Wenn Argumente fehlen: Antimaskulistischer Dreck von Eder & Co.

Wenn man sich die Strategien von Antimaskulisten anschaut, dann fällt auf, dass sich so gut wie keiner auf eine inhaltliche Debatte einlässt. Stattdessen wird nur die Rechtskeule geschwungen und die Forderung gestellt, Menschen, die sich für die Rechte von Jungen, Männern und Vätern einsetzen, von der öffentlichen Debatte auszuschließen: Man sollte einen „cordon sanitaire“ um sie ziehen, ein Begriff aus der Seuchenbekämpfung.

Ein weiterer Antimaskulist, der auch keinerlei inhaltliche Argumente anführen kann, ist Andreas Kemper. Er hat den Männerrechtlern ein ganzes Buch gewidmet, in welchem sich Perlen finden wie diese hier, so heißt es über Hoffmann:

[Arne Hoffmann]… zieht dabei andere, ihm missliebige Studien ins Lächerliche: »Auch mir einer Bemerkung wie >Deine Frisur sitze aber heute nicht sonderlich gut< könnten Männer Frauen zielsicher am Boden zerstören.« Der Spott, den er auch bei Debatten um Frauenbibliotheken, die es ihm besonders angetan hatten, fortsetzte, waren und sind für ihn [Arne Hoffmann] wichtiges Mittel der Auseinandersetzung.

Auch hier fehlt jede Quellenangabe. Allerdings liegt mir das Buch „Sind Frauen bessere Menschen?“ als E-Book vor. Also gebe ich einfach mal „Frisur“ in die Suchmaske ein, und: Treffer!

Der vollständige Absatz, aus welchem das Zitat aus dem Kontext herausgerissen wurde, lautet:

Eine auch in anderen Bereichen (nämlich Belästigung und Vergewaltigung)
beliebte Technik, um höhere Zahlen weiblicher Opfer zu erhalten, ist, leichte
und schwere Fälle in ziemlich dreister Weise zusammenzuschmeißen. In
einer Telefonumfrage etwa gaben 34 Prozent aller Frauen an, dass ihr Partner
sie im Verlauf der letzten Monate beschimpft hatte oder dass er eine Auseinandersetzung
beendet hatte, indem er wütend aus dem Raum gestürmt
wäre. Zwei Prozent der Befragten wurden körperlich angegriffen. Es gab auch
Frauen, die regelrecht zusammengeschlagen, gewürgt oder mit einer Waffe
bedroht wurden, aber diese Zahl bewegte sich im Promillebereich. Mit einer
eleganten Formulierung kann man solche Auskünfte leicht zu einem nationalen
Skandal hochpuschen, etwa indem man zusammenfasst: Ȇber 34 Prozent
aller Frauen wurden Opfer häuslicher Gewalt. Zum Beispiel werden sie
gewürgt, zusammengeschlagen oder mit einer Waffe bedroht…« Rein formal
ist diese Darstellung richtig, von der Aussagewirkung her aber die reinste
Gräuelpropaganda. Auch Constanze Elsner führt in einer Checkliste, anhand derer Leserinnen ihre eigene Situation einschätzen sollen, folgende
Punkte als Zeichen häuslicher Gewalt an: »Er kritisierte Sie«; »Er warf
Ihnen böse, wütende Blicke zu«; »Er beendete eine Diskussion mit Ihnen, indem
er einfach eine Entscheidung fällte.« Auch mit einer Bemerkung wie
»Deine Frisur sitzt aber heute nicht sonderlich gut« könnten Männer Frauen
zielsicher am Boden zerstören. Diese Ausweitung des Gewaltbegriffes
ist mehr als der ideologische Amoklauf einer einzelnen Autorin, sie
ist offizielle Politik unserer Bundesregierung. »Gewalt gegen Frauen ist das,
was Frauen als Gewalt empfinden«, verkündet Ministerin Bergmanns Broschüre
»Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter«. Schon die abfällige Bemerkung
eines Ehemanns auf einer Party wird dort als Gewalt interpretiert.

Kemper hat erst kürzlich einen weiteren Versuch unternommen, die Männerrechtsbewegung zu diskreditieren, und zwar mit einem Online-Pranger, der wiederum vor allem mit Ad-Personam-Argumenten glänzte. Würde man die Strategie des Prangers auf Kemper selbst anwenden, so läse sich das so:

Andreas Kemper

Andreas Kemper ist ein Publizist, dessen Schwerpunkt die Verbreitung von Hassbotschaften zu sein scheint.

Er veröffentlicht Beiträge auf der extremistischen Seite Indymedia, die häufig zu gewalttätigen Handlungen aufruft. Unter seinem Pseudonym „Schwarze Feder“ bei der Wikipediaverteidigt er ebenfalls Gewalt („Die profeministische Männerbewegung hat die Verknüpfung von Männlichkeit und Krieg (…) bekämpft, übrigens auch mit Brandanschlägen auf Kreiswehrersatzämter.“).

Weitere Gewalttäter, die Brandanschläge verüben: Andreas Baader. Gudrun Ensslin. Neonazis.

Er gibt der Jungen Welt Interviews, die Stasigefängnisse und damit Folter und Terror beklatscht und die DDR-Diktatur rechtfertigt.

Weitere Befürworter von Diktaturen: Erich Honecker. Augusto Pinochet. Josef Stalin.

Er leugnet Benachteiligungen von Jungen und Männern („Der Maskulismus ist eine antifeministische Abwehrstrategie und vertritt eine Opfer-Ideologie, wonach der ‚Staatsfeminismus’ Männer unterdrückt. (…) Maskulisten sehen sich in ihrer Autorität bedroht.“).

Weitere Leugner nachweisbarer Tatsachen: Holocaust-Leugner.

Ein weiterer Antimaskulist intellektueller Armseligkeit ist nun Herr Eder. Herr Eder hat ein Gespräch mit Arne Hoffmann geführt, das heißt, er weiß Bescheid. Er weiß Bescheid um geschlechtsspezifische Notlagen von Männern. Aber es interessiert ihn einen Scheißdreck. Ganz so wie der Mainstream scheint er der Vorstellung anzuhängen, dass Männer zäh wie Leder zu sein haben und hart wie Kruppstahl, und denen man „Jammern“ vorzuwerfen habe, wenn sie problematische Verhältnisse ansprechen. Allerdings kann Eder keine inhaltlichen Argumente anführen, warum die Männerrechtsbewegung so grundsätzlich falsch liegt und behilft sich wie die anderen Antimaskulisten mit Ad-Personam-Beleidigungen. So erfährt man viel über Hoffmann, zum Beispiel dass er wie ein Nerd aussieht, aber wenig darüber, was Hoffmann sagt, so anführt.

Wenn man den Mann als gleichwertig an Würde wie die Frau ansieht, dann versteht es sich von selbst, dass er in Notlagen dasselbe Anrecht auf Hilfe und Unterstützung hat. Wenn man hingegen einen Geschlechterfaschismus frönt, dann sind Männer im Vergleich zu Frauen minderwertige Geschöpfe. So werden in manchen Ländern bereits Mörder härter bestraft, wenn sie eine Frau getötet haben. Hier werden Menschen in höher- und minderwertige Gruppen eingeteilt, ein faschistischen Prinzip. Die Frauen sind hierbei die Arier, die wertvolleren Menschen, weshalb es eine besonders frevelhafte Tat ist, einen von ihnen zu töten. Deshalb ist es besonders drollig, wenn Eder versucht, die Männerrechtsbewegung als „rechts“ hinzustellen – also wieder mal die Nazikeule geschwungen wird. Herr Eder ist sicherlich für Naturschutz. Das sind Rechte auch. Deswegen ist Eder offenkundig rechts… das ist das Niveau, auf dem Antimaskulisten arbeiten.

Eder schreibt:

und er [Arne Hoffmann] kämpft eben gegen die Unterdrückung der Männer, die doch immer noch fast überall in der Gesellschaft das Sagen haben.

Ach ja, Männer haben die Macht, deswegen sind sie bevorzugt. Sicher, sicher, der Obdachlose ist an der Macht. Der Selbstmörder auch genauso wie der Vater, der seinen Kindern entfremdet wird.

Ein Mann an der Macht war auch – ein Beispiel von vielen möglichen – Bernd Busemann (CDU) seines Zeichen Justizminister. Er war also der Verantwortliche für die Zustände in den Justizvollzugsanstalten, auch Knäste genannt. Dort herrschen schreckliche Zustände, wie eine Studie ergab. So zum Beispiel die erhebliche Gefahr, vergewaltigt zu werden und andere schwere Formen der Gewalt zu erleiden. Das interessierte den Mann an der Macht aber nicht, sein achselzuckender Kommentar: „Ein Knast ist eben keine Mädchenpension“. Während ein schlechtes Dirndlkompliment eine nationale Debatte auslöste, interessierte sich kein Schwein dafür, dass schwere Gewalt in den Gefängnissen an der Tagesordnung ist. Warum? Weil die Opfer dem minderwertigen Geschlecht angehören, dem wir nicht die Empathie wie Frauen entgegenbringen.

Ein weiterer Mann mit Macht ist… Herr Eder! Er hat mehr Macht als zum Beispiel ein kleiner Blogger. Er kann seine Ansichten in einem Leidmedium veröffentlichen, von welchen man nur hoffen kann, dass es bald Pleite geht,angesichts des empathiebefreiten Drecks, das es publiziert. Hat nun der männliche Obdachlose etwas davon, dass her Eder ein Mann ist? Ein Mann mit Macht? Hat der verzweifelte Trennungsvater etwas davon, der gerade mit der Schlinge um den Hals auf einem Hocker steht? Eilt Herr Eder seinem Geschlechtsgenossen zu Hilfe, oder tritt er ihm ins Kreuz? Die Story mit der Macht überzeugt nicht wirklich…

Zum Weiterlesen: Die Gewalt der vierten Gewalt

Nachtrag: Genderama unterstützen.

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Ein Gedanke zu „Wenn Argumente fehlen: Antimaskulistischer Dreck von Eder & Co.

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