Archiv für den Monat Februar 2016

Verführungskunst für Frauen

Ich denke, dass es für Frauen nicht schwieriger ist als für Männer, zu einer Partnerschaft zu finden. Für Männer ist es sehr schwierig. Denn ihnen bleibt ein wichtiger Punkt im Anbahnen einer Beziehung überlassen, der Mut erfordert: Das initiale Ansprechen.

Es ist toll, wenn Du von dir aus Männer ansprichst. Die meisten wirst Du damit vollkommen aus dem Konzept bringen, weil sie es schlicht nicht gewohnt sind. Ich selbst wurde in meinem ganzen Leben nur zwei Mal von einer Frau angesprochen, die etwas von mir wollte. Du kannst natürlich Männer ansprechen, nur ist das nicht deine Aufgabe, es wird von dir nicht erwartet.

Eventuell bist Du eine gutaussehende Frau. Wenn das der Fall ist, wirst Du dich vermutlich darüber wundern, warum Du so selten angesprochen wirst. Was ist los mit den Männern?

Die Antwort ist einfach: Wenn ein Mann dich sieht, dann denkt er sich drei Dinge:

1.) Die hat sowieso schon einen Freund. Also: Ansprechen sinnlos.
2.) Die wird jeden Tag dreißig Mal angesprochen. Also: Ansprechen sinnlos.
3.) Die hat an jedem Finger zehn Männer, die um sie buhlen. Also: Ansprechen sinnlos.

Mit anderen Worten: All die tollen Tips, wie sie in der „Cosmopolitan“oder der „Brigitte Young Miss“ stehen („So kriegst Du jeden Kerl rum!“), sind für den Müll (Ja, ich lese Frauenzeitschriften). Es reicht nicht, dass Du dir das modischste und tollste Outfit zulegst, Du musst die Initiative ergreifen.

Für Frauen bedeutet „Ansprechen“ allerdings etwas anderes als für Männer. Der Mann muss von seinem Platz aufstehen, zu der Frau rübergehen und sie ansprechen. Das ist Hardcore. Und das bleibt Frauen erspart. Eine Frau muss lediglich die Einladung aussprechen, angesprochen zu werden.

Das läuft folgendermaßen:

1.) Blickkontakt aufbauen
2.) Blickkontakt halten
3.) Lächeln…

…das ist eine sogenannte „Approach-Invitation“ – eine Einladung zum Ansprechen.

Wenn ich hier von „Blickkontakt halten“ spreche, dann geht es nicht darum, ihn niederzustarren. Allerdings ist vermutlich was ganz anderes dein Problem: Wenn dich ein attraktiver Mann anschaut, ist deine erste Reaktion wahrscheinlich, den Blick abzuwenden. Nun, den Männern ergeht es genauso, sie kennen das unter der Rubrik „Ansprechangst“. Da musst Du einfach die Charaktereigenschaft „Mut“ entwickeln; Mut bedeutet, dass man der Angst aktiv entgegentritt.

Wenn er dich erst anschaut, sogleich aber wieder weg, dann lass dich davon nicht entmutigen. Schau ihn weiter an, und warte, dass er dich wieder ansieht, und niemals vergessen: Lächeln! Ein Augenzwinkern ist auch nicht schlecht.

Wenn Du diese drei Punkte befolgst, und zwar bei jedem (!) Mann, den Du attraktiv findest, dürftest Du oft angesprochen werden. Natürlich kannst Du auch selbst Männer ansprechen, wenn Du die Eierstöcke dazu hast, das wäre super.

Also, wenn der Mann auf dich zukommt und dich anspricht – nach deiner nonverbalen Einladung – hast Du das Spiel eigentlich schon gewonnen. Er wird versuchen, die Initiative zu ergreifen, den Smalltalk, den Flirt am Laufen zu halten und dich letztendlich nach deiner Nummer fragen.

Und wenn er dich nicht anspricht? Nun, dann handelt es sich vermutlich um einen Mann, der gerade besetzt ist, oder von dem Du sowieso nichts willst, da er nicht mal die Eier hat, auf dich zuzugehen. Also weiter zum nächsten!

Die verlogene Doppelmoral des Feminismus am Beispiel Prostitution

Wenn es um Prostitution geht, ist Gut und Böse klar verteilt: Der Käufer, also der Mann, ist der Böse, und die Anbieterin einer sexuellen Dienstleistung ist das arme, unschuldige und vor allem ausgenutzte Opfer. Deswegen lautet die feministische Forderung, dass man Sexkauf verbieten solle, allerdings nur so, dass der Käufer (der Freier) bestraft wird, aber nicht die Anbieterin. Dass allein der Drogenkonsument aber nicht der Drogenanbieter strafrechtlich verfolgt wird, ist der sogenannte „Schwedische Weg„, der von Feministinnen favorisiert wird.

„Prostitution: Verstoß gegen Menschenwürde“ (Emma)

Der Wille, den Freier und nicht die Prostituierte zu bestrafen, entspringt dem Weltbild, wonach stets der Mann und nicht die Frau der Täter ist. Tatsächlich aber sind Sexarbeiterinnen dagegen, dass ihre Kunden kriminalisiert werden, was auch leicht einsichtig ist: Wenn ein Teil ihrer Kunden wegbleibt, weil sie einen Konflikt mit den Gesetzen fürchten, wie ist ihnen dann geholfen? Sie verdient weniger Geld und muss zudem ihren Job im Zwielicht ausüben. Toll! Tatsächlich kam eine Untersuchung des Bundesfrauenministeriums über den schwedischen Weg zu dem Ergebnis, dass die Kriminalisierung der Kunden zu einer Verschlechterung der Situation der Prostituierten führte:

Hinweise darauf, dass sich das Sicherheitsgefühl von Frauen in der Prostitution verschlechtert hat, sowie auf die Verschlechterung der Situation von Migrantinnen werden in Schweden zugunsten eines höheren gesellschaftlichen Ziels ausgeblendet.

Das „höhere gesellschaftliche Ziel“ ist die Bestrafung der männlichen Sexualität, dafür trampelt man auch über die Leichen der Sexarbeiterinnen, auch solchen, die sich klar gegen eine Verfolgung ihrer Kunden stellen. So erklärte Alice Schwarzer mal, dass eine Prostituierte, die sich so positionierte, geisteskrank sei und die Geschlossene gehöre.

Was aber, wenn die Geschlechter getauscht sind? Vor einiger Zeit stellte ich Spekulationen darüber an, was wäre, wenn die Mehrheit der Sexarbeiter Männer wären, ich dazu:

Da Männer immer die Bösen sind, stellt sich die interessante Frage, was eigentlich wäre, wenn in einer fiktiven Gesellschaft die Mehrheit der Sexanbieter Männer, und die Käufer Frauen wären.
In dem Fall wäre das Verhältnis von Gut und Böse getauscht. Es gäbe keine Bestrebungen, die Freierinnen zu kriminalisieren, zu bestrafen, sondern eben die männlichen Sexarbeiter.

Und wie gerufen kommt die EMMA um meine Theorie zu bestätigen.

Jetzt auf einmal, über einen Film mit Frauen als Sexkäuferinnen, schlägt die EMMA einen gänzlich anderen Ton an. Diese Frauen sind keine Säue, keine Täterinnen, die in den Knast gehören, nein, sie sind auf der Suche nach Liebe:

Ein Film ganz dicht an den Menschen, an ihren Ängsten und Hoffnungen

Männliche Freier sind Schweine, weibliche suchen Nähe und Zuneigung.

Und wie ergeht es den Männern in Afrika, die von westlichen, weißen Frauen gekauft werden?

So:

„Wenn sie einen unschuldigen, jungfräulichen Krieger haben wollen, ist hier der beste Platz. Sie können Krieger im Alter von 17 oder 16 haben“, erklärt der Bankangestellte weiter. Sex mit Minderjährigen wird in Kenia mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft. Doch auch wenn das eigentliche Geschäft geheim bleiben muss – über die Bedürfnisse der Touristinnen und den Markt in Maralal redet Laila erstaunlich offen: „Die meisten weißen Frauen sind älter als 60 Jahre und sie bekommen keinen Sex mehr in Europa. Die Krieger sind arm, und die Frauen bezahlen sie einfach für den Sex. Aber stellen Sie sich vor, Sie sind ein 20-jähriger Mann und haben eine 70-Jährige vor sich. Macht diese Frau Sie irgendwie an? Die Krieger nehmen deshalb Drogen aus dem Busch und trinken, damit sie vergessen, wen sie da vor sich liegen haben.“

Es ist also so, dass Sexkauf nicht generell abgelehnt wird – der Beweis, dass es an Sexarbeit auch aus feministischer Sicht nichts auszusetzen gibt. Denn wenn Sexkauf generell abgelehnt werden würde, dann würde das natürlich auch dann gelten, wenn Männer die Anbieter und Frauen die Käufer wären. Dies zum einen, zum anderen stinkt diese Doppelmoral àla Feminismus zum Himmel, und keiner riecht es, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis Alice Schwarzer in einer Talkshow wieder mal über männliche Freier-Schweine herziehen kann und deren Verfolgung fordert.