Struktureller Männerhass am Beispiel Sexualstrafrecht

teamginalisa

Letztes Jahr konnte bekanntlich die feministische Lobby eines ihr Lieblingsvorhaben umsetzen, und das Sexualstrafrecht verschärfen, was bedeutet, dass der Mann, der Sex hat, mehr oder weniger der Willkür seiner Partnerin ausgeliefert ist, es sei denn, er praktiziert konsequent den Abturner „Konsensprinzip„. Dass dieses Gesetz problematisch ist, wurde ganz vorsichtig in der taz angesprochen. Allerdings ergab sich da ein kleines Problem, wie man die Kritik formulieren sollte, ohne dass einem der Männerhass in die Quere kommt, der strukturell verankert ist. Denn wenn ein naiver Journalist einen Beispielfall mit dem Mann als Akteur schildert, dann kann er sein Problem nicht so recht deutlich werden lassen, da der Mann als Vergewaltiger gesehen wird. Etwa so:

Ein weiteres Problem der neuen Rechtslage: Ein Paar liegt im Bett, er will Sex. Sie sagt, sie sei zu müde. Er gibt nicht auf und streichelt ihre Vagina, bis sie doch Lust hat. Ist das künftig strafbar, weil er ihr Nein ignoriert hat?

Die Antwort lautet: Ja – ist strafbar. Gibt es damit ein Problem? Immerhin wurde hier die Regel „Nein heißt Nein“ verletzt, also muss man sich keine Sorgen darum machen, wenn der Mann als Vergewaltiger verurteilt wird? Dem Mann, der „nicht aufgibt“ haftet etwas Ruchloses an, etwas Gewalttätiges, so schreibt bspw. Arne Hoffmann über die generelle vorurteilsbelastete Wahrnehmung von Männern:

Wegweisend war darüber hinaus eine 2004 veröffentlichte Studie der Psychologinnen Laurie Rudman und Stephanie Goodwin. In ihren Experimenten ließen sie die Versuchspersonen am Computer bestimmte Aufgaben durchführen, die Rückschlüsse darauf zuließen, wie schnell jeder Proband positive und negative Eigenschaften mit einem der beiden Geschlechter verband. Ähnlich wie schon andere Wissenschaftler zuvor fanden Rudman und Goldman dabei heraus, dass Menschen angenehm besetzte Wörter wie »gut«, »Ferien« und »Paradies« eher mit Frauen verbanden und weniger angenehm besetzte Wörter wie »schlecht«, »Schleim« und »Trauer« eher mit Männern. Ergebnisse wie diese stützen die Annahme eines Phänomens, das als Frauen-sind-wundervoll-Effekt bezeichnet wird. Man könnte es genauso gut Männer-sind-grauenvoll-Effekt nennen.

Der Journalist ahnte wohl, dass er sein Anliegen nicht deutlich machen könne, wenn er bei obiger Rollenverteilung bliebe und tauschte deshalb die Geschlechter. In seinem Originalzitat ist die Frau die Aktive, die sich über das erste Nein hinwegsetzt und einfach weitermacht.

Und erst dadurch wird die ganze Untauglichkeit des neuen Gesetzes klar. Jetzt, wo eine Frau bedroht ist, als Vergewaltigerin verurteilt zu werden, erkennt man, dass das Gesetz ein Unding ist, ein Unmöglichkeit, welches Menschen unschuldig in den Knast bringen wird und vermutlich kaum von der Verfassung gedeckt ist (wenn man aber beim Bundesverfassungsgericht klagt, verhandelt dort gut möglich eine Feministin den Fall…)

Diese Sichtweise auf den Mann als potentiell gewalttätig ist so tief in die kollektive Wahrnehmung verankert, dass erst ein Austauschen des Geschlechts die Problematik sichtbar macht. Den Mann erkennen wir als das Böse, den „potentiellen Vergewaltiger“, die Frau hingegen als unschuldig. Auf dieser Basis, nach dieser Wahrnehmung werden Gesetze zusammengeschustert. Und versuch mal zu argumentieren, warum ein übergangenes „Nein“ eben keine Vergewaltigung ist, gerade wenn es ein Mann ist, der ein erstes Nein ignoriert. Vermutlich kommt man gar nicht zu Wort, da man als Agent der „Rape-Culture“ niedergebrüllt wird: „Nein heißt Nein“ und basta.

Die Rape-Culture-Theorie besagt, dass Männer Frauen hassen und sie systematische vergewaltigen, um sie klein zu halten. Dabei wird auch ausdrücklich gesagt, dass alle Männer davon profitieren – also auch die, die nicht vergewaltigen – und alle Frauen damit in Angst und Schrecken gehalten werden. Dazu lässt sich sagen: Wer mit wachen Sinnen durch die Gegend geht, weiß, dass Vergewaltiger geächtet sind – auch und gerade im Knast. Die Feministin und Anhängerin der RC-Theorie verhält sich zu Männern wie ein Nazi zu Juden. Es gibt keine jüdische Weltverschwörung und es gibt keine Rape-Culture – es sein denn, man sieht obige Frau als Vergewaltigerin, was Feministinnen umgekehrt ganz selbstverständlich mit Männern machen. Sie erklären noch die kleinste Lappalie zur Vergewaltigung und kreieren so maßlose Horrorzahlen über angebliche Vergewaltigungsepidemien.

So führt die Dämonisierung von Männern dazu, dass der Rechtsstaat beschädigt wird. Jeder Mann ist damit mehr oder weniger seiner Gefährtin ausgeliefert. Wenn man im Streit auseinandergeht und man sich vielleicht noch um das Sorgerecht streitet, wird sich mit allergrößter Wahrscheinlichkeit schon was finden, mit dem man den Abgeliebten belasten kann.

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2 Gedanken zu „Struktureller Männerhass am Beispiel Sexualstrafrecht

  1. Herr Unbekannt

    Sehr gut geschrieben.
    Allerdings habe ich Kritik an der Graphik:
    1. Lohfink SOLL nicht falsch beschuldigt haben, sie HAT es!
    2. Auf dem Bild sind nicht zwei Opfer. Lohfink ist eine TÄTERIN!

    Gefällt 1 Person

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