Blogparade: Positive Bestimmung von Weiblichkeit

Oh Baby, ich will dein Badewasser saufen!

In dieser Blogparade geht es darum, eine positive Weiblichkeit zu bestimmen. Ich stelle mir vor, dass ich über positive Männlichkeit schreiben sollte, und da fällt mir besonders ein Punkt ein: So machen Männer häufig den Gentleman aus dem Motiv heraus, sich gegenüber einer Frau – also einer Lady – ehrenvoll zu verhalten, für sie zu sorgen und sie zu schützen. Aus dieser Haltung heraus übernehmen sie auch häufig die Ernährerrolle, welches entgegen der feministischen Propaganda kein Privileg ist sondern viel damit zu tun hat, sich für andere Menschen – die Familie – aufzuopfern.

Aber gut: Kommen wir zu den Frauen. Ein herausstellendes Merkmal, warum Frauen besonders toll sind, fällt mir nicht ein. Ich kann lediglich beschreiben, was ich an Frauen schätze, ohne aber sagen zu können, dass sie diese Eigenschaften mehrheitlich (!) teilen.

Kommen wir in diesem Kontext gleich zum ersten Punkt: Alleinerziehende Frauen. Nur rund ein Drittel sabotiert nicht die Vater-Kind-Beziehung, entwickelt keine Eifersucht, wenn dieses Verhältnis besonders gut ist. Ich schätze Frauen sehr, die es aushalten, dass die eigenen Kinder sich frei zum Vater orientieren. Besonders aber entfremdet sie „ihre“ Kinder nicht dem Vater – was häufig passiert. Allerdings muss ich hier eine Lanze brechen für diese Mütter: Sie werden dazu verführt durch eine Scheidungsindustrie, die viel Geld dadurch macht, dass Eltern einen Trennungskrieg auf Kosten der Kinder und Väter austragen.

Ich schätze die starke Frau. Damit meine ich aber nicht diese unsägliche Kreatur namens „Powerfrau“, die mit ihrer Verbiesterung Männer in die Flucht schlägt und auch noch stolz darauf ist (kein Mann wäre stolz darauf, Frauen Angst zu machen) oder eine, die per Frauenquote einen guten Job kapert. Unter einer starken Frau verstehe ich solche, die Herausforderungen und Probleme meistern kann, ohne ein Klagelied darüber anzustimmen, wie benachteiligt sie doch sei. Vor allem erkennt sie die männlichen Leistungen für ihre Familie an, erkennt an, dass er mit seiner außerhäuslichen Arbeit ein Opfer bringt und nicht etwa privilegiert ist. Hierzu möchte ich ein Beispiel nennen: So erhielt der Männerrechtler Warren Farrell einen Brief einer Frau, deren Ehemann ein Müllmann (ein Knochenjob) war. Sie schrieb ihm sinngemäß, dass sie ihren Mann jetzt besser verstehen könne, und es ihm auch nicht mehr übel nähme, wenn er am Abend von der Arbeit erschlagen zu nichts mehr zu gebrauchen war. Eine starke Frau kommt mit männlichen Humor klar, ohne gleich wie eine feministische Linguistin „Vergewaltigung“ zu rufen. Eine starke Frau ist für ihren Mann oder Freund eine Stütze und Bereicherung und kein weiteres Problem: Mit ihr kommt man besser durchs Leben.

Solche Frauen gibt es, und sie sind gar nicht so selten. Ich betreibe Pick-Up und ich finde es im Vergleich zum herrschenden Mainstream erstaunlich, wieviele Frauen schon allein die Frage, ob sie Feministinnen seien, als Beleidigung empfinden: „Sehe ich etwa so aus?!“ – lautet häufig die Antwort. Hier herrscht eine massiver Widerspruch, wie ich Frauen im Alltag erlebe, und wie sie in den Massenmedien auftreten, ein Widerspruch zwischen öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung.

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4 Gedanken zu „Blogparade: Positive Bestimmung von Weiblichkeit

  1. Miria

    „Ich betreibe Pick-Up und ich finde es im Vergleich zum herrschenden Mainstream erstaunlich, wieviele Frauen schon allein die Frage, ob sie Feministinnen seien, als Beleidigung empfinden: „Sehe ich etwa so aus?!“ – lautet häufig die Antwort.“

    Was genau machst du, was du unter Pick Up fasst?
    Und wie oft stellst du einer Frau tatsächlich die Frage, ob sie Feministin ist? Das habe ich zum Beispiel noch nie gehört…

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  2. uepsilonniks

    @Miria:
    Unter Pick-Up verstehe ich ganz generell gesprochen, wenn man eine Menschen, der einem gefällt anspricht. Sei im Club oder auf der Straße oder im Bus. Sei es, dass man Techniken anwendet, oder sich blind hinein wirft. Beliebt ist die „Alfa-Theorie“, die ich persönlich aber nicht anwende, viel zu anstrengend, eine Frau „dominieren“ zu wollen und den Alfa-Macker zu markieren, der man aber gar nicht ist.

    Über die Geschlechter zu sprechen ist ein gutes Small-Talk-Theme, solange man die „roten“ Themen wie sexuelle Gewalt außen vor lässt. Es gab mal einen Anmachspruch, der aber inzwischen sehr ausgelutscht ist: „Wer lügt mehr, Frauen oder Männer?“ Das war eine Einleitung, nach der man nach Herzenslust spaßhaft über das andere Geschlecht lästern konnte – ganz nach dem Motte: „Was sich liebt das neckt sich“. Ich unterstelle Frauen zum Beispiel gerne, dass sie einen Schuhtick hätten, dann entwickelt sich ein anregender Flirt ganz von selbst. Die Frage, ob sie eine Feministin sei, stelle ich dann, wenn sie Sätze fallen lässt, die den Verdacht nahelegen. Wenn Du das noch nie erlebt hast, würde ich dich gerne fragen, wie oft Du denn so angesprochen wirst mit dem Ziel, dich zu „erobern“, das ist doch gerade in Deutschland eher selten der Fall, oder nicht?

    Liebe Grüße yx

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  3. Miria

    Hallo xy,

    Wenn du unter Pick up nur verstehst, Menschen anzusprechen, die einem gefallen, dann machen wohl fast alle Männer Pick up.

    „Wenn Du das noch nie erlebt hast, würde ich dich gerne fragen, wie oft Du denn so angesprochen wirst mit dem Ziel, dich zu „erobern“, das ist doch gerade in Deutschland eher selten der Fall, oder nicht?“

    Was genau hat das generelle Ansprechen mit der Frage nach dem Feminismus zu tun?

    Und was verstehst du unter „erobern“? Wenn du meinst in einer Bar oder einem Club angesprochen zu werden, dann kommt das eigentlich ziemlich häufig vor…

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