Archiv für den Monat September 2015

Wie man jeden Tag in der Zeitung lesen kann: Tyrannei!

Das mit den Diktaturen und Tyranneien, wie zum Beispiel der „rape-culture“, der Männerherrschaft, ist so eine Sache – eine verwirrende.

Nehmen wir bspw. Saudi Arabien. Manche Quellen behaupten, dass es dort keine Religionsfreiheit gäbe und Beleidigung des „Propheten“ mit dem Tode bestraft wird. Das ist natürlich Schwachsinn. Dort lehrt jeder Professor zu solchen Fragen, dass Mohammed ein armer Irrer war, und dass unter anderem Religionsfreiheit ein Menschenrecht ist. Sobald man dort eine Zeitung aufschlägt, liest man, dass eine kritische Haltung gegenüber dem Islam erste Bürgerpflicht ist.

Oder China. Manche Quellen behaupten, dass regimekritsche Blogger dort mit Verfolgung rechnen müssten. Das ist natürlich Schwachsinn. Regimekritiker stellen in Wirklichkeit die Elite der dortigen Massenmedien und stellen mit genauster Recherche klar: Kommunismus ist ein Verbrechen und Mao war einer der größten Massermörder aller Zeiten. Sobald man dort den Fernseher anschaltet, wird man mit Dokumentationen über den Massenmörder und seinen schrecklichen Verbrechen konfrontiert.

Oder hier im Westen. Manche Idioten meinen tatsächlich, dass Frauen mit Männern gleichberechtigt wären. Das ist natürlich Schwachsinn. Wie jede Journalistin, Feministin und Gender-Professorin, wie zum Beispiel Simone de Beauvoir oder Alice Schwarzer, lehrt, sind Frauen auf das übelste unterdrückt und dürfen ihre Sicht der Dinge nicht frei äußern. Deswegen lernen wir jedesmal, wenn wir den Fernseher einschalten, die Zeitung lesen oder der Rede einer Politikerin lauschen, dass die Unterdrückung der Frau – die selbstverständlich existiert – eine gute Sache ist.

Über den Tonfall der Abtreibungsbefürworter [Update]

Für mich steht das Lebensrecht des Ungeborenen über dem Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren – „Not your body, not your choice“. Ich will gar nicht tiefer in die Materie einsteigen, nur mal kurz einen Blick auf die Sprache der Abtreibungsbefürworter werfen:

Selbst wenn man dafür ist, dass die Entscheidung über eine Schwangerschaft allein bei der Schwangeren liegt, müsste man doch die Einsicht haben, dass eine Abtreibung eine Tragödie darstellt, bei der sich eine solche Sprache von selbst verbietet. Ich denke aber, dass ist kein Zufall: Hier liegt eine Verrohung vor, ein mangelndes Einfühlungsvermögen gegenüber den buchstäblich Schwächsten; man geht über Leichen und das wird dann auch von einer entsprechenden Rhetorik begleitet sowie eine Bereitschaft zu gewalttätigen Handlungen, u.a. der Tagesspiegel berichtet.

[Update] Es ist noch monströser

Ein Plädoyer für Mord und Totschlag

„Warum sollen immer nur die Opfer sterben? Es ist Zeit, dass auch mal die TäterInnen sterben,“

so die EMMA zum Thema häusliche Gewalt und Selbstjustiz. Wobei ich an dieser Stelle etwas geschummelt habe, denn selbstverständlich würde ein humanistisches Magazin wie die EMMA tödliche Selbstjustiz eines misshandelten Mannes gegen seine Frau auf das schärfste ablehnen, denn wir alle wissen ja: Sowas wie Frauengewalt gegen Männer gibt es nicht, und wenn doch, dann hat die Frau allen Grund dazu, zuzuschlagen und der Mann ist eh ein Weichei und selber schuld.

Um das Selbstverständnis der EMMA näher zu bestimmen, ist es hilfreich, sich den Kommentar von Alice Schwarzer zu einer Verstümmlung anzuschauen:

„Sie hat ihren Mann entwaffnet. (…) Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. (…) Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich!“

„Frauenfreude“ kommt hier bei der Vergewaltigung Penisamputation durch Lorena Bobbit auf, die bei der Verhaftung noch angab, sexuelle Frustration sei ihr Tatmotiv, sie habe nie einen Orgasmus gehabt, weshalb sie ihrem Mann im Schlaf den Penis abgetrennt hätte. Etwas später kam sie zur durchaus schlauen Strategie, zu behaupten, sie habe sich lediglich gegen ihren gewalttätigen Mann wehren wollen. Dies führte zu Unterstützung der feministischen Bewegung weltweit, nicht nur durch Alice Schwarzer. Keine Unterstützung hingegen gab es, als dieselbe Frau ein weiteres Mal festgenommen wurde, nämlich wegen Gewalt gegen ihre eigene Mutter, und wir alle fragen uns: Warum wurde sie nicht auch dieses Mal bejubelt, als sie sich gegen ihre Despotin auflehnte? Fragen über Fragen.

Obiges Notwehropfer, welches aktuell von der EMMA bejubelt wird, pumpte ganze sechs Kugeln in ihr Opfer ihren Peiniger. Dabei hätte sicherlich eine oder maximal zwei Kugeln ausgereicht, um sich zum einen zu wehren, und zum anderen nicht wegen Mordes angeklagt zu werden.

Aber gut, jetzt stellt sich die Frage: Darf allein frau in Mann Kugeln reinpumpen, oder einfach doch Opfer in Täter? Denn, wie gerade etwa „Psychologie Heute“ berichtet: Häusliche Gewalt gibt es genauso von Frauen gegen Männer wie umgekehrt. Der Unterschied besteht allein darin, dass ein Mann nicht ins Männerhaus flüchten kann – erst Recht nicht mit seinen Kindern, diese müsste er einer Gewalttäterin überlassen, so auch im Falle einer Trennung.

Ob wohl eine Feministin Verständnis für einen Frauenmörder hätte? So zum Beispiel in diesem Fall:

Gerade dieser Tage (Anfang Oktober 2007) lief der Prozeß jenes Irakers, der seine geschiedene Gattin auf so drastisch bestialische Art exekutierte, daß man zu allem Grauen das Erstaunen nicht unterlassen kann: Kopfstiche mit anschließendem Benzinübergießen und Anzünden bei noch lebendigem Leib! Und dies vor den Augen des fünfjährigen Sohnes! (…)

Seine Frau habe im Jahr 2005 eine Vergewaltigung erfunden und ihn von der Polizei auf die Straße setzen lassen. Den gemeinsamen Sohn habe er nicht mehr sehen dürfen. ‚Weder mein Stamm noch der Stamm meiner Frau lässt so etwas zu‘, sagte er … Er habe eine Familie gründen wollen, aber sie habe ihn verraten: ‚Das verbietet meine Kultur und meine Religion‘ … Sie habe ihm nach der Scheidung noch den Stinkefinger gezeigt…“

Nun, ich denke, ich sitze hier mit der EMMA und Frau Schwarzer im selben Boot, wenn ich das auf das Schärfste verurteile. Wo kämen wir hin, wenn jeder entsorgte Vater auf diese Weise handeln würde? Herrjeh…

Oder was wäre davon zu halten, wenn ein Sohnemann seine Mutter exekutieren würde, einfach deshalb, weil sie ihre mütterliche Allmacht dazu genutzt hätte, ihn systematisch zum psychischen Wrack zu verkrüppeln erziehen, und das auch noch bejubelt von der EMMA und anderen Feministinnen?! Würde eine Schwarzer bei sowas applaudieren? Ganz sicher ist: Bei getauschten Geschlechterverhältnis würde sie es nicht.

Aber gut, ich bin alles andere als geeignet, über solche schweren Themen zu referieren, ich übergebe deshalb an Herrn Amendt, der über das gewollte Tötungsrecht für Frauen spricht: Klick.

Sitzt der Massenmörder Breivik mit Feministinnen in einem Boot?

„Ich fühle mich nicht wohl mit dem Konzept, Frauen zu Töten, weil sie einfach zu wertvoll sind, um sie in Gefahr zu bringen“ (Anders Breivik – Massenmörder)

Feministinnen gefällt es, besonders grausame Mörder und Selbstmordattentäter mit Maskulisten oder Feminismuskritikern gleichzusetzen. Als etwa Roger Elliot vier Männer und zwei Frauen tötete, hieß es, dass hier ein Frauenhasser Mordtaten verübt hätte – so die Anklage gegen Männerrechtler und Pick-Up-Artists (Verführungskünstler). Ähnliches gilt für den Massenmörder Anders Breivik: Auch dessen Opfer werden von Feministinnen gerne dazu missbraucht, eine Beschuldigung gegen jene Menschen zu basteln, die sich für die Menschenrechte von Jungen, Männern und Vätern einsetzen:

Dann erschoss er 69 Menschen. Laut Augenzeugen soll er als erstes auf die attraktiven Mädchen gezielt haben.

Dummerweise fehlt für solche hanebüchenen Behauptungen jeder Beleg. Es ist nur pure Hasspropaganda gegen solche Menschen, die sich eben gegen solche Propaganda zur Wehr setzen.

Denn wenn man nach Gemeinsamkeiten zwischen Breivik und Feministen sucht, findet man diese auch, etwa ein paranoide Ablehnung des Islam, so wird über die radikalfeministische EMMA berichtet:

„Eine Frau ruft einen Notarzt“, hieß es da beispielsweise. „Der ist Moslem. Ihr fast tödliches Pech.“ Heute würde man derlei Sprüche in rechtsradikalen Blogs wie „Politically Incorrect“ lesen.(quelle).

oder noch deutlicher erklärte Alice Schwarzer, die Islamisten

werden vermutlich leider nicht mehr mit nur demokratischen Mitteln zu stoppen sein

Ein Satz, den Breivik unterschreiben würde.

„Islam“ ist eine feststehende Rubrik auf Seiten der EMMA, in welcher an Menschen dieser Glaubensrichtung kein gutes Haar gelassen wird – genauso wie es auch ein Breivik hält, ohne, dass jemand auf die Idee käme Schwarzer speziell oder Feministinnen generell eine Mitschuld an diesem Massenmord zu geben.

Weiterhin versteht sich Breivik als Christ und träumt von einem Gottesstaat, und auch hier kommt kaum jemand auf die Idee, Christen dafür anzugreifen und ihnen zu unterstellen, sie säßen mit einem Massenmörder im selben Boot.

Die Anklage richtet sich jetzt aber nicht gegen Christen, nicht gegen Feministinnen sondern gegen Maskulisten. Diese würden als „Antifeministen“ dasselbe Weltbild pflegen wie der Massenmörder Breivik.

Nur das hier ein wesentlicher Punkt vollkommen ignoriert wird: Nämlich dass es sich hier um zwei nicht nur unterschiedliche Antifeminismen handelt, sondern auch um solche, die im Widerstreit zueinander stehen. Der Faschist Breivik will den harten, kampfbereiten Mann, den „Krieger“. Also den Mann, der selbstlos sein Leben und seine Gesundheit opfert, um seiner Heimat, also der Obrigkeit, dienlich zu sein. Und hier läuft Breiviks Ideologie vollkommen konträr zu der von linksliberalen Männerrechtlern, die es als ein Verbrechen begreifen, Männer im Krieg zu verheizen. Feministinnen hingegen sehen nur die weibliche Seite, nämlich dass Breivik die Frau am Herd will; was er von Männern will, und vor allem, dass das zu ihrem Nachteil ist, wird nicht gesehen.

Weiterhin lässt sich anmerken, dass jene Themen, die für Männerrechtler eben Themen sind, wie etwa die Benachteiligung von Jungen in der Schule oder von Trennungsvätern, oder geschlechtsspezifische Notlagen von Jungen und Männer, wie etwa Suizid oder Obdachlosigkeit, für Breivik keine Zeile wert sind – er also alles andere als ein Männerrechtler ist.

Wie das Eingangszitat zeigt, ist Breivik ein benevolenter, frauenfreundlicher Sexist. Für ihn sind Frauen mehr wert, Männer zu opfern ist akzeptabler. Mit anderen Worten: Es sind Feministinnen und nicht Maskulisten, die mit Breivik in einem Boot sitzen. Denn auch für Feministinnen ist das weibliche Geschlecht das einzig wertvolle und das Einzige, welches in Notlagen Unterstützung verdient, wohingegen Männer an ihren Notlagen selbst die Schuld tragen, und man sie getrost ignorieren darf oder sogar verhöhnen, siehe „Male Tears„.