Fundstück: Feministischer Wunschkatalog

Christian von Alles Evolution stellt den feministischen Wunschkatalog für 2017 vor. Crumar kommentiert:

Wir erhalten hier einen Einblick in das weibliche Wunschprogramm, die gesamte Gesellschaft in einen weiblichen Selbstbedienungsladen umzugestalten.
Den Männer selbstverständlich zu finanzieren haben.

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2 Gedanken zu „Fundstück: Feministischer Wunschkatalog

  1. Wolf-Dieter

    Die Damen wünschen „Gleiche Teilhabe“. Punkt für Punkt:

    Der Begriff der gesellschaftlichen „Gleiche Teilhabe“ bezieht sich auf allgemeinmenschliche Bedürfnisse. Siehe Wikipedia Partizipation und Teilhabe Behinderter. Sie ist zu verstehen im Kontext von Grundrechten und unantastbarer Menschenwürde.

    Die geforderte prozentuale Zuteilung von Spitzenjobs in Industrie ist zum Einen außerhalb dieses Kontextes; diese Forderung als „Teilhabe“ bedeutet eine Entwertung des Begriffs.

    Zum Anderen blendet er vollständig aus, dass diese Spitzenjobs mit Arbeit und – als Voraussetzung – mit Kompetenz verbunden ist. Stichwort Bestenauslese. Stattdessen wollen die Damen Auswahl nach Geschlecht. Das ist Wiedereinführung von Geburtsrecht.

    Für Medien, Kultur, Medizin, Wissenschaft, Politik gilt das Gleiche.

    Die Damen wünschen „Gleiche Bezahlung“.

    Kein Tarifvertrag differenziert nach Geschlecht, weil nach GG Art. 3 verboten.

    Einkommensunterschiede ergeben sich also nur außerhalb der Tarife: nämlich in persönlicher Aushandlung, bei immer nur eine Person Verhandlungspartner des Arbeitgebers ist. Männlich oder weiblich egal: es ist kein anderes Geschlecht anwesend und demzufolge Geschlechtsdiskriminierung schlechterdings nicht möglich.

    Statistisch gemessener Einkommensunterschied beruht also nicht auf Diskriminierung, sondern als Summe individuell ausgehandelter Beträge. Für Ungleichbehandlung der Damen fehlt der Denkansatz.

    Oder juristisch: Gleichbehandlung gibts nur zwischen Individuen, nicht zwischen Gruppen.

    Die Forderung der Damen ist zurückzustellen, bis die benannten logischen Probleme gelöst sind.

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  2. Wolf-Dieter

    Außer den Forderungen der „Berliner Erklärung“ ist eine Betrachtung wert, was nicht gefordert wird. Beispielsweise werden die wahren Gründe für statistisch niedriges Einkommen der Frauen vornehm ausgeblendet.

    Da wären die Bäckereifachverkäuferinnen, mit schöner Regemäßigkeit stolze Inhaberin eines 450€-Jobs, um dem Arbeitgeber Sozialversicherung zu sparen. Kein Wort dazu?

    Die Tarife bei Friseusen und Kellnerinnen sind so schändlich niedrig, dass die Trinkgelder eingepreist werden – wieder unter vornehmem Verzicht auf Sozialabgaben. (gilt ebenso für die unterzähligen Männer). Keine Aufruf an die Gewerkschaften?

    Pflegeberufe, Kita, Krankenschwestern – von Frauen dominierte Berufe – leiden zusätzlich unter unzureichendem Personalschlüssel. Was ist vom Feminismus zu hören?

    Die Aufzählung erhebt nicht Anspruch auf Vollständigkeit.

    Es gibt also durchaus Nachteile, die – qua Berufs-Präferenz – spezifisch für Frauen gelten. Diese haben eins gemeinsam: sie sind konkret greifbar, und sie werden konkret verschwiegen von den selbsternannten Feminist(inn)en.

    Würden diese Punkte mal ordentlich thematisiert und veröffentlicht, so würde sich schnell zeigen: realer Missstand → konkrete Maßnahme erforderlich → danach Missstand behoben.

    Die Kehrseite: die hauptamtliche Befreiungskämpferin würde dabei arbeitslos. Die Emanzen scheuen darum das Konkrete wie der Teufel das Weihwasser.

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