Archiv für den Monat Oktober 2015

Über Prinzessinnen

Die Bloggerin Erhzählmirnix ist derzeit einem Shitstorm ausgesetzt, der der starken Frau wohl doch zusetzt – so berichtet sie, dass sie eine Symptomatik entwickelt, die in Richtung Panikattacken geht.

Sie ist also einer Gewalt ausgesetzt, gegen die es eigentlich einen Schutzraum bräuchte. Schutzräume gibt es aber nur für die, die auf der richtigen Seite stehen, also nur für Feministinnen. Feministinnen hingegen können aus ihren Schutzräumen heraus nach belieben mobben und hetzen; man erinnere sich bspw. an Matt Taylor, der unter dem feministischen Bombardement schließlich in Tränen ausbrach und von da ab ewige, feministische Treue schwor – man stelle sich vor, eine Frau würde öffentlich zu Kreuze kriechen, weil sie etwas gesagt oder getan hätte, was maskulistischen Horden nicht gefiel. Sowas gibt es aber nicht, denn entgegen der beliebten, feministischen Theorie sind nicht Patriarchen sondern Frauenförderer(innen) an der Macht.

Eine beliebtes feministisches Statement ist, dass man eine Gesellschaft wolle, in der man sich nicht mehr wehren müsste – oft wird dabei an sexuelle Belästigung gedacht. Ein Statement, wie es vermutlich die ganzen Shitstormer, die gegen EZM losgehen, unterschreiben würden. Und hier zeigt sich wieder die Doppelmoral: Man selbst will von Angriffen verschont bleiben, zugleich aber angreifen dürfen, was den Angegriffenen dazu zwingt, sich wehren zu müssen.

So, und wer ist es jetzt eigentlich, der sich in einem Schutzraum befindet, in welchem es ihm erspart bleibt, sich wehren zu müssen, also keinerlei Angriffen, ja noch nicht mal Kritik ausgesetzt ist, zugleich aber selbst auf das Massivste austeilen kann?

Es ist die Prinzessin.

„Prinzessin“ ist ein Reizwort für Feministinnen, aber nicht etwa, weil diese Wohlstandsgören eben Wohlstandsgören sind, sondern weil damit die adlig Geborenen zur Unterordnung erzogen würden. Nehmen wir bspw. Anne Wizorek: Ihr zufolge würden Mädchen dazu erzogen, „lieb und nett“ zu sein. Gut, jeder Trennungsvater, der erlebt, wie sein Kind einer psychologischen Folter und Gehirnwäsche unterzogen wird; wie er selbst zum Unterhaltssklaven gemacht wird, also nur noch schuften und zahlen darf, dafür aber keine Gegenleistung erhält, kann darüber natürlich nur höhnisch lachen – sofern ihm das Lachen nicht vergangen ist, was wahrscheinlich ist. Prinzessinnen sind nicht „lieb und nett“, es sind Monster qua Geburt. Sie halten sich in einem Palast – also Schutzraum – auf, in welchem sie von den Härten dieser Welt verschont bleiben, aber aus dem sie zugleich Macht ausüben: Über Knechte und Dienstboten, die ihnen zu Gehorsam verpflichtet sind, und deren Leben sie aus einer Laune heraus auch mal vernichten können.

Man sieht also, die typische Feministin ist eine Prinzessin, also eine Kreatur, die sie eigentlich ablehnt. Sie bildet sich ein, dass sie – und nur sie – ein Recht darauf hätte, in einem Wolkenschloss zu leben, in welchen sie von den Niederungen und Konflikten dieser Welt verschont bleibt, aber zugleich von oben herab ihr Befehle erteilen darf und auch mal eine Existenz vernichtet.

Die Bloggerin Erzählmirnix hat sich schlicht der Majestätsbeleidigung schuldig gemacht, und das ist einer Tyrannei ein unverzeihliches Verbrechen.

Alarmstufe Rot beim Thema "Netzneutralität"

Ich habe lange darüber nachgegrübelt, ob ich dieses themenfremde Gebiet hier anspreche. Einerseits besteht die Gefahr, dass ich Stammleser vergraule, weil ich sie mit Themen belästige, an denen sie nicht interessiert sind. Andererseits aber ist gerade Netzneutralität für die Männerbewegung ein wichtiges Gebiet, da sie notorisch schwach aufgestellt ist, was die finanzielle Seite angeht – und somit ihre Blogs und Seiten ins Hintertreffen geraten könnten.

Deswegen doch ein eigenes Post, in welchem ich mit der besten Empfehlung zu Fefe überleite, wo man sich informieren und engagieren kann: Klick.

Gender und Rolle – Was ist anerzogen, was angeboren?

Eine Frage, die sich in Genderdebatten regelmäßig stellt, ist, wieviel der „Geschlechterrolle“ ist anerzogen, wieviel angeboren. Wenn Jungen gerne mit Autos spielen oder toben, wenn Mädchen Glitzer und Rosa bevorzugen, ist das nun durch gesellschaftliche Erwartungen aufgedrückt oder äußert sich hier die Biologie?

Was die biologistische Position angeht, so kenne ich keine, in welcher behauptet wird, dass jedwedes Verhalten angeboren ist – und zwar zu 100%. Erzieherische und gesellschaftliche Einflüsse auf die Charakterentwicklung wird in der Regel – bis zu einem bestimmten Maß – eingeräumt.

Auf der Gender-Seite sieht das anders aus. Eine dominierende Theorie lautet darauf, dass der Mensch von der Geburt an ein unbeschriebenes, weißes Blatt in seiner Persönlichkeit sei, und alle Charaktereigenschaften, wozu ausdrücklich auch die sexuelle Identität und Orientierung zählen, lediglich anerzogen seien (und zwar zum Nachteil der Frau). Mit anderen Worten: Wenn ich einen Jungen kastriere und wie ein Mädchen aufziehe, dann wird daraus eine vollwertige Frau (von der Gebärfähigkeit abgesehen). Ein solches Experiment wurde tatsächlich schon unternommen, unter Applaus der Gender-Szene und der Feministen, beispielsweise Alice Schwarzer, die bekundete, dass hier ein Mann dem Auftrag der Wissenschaft gerecht würde. Nachdem dieses Experiment tödlich scheiterte – das Versuchskaninchen erschoss sich – wurde der Fall stillschweigend aus der Gender-Literatur gestrichen. Aufgeklärt wurde nicht, unter anderem darüber, dass das Opfer sein ganzes Leben lang die aufgezwungene Geschlechterrolle ablehnte, und augenblicklich beschloss, als Junge weiterzuleben, als er erfuhr, dass er auch als ein solcher geboren worden war. Man hatte hier künstlich einen Transsexuellen geschaffen, einen Menschen, der sich dem anderen Geschlecht zugehörig fühlte, als es seinem körperlichen entsprach.

Die Frage, was denn nun anerzogen ist, und was angeboren, ist eine ungeheuer spannende. In nächster Zeit dürfte sie aber nicht zu klären sein, da Gender-Feministen, die den Diskurs dominieren, gar nicht an einer offenen Fragestellung interessiert sind, sondern das Dogma von der ausschließlich anerzogen Geschlechterrolle vor sich hertragen und keine Kritik daran zulassen.

Was meine persönliche Theorie angeht: Ich halte bestimmte Charaktereigenschaften bis zu einem gewissen Graf für angeboren, aber nicht für geschlechtsspezifisch – von sexueller Orientierung und Identität abgesehen.

Okay, das ist erklärungsbedürftig, ein Beispiel: Aggression. Der Mann gilt in der Regel als das gewalttätige und aggressive Geschlecht, was zu Folge hat, dass die ersten Opfer im Krieg als Täter gesehen werden und männliche Opfer häuslicher Gewalt keine Hilfe erfahren, da es sie ja angeblich gar nicht gibt. Jetzt weiß man aber aus der Forschung über häusliche Gewalt, dass Frauen ganz genauso gewalttätig werden wie Männer. Hier trifft einer der Gendergrundsätze zu, nämlich dass die Unterschiede innerhalb einer Geschlechtergruppe größer sind, als zwischen den Geschlechtern – sprich: Die Formel „Männer aggressiv – Frauen friedfertig“ ist nicht zu halten. Ich halte die Charaktereigenschaft „aggressiv“ oder „gewaltbereit“ also nicht für geschlechtsspezifisch.

Ich halte sie aber für einen guten Teil für angeboren. Hierzu erinnere ich mich an einem Fall, bei welchem ein Mann eine Kopfverletzung erlitt. Bis zu diesem Tag litt seine Familie darunter, dass er jähzornig und gewalttätig war. Eine Eigenschaft, die er nicht mehr aufwies, als er aus dem Krankenhaus heimkehrte. In Situationen, in welchen er vorher einen Wutanfall gezeigt hätte, blieb er nun ruhig, sein Jähzorn war mit der Beschädigung bestimmter Hirnareale wie weggeblasen. Ein starker Indikator dafür, dass seine Wut im Hirn angelegt war. Diese Eigenschaft war also angeboren – aber nicht geschlechtsspezifisch.

Solche Charaktereigenschaften halte nicht für geschlechtsspezifisch angeboren. Andere, wie die sexuelle Orientierung, schon. 95% der Jungen stehen nun mal auf Mädchen, das ist nicht anerzogen, sondern angeboren (genauso wie homosexuelle Neigungen).

Die Frage ist jetzt, wie es zu geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen kommt. Warum zum Beispiel obliegt es dem Mann, und nicht der Frau, den jeweils anderen anzusprechen und damit das Risiko der Zurückweisung einzugehen? Warum ist Rosa die weiblich kodierte Farbe? Dies halte ich für kulturell anerzogene Unterschiede; sicher gibt es kein Gen, welches das Weibchen auf „rosa“ trimmt*. Was aber angeboren ist, ist das Bedürfnis sich vom anderen Geschlecht abzugrenzen, Unterschiede zu kultivieren. Das hat was mit der geschlechtlichen Identität zu tun, denn wenn man gleich ist (nicht im Sinne der Gleichheit vor dem Gesetz) ist man gar nichts, da man sich vom anderen nicht unterscheiden kann. Die meisten Menschen fühlen sich mit ihrem Geschlecht wohl und auch damit, sich im alltäglichen Umgang voneinander zu unterscheiden. Das betrifft natürlich nicht die Gleichberechtigung, die Gleichheit vor dem Gesetz. Aber nur weil man als Rechtsperson gleichgestellt ist, bedeutet das nicht, dass man dies auch im kulturellen Umgang miteinander ist. Und in einer toleranten Gesellschaft können sowohl Mädchen als auch Jungen vom typisch-geschlechtsspezifischen Verhalten abweichen: Ein Mädchen kann ein Tomboy sein und eine Olivia Jones kann wie ein weiblicher Paradiesvogel auftreten, ohne, dass es damit ein Problem gibt – oder geben sollte. Jeder wie er will, lautet die Devise. Allerdings – und das wird Feministen gar nicht passen – bedeutet das auch, dass sich Mädchen und Jungen unter einer solchen Direktive überwiegend geschlechtsspezifisch verhalten werden.

*(Feministen stört es, dass Rosa die weiblich kodierte Farbe ist. Genauer: Feministen stört, dass überhaupt eine Farbe weiblich kodiert ist, wäre es Grün, diese würde genauso angefeindet werden, und es gäbe eine Initiative: „Die Grün-Hellblau-Falle“ und Parolen wie „Green stinkt“. Das Kernproblem des Feminismus ist nicht der Unterschied zwischen den Geschlechtern, das Kernproblem ist, dass es überhaupt zwei Geschlechter gibt, die man im alltäglichen Erleben klar und deutlich voneinander unterscheiden kann. Gender bedeutet, die Geschlechter aufzulösen, zu „dekonstruieren“, weil die bloße Existenz zweier Geschlechter für den Genderisten eine Zumutung darstellt.)

Feminismuskritik bald verboten?

Dieses Blog hier könnte bald illegal und damit gelöscht sein, wenn das eigentlich Unfassbare durchkommt, und die EU Antifeminimus als „schweres Verbrechen“ verfolgen lässt. Schon Telepolis berichtete darüber, und jetzt tritt das Projekt offenbar in die nächste Phase, so soll das entsprechende Gesetz bereits in Rumänien umgesetzt sein, womit kritische Rede gegen „Minderheiten“ wie Homosexuellen, aber auch Antifeminismus verfolgt wird. Auch außerhalb der feminismuskritischen Szene wird man inzwischen darauf aufmerksam, zum Beispiel hier:

Parallel dazu will man bereits in Deutschland Whistleblower strafrechtlich verfolgen lassen – wegen „Datenhehlerei“, womit so mancher Blogger mit einem Bein im Knast steht. Die Süddeutsche berichtet.

Undank ist der Welten Lohn – Was man tun kann

Ein herber Schlag für die Männerbewegung: Tristan Rosenkranz zieht sich zurück.

Dies tut er nicht nur wegen des „Äußerlichen Feindes“ – dass man mit denen Mühsal hat, ist klar. Nein, er schmeißt die Flinte auch deshalb ins Korn, weil die Leute in „unseren Reihen“ keine Hilfe sind. Nicht nur das, sie sind sogar ein Hindernis. Auch Hoffmann, der ähnliche Erfahrungen sammelte, kotzt sich – pardon – hier aus.

Für diejenigen, die wirklich helfen wollen, habe ich hier und hier schon aufgeschrieben, wie man das bewerkstelligen kann. Darunter finden sich auch solche Vorschläge, mit denen man seine Anonymität wahren kann, ein Punkt, der für viele wichtig – zurecht übrigens. Wer in unserer „Männerherrschaft“ Position für die falsche Seite bezieht, der droht wie Eva Herman sozial vernichtet zu werden.