängige feministische Floskel vom Mann als „Herrscher und Patriarch“ kritisch zu beleuchten und zu hinterfragen. Weiterhin führte er auch den Begriff des „Disposable Male“ – dem „Wegwerfmann“ ein. Wir hatten ja bereits etabliert, dass Männer im Laufe der Menschheitsgeschichte schon immer als „verschwendbare Ressource“ betrachtet wurden. Mit diesem Begriff geht Farrell allerdings einen Schritt weiter und zielt (grob runtergebrochen) im Großen darauf ab, dass die Bedürfnisse von Männern durch die gesamte Geschichte hindurch immer schon jenen der Gesellschaft untergeordnet wurden. Farrell behauptet, dass dies schon immer der grundlegende Mechanismus für das Überleben unserer Zivilisation gewesen sei und das Anzweifeln dieser Grundlage einem Anschlag auf die Fundamente unserer Gesellschaft gleichkäme. Wie auch immer, hier Farrells Überlegungen:

Über das Geld verfügen

Eine Untersuchung großer Einkaufspassagen (Bekleidungsgeschäfte für Männer und Sportartikelgeschäfte eingeschlossen) hat ergeben, daß den persönlichen Bedürfnissen von Frauen siebenmal soviel Verkaufsfläche gewidmet ist als denen der Männer. Beide Geschlechter kaufen mehr für Frauen. (…). In jeder Konsumkategorie bestimmen Frauen weitgehend über die Ausgaben. Mit der Entscheidung, wofür Geld ausgegeben wird, gehen andere Machtbefugnisse einher. Die Macht der Frauen über den Geldbeutel gibt ihnen auch Macht über die Fernsehprogramme, weil diese von der Werbung abhängig sind. (…).

Einfluß haben

Die katholische Kirche wird oft mit folgendem Satz zitiert: “Gebt uns ein Kind in den ersten fünf Jahren, und wir prägen es fürs Leben.” Wir erkennen die Macht des Einflusses der Kirche über die Jugend an, wir leugnen aber oft die Macht des Einflusses einer Mutter über ihre Kinder – ihre Söhne eingeschlossen. Es ist die Mutter, die das Kind früher zu Bett schicken, ihm den Nachtisch wegnehmen oder es bestrafen kann, wenn es nicht gehorcht. (…).
Wenige Männer haben einen vergleichbaren Einfluß. Während der Mann theoretisch “Herr im Haus” ist, fühlen sich die meisten Männer wie Besucher im Schloß ihrer Gattin, (…) . Fast jede Frau steht in der “frauendominierten” Familienstruktur im Mittelpunkt, aber nur ein kleiner Prozentsatz von Männern nimmt in den “männerdominierten” Strukturen von Politik und Religion eine vergleichbare zentrale Position ein. Viele Mütter sind sozusagen die Vorsitzende einer kleinen Firma – ihrer Familie. (…)

Selbstbestimmung über das eigene Leben

Die Macht, zu beeinflussen, ist keine wirkliche Macht. Wenn wir Müttern sagen würden: “Je mehr Kinder, desto mehr Macht wirst du haben”, würden sie lachen. Wenn wir dann sagen würden: “Je mehr Kinder du hast, desto mehr wirst du von allen geliebt und geachtet”, würde sich die Mutter bedrängt fühlen, nicht mächtiger. Sagen wir aber Männern: “Je mehr Untergebene du hast, desto mächtiger bis du”, dann glauben sie es. Echte Macht entsteht nicht unter dem Druck von mehr Verantwortung, sondern aus der Bestimmung über das eigene Leben.
Historisch gesehen verbrachte ein Ehemann den Hauptteil seines Tages unter den Augen seines Chefs – seiner Einkommensquelle -, während eine Ehefrau nicht den Hauptteil ihres Tages unter den Augen ihres Ehemannes – ihrer Einkommensquelle – verbrachte. Sie hatte mehr Kontrolle über ihr Arbeitsleben als er über das seine.  Das Scheidungs-verbot sicherte der Frau ihren Arbeitsplatz. Ein Mann an seinem Arbeitsplatz war ohne Sicherheit. Seine Einkommensquelle konnte ihn entlassen, ihre Einkommensquelle konnte sie nicht entlassen. Sogar heute noch bekommt er keine Abfindung, wenn er seinen Arbeitsplatz kündigt; wenn sie die Scheidung einreicht, bekommt sie die Hälfte des “gemeinsamen Besitzes”.

Arbeitszwang

Die Medien verbreiten Studien, nach denen Frauen den größeren Anteil der Hausarbeit und der Kinderbetreuung leisten, und kommen zu dem Schluß: “Frauen haben zwei Berufe, Männer nur einen.”
Doch das ist irreführend. Frauen arbeiten mehr im Haus, Männer außer Haus. Im Durchschnitt hat der Mann längere Anfahrtswege und verbringt mehr Zeit mit Gartenarbeiten, Reparaturen und Malerarbeiten … Was kommt heraus, wenn alles zusammengezählt wird? Eine Studie der Universität von Michigan (veröffentlicht 1991 im Journal of Economic Literature) belegt, daß ein Mann im Durchschnitt einundsechzig Stunden pro Woche arbeitet, eine Frau sechsundfünfzig.
Ist das eine neuere Entwicklung? Nein. 1975 stellte die größte landesweite Zufallsuntersuchung von Haushalten fest, daß – die Kinderbetreuung, alle Hausarbeit, die Arbeit außer Haus, die Wegzeiten und Gartenarbeit zusammengenommen – Ehemänner 53 Prozent der gesamten Arbeit verrichten, Ehefrauen 47 Prozent.

Der Mann als “Neger”?

In den Anfangsjahren der Frauenbewegung führte ein Artikel in Psychology Today mit dem Titel “Frauen als Neger” schnell dazu, daß feministische Aktivistinnen und Aktivisten (mich eingeschlossen) zwischen der Unterdrückung von Frauen und der von Schwarzen Parallelen zogen. Männer wurden als Unterdrücker geschildert, als “Herren” und “Sklavenhalter”. (…). Diese Parallele ermöglichte es, die hart erkämpften Rechte der Bürgerrechtsbewegung auf Frauen anzuwenden. Die Parallelen enthielten mehr als ein Körnchen Wahrheit. Doch was sich niemand von uns klarmachte, war, daß jedes Geschlecht auf unterschiedliche Weise Sklave oder Sklavin des jeweils anderen ist und deswegen kein Geschlecht der “Neger” des anderen (“Neger” bedeutet eine einseitige Unterdrückung).
Hätten “Maskulinisten” diesen Vergleich gezogen, hätten sie dafür ebensoviele Beweise bringen können wie Feministinnen. Der Vergleich ist hilfreich, weil wir uns erst dann ein klares Bild von der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung machen können, wenn wir verstehen, wie Männer auch die Diener der Frauen sind, und es daher ein Fehler ist, ein Geschlecht mit “Negern” zu vergleichen. Erstens …

Schwarze wurden durch Sklaverei gezwungen, auf den Baumwollfeldern ihr Leben und ihre Gesundheit einzusetzen, damit Weiße davon ökonomisch profitierten; die Schwarzen hatten dafür mit der Verkürzung ihrer Lebenszeit zu zahlen. Männer wurden durch die Einberufung zum Militär gezwungen, ihr Leben auf den Schlachtfeldern aufs Spiel zu setzen; um des Gemeinwohls willen hatten diese Männer ebenfalls ein kürzeres Leben in Kauf zu nehmen. (…) Schwarze wurden durch Sklaverei in die gefährlichsten Berufe der Gesellschaft gezwungen; Männer wurden durch die Sozialisation in die gefährlichsten Berufe der Gesellschaft gezwungen. Beide, Sklaven und Männer, stellten in den “Todesberufen” fast 100 Prozent. Männer tun es noch.
Sklaven wurden die eigenen Kinder gegen ihren Willen weggenommen; Männern werden die eigenen Kinder gegen ihren Willen weggenommen. Wir sagen den Frauen, daß sie ein Recht auf Kinder haben, und wir sagen den Männern, daß sie für Kinder kämpfen müssen.
Als Sklaven ihren Sitzplatz für Weiße frei machten, nannten wir das Unterwürfigkeit; wenn Männer ihren Sitzplatz einer Frau anbieten, nennen wir es Höflichkeit. Ebenso nannten wir es ein Zeichen der Unterwerfung, wenn Sklaven aufstanden, sobald ihr Herr den Raum betrat; wir nennen es aber Höflichkeit, wenn Männer aufstehen, sobald eine Frau den Raum betritt. Sklaven haben sich vor ihrem Herrn verbeugt; in Kreisen der besseren Gesellschaft verbeugen sich heute noch die Männer vor den Frauen. Der Sklave half dem Herrn in den Mantel; der Mann half der Frau in den Mantel und tut es noch. Solche Zeichen von Ehrerbietung und Unterwerfung sind zwischen Sklaven und Herren und zwischen Männern und Frauen üblich.

Schwarze sind eher von Obdachlosigkeit betroffen als Weiße, Männer eher als Frauen. Im Gefängnis sitzen mehr Schwarze als Weiße und rund zwanzigmal mehr Männer als Frauen. Schwarze sterben früher als Weiße, Männer sterben früher als Frauen. Schwarze gehen seltener aufs College und weniger machen die Abschlußprüfung als Weiße. Männer gehen seltener aufs College als Frauen (46 Prozent zu 54 Prozent) und machen seltener einen Collegeabschluß (45 Prozent zu 55 Prozent). (…).

(…) Frauen sind die einzige “unterdrückte” Gruppe, die mit einem persönlichen Mitglied aus der “Unterdrückerklasse” (Väter genannt) aufwächst, das draußen auf dem Feld für sie arbeitet. Traditionellerweise hatte die herrschende Klasse draußen auf dem Feld Leute, die für sie arbeiteten – man nannte sie Sklaven. Unter den Sklaven wurde der Feldsklave als Sklave zweiter Klasse betrachtet, der Haussklave als Sklave erster Klasse. Die männliche Rolle (draußen auf dem Feld) ähnelt der des Feldsklaven – dem Sklaven zweiter Klasse; die traditionell weibliche Rolle (Haushaltsführung) ähnelt der des Haussklaven – dem Sklaven erster Klasse. Schwarze Haushaltsvorstände haben ein viel niedrigeres Nettoeinkommen als weiße; männliche Haushaltsvorstände haben ein viel niedrigeres Nettoeinkommen als weibliche (32). Noch nie in der Geschichte hatte eine angeblich unterdrückte Gruppe ein höheres Nettoeinkommen als der Unterdrücker.

Es dürfte schwer sein, auch nur ein historisches Beispiel für eine Gruppe zu finden, die sich als Opfer bezeichnen konnte, während sie die Hälfte der Stimmberechtigten stellte. Oder ein Beispiel für eine unterdrückte Gruppe, die lieber ihre “Unterdrücker” wählt, statt ein eigenes Mitglied dazu zu bewegen, die Verantwortung zu übernehmen und ins Rennen zu gehen. Frauen sind die einzige Minderheit, die eine Mehrheit ist, die einzige Gruppe, die sich als “unterdrückt” bezeichnet, dabei aber darüber bestimmen kann, wer in ein Amt gewählt wird, und zwar in buchstäblich jeder einzelnen Gemeinde des Landes. Die Macht hat nicht die Person, die das Amt innehat, sondern die, die darüber bestimmt, wer das Amt bekommt. Welche Minderheit – Schwarze, Iren und Juden – hat jemals mehr als 50 Prozent der Stimmen in Amerika gehabt?

Frauen sind die einzige “unterdrückte” Gruppe, die die gleichen Eltern hat wie der “Unterdrücker”; die genau so oft in die Mittel- und Oberklasse hineingeboren wird wie der “Unterdrücker”; die über mehr kulturellen Luxus verfügt als der “Unterdrücker”. Sie sind die einzige “unterdrückte” Gruppe, deren “unbezahlte Arbeit” sie in die Lage versetzt, für fast fünfzig Milliarden Dollar jährlich Kosmetika zu kaufen; die einzige “unterdrückte” Gruppe, die mehr für Mode und Markenkleidung ausgibt als ihre “Unterdrücker”; die einzige “unterdrückte” Gruppe, die zu allen Tageszeiten mehr fernsieht als ihre “Unterdrücker”.

Feministinnen vergleichen die Ehe oft mit Sklaverei – die Ehefrau mit einer Sklavin. Es kommt einer Beleidigung der Intelligenz der Frauen gleich, zu behaupten, daß die Ehe für Frauen eine Sklaverei sei, wenn wir doch wissen, daß 25 Millionen amerikanische Frauen durchschnittlich zwanzig Liebesromane im Monat lesen, die oft von Hochzeitsträumen handeln. Wollen die Feministinnen behaupten, daß 25 Millionen Amerikanerinnen “Versklavungsträume” haben, weil sie von Heirat träumen? Ist das der Grund, warum Danielle Steel die meistgekaufte Autorin der Welt ist?
Nie gab es eine Sklavenklasse, die viel Zeit auf Träumerei über das Sklaventum verwandte und Bücher und Zeitschriften kaufte, die ihnen sagten: “Wie ich an einen Sklavenhalter komme.” Entweder ist die Ehe für Frauen etwas anderes als Sklaverei, oder die feministische Seite unterstellt, Frauen seien ziemlich dumm.

Der Unterschied zwischen Sklaven und Männern ist, daß afroamerikanische Schwarze ihr Sklaventum selten für “Macht” hielten, Männer aber gelernt haben zu glauben, ihr Sklaventum sei “Macht”. Wenn Männer wirklich Sklavenhalter wären und Frauen Sklavinnen, warum zahlen dann Männer ein Leben lang für die “Sklavinnen” und die Kinder der “Sklavinnen”? Warum zahlen stattdessen die Frauen nicht für die Männer, so wie Könige von ihren Untertanen finanziert werden? Weil wir die Machtlosigkeit der Schwarzen einsehen, bezeichnen wir unser Verhalten ihnen gegenüber als “unmoralisch”, doch das, was wir Männern antun, wenn sie für uns töten, nennen wir immer noch “Patriotismus” und “Heldentum”. Töten sie aber die falschen Menschen auf die falsche Art zur falschen Zeit, sprechen wir von “Gewalt”, “Mord” und “Habgier”.

Wir haben eingesehen, daß wir den Schwarzen Unrecht angetan hatten.
Unsere Schuldgefühle führten zu Förderprogrammen und Sozialhilfeleistungen für Schwarze. Weil wir Männer als dominante Unterdrücker ansehen, deren Verhalten wir auf Machthunger und Gier zurückführen, haben wir wenig Schuldgefühle, wenn ihre Lebenserwartung niedriger ist. Weil wir Frauen für eine unterdrückte Klasse halten, weiten wir Privilegien und Vorteile, die für die Schwarzen gedacht sind, auf Frauen aus. Frauen – und nur Frauen -, die aus dieser Kompensation für Sklaverei ihren Vorteil ziehen, verhalten sich unmoralisch. Männer, die dabei mithelfen, sind besonders naiv.
Sind Männer denn altruistischer, liebevoller oder weniger machthungrig als Frauen? Nein. Beide Geschlechter versklaven sich gegenseitig, wenn auch auf unterschiedliche Weise.
(…)

Abschließend gilt es also festzuhalten: „Moderne“ – wie vor allem feministische und stark gynozentrische! – Betrachtungen der Vergangenheit reißen die damals vorherrschenden Umstände mit narzisstischer Vorliebe und in ignoranzverliebter Manier völlig und gänzlich aus dem (historisch bedingten) Kontext und beurteilen diese aus modernen – für damals völlig unvergleichbaren – Standpunkten heraus! Es waren einfach „andere Zeiten“! Völlig andere Voraussetzungen (sowas wie Menschenrechte u/o Aufklärung und umfassende Bildung existierte höchstens in den sehnlichsten Fantasievorstellungen und Träumen). Fakt ist jedenfalls:

Wenn die Ehe je irgendjemanden „geknechtet“ hat (im wahrsten Sinne des Wortes), dann die Männer!…

Laurie Penny. Diagnose: Bösartig

Laurie Penny wird derzeit von den Medien hofiert wie keine andere Feministin, was besonders den Verkauf von „Unsagbare Dinge“ ankurbelt. Schon hier findet sich ein Widerspruch, denn für Laurie Penny ertragen Frauen und Mädchen das Leiden Christi und ihre Stimmen werde nie gehört. Sie fantasiert, dass in unserer Kultur das Mitgefühl auf weiße, bürgerliche Cis-Männer ausgerichtet sei, muss sich aber für ihre männerfeindlichen Thesen keine kritischen Fragen gefallen lassen.

An ihrem Stil fallen grundsätzlich zwei Dinge auf: So verwendet sie zum einen gerne das Passiv, mit dem sie sich davon befreit, konkret Ross und Reiter zu nennen. Sie schreibt „…von uns wird erwartet, dass…“ ohne denjenigen zu nennen, der da was erwartet, bzw. sie sieht das „Patriarchat“ in der Verantwortung:

„Seit fünfzig Jahren predigt das Patriarchat den Frauen, sie sollten wieder in die Küche gehen (…) In der Küche kann man sich ziemlich schlimme Sachen ausdenken. Da bewahren wir auch die Messer auf.“ (S.24)

Mal von der unverhohlenen Gewaltdrohung abgesehen, stellt sich hier die Frage, wer das sein soll: „Das Patriarchat“. Wo vernimmt man die Botschaft, dieses wolle die Frauen zurück in der Küche? Im Bundestag? Im Fernsehen? In der Schule oder Uni?

Der zweite Punkt ist, dass Penny, obwohl sie scheinbar bescheiden anführt:

„Ich will euch nicht vorgeben, wie ihr Feministinnen werdet oder ob ihr überhaupt welche werden sollt“ (S. 32)

ständig Frauen und Mädchen für sich vereinnahmt, sie spricht durchgehend von „wir“, „uns“ und „unser“. Gut, die „Women against Feminism“ würden vielleicht widersprechen, diese kommen bei Penny aber nicht vor.

Zu Beginn macht sie als Verantwortlichen für die Misere (besonders für „Frauen und Mädchen“) den Neoliberalismus aus. Die Forderung der modernen Gesellschaft an Frauen, möglichst Karriere zu machen, weist sie zurück, erkennt darin eine Lüge. Dass es gerade Feministen waren, die eine derartige Politik, zum Beispiel Frauenquoten, betreiben, davon will sie aber nichts wissen. Links-liberale Männerrechtler predigen seit langem, insbesondere der Linken, dass Quoten nur solchen Frauen nützen, die sowieso schon privilegiert sind, also dass die Quote eine Art Eliten-Förderung darstellt. Das hat auch Penny erkannt, während oben gefördert wird, sieht es unten umso schlimmer aus:

„…füllt sich der Keller mit Wasser und Millionen von Frauen und Mädchen sind samt ihren Kindern da unten eingesperrt und starren nach oben, während ihnen das Wasser in die Schuhe läuft, um die Knie schwappt und langsam zum Hals steigt.“ (S.14)

denn:

„… rund um den Erdball kürzen die Staaten Leistungen und Hilfen für arme Frauen..“ (S.11)

Sicher, sicher, Hartz IV wird nach unterschiedlichen Tarifen je nach Geschlecht ausgezahlt… nein, Scherz beiseite: Bei Penny sind Frauen stets „besonders betroffen“. Dieses Beispiel zeigt auch, dass Penny in ihrer ganz eigenen Welt lebt, die mit der Realität nicht mehr viel zu tun hat, weiteres Beispiel:

„Ein braves Mädchen ist eins, das keine Hosen trägt,…“ (S.48)

fantasiert sie und gibt mir so die Gelegenheit, zu den „abgefuckten Mädchen“ zu wechseln. Über Seiten hinweg, schier endlos betreibt sie das, was Hinrich Rosenbrock bei Männerrechtlern als „Opferideologie“ bezeichnen würde. Penny litt unter Magersucht und macht daraus ein Politikum: Sie hat Probleme mit Schönheitsnormen, also leiden alle Frauen und Mädchen gar schrecklich darunter – und nur diese. Dass Schönheitsnormen auch für Männer gelten – man betrachte bspw. das Cover der „Mens Health“ – und einige Männer große gesundheitliche Risiken eingehen, um diesen zu entsprechen, zum Beispiel Anabolika und Steroide nehmen, unterschlägt sie. Stattdessen sei ein Schmierbauch für einen „weißen mächtigen Mann“ keinerlei Problem.

Danach kommt Penny zu den „verlorenen Jungs“. Wer jetzt denkt, dass man hier jungenfreundlich wird und man einfühlsam auf deren Probleme zu Reden kommt, wie etwa die Benachteiligung in der Schule, was leicht zu einem verpfuschten Leben führt, irrt sich. So kommt sie blitzartig darauf zu sprechen, dass sich Jungen häufiger das Leben nehmen, wozu bereits der männerfreundliche Geschlechterforscher Walter Hollstein anmerkte:

Generell liegt in den deutschsprachigen Ländern die Suizidquote von Buben achtmal höher als die der Mädchen. Das sind die offiziellen Zahlen der statistischen Ämter. Nach Zahlen von Kinderärzten dürfte die wirkliche Quote sogar um zwolfmal höher liegen, da viele Familien aus Scham den Suizid ihrer Söhne als Unfall deklarieren.

Laurie Penny hingegen nennt eine weit geringere Rate um sogleich davon wegzuführen; der Leser soll nicht darüber nachdenken, wie es sein kann, dass sich die „privilegierten“ Jungs öfter umbringen. Wären es Mädchen, sie hätte das Thema ausführlich behandelt – tatsächlich führt sie eine erhöhte Suizidrate bei Homo- und Transsexuellen auf gesellschaftliche Benachteiligung zurück und prangert diese an.

Was sind denn nun „verlorene Jungs“, wenn es nicht die sind, die sich aufhängen oder in der Jugendarbeitslosigkeit stranden? Antwort: Damit ist gemeint, dass Jungen darunter leiden, dass ihnen ihre Privilegien entzogen werden. Angeblich hätte man ihnen die Welt versprochen, aber damit wurden sie getäuscht. Ihnen wird die Macht entzogen, zurecht natürlich, und darunter leiden sie. Und die Behandlung? Die sieht laut Penny so aus:

„Das Mitgefühl, das Männer und Jungs brauchen können, (…) ist das des Arztes, der einem leidenden Idioten, (…) erklärt: Ich fürchte, das wird weh tun“ (…) „Wir haben eine Gesellschaft geschaffen, in der es für jede männliche Person struktuell schwierig und existentiell aufreibend ist, sich nicht wie ein komplettes Arschloch aufzuführen.“ (S.111)

Penny will Jungen die „Privilegien“ (welche?) entziehen, und das wird halt weh tun. Es geht ihnen jetzt schon schlechter als den Mädchen – wie man übrigens auch aus der Glücksforschung weiß – aber man will ihnen noch weiter zusetzen. Das ist die Weise, mit der Penny die Jungs in der feministischen Revolution mitnehmen will – nur dass sie sich da täuschen könnte, denn jüngeren Untersuchungen zufolge haben mehr und mehr Jungen und Männer vom Feminismus die Schnauze voll.

Kommen wir zur „unbezahlten Arbeit“, die angeblich nur Frauen leisten. Das ist natürlich falsch, denn eine Hausfrau erhält das Gehalt ihres Mannes, was dazu führt, dass Frauen die Mehrheit der Kaufentscheidungen treffen und ihnen auch die größte Fläche in Kaufhäusern reserviert ist. Auch muss man anmerken, wenn ein Mann den Löwenanteil seines Einkommens für Frau und Kinder opfert, leistet er ebenfalls unbezahlte Arbeit, für diese erhält er keine Gegenleistung außer vielleicht die Liebe und Nestwärme seiner Familie. Was unbezahlte Arbeit angeht, wird es unfreiwillig komisch, etwa wenn Penny eine eine andere Feministin zitiert:

„[sie] bezeichnet die Selbstvermarktung, die Eigenwerbung und die Aktivitäten in sozialen Netzwerken als neue „zweite Schicht“ in der unbezahlten Arbeit von Frauen“

Das Rumhängen in sozialen Medien ist also Arbeit – und Frauen mal wieder besonders betroffen, vermutlich weil Männer nicht so klatschsüchtig sind. Das ist bezeichnend, weil Feministinnen stets das Zusammensein mit den eigenen Kindern als „Arbeit“ bezeichnen (aber nur vor der Trennung). Da stellt sich doch die Frage, warum Frauen überhaupt Kinder bekommen – vielleicht weil sie einen „Kinderwunsch“ haben? Warum sollte sich jemand „Arbeit“ aufhalsen, die er leicht vermeiden könnte?

Wie ich oben schon andeutete, ist Laurie Penny aufgegangen, dass ein Leben in Vollzeitarbeit nicht unbedingt die Erfüllung bedeutet, so schreibt sie:

„… wenn du einen [Job] hast, bist du frei, Baby. Wer schon einmal einen Tag lang richtig malocht hat, weiß, dass das eine gigantische Lüge ist. Dennoch wurde die Frauenemanzipation umdefiniert…[dass sie Berufstätigkeit bedeutet]“ (S.26)

Man beachte das Passiv mit welchen die Verantwortlichen, Feministinnen nämlich, verschleiert werden. Denn es waren Feministinnen wie etwa Simone de Beauvoir, die die vollzeitarbeitende Frau forderten – weil sie dadurch „Transzendenz“ erlangen würden. De Beauvoir ging sogar so weit, den Frauen das Recht zu entziehen, zuhause zu bleiben und die Kinder zu erziehen. Und auf der internationalen Frauenkonferenz in Peking 1995 wurde u.a. folgendes beschlossen:

4. Die Welt braucht eine 50/50 Männer/Frauen Quotenregelung für alle Arbeits- und Lebensbereiche. Alle Frauen müssen zu möglichst allen Zeiten einer Erwerbsarbeit nachgehen.

Wenn also Frauen zuhause bleiben, sind sie unterdrückt. Gehen sie arbeiten, ebenfalls. Kein Wunder, dass Penny immer im Vagen bleibt und niemals ausdrücklich benennt, was sie eigentlich will, sondern immer nur eine Klage nach der anderen anführt.

Penny stellt also fest, dass außerhäusliche Arbeit Maloche bedeutet – ja sogar für Männer!!! – sie spricht von „Sklaverei“ und nichts weniger. Nur warum nehmen Männer diese Sklaverei auf sich, lassen sich ausbeuten? Auch darauf weiß die kluge Frau eine Antwort:

„Männer, die in der sozialen Hierachie weiter unten stehen, haben sich damit zu bescheiden, Macht über Frauen zu haben, mit der sie die fehlende Kontrolle über den Rest ihres Lebens ausgleichen können.“ (S.80)

Männer lassen sich also knechten, weil sie als Ausgleich Macht über Frau und Kinder ausüben können. Väter lieben nicht ihre Familie, weder Frau noch Kinder, sie wollen lediglich Macht ausüben – in Pennys Welt üben Männer ständig Macht aus. Für Frau Penny ist es völlig legitim, wenn eine Frau ohne „männliche Hilfe“ ein Kind großziehen will (vom Unterhalt mal abgesehen), was nichts anderes bedeutet, als dass der Vater völlig rechtlos ist. Die perfide Argumentation, wonach Väter lediglich auf Macht aus seien, dient in unzähligen Fällen dazu, Vätern zu verweigern ihre Kinder zu sehen, ihnen tatsächlich ein Vater zu sein. Womit wir auf die Alleinerziehenden zu sprechen kommen: Einerseits will Penny, dass Frauen den Vater entsorgen können, andererseits klagt sie deren Not an. Allen Ernstes beklagt sie, dass 95% der Alleinerziehenden Frauen wären, und deutet das als ein Nachteil. Nur, dass die meisten Alleinerziehenden Frauen sind, hat mit etwas zu tun, was Penny allein auf der Männerseite sieht, nämlich: Macht.

Mütter, nicht Väter haben die Macht, den anderen Elternteil zu entsorgen. Die Mehrheit aller Trennungen geschieht auf Initiative der Frau, denn sie hat alle Vorteile auf ihrer Seite: Sie ist es, die die Kinder behält und Unterhaltsansprüche erwirbt. Der Trennungsvater hingegen wird vernichtet: Die Selbstmordrate unter ihnen liegt beim sechsfachen der sonst üblichen Rate unter Männern, etwa die Hälfte der Obdachlosen schläft deswegen unter der Brücke, weil sie eine Trennung hinter sich haben – so ist das, im „Patriarchat“. Und das ist nur die Spitze des Eisberges, denn nicht jeder der bis zur Verzweiflung leidet, bringt sich auch gleich um. Für Penny aber ist der Fall klar, ohne zu sagen wer „man“ ist, schreibt sie:

„Man geht davon aus, dass die meisten Männer, (…), die beschwerlichen Vaterpflichten lieber meiden.“

sprich: sie haben die arme Frau mit den Kindern sitzen lassen.

Väter lieben also nicht ihre Familie, das ist für Penny besonders wichtig. Sie schreibt ein eigenes Kapitel über die „Liebe“, zumindest, was sie darunter versteht. Dabei muss betont werden, dass Penny sich selbst als „queer“ bezeichnet. Das bedeutet, dass für sie die normale, „heteronormative“ Liebe unter Verdacht steht, zum Beispiel:

„Die soziale Heterosexualität ist nach wie vor ein Prozess der wechselseitigen Entmenschlichung“

 oder

„[in Schulen]… Alternativmodelle für die Sexualität anzubieten, abseits des Sterilen, Sexistischen und entsetzlich Heteronormativen.“

oder auch:

„Das Geschlecht ist eine Zwangsjacke für die menschliche Seele. Das Geschlecht macht uns fix und fertig, es verwandelt die, die wir lieben sollten, in Feinde, und Frauen setzt es am meisten zu. Für uns ist die Biologie nicht nur Schicksal: Sie ist eine Katastrophe.“

Penny führt aus, indem sich Frauen zum Liebesobjekt machen, sich also nicht aufführen wie der letzte Mensch, werden sie unterdrückt. Vergessen sie alle Despotien, mit denen Menschen geknechtet wurden, die wahre Unterdrückung findet sich ganz woanders:

„Frauen eine Ohrfeige, einen Tritt, eingeschlagene Zähne oder einen gespaltenen Schädel, Vergewaltigung oder Mord anzudrohen, bringt sie nicht zuverlässig dazu, sich für alle Zeiten zu benehmen, wie es von ihnen erwartet wird. Die Androhung von Liebesentzug trifft sie dagegen tiefer und massiver.“

 Denn Männer wollen Frauen ständig nur beherrschen, so zitiert sie:

„In ihrem hervorragenden Buch „All about Love“ schreibt bell hooks: „Nun, da … Frauen wirtschaftlich unabhängiger sind, müssen sich Männer, die ihre Dominanz bewahren wollen, subtilerer Strategien der Kolonisierung und Entmachtung bedienen.““

Penny schreibt nicht über Liebe – die ist ihr fremd – sich schreibt über Hass, Ausbeutung und Unterdrückung. Frauen und Mädchen leiden entsetzlich, und machthungrige Jungen und Männer tragen die Schuld daran. Dass Mädchen und Frauen von Jungen und Männern geliebt werden wollen, ist der Schlüssel ihrer Unterdrückung, und sie können sich nur befreien, indem sie ein möglichst abstoßendes Verhalten an den Tag legen. Gegenüber Jungen und Männer ist ein solches Verhalten auch geboten, denn:

„Er ist so aufgewachsen, dass er in einer Beziehung kein echtes menschliches Wesen erwartet, sondern eine Hilfskraft, eine Wasserträgerin, eine Fleisch gewordene Wichsfantasie“

Der Liebe zwischen Mann und Frau heftet Penny ein Copyright-Symbol (r) an, um sie als dem neokapitalistischen Patriarchat zugeordnet zu kennzeichnen – hier geht es nicht mehr um Liebe, sondern um Unterdrückung, Macht und Ausbeutung. Wahre Liebe gibt es nicht in der „Vergewaltigungskultur“.

Vergewaltiger sind der Abschaum der Menschheit, auch und gerade im Knast. Penny sieht das anders, sie glaubt, wir leben in einer Vergewaltigungskultur, so schreibt sie:

„Sex wird noch immer mit Gewalt umschrieben, und Vergewaltigung ist das logische Extrem dieser Gewalt“

und weiter:

„Ihr Ziel ist die Angstmache, die Schaffung einer Atmosphäre, in der sich Frauen fürchten, genauso am öffentlichen Leben teilzuhaben wie Männer“

Das ist natürlich Humbug. Genauso wenig, wie hinter Raub und Mord und Einbruch ein verstecktes Ziel wie „Angstmache“ steht, genauso wenig gilt das auch für Vergewaltigung. Tatsächlich ist obiges noch nicht mal auf Pennys Mist gewachsen, bereits vor Jahrzehnten formulierte die radikale Männerhasserin Brownmiller, dass nur einige wenige Männer vergewaltigen müssten, um dadurch alle Frauen in Angst und Schrecken zu halten, also zu unterdrücken.

Dabei will Laurie Penny selbst vergewaltigt worden sein. Diese Vergewaltigung zeichnet sich dadurch aus, dass a) keine Drohung erfolgte, b) kein Gewalt ausgeübt wurde, und c) der Vergewaltiger erst darüber aufgeklärt werden musste, dass er vergewaltigt hatte, woraufhin er rot anlief. Das ist ein weiterer Punkt in der feministischen Theologie: Männer vergewaltigen einfach so, ohne dass es ihnen bewusst ist. Der Punkt ist nur, wenn ich im Knast ein paar harten Jungs „Don’t rape“ entgegenschleudere, hilft mir das rein gar nichts. Pennys Version der Vergewaltigung ist ein Schlag ins Gesicht aller Opfer, deren Widerstand mit brutaler Gewalt gebrochen wurde.

Penny beklagt, dass sowenig als Vergewaltiger beschuldigte auch verurteilt werden:

„Niemand kann es wirklich wissen, und so geht man natürlich davon aus, dass er unschuldig ist und sie lügt, weil Frauen immer lügen. Das Problem ist, dass in dieser Gesellschaft seine Aussage immer glaubhafter ist als ihre, es sei denn, sie ist weiß und er nicht.“ (Hervorhebung im Original)

Wenn also niemand weiß, was tatsächlich passiert ist, soll der Mann in den Knast. Dass eine Säule des Rechtsstaats, die Unschuldsvermutung, vorschreibt, dass ein Angeklagter nur dann verurteilt wird, wenn man ihm die Schuld beweisen kann, ist für Penny ein Problem. So schreibt sie gleich anschließend:

„Wenn Missbrauchsopfer regelmäßig im Stich gelassen werden, ist das Rechtsstaatsprinzip unzuverlässig.“

Rechtsstaatliche Prinzipien sollen also für Männer aufgehoben werden. Bis es soweit ist, gibt es andere Mittel:

„Vigilantismus, also Selbstjustiz, (…), entsteht, wenn Gesetze eines Landes nicht zielführend sind. Im Moment spüren Menschen im Internet Informationen über Vergewaltiger und andere Sexualstraftäter besser auf als das konventionelle Rechtssystem. Wenn Geeks beschließen, sich die Anliegen des Feminismus zu eigen zu machen, sollte man sie fürchten.“

Mit der Theorie der Vergewaltigungskultur bedient Penny natürlich die Kollektivschuld, sie nimmt alle Männer in Haft. Das ist ihr auch irgendwo bewusst, so will sie sich gleichzeitig davon reinwaschen, die Männer aber nicht aus ihrer Schuld entlassen:

„Es dürfte daher nicht so schwer sein, dem durchschnittlichen männlichen Menschen zu erklären, dass du, einzelner Mann, (…), Frauen möglicherweise nicht verabscheust und verletzt, dass Männer als Gruppe – Männer als Struktur – es aber durchaus tun.“

Mit anderen Worten: Du als Mann bist doch irgendwie schuldig für das, was andere verbrochen haben. Und dies sieht Penny genauso, alle Männer sind irgendwie schuldig, weshalb Laurie Penny:

„…[den Impuls verspürt], dem nächsten ahnungslosen Mann, der mir über den Weg läuft, eine zu kleben und ihm wirres Zeug ins Gesicht zu schreien, bis er, verdammt noch mal, einen Funken Menschlichkeit entwickelt.“

Denn Männer sind keine Menschen, das weiß auch die SPD.

Für all dies erhielt Penny bereits Resonanz, und wer hätte es gedacht: Die fiel nicht immer freundlich aus. Unter „Cybersexismus“ verortet sie die Hatespeech, die sie erreichte. Darunter war übrigens keine einzige sachliche Kritik, über die es sich nachzudenken lohnte, sondern ausschließlich Mord- und Vergewaltigungsdrohungen. Feministinnen kriegen niemals sachliche Kritik, sondern immer nur Lob oder Hatespeech. Der Witz ist, dass auch mir schon angedroht wurde, meine Eier genüsslich zu zertreten, nur fordere ich deswegen keine Zensurstruktur im Internet, wie es umgekehrt Penny tut.

Denn Penny nimmt sich wieder mal raus, für „die Frauen“ zu sprechen. Sie wird nicht etwa als „Feministin“ sondern als „Frau“ bedroht und angegriffen. Zu den hasserfüllten Zusendungen (woher kommt der Hass nur?!) führt sie an:

Germaine Greer schriebe einmal, Frauen „hätten keine Ahnung, wie sehr die Männer sie hassen“ Tja, jetzt wissen wir es.

Nun gut, Feministinnen Frauen sind sich keiner schuld bewusst; wir dürfen Jungen und Männer nach belieben als Ungeheuer beschimpfen, aber wenn darauf eine Antwort erfolgt, schieben wir die Empörungsnummer.

Kommen wir zum Ende, Penny schreibt:

„Ich kann es nicht erwarten, dass wir einander gleichberechtigt begegnen“

Ah ja…

Diese „Gleichberechtigung“ sieht so aus, dass ein Mann auf bloße Anschuldigung einer Frau in den Knast geht. Dass rechtsstaatliche Prinzipien nicht mehr für Männer gelten. Dass Väter vollkommen rechtlos sind und auf Gnaden der Mutter angewiesen, aufgrund der Theorie, dass Männer nicht lieben, sondern stets Macht und Gewalt ausüben wollen.

Ja, das Paradies; für Feminazis.

[Update] Es wurden ein paar Seitenzahlen nachgetragen, siehe Kommentare