Archiv für den Monat Juli 2016

Von Frauen und Feministinnen

„Und wieviele solcher Frauen kennst Du im wahren Leben?“

fragt mich eine, mit der ich mich lange und intensiv über Feminismus unterhalten habe.

Ich habe ihr einen kleinen Vortrag über solche Frauen gehalten, die sich in der Position wähnen, für „die Frauen“ zu sprechen. Zum Beispiel Alice Schwarzer. Und zu der kann man ja eine ganze Menge erzählen, zum Beispiel, dass sie in Jubelrufe ausbricht, wenn eine Frau ihrem schlafenden Mann den Penis abschneidet. Wichtig hierbei ist: Alice Schwarzer sprach nicht etwa davon, dass dies zu feministischer Freude führe, sie behauptete, es sei Frauenfreude, die durch solche Verbrechen aufkomme.

Davon wusste meine Gesprächspartnerin nichts. Das ist auch nicht unerwartet: Bei den öffentlichen Auftritten etwa in Talk-Shows tritt Schwarzer ja gerne als die nette Oma auf. Dass sie eine gewaltverherrlichende Hasspredigerin ist, merkt man erst, wenn man sich mit ihren Schriften auseinandersetzt. Dort wird dann die Femofaschistin Valerie Solanas geehrt, es wird erklärt, dass der Feminismus als Befreiungsbewegung Hass benötige und es werden brutalste Verbrechen gegen Männer gefeiert – bis hin zu Tötungsdelikten oder um es mit Schwarzer auf den Punkt zu bringen: Der Vater, der Bruder, der Sohn und natürlich der Gatte sind der Feind der Frau. Während ich so referiere, beobachten wir eine Mutter, einen Vater und ihren kleinen Sohn, vielleicht zwei Jahre alt, und es ist auf den ersten Blick ersichtlich: Hier herrscht Liebe. Umso grotesker fällt die feministische These von der Feindschaft zwischen den Geschlechtern aus.

Meine Gesprächspartnerin jedenfalls stellt klar, dass Schwarzer weder für sie noch für die Frauen spricht. Und dagegen kann man ja schwer was sagen.

Oder doch?

Tatsächlich kenne ich nur wenige (radikale) Feministinnen im wahren Leben und repräsentative Umfragen kommen immer wieder zu dem Ergebnis, dass sowohl Frauen als auch Männer weit weniger feministischen Thesen anhängen, als es die geschlossene Front der Medien vermuten lässt.

Auf der anderen Seite gibt es einige gravierende Nachteile für Männer. Man denke etwa an die katastrophale Situation der Väter, die in der Frage, ob sie ihren Kindern auch wirklich Väter sein können, den Kindsmüttern nahezu auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Aber Frauen stellen in unserer Gesellschaft die Mehrheit der Wahlberechtigten, und zeigen nicht das geringste Engagement, um ihre Rechte – die Unrechte darstellen – zu beschneiden. Ein weiteres Beispiel wäre die Verschärfung des Sexualstrafrechts: Nur weil ich in Real Life nur verschwindend wenige Feministinnen kenne, bedeutet das nicht, dass Feministinnen nicht eine knallharte, männerfeindliche Politik durchsetzen; und wer widerspricht, wird als Befürworter von Vergewaltigung niedergemacht.

Esther Vilar gab dazu einen Kommentar ab, den ich wirklich gruselig finde. Ihr zufolge sei es Frauen völlig klar, dass ihr Geschlecht das bevorzugte seien. Aus naheliegenden Gründen würden sie aber bei der öffentlichen Darstellung der gegenteilige These nicht in lautes Lachen ausbrechen sondern still in sich hinein lächeln. Das finde ich gruselig, die Frau als durchtriebene Ausbeuterin. Da ist es mir lieber, dass sie einfach treudoof die Story von der benachteiligten, ja unterdrückten Frau glaubt, wie sie uns jeden Tag in Schule und Uni, im Fernsehen und Radio, in der Zeitung und Büchern eingetrichtert wird.

Wie dem auch sei: Ich würde mir wünschen, dass mehr Frauen widersprechen – und zwar mit Nachdruck – wenn mal wieder eine Männerfeindin glaubt, für die Frauen sprechen zu dürfen. Meine Gesprächspartnerin hat dies getan.

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Blogparade: Positive Bestimmung von Weiblichkeit

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In dieser Blogparade geht es darum, eine positive Weiblichkeit zu bestimmen. Allerdings fällt mir keine typisch weibliche Eigenschaft ein, die ich besonders schätze – genauso wie eine männliche. Ich kann keine Charaktereigenschaft ausschließlich einem der beiden Geschlechter zuordnen. Einzig kommt mir in den Sinn, wenn sich Frau und Mann als Lady und Gentleman aufeinander beziehen und ergänzen. Hier kommen unterschiedliche Verhaltensweisen bei den jeweiligen Geschlechtern zu tragen mit ihm als bewundernden Diener und ihr als anbetungswürdige Göttin.

Aber gut: Kommen wir zu den Frauen. Ich kann lediglich beschreiben, was ich an Frauen schätze, ohne aber sagen zu können, dass sie diese Eigenschaften mehrheitlich (!) teilen.

Besonders gut zeigt sich der Charakter eines Menschen, wenn er an der Macht ist. In Deutschland haben Mütter die Macht, den Vater zu entsorgen, ihn aus dem Leben seiner Kinder zu tilgen. Kommen wir in diesem Kontext also zu einer positiven Bestimmung von Weiblichkeit in einer Situation, in welcher sie die Macht hat: als Alleinerziehende. Nur rund ein Drittel sabotiert nicht die Vater-Kind-Beziehung, entwickelt keine Eifersucht, wenn dieses Verhältnis besonders gut ist. Ich schätze Frauen sehr, die es aushalten, dass die eigenen Kinder sich frei zum Vater orientieren. Besonders aber entfremdet sie „ihre“ Kinder nicht dem Vater – was häufig passiert. Allerdings muss ich hier eine Lanze brechen für diese Mütter: Sie werden dazu verführt durch eine Scheidungsindustrie, die viel Geld dadurch macht, dass Eltern einen Trennungskrieg auf Kosten der Kinder und Väter austragen.

Ich schätze die starke Frau. Damit meine ich aber nicht diese unsägliche Kreatur namens „Powerfrau“, die mit ihrer Verbiesterung Männer in die Flucht schlägt und auch noch stolz darauf ist (kein Mann wäre stolz darauf, Frauen Angst zu machen) oder eine, die per Frauenquote einen guten Job kapert. Vor allem erkennt sie die männlichen Leistungen für ihre Familie an, erkennt an, dass er mit seiner außerhäuslichen Arbeit ein Opfer bringt und nicht etwa privilegiert ist. Hierzu möchte ich ein Beispiel nennen: So erhielt der Männerrechtler Warren Farrell einen Brief einer Leserin, deren Ehemann ein Müllmann (ein Knochenjob) war. Sie schrieb ihm sinngemäß, dass sie ihren Mann jetzt besser verstehen könne, und es ihm auch nicht mehr übel nähme, wenn er am Abend von der Arbeit erschlagen zu nichts mehr zu gebrauchen war. Eine starke Frau kommt mit männlichen Humor klar, ohne gleich wie eine feministische Linguistin „Vergewaltigung“ zu rufen. Eine starke Frau ist für ihren Mann oder Freund eine Stütze und Bereicherung und kein weiteres Problem: Mit ihr kommt man besser durchs Leben.

Solche Frauen gibt es, und sie sind gar nicht so selten. Ich betreibe Pick-Up und ich finde es im Vergleich zum herrschenden Mainstream erstaunlich, wieviele Frauen schon allein die Frage, ob sie Feministinnen seien, als Beleidigung empfinden: „Sehe ich etwa so aus?!“ – lautet häufig die Antwort. Hier herrscht eine massiver Widerspruch, wie ich Frauen im Alltag erlebe, und wie sie in den Massenmedien auftreten, ein Widerspruch zwischen öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung.