Vermischtes vom 17.09.2016

1. Eine Quotenfrau wird ins All geschossen. Kostet ja auch nur schlappe 30 Millionen. Aufmerksam geworden bin ich darauf im Radio, wo es gleich zu Beginn des Beitrags hieß, es sei wohl der Traum eines jeden Jungen, mal ins All zu fliegen. Auch der Focus berichtet und kennt nicht den leisesten Hauch einer Kritik und meint allen Ernstes, diese Bevorzugung von Frauen sei „außergewöhnlich“.

2. Am 4.09. meldete u.a. die „Zeit“, dass „Mutter Teresa“ heilig gesprochen wurde. Dass es sich bei dieser Frau eher um eine Scheinheilige handelte, erfährt man nur abseits des Mainstreams. So schreibt Walter Wüllenweber in der „Berliner Zeitung“, 10./11.3.2001:

Tatsächlich stellte sich heraus, dass in Kalkutta über 200 nationale und internationale Hilfsorganisationen arbeiten. Mutter Teresas Orden der „Missionarinnen der Nächstenliebe“, unterscheidet sich von allen anderen: Sie sind die einzige wirklich bekannte Organisation, sie haben mit Abstand das meiste Geld, und sie leisten mit Abstand am wenigsten Hilfe.

In Kalkutta betreiben sie eine einzige humanitäre Einrichtung: das berühmte Sterbehaus. Die Lebenden gehen meist leer aus. „Das schönste Geschenk für den Menschen ist, dass er am Leiden Christi teilnehmen kann“, sagte Mutter Teresa. Darum herrschen im Sterbehaus schockierende hygienische und medizinische Bedingungen. Die Zeitung „Guardian“ beschreibt das Hospiz als „organisierte Form unterlassener Hilfeleistung“. Der englische Arzt Jack Preger, der einst ehrenamtlich im Sterbehaus gearbeitet hat, sagt: „Viele der Sterbenden dort müssten im medizinischen Sinn nicht sterben. Und, mein Gott, es handelt sich schließlich um den reichsten Orden der Welt.“

Und bei Mutter-Teresa-Info heißt es:

Schon zu Lebzeiten umgab die kleine Ordensgründerin ein Mythos, der die höchst unerfreuliche Wirklichkeit öffentlichkeitswirksam kaschierte. http://www.mutter-teresa.info dokumentiert die gerne verdrängten Schattenseiten der Ordensgründerin: So hielt die Freundin von Diktator „Baby Doc“ Duvalier die Demokratie für „Teufelswerk“, zweifellos in der Annahme, dass das „Gute stets von oben kommt“. Die millionenfach eingesammelten Spendengelder setzte sie nicht dazu ein, um die Not vor Ort (beispielsweise in Kalkutta) zu lindern, sondern hortete sie auf Konten des Vatikans. Ihr Leben lang verachtete sie das Diesseits so sehr, dass sie ihren Kranken in Kalkutta keine schmerzlindernden Tabletten geben ließ, da die Kranken in ihrem Leid und ihrem Schmerz dem Herrn Jesu Christi so viel näher seien. Statt irdischer Hilfe bekehrte sie Tausende von Menschen, die Zuflucht bei ihr suchten, zum Christentum (zweifellos in dem Glauben, sie dadurch vor dem Höllenfeuer zu retten). Lebensrettende oder -verlängernde Maßnahmen waren in ihrem Sterbehospiz jedoch unerwünscht, da Teresa nach erfolgter Bekehrung das Bett frei haben wollte, um weitere Seelen retten zu können. Kein Wunder, dass viele Slumbewohner große Angst hatten, dem „Todesengel von Kalkutta“ jemals zu begegnen…

Bei Mutter-Teresa-Info finden sich auch weiterführende Texte.

3. Frauen verdienen weniger, u.a.weil sie häufiger in Teilzeit arbeiten, also nicht soviel malochen, wie Männer das so tun. Für dieses Privileg erhalten sie jetzt in der Schweiz noch mal was oben drauf:

Die Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit des Schweizerischen Nationalrates hat kürzlich entschieden, die statistisch unerklärte, geschlechterspezifische Lohndifferenz den Rentenbeiträgen der Frauen anzurechnen. Um diese als diskriminierend interpretierte Differenz zu kompensieren, werden künftig die Beiträge der Frauen automatisch um einen Korrekturfaktor von ca. acht Prozent erhöht, der aus Steuereinnahmen finanziert werden muss. Dies wird Kosten von jährlich 260 Millionen Franken verursachen.

Dadurch wird hintenrum sowas wie eine Männersteuer eingeführt und der Trend fortgesetzt, dass Männer die Kassen füllen, während Frauen sie leeren – Manndat hierzu.

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2 Gedanken zu „Vermischtes vom 17.09.2016

  1. Matze

    Das mit der Rente ist schon der Hammer. Eine Frau die deutlicher mehr verdient wie der Durchschnitt kriegt diese 8% dann auch oder was?

    Mir fällt nicht eine einzige Sache ein, bei der Männer in ähnlicher Weise einfach so eine Leistung erhalten, von der Frauen ausgeschlossen sind.

    Würden diese 8% nur Mütter betreffen, könnte man das ja vielleicht noch nachvollziehen (Väter, die dann zuhause bleiben und die Kinder erziehen, werden dann natürlich auch mal wieder nicht vom Staat dafür belohnt) aber es betrifft Frauen, alle, mit und ohne Kinder.

    Bis Frauen Kinder kriegen verdienen sie jetzt sogar durchschnittlich mehr wie die gleichaltrigen Männer und wenn sie keine Kinder kriegen und 40+ Jahre durcharbeiten verdienen sie wahrscheinlich in ihrer gesamten Erwerbslaufbahn auch mehr wie der Durchschnittsmann (der auf Date dann immer noch das Essen bezahlen darf). Und nun kriegen die noch einen Rentenbonus dazu. Aber DAS ist keine Diskriminierung von Männern.. die wirkliche Diskriminierung ist das Frauen 23% weniger arbeiten und 23% weniger Geld verdienen.. im Schnitt!

    Wahnsinn!

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  2. kardamom

    Hi Matze,

    in PDF-Datei https://www.ahv-iv.ch/p/3.01.d auf Seite 14 siehst du in Spalte 2 die monatliche Rente für eine alleinstehende Person in Abhängigkeit zum Jahreseinkommen in Spalte 1.

    Das tatsächlichen Jahreseinkommen wird jeweils aufgerundet zum nächsthöheren Tabellenwert.

    Dies bei jeweils 44 Versicherungsjahren. Jedes fehlende Jahr an den 44 Mindest-Jahren kürzt die Rente um 1/44.

    Die maximale Rente ist bei 2350 CHF gedeckelt.

    Diese 2350 CHF decken gerade mal das Existenz-Minimum (sind halt hohe Lebenshaltungskosten in der Schweiz).

    Beispiel: Nehmen wir ein Jahreseinkommen von 50’000 CHF. Laut Tabelle wird aufgerundet auf 50760 CHF, ergibt eine monatliche Rente von 1899 CHF.

    Bei einer 8%-Gutschrift ergibt das ein Jahreseinkommen von 54’000 CHF, aufgerundet zu 54990 CHF; dies ergibt 1955 CHF monatlich.

    Die „Gap-Gutschrift“ kommt also auch Frauen zugute, die „überdurchschnittlich“ verdienen.

    Wobei durch die Deckelung bei 84 600 CHF Jahreseinkommen eigentlich auch die „überdurchschnittlichen“ Jahreseinkommen gedeckelt sind.

    http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/03/04/blank/key/erwerbseinkommen.html zeigt die aktuellen Jahreseinkommen; ein vollzeitarbeitender Techniker fällt also schon unter diesen Deckel.

    Die in der Einkommenstabelle gemachten Unterschiede zwischen Weib und Mann halte ich für absurd, da ja nicht das Geschlecht für Einkommen massgebend ist, sondern Berufsjahre und/oder Verhandlungsgeschick bei Lohnabschlüssen.

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