Ich lass‘ dann auch mal den Fascho raushängen

Also erstmal: Ich bin ein Unschuldsengel. Damit das klar ist! Ich würde niemals ein böses Wort über Frauen, Valerie Solanas oder Adolf Hitler verlieren. Ich spreche lediglich die Wahrheit aus, und eine Wahrheit, auch wenn sie unangenehm ist, kann niemals bös gemeint sein.

maskulist.de

Also Anlass für diesen Blogbeitrag war das Betragen von Feministinnen, welche auf Cuncti zitiert werden:

Wenn es beispielsweise darum geht, mittels der Chromosomen-Theorie den Mann zum Tier zu entmenschlichen, nimmt die EMMA eine Spitzenrolle ein. In einem Beitrag des Jahres 1998 zeigte sie die Fotos verschiedener Chromosomenträger: Die Reihe beginnt mit XXX, einer Art Superweibchen. Darauf folgt XX, die normale Frau und EMMA-Leserin, die, welch Wunder, als „fürsorglich“ und „nicht aggressiv“ beschrieben wird. Der XY-Typ, also der typische Mann, hingegen sei „oft egozentrisch“ und „reagiert auf Provokationen mit physischer Gewalt“. Bis hierhin ist der Beitrag nur dumpfer Biologismus, als Wissenschaft verkaufte Geschlechterpropaganda, so wie es früher die Rassenpropaganda der Nazis gab. Der Artikel hört da aber nicht auf, sondern nimmt regelrechte Stürmer-Qualitäten an: Auf das Foto des „typischen Mannes“ mit seinem XY-Chromosomensatz folgen noch drei weitere. Mit jedem zusätzlichen Y-Chromosom erscheint der Mann aggressiver, sein Gesicht verzerrt sich, es wachsen ihm Reißzähne, bis schließlich statt eines Mannes ein Kampfhund abgebildet ist.

Aber nicht nur das, es geht noch weiter, indem aus dem bei den EMMAs beliebte SCUM – „Das Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung des Mannes“ – zitiert wird:

„Der Mann ist eine biologische Katastrophe“, heißt es darin beispielsweise, „das (männliche) y-Gen ist ein unvollständiges (weibliches) x-Gen, d. h. es hat eine unvollständige Chromosomstruktur. Mit anderen Worten, der Mann ist eine unvollständige Frau, eine wandelnde Fehlgeburt, die schon im Genstadium verkümmert ist. Mann sein heißt, kaputt sein; Männlichkeit ist eine Mangelkrankheit, und Männer sind seelische Krüppel.“

Nur: stimmt das auch? Ist das Y-Chromosom ein unvollständiges also verkrüppeltes X-Chromosom? Das würde nur dann Sinn ergeben, wenn sich auf dem Y-Chromosom auch einige wenige Gene finden würden, wie sie auch auf dem X-Chromosom vorhanden sind. Das ist aber nicht der Fall. Auf dem Y-Chromosom finden sich auschließlich Gene, die auf dem X-Chromosom fehlen. Äh, „Fehlen“? Na gut, lassen wir das mal so stehen.

Der absolute Clou kommt aber noch: Der Mann verfügt auch über ein X-Chromosom, und dieses ist auch *Trommelwirbel* aktiv! Es ist also so, dass der Mann über ein X- und ein Y-Chromosom verfügt, die Frau dagegen nur über ein X-Chromosom. Der Mann verfügt also über zusätzliche Gene, über die die Frau nicht verfügt, zugleich aber verfügt er auch über die weiblichen Gene, oder anders ausgedrückt:

Die Frau ist nur Frau, der Mann hingegen vereint beides in sich: Die Frau und den Mann.

Mit anderen Worten: Wenn Femofaschistinnen der Meinung sind, der Mann sei eine „verkrüppelte Frau“, eine „halbe Frau“, eine „halbes Wesen“ dann liegen sie zu 100% falsch. Richtig hingegen ist: Männer sind mehr als Frauen, es ist also das weibliche Geschlecht, welches zurückgeblieben ist.

Es muss einen (Mann) also nicht weiter stören, dass das Y-Chromosom kleiner ist als das X – das bedeutet nicht mehr, als dass auch ein modernes Handy kleiner ist als seine Vorgänger, oder: Es macht lediglich die Differenz aus, mit der Männer ein „Mehr“ haben, welches sie von der Frau unterscheiden.

(Anmerkung: Ich bin nicht wirklich der Meinung, dass der Mann der Frau genetisch überlegen sei, es handelt sich lediglich um eine Retourkutsche nach dem Motto: „So wie Du mir so ich dir“.)

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Ein Gedanke zu „Ich lass‘ dann auch mal den Fascho raushängen

  1. Poser-Jay

    Unfassbar, dass eine solch dümmliche Rhetorik nach wie vor genutzt wird. Man sollte doch meinen, dass wir aus unserer Geschichte gelernt haben, dass derart reduktionistische Simplifizierungen nur Schlechtes hervorbringen. Besonders ranzt mich bei sowas an, dass Wissenschaft für politische Zwecke missbraucht und instrumentalisiert wird. Sobald wissenschaftliche Erkenntnisse ideologisch getränkt werden um eine „(Welt-)Anschauung“ zu legitimieren/etablieren sollte man immer sofort hellhörig werden, denn dahinter verbirgt sich meist nichts anderes als eine faschistische Gesinnung.

    Stören tue ich mich allerdings an dem Begriff „biologistisch“. Ich halte es für ein Unwort. Es ist nicht die Schuld der Biologie, wenn ihre Erkenntnisse von opportunistischen Schweinehunden fehlinterpretiert oder bewusst verzerrt und fälschlich ausgelegt werden.
    Wie es Uwe Krebs mal ausgedrückt hat: „Aus Unterschiedlichkeit Minderwertigkeit abzuleiten war in unserer Kulturgeschichte vor allem der Politik, Philosophie und Religion vorbehalten. Der Biologie jedenfalls ist die Vorstellung fremd, ein Geschlecht sei minderwertig.“

    Etwas das bspw. auch Axel Meyer in „Adams Apfel und Evas Erbe“ immer wieder betont. „Echte“(!) Biologen würden nie eine Minderwertigkeit aus biolgoischen Gegebenheiten ableiten. Und sie sehen die Welt auch nicht „biologistisch“, denn für ihren Fachbereich bedarf es fundierter Kenntnisse unterschiedlichster wissenschaftl. Disziplinen, wie etwa Chemie, Psychologie, Geologie u.a. Sogesehen ist eine derartige Rhetorik also gar nicht „wirklich“ biologistisch, weshalb man solch dümmliche Aussagen, um einer (unbeabsichtigten sowie) ungerechten und haltlosen Abwertung der Biologie (o. i.w.S. gar der Wissenschaft) vorzubeugen, stattdessen einfach als das labeln sollte, was sie wirklich sind: Nämlich „rassistisch“, „sexistisch“, „seperatistisch“ et.al.

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