Frauenquote: Repräsentiert die Kanzlerin etwa nur die halbe Bevölkerung?

Mit dem Einzug der AfD, bei der die Männer dominieren (was Feministinnen das Männerwahlrecht in Frage stellen ließ), ist der Frauenanteil im Bundestag gesunken. Dazu wird bei Christian die Forderung nach einer 50%-Frauenquote für den Bundestag diskutiert.

Was mir bei solchen Forderungen auffällt ist, dass Feministinnen offenbar davon ausgehen, dass Männer besonders Männerinteressen vertreten würden, so wie es Frauen umgekehrt offenkundig mit Fraueninteressen tun. Diese Annahme entlarvt Politikerinnen als Sexistinnen. Sie projizieren ihren eigene Frauenparteilichkeit auf Männer; gehen davon aus, dass auch Männer männerparteilich handeln würden. Das ist Humbug. Kein Mann an der Macht fragt sich ernsthaft, was er für Männer tun kann – wo sind denn die Politiker, die erklären, was sie für Männer tun wollen? Es gibt schlicht kein Patriarchat, welches überall Vorteile für Männer durchsetzt, Männer sind nicht an der Macht.

Feministinnen folgern aus der oberflächlichen Betrachtung, wonach die Mehrheit der Chefposten (nicht nur in der Politik) von Männern besetzt sind, dass Männer bevorzugt seien und diese Bevorzugung von Männern durchgesetzt würden, die die Interessen von Männern vertreten. Nur wenn es so wäre, wenn die Mächtigen die Interessen von Männern im Blick hätten, dann würden kaum z.B. die meisten Selbstmörder oder Obdachlosen Männer sein oder andere gravierende Nachteile erleiden. Männer machen Politik für Frauen und Frauen machen noch mehr Politik für Frauen.

Dass mehr Männer Chefs sind, liegt schlicht daran, dass Frauen sich weigern, wie Männer zu arbeiten. Frauen sind weit weniger als Männer bereit, über Jahrzehnte hinweg in Übervollzeit zu arbeiten – was aber notwendig ist, will man wirklich mal im Vorstand sitzen. Das ist auch Feministinnen bewusst, etwa dann, wenn sich frauenquotierte Führungspositionen auf Teilzeit fordern. Feministinnen selbst führen an, dass Frauen mehr Wert legen auf die sogenannte „Work-Life-Balance“, also nicht soviel arbeiten wollen.

Zurück zur Politik, hier zeigt sich dasselbe Phänomen wie in der Wirtschaft: Frauen engagieren sich einfach weniger als Männer, wie sich schon im Frauenanteil in den Parteimitgliedschaften zeigt:

frauenanteil

Im Verhältnis zum Anteil von Frauen in den Parteimitgliedschaften sind Frauen im Bundestag und Führungspositionen überrepräsentiert; Frauen sind bevorzugt nicht benachteiligt.

Wenn man aber den Frauenfrauen folgt, können Frauen nur durch Frauen vertreten werden. Dann stellt sich aber die Frage, ob die Kanzlerin auch die Männer in dieser Republik vertritt. Weiterhin stellt sich die Frage, ob Rentner nur durch Rentner vertreten werden können. Oder Arbeiter nur durch Arbeiter. Oder Behinderte nur durch Behinderte. Oder Homosexuelle nur durch Homosexuelle.

Daran sieht man, dass das feministische Konzept der Repräsentation Murks ist. Dem entgegen gilt: Ein Mann kann eine Frau repräsentieren und eine Frau einen Mann. Der Herr Gauland zum Beispiel repräsentiert mich nicht, da ich mich links positioniere. Eine Wagenknecht repräsentiert mich da schon besser, und das obwohl sie eine Frau ist. Die Wähler wählen eine Politik und nicht das Geschlecht –  oder andere Eigenschaften – eines Politikers, der sie vertreten soll. Oder anders: Durch wen werden Frauen besser repräsentiert? Durch Birgit Kelle oder doch Antje Schrupp? Eben. Dass die Genitalien allein nicht ausreichen, damit die gewünschte Politik durchgedrückt wird, erkannte schon die genannte Frau Schrupp, weshalb sie bereits Feministinnenquoten forderte.

Hier versuchen Feministinnen am Wähler vorbei eine Politik durchzusetzen, indem sie Frauen per Quote in Entscheidungspositionen hieven. Sie gehen wohl berechtigt davon aus, dass solche Frauen oft eine feministische Politik betreiben, denn ich wiederhole: Männer machen Frauenpolitik, Frauen machen noch mehr Frauenpolitik. Den angeblichen Empathinnen ist es egal, ob ein Mann in der Gosse krepiert oder von der Brücke springt. Werden sie doch mal mit männlichem Leid konfrontiert, höhnen sie über die „Male Tears“.

Wenn man sich ansieht, wie leichtfertig Frauen die Demokratie und den Rechtsstaat zersetzen, der für manche ihrer Vertreterinnen nur „Rotz“ darstellt, stellt sich die Frage, ob das mit dem Frauenwahlrecht wirklich eine gute Idee war… haha.

Ein Gedanke zu „Frauenquote: Repräsentiert die Kanzlerin etwa nur die halbe Bevölkerung?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s