ChildFund grenzt männliche Kinder aus

Täglich hören wir von Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Mittendrin: Mädchen und Frauen, die selbst in Friedenszeiten genug kämpfen müssen.

…so heißt es von „ChildFund“ auf der Petitionsseite Change.org. Als ob für Jungen und Männer in Kriegs- und Krisengebieten alles in Ordnung wäre. Mit der Formulierung „Mädchen und Frauen“ genießen selbst Kinder mit dem falschen Geschlecht eine geringere Priorität als erwachsene Frauen – der Gipfel der Perversion.

Damit verfolgt ChildFund eine ähnliche Strategie wie Plan, nämlich konsequent mit weiblichen Leid zu werben und Jungen von Hilfsmaßnahmen auszugrenzen. Da stellt sich die Frage, warum man eigentlich so schamlos eine derart kinderfeindliche Politik betreiben kann.

Der erste Punkt ist, dass man mit Mädchen besser werben kann. Das Empathiedefizit gegenüber dem männlichen Geschlecht erstreckt sich selbst auf männliche Kinder, dies hat besonders Arne Hoffmann in „Plädoyer für eine linke Männerpolitik“ herausgearbeitet. Der zweite Punkt ist, dass wir unter einer medialen Käseglocke leben, die Männer als Opfer vom Diskurs ausblendet (und nebenbei gesagt auch weibliche Täterschaft) – was wohl durch Punkt Eins begründet wird. Siehe bspw. die Fokussierung auf Frauen und Kinder in Srebrenica, was dann zu einem Massaker an älteren Jungen und Männern führte, und bei dem in der späteren Berichterstattung das Geschlecht der Opfer unsichtbar gemacht wurde – u.a. von der Tagesschau. Dieses Beispiel zeigt auch, dass die Konzentration auf Frauen geradezu tödliche Konsequenzen haben kann – die weißen Ritter, die nur für Frauen kämpfen, gehen hier buchstäblich  über Leichen.

Auch sind Jungen öfter von Kinderarbeit und Zwangsrekrutierung betroffen, ohne dass jemand auf die Idee käme, konsequent Mädchen, die hier betroffen wären, von vornherein auszugrenzen.

Dass Jungen und Männer in „Kriegen, Konflikten und Katastrophen“ genauso leiden und dringend Unterstützung brauchen, geht unter in einer korrupten Berichterstattung, die nur die Not der Mädchen und Frauen kennt, und die durch eine solche Dauerbeschallung eine Weltbild formt, in dem es geboten scheint, nur einem Geschlecht zu helfen. So lässt sich erklären, dass man ohne Rot zu werden davon faseln kann, dass Mädchen und Frauen es in Kriegs- und Krisengebieten schwer haben oder eine ganze Bewegung verkündet, wie süß doch „Male-Tears“ schmecken, wenn man zur Abwechslung mal männliche Not thematisiert.

Zum Weiterlesen: Gewalt gegen Jungen ist okay: Bitte spenden Sie jetzt!

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