Feministische Strategien

Letzte Woche verlinkte Genderama auf zwei Artikel, welche sich mit geeigneten Maßnahmen gegen Feminismuskritiker antifeministsche Rechtsradikale beschäftigen. Zum einen wäre da mal wieder Gesterkamp, der als seriöser Wissenschaftler kaum was anderes kann, als die Rechtskeule gegen Männerrechtler zu schwingen, und schon vor Jahren forderte, diese Gruppe wie eine Seuche von jeder Diskussion auszugrenzen. So stellte er dann auch die Frage, ob man sich überhaupt mit Antifeministen diskutieren solle. Eine seltsame Frage für eine demokratische Gesellschaft: Feminismus ist eine politische Strömung, und natürlich hat sie sich einer kritischen Debatte zu stellen um sich zu legitimieren und sich von einer totalitären Ausrichtung abzugrenzen.

Und mit dieser Abgrenzung hapert es. Das Gunda Werner Institut gehört zu den Grünen, die gleich nach „Die Frauen“ männerfeindlichste Partei überhaupt. So gibt es dort beispielsweise das „Frauenveto“, welches bewirkt, dass eine Minderheit von grünen Frauen den grünen Männern ihren Willen diktieren zu können. Oder es heißt: „Die Würde der Frau ist unantastbar“, wobei jeder halbwegs Gebildete sofort an George Orwell denkt: „Alle Tiere sind gleich. Aber manche sind gleicher“. Aber Feministinnen können offensichtlich nicht nachvollziehen, warum solches und anderes Kritik provoziert. Wer überhaupt in Frage stellt, dass man seine Meinung nicht einer Diskussion zu stellen hat, sondern sie einfach mit „Strategien“ durchsetzt, bildet sich ein, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein. Solche Wahnvorstellungen führten und führen in der Geschichte der Menschheit immer wieder zu unsagbaren Leid. Wer sich einbildet, im Besitz der Wahrheit zu sein, der ist auch der Überzeugung, dass es keine gültige und berechtigte Kritik an seiner Position gibt. So ist zwangsläufig jede Kritik, jeder Widerspruch entweder Ausdruck von Dummheit oder einfach Hate-Speech. Feminismuskritiker kritisieren also nicht, sie hassen.

Weiter mit Gesterkamp: So beklagt er, dass manche Medien nicht feministisch genug berichten:

Hr. Gesterkamp spricht über drei Strategien im Umgang mit Gender – Themen in der anti-feministischen Berichterstattung: Die der Lächerlichmachung oder Skandalisierung von Berichterstattung, so zu Beispiel der Stern – Artikel „Ich Mann, du Frau“ im Stern – Magazin oder ein FAZ – Artikel von Volker Zastrow, der den Vorwurf der Umerziehung durch Gender Mainstreaming erhebt, ebenso die „Hart aber fair“- Sendung vom März 2015 mit dem Titel „Nieder mit den Ampelmännchen – Deutschland im Gleichheitswahn?“.

Diese paar vereinzelten Ausreißer einer ansonsten stramm feministisch ausgerichteten Medienlandschaft sind für die wackeren Kämpen für Frauenrechte kaum zu ertragen. Anstatt aber sich auch eine inhaltliche Diskussion einzulassen, richtet sich feministische Strategie hauptsächlich darauf aus, solche Berichterstattung zu unterdrücken.

Auch in einem weiteren Artikel wird über geeignete Gegenmaßnahmen gegen „Hate-Speech“ gesprochen.

Die vorgeschlagenen Strategien gegen Antifeminismus rangieren zwischen hilflos und gefährlich. So soll man Kommentarspalten nutzen, aber auch Bildung und bereits bestehende Bündnisse (z.B. „Aufstehen gegen Rassismus“) unterwandern, Anzeigen erleichtern, und man will „Mehr Geld  für Geschlechtergerechtigkeit auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene“ einfordern.

Der letzte Punkt wäre zum Lachen, wenn er nicht zum Heulen wäre: Denn in unserer männerbeherrschten Gesellschaft ist es so, dass Maßnahmen, die Frauen bevorzugen und Männer benachteiligen, mit männlichen Steuergeldern zwangsfinanziert werden. Während unseriöse und unwissenschaftliche Ergüsse von Menschen wie Gesterkamp mit Steuermitteln finanziert werden, müssen sich Männerrechtler in ihrer Freizeit auf eigene Kosten engagieren. So läuft das im „Patriarchat“.

Allerdings zeigen solche Anstrengungen, dass man auf einem guten Weg ist. Wie sagte Gandhi? „Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, und dann gewinnst Du!“ Wir sind also bei Phase drei. Noch vor 15 Jahren kannte keiner den Begriff „Maskulist“, heute wird er schon leidenschaftlich bekämpft. Die Szene wächst und ist auf einem guten Weg. Der Feminismus kann darauf nur mit Unterdrückung und Repression reagieren, da er in einer freien Debatte, in welcher die Würde von Männern genauso ernst genommen wird wie die von Frauen, nicht bestehen kann.

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4 Gedanken zu „Feministische Strategien

  1. Matze

    „Die der Lächerlichmachung oder Skandalisierung von Berichterstattung“

    von jemanden der sich als Wissenschaftler sieht. DAS ist lächerlich!

    Die feministische Strategie zu Begegnung von Kritik ist also Meinungsmanipulation. Deren Fakten und Argumente müssen ja so mächtig sein, das man sie gar nicht nennen darf.

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  2. Anonym

    Lächerlichmachen sollte man Gender Mainstreaming, welches nicht – wie häufig behauptet – die ultimative Gleichberechtigung anstrebt, sondern die Gleichstellung, also letztlich nicht die Chancengleichheit, vielmehr die (nivellierte) Ergebnisgleichheit an.
    Die einseitig theoretisierende Gender Mainstreaming-Ideologie begeht den fundamentalen Irrtum, die als entscheidende menschliche Gegebenheit vorliegenden und prägenden neurophysiologischen Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann völlig auszuklammern bzw. zu negieren.
    [Einzelheiten bezüglich unüberbrückbarer Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann sind in dem Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 6. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014: ISBN 978-3-9814303-9-4; EUR 7,90]

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