Vermischtes: Eine unwissende Feministin, 36 Fragen und die bösen Breitmachmacker

1. Aus der Rubrik „PickUp“. Ich spreche so eine Frau an und es läuft wunderbar. Die ganzen Routinen, mit denen man ein Gespräch am Laufen halten soll kann ich mir sparen, denn es fließt wie von selbst. Schließlich fängt es dann doch noch an zu stocken. Also stelle ich so die Frage, vor allem weil sie einen Kurzhaarschnitt trägt:

„Bist Du eigentlich eine Feministin?“

 Und sie so:

„Was ist eine Feministin?“

Und ich denk mir so: „Aber klar doch! In Deutschland geboren, nicht dumm, hier sozialisiert, will aber nicht wissen, was eine Feministin ist.“

Mit anderen Worten, ich bin misstrauisch, aber die Regeln des Flirtens erfordern, dass man auf sowas eingeht. Also sag ich ihr nicht ins Gesicht, dass sie mich verschaukeln will, sondern beantworte ihre Frage:

„Eine Feministin ist eine Frau, die der Überzeugung anhängt, dass Frauen unterdrückt und benachteiligt sind, und die diesen Zustand überwinden möchte!“

Und sie daraufhin:

„Ja, dann bin ich Feministin“

Aha, Habe ich sie erwischt!!! Ich hätte ja auch eine andere Definition von einer „Feministin“ nennen können, wie zum Beispiel, dass dies ein Mensch ist, dem die Nachteile der Männer egal sind, wie zum Beispiel Obdachlosigkeit oder Suizid. Wenn ich aber so geantwortet hätte, hätte sie mich wohl abgeschossen.

Dennoch bin ich irritiert. Kann es tatsächlich sein, dass sie als Feministin der Vorstellung anhängt, sie begäbe sich in Gefahr, wenn sie ihre politische Orientierung offen legt? Damit nämlich glaubt sie genau das, was ich über mich glaube. Ich bin sehr, sehr zurückhaltend damit, meine antifeministische Gesinnung offenzulegen, weil ich ganz genau weiß, dass ich damit anecken könnte – um es zu verharmlosen. Die Feminismuskritikerin Esther Vilar bspw. wurde so massiv bedroht und gewalttätig angegangen, dass sie schließlich aus Deutschland fliehen musste; im Gegensatz zu einer Alice Schwarzer, die es mir ihrer Hasspropaganda zur Millionärin (?) schaffte.

Leider konnte ich das nicht mehr klären.

2. In der Manosphäre gehen derzeit die 36 Fragen um, die Femis Männern stellen. Selbst in Deutschland haben gleich mehrere Blogger geantwortet, wie zum Beispiel der Schwulemiker, Alles Evolution, Geschlechterallerlei, oder Anne Nym.

Ich habe mir kurz (eher: lang) überlegt, ob ich auch darauf antworten wolle. Nachdem aber andere diese Aufgabe übernommen haben, könnte ich kaum noch was Neues und Originelles zum Thema beitragen. Ich will nur auf eine einzige Frage eingehen:

»Wie fühlt es sich an, dasselbe Geschlecht wie Donald Trump zu haben?«

Was soll man auf eine solche Frage antworten?
Vielleicht das:

Wie bitte? Die Frage ist so unfassbar dumm, dass einem die Worte und jede Contenance ausgehen.

Denn genaus das ist es: Es geht diesen Feministinnen nicht um eine Diskussion, um den Austausch von Meinungen, Argumenten und Sichtweisen, sondern um Anklagen und Unterstellungen. Praktisch alle Fragen sind Suggestivfragen, rhetorische Fragen, die keine Antwort erwarten sondern eine Anklage und Unterstellung formulieren. Beispielsweise hätte man (frau) dort auch fragen können:

„Wie fühlt es sich an, ein Stück Scheiße zu sein, dessen Entfernung vom Planeten eine Wohltat für alle wäre?!“

Was zum Teufel soll man auf eine solche Frage noch antworten? 

3. Ihr habt es sicherlich schon mitbekommen: Als Mann kann man heute nicht mehr stehen („Machos!“), sprechen („Mansplaining“) oder sitzen, ohne dafür verfolgt zu werden. Selbst wenn man einfach nur dasitzt, reproduziert man Männerherrschaft, welche bekanntlich eine „rape-culture“ darstellt; man unterstützt also Vergewaltigungskultur, wie man bei der taz weiß.

Femis lieben erniedrigende Darstellungen von Männern; Bild: taz.de

Schöner Kommentar darunter:

Hihi. Ganz schlimm sind auch manbreathing und manexisting! Beides tief in der Biografie verwurzelt und echt oft voll unreflektiert.

Das trifft es auf den Punkt: Das Problem der Feministinnen ist nicht etwa, dass Männer zu viel Raum einnehmen, das Problem der Feministinnen ist, dass sie überhaupt Raum einnehmen. Denn Feminismus ist Männerhass und hat ein massives Problem damit, dass es überhaupt zwei Geschlechter gibt, die sich unterscheiden. Diese Verfolgung alles Männlichen zeigt sich tagtächlich, wenn die Rede ist von „männerdominierten“ Gesellschaften, von „alten weißen Männern“, oder eben von der „rape culture“. Männer sind die letzte Gruppe von Menschen, die wie keine andere in aller Öffentlichkeit niedergemacht werden kann, ohne dass sich ein Aufschrei der Empörung erhebt, wie bereits die Geschlechterforscherin Daphne Patai anmerkte.

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