Exväter, Mütter und eingebildete Empathie

Es ist ganz einfach und für jeden einsichtig:

Mütter lieben ihre Kinder und Kinder lieben ihre Mutter.

Kaum jemand würde diese einfache Formel bestreiten und die Medien liefern ebenfalls Beweise für dieses emotionale Verhältnis. Man denke bspw. an Filme wie „Nicht ohne meine Tochter“ oder „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ in welchen Löwenmütter um ihre Kinder kämpfen. Jeder sieht sofort ein, dass es ein Verbrechen ist, Mutter und Kind zu trennen. Denn mit solch einer gewaltsamen Trennung würde man viel Leid verursachen, sowohl bei der Mutter als auch bei dem Kind.

Was auf der Seite der Frauen eine Selbstverständlichkeit ist, muss auf Seiten der Männer immer und immer wieder betont werden:

Väter lieben ihre Kinder und Kinder lieben ihren Vater. 

Es muss deswegen betont werden, weil empathiebefreite Feministinnen wie Antje Schrupp oder Laurie Penny andere „Wahrheiten“ in die Welt setzen, wonach Männer und Väter allein machtgeile Schweine sind, von keinem anderen Wunsch beseelt, als über Frauen und Kinder zu herrschen. So zum Beispiel Laurie Penny: Sie hat für eine Feministin die begnadete Erkenntnis, dass Arbeit weniger mit Selbstverwirklichung als viel mehr mit Entbehrung und Mühsal zu tun hat. Die Frage jetzt, warum so viele Männer ihr ganzes Leben lang diese Mühsal auf sich nehmen, um damit Frau und Kindern ihr Leben zu unterhalten, beantwortet die Männerfeindin damit, dass es Männern so sehr gefällt, Macht über eben jene Frau und ihre Kinder auszuüben. Ein ganzes Leben voller Mühsal, dafür, ein bisschen Macht über zwei bis drei Menschen auszuüben – man stelle sich vor, die glauben das tatsächlich!

Oder Antje Schrupp. Die nachweisliche Sexistin schlägt vor, Väterrechte ganz abzuschaffen und Kinderkriegen vom Steuerzahler – also dem kollektiven Mann – zahlen zu lassen. Man sollte ihr mal die Frage stellen, ob sie – als progressives Mitglied unserer Gesellschaft – es eigentlich als Verbrechen betrachtet, wenn schwarze Sklaven in Amerika willkürlich von ihren Kindern getrennt wurden, und wie sie es im Vergleich dazu mit den Vätern unserer Gesellschaft sieht. Fragen, mit denen sich Madame nicht auseinandersetzen muss, da sie das Privileg genießt, in ihrer Filter-Bubble alles ignorieren zu können, was ihrer Ideologie im Weg steht.

Als drittes Beispiel könnte man Carola Fuchs anführen: Ihr Pamphlet, in welchem Väter in erster Linie als Gewalttäter gegen ihre Kinder gesehen werden, erschien nicht nur im radikal männerfeindlichen Blog „Die Störenfriedas“ sondern auch im Mainstreammedium „Huffington Post„. Carola Fuchs hat ein Problem damit, dass die Macht der Mutter nicht an die Allmacht heranreicht: Ein Vater, der seine Kinder sehen will, der seinen Kindern auch nach der Trennung ein Vater sein will, ist für sie nur ein potentieller Gewalttäter – wobei die gute Frau einfach mal unterschlägt, dass Gewalt gegen Kinder immer noch überwiegend von Müttern ausgeht, einschließlich tödlicher Gewalt. Dies war aber noch nie ein Thema für Väterausgrenzerinnen, die ihren Expartner nicht nur aus dem eigenen Leben, sondern auch aus dem Leben ihrer Kinder streichen.

Der Leidensdruck, den das empathische Geschlecht damit verursacht, ist enorm – aber wohl bei Vätern auch gewollt. Die Selbstmordrate von Trennungsvätern liegt beim sechsfachen des sonst üblichen Werts bei Männern, die sich sowieso schon öfters als Frauen umbringen. Man stelle sich vor, wir hätten hierzulande ein Scheidungs- und Sorgerecht vorliegen, welches Trennungsmütter in den Tod treibt: Eine Feministin könnte nicht soviel fressen wie sie kotzen wollte. Und die nächste Frage stellt sich auch sofort: Was ist das eigentlich für eine Männerherrschaft, eine „Patriarchat“, in welchem die Mutter den Vater abschießen kann?

Aber auch Kinder leiden unter der Entväterung. Einer meiner Gastautoren bezeichnete das, was Mütter alltäglich mit ihren Kindern anstellen, als „systematische psychische Vergewaltigung“ – und er spricht aus eigener Betroffenheit. Im Zusammenhang dazu machen alleinerziehende Mütter, die den verhassten Ex abgeschossen haben, einen schlechten Job. So schreibt bereits Matussek:

Also, noch einmal: Kinder, die ohne Väter aufwachsen, sind
· 5mal mehr gefährdet, Selbstmord zu begehen
· 32mal mehr gefährdet, von zu Hause wegzulaufen
· 14mal mehr gefährdet, Vergewaltigung zu begehen
· 9mal mehr gefährdet, frühzeitig aus der Schule auszusteigen
· l0mal mehr gefährdet, Drogen zu nehmen
· 9mal mehr gefährdet, in einer Erziehungsanstalt zu landen
· 20mal mehr gefährdet, sich im Gefängnis wiederzufinden
· 33 mal mehr gefährdet, ernstlich körperlich mißhandelt zu
werden
· 73mal mehr gefährdet, Opfer tödlichen Mißbrauchs zu sein

Nein, die Entväterung ist ein ernstliches Problem für Kinder. Mütter könnten dies wissen, wenn sie über etwas mehr Empathie verfügen und auf die Interessen ihrer Kinder Rücksicht nehmen würden.

Es ist wirklich faszinierend und zugleich erschreckend, mit welcher Selbstverständlichkeit man Männern, Vätern Empathiefähigkeit abspricht. Es ist erschreckend, dass Männerhasserinnen ohne Widerspruch behaupten dürfen, solche Väter, die auch nach der Trennung Väter sein wollen, würden ihre Kinder nicht lieben, sondern lediglich auf Machtausübung aus sein.

Und dieser Virus ist weit verbreitet. So wird in „Familienberatungen“ Trennungsvätern allen Ernstes geraten, sich doch einfach eine neue Familie zu suchen, wenn sie Kontakt zu ihren Kindern wünschen. Es ist monströs, wie hier sowohl über Väter als auch Kinder hinweggetrampelt wird.

Allerdings fügt es sich ein in das Bild vom Mann als Mensch zweiter Klasse. Ein Mann liebt nicht, er will nur Macht ausüben; Männer sind laut dem dominierenden Diskurs ein Unheil für die Gesellschaft, wie bereits ausführlich und lesenswert Christoph Kucklick ausführt: Das unmoralische Geschlecht.

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6 Gedanken zu „Exväter, Mütter und eingebildete Empathie

  1. Matze

    „Was ist das eigentlich für eine Männerherrschaft, eine „Patriarchat“, in welchem die Mutter den Vater abschießen kann?“

    Da mag es andere Definitionen geben, aber Patriarchat bedeutet ursprünglich nicht 'Männerherrschaft', sondern 'VÄTERherrschaft'.

    Die reinste Realsatire…

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  2. mitm

    Die ersten 3 Kommentare zu dem Störenfriedas-Artikel sind wirklich lesenswert. Die Verfasserin des 3. Kommentars scheint fest überzeugt zu sein, ein Viertel der Trennungväter wollte ihre Kinder ermorden, um die Ex zu ärgern. Totale Gehirnwäsche und Fanatisierung, in einem Ausmaß, das man sonst nur noch von Religionswächtern und Selbstmordattentätern kennt.

    Bei dem 3. Kommentar kam mir sogar der Gedanke, das könnte ein Fake sein, aber immerhin ist er auf dem Blog freigeschaltet worden, scheint also noch im erlaubten Meinungsspektrum zu liegen.

    Dieser totale Realitätsverlust erscheint mir als Teil eines intellektuellen GAUs in großen Teilen des Feminismus. Den Eindruck hatte ich auch schon vor einiger Zeit, also ich für meine Seite zum „Kampfbegriff Gender“ recherchiert habe und dabei auf die Seite http://diestoerenfriedas.de/category/zur-gender-debatte/ „Warum das Gender-Konstrukt toxisch ist – ein Beitrag zur Trans*-Debatte“ gestoßen bin. Er beschreibt die Flügelkämpfe, die Transsexuelle auslösen, deren Existenz die gängigen Gendertheorien falsifiziert. Die simple Erkenntnis, daß die Gendertheorien komplett falsch sind, ist nicht mehr denkbar, weil dann das ganze Weltbild zusammenbrechen würde – totale Denkblockade.

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  3. Matze

    Hach-ja, hab mir die ersten drei Kommentare auch mal angetan. Da scheint die Meinung zu bestehen, dass sobald die Mutter nicht mehr Allmacht hat, es die Hölle auf Erden für die Kinder und Mütter ist.

    Und ich wette die behaupten, das sie doch einfach nur Beziehungen und ein Leben auf Augenhöhe mit Männer wollen.

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  4. epikur

    Bei dem mit Abstand am Stärksten frequentierten Artikel auf unserem Blog mit dem Thema „Kontaktabbruch in der Familie“ (152 Kommentare) schildern sehr viele ihre ganz persönlichen Erlebnisse. Festhalten kann man bisher vor allem, dass es häufiger die Mütter sind, die mit ihrem Psychoterror, ihrem Kontrollwahn, ihren Moralpredigten, der typischen Vorwurfssprache usw. die Kinder (eben auch viele Töchter!) dazu veranlassen, den Kontakt zu den Eltern abzubrechen (war bei mir übrigens auch so). Es sind seltener die Väter. Wird so natürlich auch niemals diskutiert werden. Bei den Mainstreammedien nicht und bei den Filterbubble-Feministinnen schon gar nicht.

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