Feministische Deutung der Kölner Übergriffe: Sexismus sticht Rassismus

Schon Birgit Kelle sprach es an: Warum zum Teufel ist ein verunglücktes Dirndl-Kompliment ein Anlass für einen nationalen Aufschrei, während die Übergriffe in Köln zu Silvester von der feministischen Gemeinde mit einem Schweigen abgestraft wird?

Ok, das stimmt nicht ganz. So hat sich inzwischen die Sexistin Antje Schrupp zu Wort gemeldet, und findet, dass es falsch wäre, den migrantischen Hintergrund der Täter zu benennnen, konkret:

Denn einen eventuell ausländischen Hintergrund von Gewalttätern zu benennen, das setzt leider unter Garantie den rassistischen Pöbel in Gang.

Und einen rassistischen Pöbel mögen Feministinnen gar nicht, ein sexistischer Pöbel ist ihnen viel lieber. So befindet Schrupp, dass „Jungen“ – ganz ohne Hinweis auf ihre Herkunft – zu lernen hätten, Mädchen und Frauen mit Respekt zu begegnen. Ja, dieselbe Schrupp, für die Väter Elternteile zweiter Klasse sind, die man nach Belieben entsorgen darf, die nicht als gleichberechtigt angesehen werden – es scheint, dass es eher Feministinnen wie Schrupp sind, die ein paar Lektionen über Respekt und einen menschenwürdigen Umgang mit Anderen zu lernen hätten.

Allerdings zeigt sich hier wunderbar die feministische Logik, welche unter Mitgliedern des männlichen Geschlechts und solchen mit Migrationshintergrund unterscheidet. Erstere dürfen nach Belieben diffamiert werden, Letztere fallen unter die Regeln des Antirassismus und dürfen somit nicht angeklagt werden.

Wunderbar auf den Punkt bringt es die Grüne Claudia Roth:

Es ist doch nicht so, dass wir jetzt sagen können, das ist typisch Nordafrika, das ist typisch Flüchtling. Hier geht es um Männergewalt.

Halten wir also fest: Zu sagen, solche Übergriffe seien typisch für Flüchtlinge ist für Feministinnen ein NoGo, ist rassistisch. Davon zu sprechen, dass hier Männer übergriffig waren, das geht in Ordnung, da stört sich keine Feministin dran.

Feministinnen haben kein Problem mit Kollektivhaft und -anklagen, sofern sie sich nur gegen die richtige Gruppe richtet. Dabei sind beide Kollektivanklagen falsch. Im letzten Jahr kamen rund eine Million Flüchtlinge nach Deutschland und die überwiegende Menge verhält sich friedlich und gesittet. Tatsächlich ist die Gewalt, die von Migranten ausgeht, nicht höher als jene von Deutschstämmigen. Und Männer in ihrer überwiegenden Mehrheit sind keine Täter sondern Frauenschützer; auf jeden Vergewaltiger kommen hundert Männer, die diese Täter verfolgen, vor Gericht stellen und inhaftieren. Auch bei den Übergriffen in Köln waren es Männer, die den Versuch unternommen hatten, die Attackierten zu schützen und sich selbst dabei in Gefahr brachten, was von den meisten Medien ignoriert wurde.

Auf den Punkt: Kollektivanklage gegen Männer? Hurra! Kollektivanklage gegen Migranten? Du Rassist! Damit ist der Feminismus gut beschrieben.

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3 Gedanken zu „Feministische Deutung der Kölner Übergriffe: Sexismus sticht Rassismus

  1. Anonym

    Hallo,

    Mich stört am meisten dass das Antanzen bzw. Angrapschen zwecks Entwendens einer Geldbörse jetzt eine schlimme sexistische Gewalttat ist, wogegen Böller die inmitten einer Gruppe von Menschen explodieren nicht einmal als Tat erwähnt werden.

    Bald ist die kleinste Berührung oder nur das Anschauen einer Frau eine schwere Straftat, wogegen das Zusammenschlagen eines Mannes oder Psychoterror der zum Selbstmord eines Mannes führt es nicht einmal wert ist erwähnt zu werden und er selbstverständlich selbst schuld ist?

    Verrückte neue Welt …..

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  2. Pingback: Fundstücke: Artikelsammlung zur Silvesternacht 2015 – Geschlechterallerlei

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