Archiv für den Monat November 2016

Feministische Diskursstrategie: Mansplaining

Es gibt viele Themen, die die ARD zum Weltmännertag hätte aufgreifen können. Obdachlosigkeit zum Beispiel. Oder Selbstmord bei Jungen, Männern und Trennungsvätern. Dass Jungen in der Schule zurückbleiben. Geringere Lebenserwartung von Männern. All dies wurde von der ARD ignoriert, stattdessen nutzte sie ihre auch von Männern zwangsfinanzierten Ressourcen, um das männerfeindliche Konzept des „Mainsplaining“ vorzustellen.

Hierzu ein Exkurs: Man nehme eine Diktatur, zum Beispiel eine islamistische wie Saudi-Arabien. Wenn man dort offen ausspricht, dass es Allah nicht gibt, wird man hingerichtet, dann ist man tot. In der „patriarchalen“ Diktatur hingegen, gegen die Feministen tapfer kämpfen, wird die revolutionäre, feministische Botschaft von oben femsplaint, von Staatsfernsehen, und alles ist dabei: Die Frau als besserer Mensch, welcher nicht ungebeten redet, es aber besser sollte, denn wenn er es macht, herrscht Friede und Harmonie. Klar, Frauen an der Macht sind nicht herrisch; alle Frauen, die jemals an der Macht waren und sind, haben es besser als die rüpelhaften Männer gemacht. Und wenn einem eine Frau wie Anne Wizorek ständig ins Wort fällt, einen nicht ausreden lässt, dann steht das für emanzipatorische Stärke! Nee, Spaß beiseite, so selbstgefällig und selbstgerecht das Madamme ARD erklärt (frauklärt?), dreht sich mir der Magen um.

Zwei Beispiele zu Mansplaining: Einmal mit stolz geschwellter Brust ich selbst. Auf jetzt.de legte ich dar, dass der Umstand, dass Hundert Jahre nach dem Frauenwahlrecht es immer noch die Frau ist, die im Zweifel zu Hause bleibt und sich um Kinder und Haushalt kümmert, kein Zeichen von Benachteiligung ist, sondern Privilegierung. Darauf könnte ein Feminist einiges erwidern: Zum Beispiel dass außerhäusliche Arbeit – als Putzfrau oder Kassierin – „Selbstverwirklichung“ bedeutet und „Karriere“. Oder dass ein Dasein als Hausfrau und Mutter die Hölle sei zwischen stinkenden Windeln und stumpfsinnigen Hausputz. Das also, was man jeden Tag im Mainstream, Schule und Uni zu hören bekommt, die Frau macht es sicherlich nicht freiwillig, sie ist – wie immer – unterdrückt. Könnte erwidern… tut er aber nicht. Stattdessen kam nur ein „Mansplaining“, welches ich betreiben würde, mehr nicht. Das Problem ist nur, dass eine Frau wie Esther Vilar meinen Standpunkt unterschreiben würde, und wenn es von einer Frau kommt, kann es schlecht „Mansplaining“ sein, oder?

Als zweites Beispiel Suzie Grime, die ebenfalls „Mansplaining“ erklärt, und das mit einem denkbar schlechten Beispiel, nämlich Schönheitsnormen und Feminismus. Ein Mann sagte ihr, dass sie vorsichtig sein solle, sich Feministin zu nennen, bei den Schönheitshandeln, welches sie vorlebe. Das wurde von ihr als „Mansplaining“ abgewatscht. Im Feminismus aber werden „patriarchale“ Schönheitsnormen als Terror gegen Frauen und Mädchen gehandelt, und u.a. für schwere Krankheiten wie Magersucht verantwortlich gemacht. Die Kritik also, diese Schönheitsnormen zu bedienen und damit ein denkbar schlechtes Vorbild für Mädchen und Frauen abzugeben, könnte genauso von einer Feministin kommen, was dann ebenfalls schwer als „Mansplaining“ auszugeben wäre.

Zwei Beispiele also, wo mit einer feministisch-rhetorischen Worthülse ein Beitrag als nicht gerechtfertigt und inhaltlich falsch ausgegeben wird, anstatt sich um eine inhaltliche Argumentation und Erwiderung zu bemühen. Eine sexistische Worthülse zudem, mit deren Anwendung geleugnet wird, dass Fehlverhalten in Diskussionen auch von Frauen ausgeht. Es wird nach Geschlechtern getrennt und bestimmte Eigenschaften oder Verhaltensweisen, die selbstverständlich bei beiden Geschlechtern vorkommen (es sei denn, man ist Opfer seiner selektiven Wahrnehmung), einem einzigen Geschlecht zugeschrieben. Allein dann, wenn „es“ vom Mann kommt, wobei egal ist, worum es sich bei „es“ handelt, kann man es als Mansplaining abtun und sich damit ersparen, sich auf eine inhaltliche Debatte einzulassen, in der man vielleicht keine Argumente hat. Das feministische Mantra, dass diese Worthülse nur in bestimmten, eng umgrenzten Fällen zur Anwendung kommt, ist also nur vorgeschoben. Es handelt sich – neben anderen Schlagwörtern wie „Derailing“ – um einer weitere Diskursstrategie, unliebsame Positionen und Thesen vom Diskurs auschzuschließen, sich in eine Filterbubble einzuschließen und diese auszuweiten, weil der Feminismus als der beherrschende Diskurs in einer offenen Debatte nur verlieren kann.

Die gute Nachricht: Diese Wortkreation ist relativ neu, und könnte damit zusammenhängen, dass mehr und mehr Männer sich im Geschlechterkrampf einbringen und nicht mehr die tagtäglich von der feministischen Einheitskirche aufgedrückte Wahrheit über unterdrückte Frauen und unterdrückende Männer akzeptieren.

Wer es noch nicht kennt, dem empfehle ich zum Abschluss:

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Die Abgehängten und die Elite

Eben noch bling-bling und geiles Brusthaar, bist Du jetzt der Trottel der Kompanie. Männer mit mehr Farbpigmenten, Frauen, ja sogar kleine Mädchen im Einhornkostüm ziehen lachend an Dir vorbei, die Zukunft der Welt zu gestalten. Und Du stehst da, mit Deiner Aktentasche und dem Strauß Rosen von Blume 2000 in der Hand und kannst zugucken, wie der Zug ohne Dich abfährt. Der Wind trägt das schallende Gelächter seiner Insassen an Dein Ohr.

So die liebreizende Silke Burmester vor vier Jahren.

Und der Grund dafür, dass sie für abgehängte Verlierer nur schallendes Gelächter übrig hat? Natürlich Hass. Es ist eine Form von Hass, voller Häme und Schadenfreude für bestimmte Menschen zu sein. Nur, dass solcher Hass kein Thema ist für die steuerfinanzierte Initiative „No-Hate-Speech“. Aber Halt! Männer haben sich diesen Hass verdient, wie Feministinnen wissen. Denn sie sind ja an der Macht in einer patriarchalen Gewaltherrschaft. Zwecklos einzuwenden, dass die wenigsten Männer an der Macht sind oder waren, Dogmen sind nicht zu widerlegen.

Zwecklos auch, einzuwenden, dass Frau Burmesters als Vertreterin der Elite und nicht etwa als mutige Freiheitskämpferin auf Spiegel-Online eine exklusive und gutbezahlte Kolumne führen durfte und dabei ihre Verachtung und Hass über Männer freien Lauf lassen konnte, wie es sich ein Mann niemals über Frauen erlauben dürfte. Man betrachte nur, welche nationalen Debatten unwillkommene Komplimente von Männern an schlecht gelaunte Frauen auslösten, um das zu sehen.

Burmester muss sich keine Gedanken über etwaige Folgen machen, sie tut nichts anderes als das, was in unserer Gesellschaft erlaubt ist und sogar gefördert wird. Schallendes Gelächter für das Geschlecht, das die meisten Arbeitslosen, Obdachlosen und Selbstmörder – schon unter Kindern – stellt, ist in Ordnung!

Es ist ein altes, feministisches Lied: Das Lied vom Ende der Männer und die Freude darüber. Ein weiterer von unzähligen Beweisen dafür, dass es Feministen nicht um Gleichberechtigung geht. Feministische Politik geht über Männerleichen und das mit unverhohlener Schadenfreude.

Und jetzt das: Trump hat entgegen der Vorhersagen und Propaganda der Mainstreampresse gewonnen. Und schon wird vermutet, die Schuld dafür liege bei den abgehängten, weißen Männern, jenen also, die in ihrer Not schallend ausgelacht werden. Stimmt zwar nicht, wie Schoppe analysiert, aber was wäre wenn?

Es ist für die pseudolinke Elite anscheinend undenkbar, dass männerfeindliche Propaganda dazu führen könnte, dass sich Männer von ihnen abwenden. „Wir bewerfen sie mit Dreck, erwarten aber, von ihnen gewählt zu werden“ – so der unausgesprochene Slogan der feministischen Pseudolinken. Das aber scheint schiefzugehen, wie der Wahlerfolg der AfD zeigt. Diese wurde tatsächlich von abgehängten Männern gewählt (die gegen ihre Interessen wählen, denn die AfD ist neoliberal ausgerichtet – also gerade gegen die „Abgehängten“). Ergo: Die pseudolinke, feministische Elite tut gerade alles, damit die AfD an die Macht kommt.

Und wie reagiert sie darauf? Mit dem alten Prinzip „Mehr desselben“. Anstatt inne zu halten und umzudenken wird jetzt noch mehr sexistisch und rassistisch gehetzt, diesmal sogar gegen Frauen – weiße Frauen. Das ist neu. Unwahrscheinlich aber, dass die taz neben „Dumme weiße Männer“ nun auch über Frauen so schreiben wird. Allerdings sollte sie doch etwas vernünftiger reagieren und sich einer Perspektive öffnen, in der Männer weder an der Macht sind, noch besondere Schuld auf sich geladen haben, will sie ein Desaster wie in den USA verhindern.

Petition: Wechselmodell für Deutschland

Per Mail erreichte mich ein Aufruf, den ich hier gerne weitergebe:

Sehr geehrte Unterstützer unserer Petition,

die Folgepetition ist nun aktiv und ich bitte Sie, Stück für Stück auch dort zu unterschreiben.
https://www.openpetition.de/petition/online/zwang-zum-wechselmodell-wenn

Die Folgepetition ist zunächst auf eine Laufzeit von 6 Monaten ausgelegt (dem Maximum in einem Schritt) und wird dann um weitere 6 Monate verlängert werden. Sie läuft also insgesamt bis Mitte November 2017 und ich hoffe, sie wird noch deutlich größer als unsere bisherige Petition!

Bitte seien Sie dabei, verteilen Sie den Link der Folgepetition auf Facebook, Twitter, überall und laden Sie die Unterschriftenbögen runter und lassen sie diese unterzeichnen und erwähnen Sie die Petition einfach überall. Wir brauchen das! Dieses Thema ist noch nicht jedem bekannt, ändern Sie das bitte.

Frauen, die falsch wählen

Feministen ist es egal. Es ist ihnen egal, dass Clinton eine hochkorrupte Agentin der Wallstreet ist, ein üble Schlägerin, eine Kriegstreiberin. Alles egal, es zählten einzig ihre Genitalien, allein, dass sie eine Frau ist, qualifizierte sie aus feministischer Sicht dazu, Präsidentin zu werden. Und diese Haltung ausgerechnet aus dem Lager, welches Männern ständig vorwirft, das Geschlecht über andere Kriterien zu stellen, also Sexisten zu sein.

Als Feminist war man für Clinton, weil man sich als Frauenfreund verstand, und somit mussten alle, die sich gegen Clinton entschieden, Frauenhasser sein. Etliche Feministen brachten genau diesen Vorwurf ins Spiel. Warum aber gerade Männer Clinton wählen sollten, die u.a. damit penetrant Werbung machte, was sie für „Frauen und Mädchen“ erreichen wollte, wurde nicht erklärt. Aber nicht nur das: Nicht nur die dummen, alten, weißen Männer wählten falsch, nicht wenige Frauen taten es auch. So wählten 42% der Frauen Trump, und von den weißen Frauen wählten sogar eine Mehrheit von 53% den Frauenverächter.

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Arme, gehirngewaschene Opfer des Patriarchats aber keine mündigen Menschen aus feministischer Sicht.

Und das muss verwundern, denn erzählen uns nicht nicht nur Feministen sondern sogar der Mainstream immer wieder, in welcher Hölle die Frauen hierzulande leben? Wie sagte Wizorek? Für ganz viele Frauen ist es schon einfach nur schlimm, vor die Tür zu gehen, da sie ständig sexuellen Übergriffen ausgesetzt wären – so der blonde Engel, der andere nie ausreden lässt. Was wäre da naheliegender, als das Kreuz an der richtigen Stelle zu machen? Es ist wirklich erstaunlich, dass hierzulande die feministische Partei „Die Frauen“ noch kein einziges Mal die 5%-Hürde knackte. Oder nehmen wir Nachkriegsdeutschland: Die Frauen wählten nicht etwa die SPD mit ihrem als „progressiv“ geltenden Frauenbild an die Macht sondern die CDU mit einem konservativen Familienbild, welches die Frau in der Rolle der Hausfrau und Mutter sah.

Frauen stellen in jeder Demokratie die Mehrheit der Wahlberechtigten. Sie könnten jede Frau und jede Partei an die Macht wählen, die sie sich wünschen. Warum also tun sie es nicht?

Eine Antwort könnte sein, dass Frauen sich bereits gut vertreten fühlen. So gut wie jede etablierte Partei ist feministisch dominiert. Wer heutzutage nicht männerfeindlich wählen will, muss sich am rechten Rand orientieren, also den Teufel mit dem Beelzebub austreiben. Die feministische Partei ist schlicht überflüssig, da eine feministische Politik mit männerfeindlichen Sorge-, Sexualstrafrecht oder Frauenquoten hier und dort sowieso umgesetzt wird.

Eine andere Antwort könnte sein, dass Feminismus einfach eine Riesenlüge ist. Es stimmt einfach nicht, dass eine Frau die Hölle erlebt, wenn sie vor die Tür geht. Die Frau erlebt nicht, in einem frauenfeindlichen „Patriarchat“ zu leben Es sind ganz andere Motive als das Geschlecht ausschlaggebend, wie zum Beispiel die gesellschaftliche Stellung. Die Millionärin wählt eher FDP, die Arbeiterin eher SPD (um dann „Wer hat uns verraten…?“ anzustimmen).

Ein weiterer Grund dürfte sein, dass Frauen gut spüren, dass ihnen feministische Politik nichts bringt. Von einer Frauenquote haben 99% der Frauen rein gar nichts, sie nützt nur einer kleinen Elite von Frauen, denen es sowieso schon zu gut geht. Wir leben im feministischen Zeitalter und ein Ergebnis ist, dass Frauen stetig unglücklicher werden…