Archiv für den Monat Mai 2016

Ein voll verkackter Artikel – Über Feminismus

Wenn man sich mit Mist auseinandersetzt, führt dies wohl zwangsläufig dazu, dass man selber Mist produziert.  Bitter verzeihe mir, wenn dieser Artikel dein ästhetisches Empfinden beleidigt, aber der Artikel im Missy-Magazin, auf welchen ich mich beziehe, nennt 4 mal das Wort „kacke“ und 10 mal das Wort „Scheiße“.

Es geht hier um toilettenreinigende Putzfrauen und gleich die Überschrift des Artikels zeigt die irrationale Schizophrenie des Feminismus: Es ist davon die Rede, dass man nur die Kacke von Männern wegzuputzen hätte aber nicht von Frauen. Kackende Frauen werden hier einfach unsichtbar gemacht (normalerweise: ganz, ganz böse), was sich vorzüglich eignet, um Hass gegen Männer zu schüren, die in die Nähe von Scheiße gerückt werden bzw. Männer, die Dreck machen, welcher dann von Frauen weggeputzt wird – Hasspropaganda auf niedrigstem Niveau also.

Allerdings löst der Artikel gleich zwei Rätsel: Warum wollen Feministinnen Uni-Sex-Toiletten? Die Antwort ist einfach: Da weiße Frauen keinen Bock mehr auf vollgekackte Klos haben, welche von Putzfrauen wie die Mutter der Autorin ignoriert werden, will man Unisexklos einführen, damit auch mal ein Frauenarsch auf einer blank polierten Schüssel Platz nehmen kann. Zum Zweiten ist damit das Rätsel gelöst, warum es auf Frauenklos ungemein schmutziger zugeht als auf Männerklos: Die Putzfrauen kümmern sich nur um die Männerklos! (Vielen Dank!)

Tatsächlich ist die Autorin inzwischen selbst Studentin und ihr Hintern landet mal auf der einen oder anderen Schüssel der Unitoilette. Dass man jetzt aber ihr hinterherwischt, damit hat sie kein Problem, da sie selbst schon als Putzfrau gearbeitet hat. Ihre Botschaft an die Toilettenfrau lautet also: „Wir sind Schwestern, also kannst Du getrost meine vollgekackte Toilette reinigen, das geht schon in Ordnung.“ Hach, es geht nichts über ein reines Gewissen!

Nein, ein Kanalarbeiter, der sich darüber aufregen würde, dass er die Scheiße von „Kanacken“ wegzuräumen hätte, wäre wohl ein Rassist. Und ein Kanalarbeiter, der damit ein Problem hat, die Scheiße von Frauen wegzuräumen, wäre wohl ein Fall für die Psychiatrie. Und wo wir gerade von Kanalarbeitern reden: Das sind wohl alles Männer; Männer die sowohl die Scheiße von Frauen als auch Männern wegräumen. Der genannte Artikel zielt darauf ab, dass der Job einer Putzfrau besonders hart und besonders entwürdigend sei – aber auch nur wenn man typische Männerberufe wie Kanalarbeit oder Müllabfuhr ignoriert, was auch passiert. Die härtesten Job sind nach wie vor Männersache – wenn es zum Beispiel darum geht, nicht etwa mit Klobürsten auf Toiletten loszugehen, sondern Fleischereien zu reinigen sind, dann sind die Putzkräfte auf einmal…. alles Männer!

Was ließe sich noch sagen? Die Mutter der Autorin (die Putzfrau) macht einen wichtigen Job. Genauso wie ein Müllmann. Man sieht es nicht, es ist aber so, bzw. man lernt es erst, wenn sie in den Streik gehen. Die Autorin selbst, die irgendein Laberfach belegt hat, wird vermutlich ihr ganzes Leben lang nichts produktiveres leisten als ihre Mutter an einem Tag. Schade.

Mein Artikel bringt es übrigens auf 6 mal „Scheiße“ und 7 mal „Kacke“.

Der Frauenfeind im Knast

Ich verlinke ihn nicht, und nenne ihn nur „T“.

T. ist kein Freund von mir, ich halte sein Wirken für kontraproduktiv für die Männerrechtsbewegung, da er einen hervorragenden Strohmann abgibt, um gegen diese zu feuern – so hat bereits der Antimaskulist Kemper über T. geschrieben, und ihm dabei eine weit übertriebene Bedeutung für die Männerbewegung zugeschrieben: So nennt er T. und Arne Hoffmann in einem Satz, was in etwa so zu werten ist, als ob man Brecht und Stalin in einem Atemzug nennt, um die Linke zu verteufeln.

Ich halte T. für einen Frauenfeind, allerdings nicht so extrem, wie Feministen Männerfeinde sind. T. sieht die Frau auf einer Stufe zwischen Männern und Kindern, was ihre Mündigkeit angeht. Daraus ergibt sich die Pflicht für den Mann, für die Frau zu sorgen. Niemals hat er gewaltverherrlichende oder faschistoide Thesen gegen Frauen verbreitet – das, was man auf feministischer Seite findet, gibt es bei ihm nicht.

Dennoch musste T. in den Knast – für mehrere Wochen.

Denn die Anklage gegen ihn lautete:

Das streitgegenständliche Internetangebot enthält jugendgefährdende Inhalte. […] Es besteht die Gefahr, daß Kinder und Jugendliche sich hierdurch bereits im frühen Alter von Vorurteilen prägen lassen und ein bestimmtes Rollenbild entwickeln. Dies kann auf Dauer dazu führen, daß Kinder den Respekt vor Frauen verlieren und diese als hierarchisch untergeordnete Menschen wahrnehmen. Die Kinder können in ihrer Entwicklung erheblich beeinträchtigt werden. Die Inhalte des Angebots stellen die verfassungsrechtlichen Grundwerte in Abrede. (Hervorhebung im Original).

Die Frage, die sich mir jetzt sofort stellt, ist, warum eigentlich nicht Feministinnen wie Antje Schrupp mit Gefängnis bestraft werden, wenn sie Thesen verbreiten, die dazu führen könnten, dass Kinder den Respekt gegenüber Männern verlieren könnten? Was ist, wenn ein Kind bei Frau Schrupp lernt, dass es vollkommen in Ordnung ist, ein Kind seinem Vater zu entziehen – ein äußerst brutales Verbrechen, was großes Leid sowohl für Kinder als auch Väter zur Folge hat?

Was ist eigentlich, wenn eine Person des öffentlichen Lebens wie Alice Schwarzer eine faschistoide Hassideologie wie  „SCUM“ bejubelt; was ist, wenn SCUM als Theaterstück aufgeführt wird; was ist, wenn ein Leitmedium wie der „SPIEGEL“ das männliche Geschlecht zu einer „Krankheit“ erklärt? Warum darf eine Autorin so eindeutige Titel wie „Nur eine toter Mann ist ein guter Mann“ veröffentlichen, ohne, dass sich ihr Probleme dafür ergeben? Warum gibt es hier nicht Gefängnisstrafen für die Verantwortlichen? Ich meine: Wir alle sind doch für Gleichberechtigung, also sollten für Feministen doch dieselben Regeln gelten wie für Frauenfeinde, oder?

Wie ich bereits schrieb: Papier ist geduldig. Weil ein Gesetz geschrieben ist, bedeutet das noch lange nicht, dass es auch angewendet wird. Der Paragraph der Volksverhetzung wird nur dann angewendet, wenn es darum geht, Frauenfeinde zu verfolgen, nicht, wenn es um Anfeindungen und Herabsetzungen gegen Männer geht.

Warum ist das so? Die Antwort darauf ist natürlich einfach: Der Staats- und Pressefeminismus imaginiert eine Welt, in welcher Männer an der Mach sind. Ist natürlich Schwachsinn – der ganz durchschnittliche Mann hat den Befehlen seines Chefs zu folgen und ist mitnichten an der Macht. Da aber der Mann als an der Macht begriffen wird, kann man ihn nach Belieben benachteiligen. Er kann gar nicht diskriminiert werden, da er eben der König, der Kaiser, der Diktator an der Macht ist. Deswegen ist das (verbale) Einprügeln auf Männer absolut legitim.

Die US-Amerikanerin Daphne Patai schrieb dazu:

»Es fällt einem schwer, sich heute eine andere Gruppe von Menschen vorzustellen, die dermaßen krass in der Öffentlichkeit niedergemacht werden kann, ohne augenblicklich Protest zu erheben. Irgendwie scheinen sämtliche Männer zum Schweigen eingeschüchtert worden zu sein.«

Und deshalb darf man das männliche Geschlecht nach Belieben abwerten. Das Geschlecht, welches die meisten Selbstmörder und Obdachlosen stellt; das Geschlecht, welches wie damals die schwarzen Sklaven gegen ihren Willen von ihren Kindern getrennt wird; das Geschlecht, welches Jahre früher verendet, ein Indikator für strukturelle Benachteiligung.

Und diejenigen, die gegen dieses Geschlecht hetzen, halten sich auch noch für mutige Vordenkerinnen, dabei tun sie nichts anderes, als genau das, was erlaubt ist, oder wie es Warren Farrell mal sinngemäß ausdrückte: Es erfordert sehr viel mehr Mut und Stärke, sich für die Belange von Männern einzusetzen als für die der Frauen.

Flüchtlinge, Falschbeschuldigung, Lügenrechte und Feminismus

Wenn in der rechten Szene Stimmung gegen Flüchtlinge gemacht wird, ist neben der Imagination einer „Flüchtlingswelle“, also das Beschwören einer Art „Flut“ in welcher unser Land untergeht, eines der beliebtesten Narrative der fremde Mann, der hierherkommt und dann „unsere“ Jungfrauen vergewaltigt. Hierbei wird gelogen, dass sich die Balken biegen und nebenbei der feministische Vergewaltigungsmythos widerlegt, dass Frauen bei „sowas“ nicht lügen. Neben verschiedenen, bereits bekannten Motiven zur Falschbeschuldigung wie zum Beispiel ganz banale Rachsucht kommt ein weiteres hinzu, nämlich Falschbeschuldigungen, um braune Propaganda zu betreiben.

So zum Beispiel bei Domian:

Seit Jahren hört sich Jürgen Domian nachts die Probleme seiner Anrufer an. Doch was in der Nacht auf Dienstag scheinbar geschah, hat auch er noch nicht erlebt. Eine junge Frau erzählt von ihrem gewalttätigen Freund, als der plötzlich den Raum betritt. Jetzt gesteht diese: Es handelte sich um einen geschmacklosen Scherz.

Für viel Aufsehen selbst bis in die russischen Medien sorgte auch die Falschbeschuldigung einer 13-Jährigen (ein Monster, der hier kritisch bleibt und nicht gleich ganz auf ihrer Seite ist…):

Das Mädchen war für 30 Stunden verschwunden gewesen und hatte danach von einer Entführung und Vergewaltigung durch eine Gruppe südländisch aussehender Männer erzählt. Das sorgte für großen Aufruhr in der russlanddeutschen Gemeinschaft in Berlin. Der Vorwurf verbreitete sich vor allem über soziale Netzwerke. Hinzu kam der Bericht eines russischen Fernsehsenders, der die Behauptung des Mädchens wiederholte. Daraufhin kam es bundesweit zu Demonstrationen, die Menschen warfen den Behörden vor, den Fall zu vertuschen. Polizei und Staatsanwaltschaft versicherten mehrfach, dass sie mit aller Sorgfalt ermitteln würden. Für sie war auch schnell klar, dass die Geschichte der 13-Jährigen so nicht stimmmen konnte. Den Ermittlern erzählte sie vier verschiedene Versionen der Ereignisse.

Mimikama„, eine Initiative gegen Internetmissbrauch titelt:

Behörden werden immer öfter aktiv (bzgl.: Mehrere 8-10 Jährige Mädchen von „Flüchtlingen“ vergewaltigt?)

und führt aus, dass der Falschbeschuldiger in weiser Voraussicht alle als Lügner bezeichnet, die Skepsis gegenüber der Geschichte äußern, nämlich:

Polizei, Ärzte, Sanitätskräfte, kommunale Politiker und die örtliche Presse bzw. Medien zu. Also – brutales Stillschweigen!

Das passt: Es eine der beliebtesten Verschwörungstheorien der Lügenrechte, dass staatliche Institutionen und die Medien die „systematischen“ Verbrechen, begangen von Ausländern, vertuschen würden – was nachweislich nicht stimmt, wie u.a. Niggemeier ausführt.

Gleich nochmal berichtet die selbe Plattform über einen anderen Fall:

In einer Facebook-Gruppe sorgte ein Statusbeitrag für heftige Diskussionen. Ein Nutzer hat in diesem behauptet, dass eine Freundin von ihm in Lindau-Zech von sieben Männern angegriffen, misshandelt und sogar vergewaltigt worden sei. Angeblich seien dies Flüchtlinge gewesen.

RP-Online berichtet: Erfundene Straftat beschäftigt Memminger Polizei tagelang, und Facebook-Märchen: Vergewaltigung in Nordhausen nur erfunden titelt die Thüringer Allgemeine.

Ein Facebook-Post zu einem angeblichen sexuellen Übergriff von Asylbewerbern hatte Anfang der Woche für mächtig Wirbel gesorgt. Inzwischen ist klar: Die Darstellung eines Vaters war „maßlos übertrieben“, wie Polizeisprecher Martin Schäfer sagt.

kann man bei der Osthessen-Zeitung nachlesen.

Drei Flüchtlinge hätten versucht, sie zu vergewaltigen, erzählte eine 19-Jährige aus Bayern. Die Männer kamen in Untersuchungshaft. Nun stellt sich heraus: Die Geschichte stimmt nicht.

steht es im Spiegel, und bei der WAZ heißt es:

Die Meldung, dass am Samstagabend vier Männer mit südländischem Aussehen am Bochumer Südring zwei Mädchen (13 und 14 Jahre alt) beraubt und sexuell belästigt haben sollen, hat in den vergangenen Tagen für viel Aufsehen gesorgt. Jetzt haben die Ermittlungen der Polizei ergeben, dass der Vorfall von den Mädchen „frei erfunden“ wurde

Und als ob Köln Silvester nicht schlimm genug gewesen wäre, werden gefälschte Bilder in Umlauf gebracht, um gegen Flüchtlinge zu hetzen, die Welt:

Ihre Gesichter sind blutüberströmt, sie werden an eine Wand gedrückt, in ein Auto gezerrt: Nach den Übergriffen in Köln verbreiten sich angebliche Fotos und Videos von sexuellen Gewalttaten gegen Frauen im Netz wie Buschfeuer. Die Aufnahmen wirken unheimlich brutal und tragen wohl einen nicht unerheblichen Teil dazu bei, dass die Flüchtlingsdebatte inzwischen hysterische Züge annimmt.
Das Problem: Die allermeisten dieser angeblichen Bildbeweise sind gefälscht – oder bewusst anderen Kontexten entrissen. Blogs und Online-Plattformen wie „France 24’s Observers“ haben einige Fotos geprüft und dokumentieren die Fakes, die oft ahnungslos quer durch die Welt geteilt werden.

wozu News ergänzt zu Köln:

Über 1.000 Anzeigen! Viele Vergewaltigungen nur ausgedacht

 Weitere Beispiele: Sex-Attacke war erfunden, Sexueller Übergriff von Flüchtlingen auf Frau war frei erfunden, Falscher Vorwurf gegen Flüchtlinge: 21-Jährige erfindet Vergewaltigung

Die Freie Presse“ über einen Fall:

In einer für die Behandlung von Asylbewerbern geräumten Abteilung des Klinikums am Küchwald sollen zwei Krankenschwestern überfallen und vergewaltigt worden sein. Diese Nachricht wird seit dem Wochenende über soziale Netzwerke verbreitet, insbesondere auf Facebook-Seiten von Asyl-Kritikern, die dem Klinikum sowie Medien zudem vorwerfen, den Fall zu verschweigen

Nochmal Mimikama:

Seit gestern erreichen uns immer wieder Anfragen zu einem Statusbeitrag auf Facebook indem behauptet wird, dass angeblich einen Kassiererin von 6 Flüchtlingen in einer Tiefgarage vergewaltigt wurde.

In dem Beitrag wird auch ein schönes Beispiel gegeben, wie die Lügenrechte arbeitet.

Zahlreiche angebliche Vergewaltigungen durch Flüchtlinge in den vergangenen Monaten waren nur erfunden

Mädchen erfinden Verfolgung durch Asylbewerber

„Vergewaltigung“ durch Schwarzafrikaner nur ausgedacht

Und auch der angebliche Sex-Mob von Flüchtlingen in Kiel ist eine Lüge, die aber den Rechten gut gefällt: Spiegel zum Ersten und zum Zweiten.

Und so weiter und so fort, ich denke, die Stoßrichtung dürfte klar sein.

Die Falschbeschuldigung von Flüchtlingen oder Migranten erfüllt zwei Funktionen: Erstens kann damit eben Stimmung gegen die verleumdete Gruppe hergestellt werden, denn anders als Feministen meinen, ist für die meisten Menschen – auch Männern – eine Vergewaltigung ein zutiefst abstoßendes Verbrechen. Wenn erfolgreich der Eindruck vermittelt werden kann, dass eine bestimmte Gruppe dieses Verbrechen in besonders häufiger Weise begeht, ja, dass diese dabei keinerlei Unrechtsbewusstsein hat und für sie eine ganz alltägliche Handlung darstellt, dann ist das besonders geeignet, um Ablehnung ja Hass gegen diese Gruppe zu schüren: Rassisten hassen Flüchtlinge, weil diese „unsere“ Frauen vergewaltigen; Feministinnen hassen Männer, da diese in einer „rape-culture“ allgemein Frauen vergewaltigen. Hintergrundartikel über den Keilriemen zwischen Falschbeschuldigung, Gerüchten und Fremdenhass finden sich bspw. in der Süddeutschen oder im Spiegel.

Die zweite Funktion ist psychologischer Natur: Der Rassist sieht sich in einer überlegenen, moralischen Position. Es ist äußerst faszinierend, denn es handelt sich um eine Art „Rechten Gutmenschen“ – wo doch eigentlich jeder weiß, dass Gutmenschen links sind. Er ist dem ähnlich, was Maskulisten als „Weißen Ritter“ kennen (auch: „Lila Pudel“). Der Rechte sieht sich auf einen glorreichen Kreuzzug (also ein Ritter) gegen den vergewaltigenden Fremden um „unsere“ Jungfrauen zu beschützen. Wie gesagt: Er bildet sich ein – ganz wie umgekehrt ein Gutmensch – von einer überlegenen, moralischen Position auszugehen, die ihm die Lizenz verleiht, andere, die dem Fremdenhass nicht folgen, verurteilen zu können, denn diese überlassen „unsere“ armen Mädchen ja einem Schicksal schlimmer als der Tod. Wie ich bereits schrieb: Wenn es um die Not und das Leid eines Mädchen geht, dann hat man praktisch keine andere Wahl, als sich ganz auf die Seite des Opfers zu stellen; jeder der widerspricht, Zweifel äußert, ist dann nur noch ein Monster, ein Schwein: Man wird emotional niedergebrüllt, wenn man eine kritische Position bezieht, man wird – wie parallel im Feminismus – zum „Täterschützer“. Der rechte Gutmensch darf sich also als was besseres fühlen, eine nicht zu unterschätzende, psycho-motivierende Komponente im Fremdenhass.

Das Interessante wäre jetzt, zu erfahren, wie Feministen mit dieser Masse an Falschbeschuldigung umgehen. Denn ein feministisches Dogma bei Vergewaltigung lautet, dass Frauen bei sowas nicht lügen, weil Vergewaltigung ein so schlimmes Verbrechen sei – ähnlich wie ein Gläubiger niemals einen falschen Eid auf Gott ablegen würde. Dieses Dogma wird erschüttert angesichts der vielen Frauen, die lügen, um rechts-braune Propaganda zu betreiben. Wenn Frauen hier aus dem Motiv „Fremdenhass“ so bereitwillig lügen, wer sagt der Feministin dann, dass bei weißen Beschuldigten nur 3% Falschbeschuldigungen darunter sind – wie es der feministische Diskurs behautptet? Der Feind des Feminismus ist der weiße, heterosexuelle Mann, nicht der Farbige – ein Umstand, der hier oder da mal dazu führt, dass gesagt wird, die Feministin könne doch gerne in einen islamischen Staat auswandern, wenn sie meint, dass sie dort von den Männern besser behandelt wird als hier im weißen „Patriarchat“. Die Übergriffe von Köln/Silvester haben die ganze Verlogenheit eines Feminismus gezeigt, der einerseits Männer (aber nur Weiße) als Vergewaltiger anklagen will, aber andererseits Fremdländische von dieser Anklage verschonen will. Dass weder der Flüchtling, noch der Migrant noch der deutschstämmige weiße Mann ein Vergewaltiger ist (Vergewaltigung stellt einen verschwindend niedrigen Anteil an allen Delikten) – dieser einfachen Einsicht konnten sich Feministinnen nicht stellen. Wir leben in einer Rape-Culture. Aber nur von weißen Männern. Punkt.

#article7 – Oder: Papier ist geduldig

Artikel 7 der allgemeinen Menschenrechtserklärung lautet:

„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.“

und Artikel 3 des deutschen Grundgesetzes lautet:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, (…) benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Allerdings heißt es wenig später dann, in Artikel 12a:

(1) Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden.

Ganz offensichtlich steht Artikel 12a im Widerspruch zu Artikel 3 GG, denn offenkundig dürfen Männer allein aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt werden, denn allein sie werden zu einem Zwangsdienst gepresst. Das kam mir eigentlich schon immer sehr komisch vor, auch wenn ich mir damals kaum Gedanken darum gemacht habe, warum nur ich aber nicht meine Klassenkameradin zur Musterung beordert wurde.

Denn dieser Kriegszwangsdienst – auch wenn mittlerweile ausgesetzt (nicht abgeschafft) – ist nicht von schlechten Eltern. Er schlägt nur deshalb nicht voll zu, da Deutschland mittlerweile von Freunden umzingelt ist. In anderen Zeiten bedeutet der Zwangsdienst totalen Zugriff auf Leben und Körper eine jungen Mannes; er hatte im Ernstfall buchstäblich für die Gesellschaft zu sterben. Ein größeres Opfer kann man niemanden abverlangen – außer Männern.

Wenn man Artikel 3 ernstnehmen würde, dann müsste Art. 12a gestrichen werden. Denn die Existenz von 12a bedeutet analog nichts anderes, als dass zum Beispiel hier die Todesstrafe verboten wird, um dann ein paar Artikel später Hochverrat eben doch mit dem Tode zu bestrafen.

Tatsächlich steht Art. 3 GG, nach welchem niemand aufgrund seines Geschlechts benachteiligt werden darf, noch mit vielen weiteren Gesetzen im Konflikt, Auschfrei listet ein paar gesetzliche Ungleichheiten auf, und alle benachteiligen Männer.

Artikel 3 GG wird – obwohl geschlechtsneutral formuliert – immer nur als Frauenparagraf verstanden. Das heißt, es werden zwar Frauenquoten für die lukrativen Positionen in der Gesellschaft durchgesetzt, aber nicht für die Hölle, wo sich überwiegend Männer finden, also zum Beispiel die Obdachlosigkeit. Eine Gleichstellungsbeauftragte, die sich auch für Männer zuständig sieht, wird aus dem Amt gejagt, eine Frauenministerin kann ohne rot zu werden erklären: „Für kinderlose Männer zwischen 25 und 50 Jahren bin ich nicht zuständig“. Klar, obwohl Art. 3 etwas anderes sagt!

Rein theoretisch verbietet Art. 3 GG die Diskriminierung von Männern. Theoretisch. Aber es hängt nicht allein vom Geschriebenen ab, sondern auch davon, wie es interpretiert wird: von Politikern und Richtern und Jura-Studenten. Und sie alle eint, dass sie beim Stichwort „Gleichberechtigung“ lediglich an Frauen denken, und daran, was man für sie tun könnte.

Männer genießen schlicht keine Sympathien, deswegen ist ihre bisweilen tödliche Benachteiligung kein Thema.

Vermischtes zum 1. Mai

1. Jörg Kachelmann darf von seiner Ex-Gehassten weiterhin als Vergewaltiger beschimpft werden, wie das Bundesverfassungsgericht entschied (Allerdings darf Kachelmann die Falschbeschuldigerin nicht als „Kriminelle“ oder „Verbrecherin“ bezeichnen). Ein interessantes Interview hierzu:

Wie läuft es im Prozess, Herr Kachelmann?

daraus:

Frauen, die so etwas vortäuschen, sind ein Problem für echte Opfer. Natürlich soll jeder, der wirklich eine Vergewaltigung begeht, so lange wie möglich eingesperrt werden, ich bin da auch kompromisslos bei einem so furchtbaren Verbrechen. Aber es muss gerade wegen dieser Furchtbarkeit auch bestraft werden, wenn man über eine Falschbeschuldigung ein Spiel daraus macht.

Was wohl klarstellt, dass Kachelmann kein besinnungsloser Frauenhasser ist.

2. Tülay Umay beschäftigt sich mit der Gesetzlage, nach der ausschließlich die Käufer sexueller Dienstleistungen bestraft werden, aber nicht die Anbieter.

3. „Stapel Chips“ beschäftigt sich mit der Verschärfung des Sexualstrafrechts, wie sie vom besten Mann des Feminismus – Heiko Maas – geplant ist.

4. Homosexuelle sind überdurchschnittlich oft von Suizid betroffen, Gaystream dazu. (und jetzt will ich die Feministin sehen, die den Zynismus bedient, Homos seien einfach nicht in der Lage, um Hilfe zu fragen, wie es Jungen und Männern in derselben Situation vorgeworfen wird).

5. Die stramm feministische Süddeutsche muss sich einer brisanten Frage zum Thema Lohnabstand zwischen Männern und Frauen stellen:

Verdienen Frauen also zu Recht weniger?

SCHOCKSCHWERENOT!!!

6. Ein bewegender Artikel eines von häuslicher Gewalt betroffenen Mannes, der auch Aufschluss darüber gibt, warum männlichen Opfern kaum geholfen wird. Lesenswert zur selben Thematik: Wenn Rollenbilder wanken und Hilfe fehlt

7. Danisch berichtet über eine Frau, die das teurere Frauenprodukt kauft, anstatt das billigere Männerprodukt, das dieselbe Funktion erfüllt. Mein Kommentar: Die Frauen haben zuviel Geld, eine Folge dessen, dass Männer für sie arbeiten und jeden Monat bereitwillig ihren Unterhalt überweisen.

8. Eine Kritik zur Verharmlosung männlicher Genitalverstümmlung, die selbst an Kinder herangetragen wird.

9. Eine Feministin sagte mal, dass Gleichberechtigung dann erreicht sei, wenn auch mal eine komplett inkompetente Frau in einer verantwortungsvolle Postion komme. Nun, diese Ministerin, die das massenhafte Versagen von Jungen an den Schulen nicht problematisch findet, dürfte die Bedingung erfüllt haben.

10. South Park nimmt sich des Themas „Safe Space“ an (Video, ca. 25 Min)

11. Off Topic: Ein paar Tips, wie man glücklicher werden kann: *Klick*