Archiv für den Monat Dezember 2017

Ganz normaler Konkurrenzkampf

Die feministischen Wahnvorstellungen sind wirklich zu drollig: „Männer schanzen sich die Pöstchen zu.“ erklärte mir eine. Ja, so muss das sein: Wenn es einen freien Posten gibt, mit höherem Status und höherem Einkommen, dann setzen sich die Männer auf dem Männerklo zusammen und diskutieren ganz basisdemokratisch, wer von ihnen in den Genuss der Beförderung kommt.

So ähnlich scheinen sich das Femischisten vorzustellen. Das, was sie im Arbeitsleben im Kampf um die Karriere erleben, ist ihrer Wahrnehmung nach nur sexistische Benachteiligung von Frauen und nicht etwa der ganz normale, harte Konkurrenzkampf, den Männer untereinander und natürlich auch gegen Frauen ausfechten. Ein Mann allerdings, der sich über den harten Berufsalltag beklagen würde, würde schlicht nicht ernst genommen werden, nur Frauen haben das Opferabo reserviert.

Es gibt viele Gründe jenseits von „Diskriminierung“, warum Frauen (noch) seltener als Männer die Chefpöstchen besetzen. Erstens wählen Frauen bereits zu Beginn ihres Berufsleben die falschen Studienfächer. Wenn karriereträchtige – aber auch härtere – Studiengänger überwiegend Männersache sind, während die Laberfächer Frauendomänen, muss man sich nicht wundern, wenn das erwünschte Ergebnis nicht eintritt. Zweitens: Feminschistinnen reden ständig von „Karriere und Selbstverwirklichung“. Das führt in die Irre: Karriere bedeutet nicht Selbstverwirklichung. Sich dem harten Konkurrenzkampf im Kampf um die Spitze auszusetzen – in Übervollzeit und das über Jahrzehnte hinweg – ist das exakte Gegenteil von „Selbstverwirklichung“: Es ist Entbehrung, Mühsal und Leid, und so ein Leben ist Männersache. Deswegen greifen Frauen auch weitaus seltener als Männer zu, wenn ihnen eine Beförderung angeboten wird. Eine Chance auf mehr Einkommen aber eben auch Nachteile, wie weniger private Zeit für Freunde, Familie und Hobbys und mehr Verantwortung. Femischistinnen sagen selber, dass Frauen mehr Wert legen auf die sogenannte „Work-Life-Balance“, was übersetzt bedeutet, dass sie nicht soviel arbeiten wollen. Eine Managerin merkte dazu mal an: Wenn Frauen wirklich Karriere machen wollen, dann müssen sie raus aus der „warmen Badewanne“ in der sie sich so gerne tummeln. Nur: Warum eigentlich? Warum sollte eine Frau – und auch der Mann – das auf sich nehmen? Für Männer gibt es hier eine Antwort: Für ihre Familie. Männer machen etwas, wofür Frauen nicht bereit sind, nämlich ihre Familie aus der Ferne zu ernähren, für ihr Wohl zu sorgen. Damit haben Männer eine größere Motivation als Frauen, sich der Anstrengung der Karriereleiter auszusetzen. Sein Einkommen ist es, welches über Wohl und Wehe seiner Familie entscheidet, also hängt er sich auch mehr rein. Wenn Frauen bereit wären, es genauso wie Männer zu halten, sie würden nicht ausschließlich nach oben heiraten, womit sie sicherstellen, dass das Los die Verantwortung für die finanzielle Existenz zu tragen, an ihnen vorübergeht, denn selbstverständlich bleibt derjenige zu Haus, genießt das Privileg, von der außerhäuslichen Arbeit befreit zu werden, der weniger verdient – also die Frau. Wenn der Herd dem Bergwerk nicht vorzuziehen wäre, spätestens mit dem Frauenwahlrecht wäre die traditionelle Rollenverteilung erledigt gewesen. Sie ist immer noch die Norm, weil es von Frauen exakt so gewünscht wird.

Die heutigen Topmanagerinnen kommen mehrheitlich aus „gutem Hause“, sind bereits privilegiert geboren worden. Ein kurzer Blick in die Politik: Ein Ursula von der Leyen hat nur wenige Wahlplakate angebracht und ist trotzdem Spitzenpolitikerin – obwohl sie eine Frau ist. Die Frauenquote – sei sie vom Gesetzgeber vorgeschrieben oder von Konzernen freiwillig installiert – nützt nur einer kleinen Elite von Frauen etwas. Und hier zeigen sich auch die realen Machtverhältnisse im Matriarchat: Es hat was mit Macht zu tun, vorzuschreiben, wie Posten zu besetzen sind. Die Quote führt ein weiteres Privileg für Frauen ein: Während sich der Konkurrenzkampf für Männer nochmal verschärft, weil weniger lukrative Posten für sie zu besetzen sind, muss sich das Weibchen allein mit weiblicher Konkurrenz auseinandersetzen, die wie sie in den Genuss der Bevorzugung kommen.

Aber gut, das betrifft ja nur die Männer, die sowieso schon zur Elite gehören. Die müssen nicht unter der Brücke schlafen, wenn ihnen weiterer Aufstieg verwehrt wird. Um die da oben muss man sich keine Sorgen machen. Wenn es das allein wäre, würde ich sogar für eine 100%-ige Frauenquote plädieren. Warum? Damit man sich endlich mal um echte Probleme kümmern könnte, um Menschen in wirklicher Not, Obdachlose zum Beispiel. Denn solange Frauen als Cheffinnen seltener zu sehen sind als Männer, werden Femischistinnen weiterhin ihre Jammerarie auf allen Kanälen anstimmen. Es gibt nur einen Grund, warum ich dagegen bin: Ein Matriarchat bedeutet grausame Tyrannei. Erst Recht für Männer. Keine Politikerin redet mal davon, was man mal für Männer tun könnte; Männer, die unter der Brücke schlafen oder sich umbringen. Man schaue sich nur an, wie sich Frauen verhalten, wo sie die Macht haben: In der Familie, in der Trennung. Wie verhalten sie sich? Wie die letzten Säue.

 

 

Sexuelle Belästigung, Macht und die Geschlechterbeziehung

Frauen sind unfehlbar und sie lügen nie. Wenn also ein Mann einen Annäherungsversuch unternimmt, und die Frau, das Objekt seiner Begierde, entscheidet, dass dies ein Fall von sexueller Belästigung ist, dann ist das so. Dann geht es nicht mehr um eine ungeschickte oder unerwünschte Annäherung – weil der Kerl nicht so aussieht wie George Clooney und auch nicht soviel Kohle hat – sondern um Machtausübung, wie Feministinnen nicht müde werden zu betonen.

Und wieder mal handelt es sich um Fall der Projektion. Es sind Femischisten, die die Frau ermächtigen wollen – denen es also um Macht geht. Denn wenn es so ist, dass sexuelle Belästigung a) das ist, was Frau als solche empfindet, und zudem b) solche Vorfälle durch den Staat verfolgt werden sollen, dann wird die Frau in die Machtposition versetzt, auf bloße Anschuldigung hin dem Mann erheblich zu schaden oder ihn zu vernichten – die #metoo Hetzkampagne hat bereits Todesopfer gefordert.Es ist die Durchsetzung totaler Willkür – dass es dabei auch Unschuldige trifft, wird billigend in Kauf genommen.

Wenn ich mich mit dieser Hetzkampagne gegen Männer beschäftige, resultiert daraus Frustration und Wut über das weibliche Geschlecht, denn immerhin sprechen Feminischisten im Namen der Frau. Glaubt man der Propaganda, können Frauen keinen Schritt vor die Tür setzen, ohne attackiert zu werden. Komisch nur, dass ich davon gar nichts bemerke, und dass obwohl ich im Zuge der Jammer-Aufschrei-Kampagne danach Ausschau halte. Und es ist noch viel schlimmer: Die gleichen Hetzerinnen skandieren ja auch, dass das Zuhause für die Frau der gefährlichste Ort ist… egal wie man es dreht und wendet: Die Frau ist die arme Unschuld, verfolgt egal wohin sie auch geht. Nirgends lassen ihr Männer Luft zum Atmen.

Aber gut: Bevor man dazu übergeht, das jammernde Geschlecht als das erbärmliche abzutun, sollte man die Aufmerksamkeit auf solche lenken, die nicht auf diesen Zug aufspringen. So schreibt eine zu „Macht“ und sexuelle Belästigung:

Romantik beinhaltet die komplexesten menschlichen Emotionen, Begehren die mächtigsten menschlichen Triebe. Es ist so einfach, die Signale falsch zu lesen. Jeder ehrliche Mann wird Ihnen sagen, dass er diese Signale manchmal falsch verstanden hat, und jede ehrliche Frau auch. Das Beharren darauf, dass es bei einem unerwünschten Kuss immer um Macht und nicht um Balz geht, ist einfach keine ernsthafte Theorie – nicht, wenn die Strafe für dieses Verbrechen so schwerwiegend ist. Auch Männer haben ein Anrecht auf Zweifel, ja sogar auf die Unschuldsvermutung.

Und letztendlich schadet die hysterische Hetzkampagne gegen Männern den Frauen selbst: Die feministische Agitation nützt ihnen nicht, im Gegenteil: Da Männer, dem sexistischen Generalverdacht ausgesetzt, auf Abstand gehen, leidet die Atmosphäre am Arbeitsplatz. Eine „unsichtbare Wand“ baut sich zwischen Mann und Frau auf, das feministische Gift wirkt:

Bloß keine Verabredung zur Mittagspause, keine Neckerei über den Schreibtisch hinweg, kein vertrauliches Gespräch in der Teeküche. Inmitten stetig neuer Vorwürfe von sexistischem Verhalten bis hin zur Übergriffigkeit fühlen sich viele Männer am Arbeitsplatz verunsichert. […]

Plötzlich sei da eine „gefühlte Wand“ im Umgang mit ihren männlichen Geschäftspartnern, beklagt die US-Unternehmerin Ana Quincoces aus Miami. Ihr Lebensmittelhandel und dessen Erfolg stütze sich vielfach auf den Beitrag von Männern, sagt sie. Absprachen würden dabei oft bei einem Drink oder einem gemeinsamen Mittagessen getroffen. Solche Möglichkeiten sehe sie jedoch in Zukunft immer weniger, sagt Quincoces. Denn viele ihrer männlichen Geschäftspartner reagierten schon nahezu panisch, viele vermieden Zweiertreffen, die bislang völlig normal gewesen seien.

Über feministischen Totalitarismus und Vergewaltigung

[Update]

In Schweden wurde wieder mal das Sexualstrafrecht verschärft, das bedeutet:

Passivität soll damit nicht länger als stilles Einverständnis interpretiert werden können.

Womit einvernehmlicher Sex, wie er ganz alltäglich praktiziert wird, nun als eines der schlimmsten Verbrechen überhaupt strafbar ist.

Feministen streben eine totalitäre Willkürherrschaft der Frau über den Mann an. Für sie ist „Gleichberechtigung“ erst dann erreicht, wenn ein Mann auf das bloße Wort einer Frau hin vernichtet wird – Anschuldigung = Schuldig: Genauso wird mit Statistiken über Vergewaltigungen verfahren. Beschuldigte, die nicht verurteilt wurden, werden als Fälle von Justizirrtümern gehandelt. Wenn 90% der Beklagten nicht verurteilt werden, heißt das für Feministen nicht, dass wir 90% Falschbeschuldigungen vorliegen haben, sondern dass 90% Vergewaltiger zu Unrecht auf freien Fuß bleiben. Also brauchen wir eine Verschärfung im Rechtssystem. Angestrebt wird u.a. eine Beweislastumkehr. Unschuldig verurteilte Männer werden billigend im Kauf genommen, denn jeder Feminist weiß: Frauen lügen bei sowas nicht bzw. so gut wie nie. Nach dieser Annahme begründet sich die weibliche Definitionsmacht, nach der eine Frau auch im Nachhinein einvernehmlichen Sex als Vergewaltigung deklarieren kann.

Totalitarismus bedeutet, dass der Staat einen vorschreibt, wie man sich auch im intimsten Bereich zu verhalten hat. „Das private ist politisch!“ heißt die Agenda sowohl eines totalitären Systems wie auch der Feministinnen, nur: „Wenn das Private politisch ist, dann ist das Private zerstört.“ Es rächt sich, wenn solche Konzepte, die von jeder anderen Gruppe, wie z.B. Nazis, sofort als demokratiegefährdend erkannt werden würden, nicht ernst genommen werden, weil sie von Feministinnen kommen. Gestern nahm man sie nicht ernst, heute setzen sie ihre menschenfeindlichen Gesetze durch. Feministen rechtfertigen ihre Politik nicht, sie setzen sie rücksichtslos durch. Sie diskutieren und begründen ihre Agenda nicht, sie zensieren auf ihren Hoheitsgebieten jede kritische Meinungsäußerung. Das mag ja noch angehen, dass eine solche Politik auf irgendwelchen Blogs betrieben wird, nur wird es ja nicht dabei belassen. Es wird eine Meinungshoheit über die gesamte Gesellschaft angestrebt, und hier sind wir mitten drin im Totalitarismus. Um zurück zum Sex zu kommen: Feministinnen wollen nicht nur für sich privat das Aussprech-„Konsensprinzip“ umsetzen, sondern es auf die gesamte Bevölkerung ausdehnen. Der totalitäre Aspekt im „Konsensprinzip“ zeigt sich schon allein in der Benennung, denn er unterstellt, dass wenn der Mann nicht verbal um Erlaubnis bittet, kein Konsens vorliege. Und damit ist so gut wie jeder Sex zwischen Männlein und Weiblein eine Vergewaltigung, denn diese Praxis wird von so gut wie von niemanden ausgeübt, der Konsens wird von der überwältigende Mehrheit der Fälle nonverbal hergestellt.

Blick nach Schweden: Dort hat man nun das „Konsensprinzip“ verpflichtend vorgeschrieben. [Update: Der Artikel steht in der Kritik, hier die korrigiert Version in einer anderen Zeitung] Nun müssen selbst Ehepaare vor dem Sex ihren Partner um Erlaubnis fragen. Wenn das nicht geschieht gilt das allen Ernstes als Vergewaltigung. Begründet wird das u.a. damit:

Oft beschreiben [Frauen] auch, dass sie beim Akt zwar völlig gegenwärtig waren, aber psychisch „eingefroren“ und es ihnen deshalb nicht möglich war „nein“ zu sagen.

Hier liegt das Problem aber nicht beim „Täter“, sondern beim vermeintlichen Opfer. Es ist nicht ein Fehlverhalten des Mannes, welches verurteilt wird, sondern eine psychische Störung beim „Opfer“. Das ist ungefähr so, als würde bei einem Autounfall nicht der eigentlich Schuldige verurteilt, sondern der andere Beteiligte, weil der Verursacher eine Panikattacke hatte [Mehr dazu in den Kommentaren].

Und hier zeigt sich der Totalitarismus: Der Staat schreibt vor, wie man sich selbst im Schlafzimmer zu verhalten hat. Damit folgt Schweden internationalen Vorbildern wie z.B. Deutschland. Auch hier sind inzwischen Lappalien als „Vergewaltigung“ strafbar. Damit wird aus einem Verbrechen, das für Frauen angeblich „schlimmer als der Tod“ sei, eine Lachnummer. Eigentlich eine schallende Ohrfeige für jede Frau, die tatsächlich ver-gewalt-igt wurde. Bestraft werden damit nicht mehr tatsächlich unmoralische Taten wie Gewaltanwendung sondern es zählt allein das Empfinden der Frau.

Crumar zu „Feministische Erkenntnistheorie“ #4genderstudies

Ich bin faul, will aber unbedingt etwas zu #4genderstudies beisteuern, also mit freundlicher Genehmigung:

„Wie jetzt? Die einen sagen die Wissenschaft wäre auf keinen Fall politisch sondern rein an Erkenntnis interessiert. Die anderen sagen die Wissenschaft wäre zwangsläufig (!) politisch.“

Auf diese Steilvorlage diese hinreißende Antwort:

Einige erhellende Passagen aus „Feministische Erkenntnistheorie“:
„Die androzentrische Ideologie der zeitgenössischen Wissenschaft geht von der Faktizität und/oder Notwendigkeit einer Reihe von Dualismen aus – Kultur vs. Natur, rationaler Geist vs. prärationaler Körper und irrationale Gefühle und Werte, Objektivität vs. Subjektivität, das Öffentliche vs. das Private – , um dann den Männern und der Männlichkeit die erste, den Frauen und der Weiblichkeit die zweite Hälfte jeder Dichotomie zuzuweisen.“

Das ist 1. eine reine Unterstellung, die seit den Zeiten der FRÜHaufklärung nicht mehr stimmt und mit der sich Lieselotte Steinbrügge in „Das moralische Geschlecht“ eingehend auseinandergesetzt hat (wie man am Titel unschwer erkennen kann, war dies die Steilvorlage für einen anderen bekannten Titel.) 😉
Auf der Basis dieser Unterstellung kann man 2. die politische Einschätzung: „Schließlich ist die etablierte Wissenschaft aufs engste mit den Projekten eines staatlich-militärisch-industriellen Komplexes verwoben, der bürgerlich, rassistisch und von Männern beherrscht (ist).“ zu dem umwerfenden Schluss weiter entwickeln: „Eine sexistische Gesellschaft wird erwartungsgemäß eine sexistische Wissenschaft entwickeln; gleichermaßen wird eine feministische Gesellschaft eine feministische Wissenschaft entwickeln.“

Wir bemerken hier 3. eine säuberliche Zweiteilung (man könnte fast sagen, eine DUALISTISCHE Vorstellung) von Wissenschaft, nämlich eines „staatlich-militärisch-industriellen Komplexes“, der von bürgerlichen, rassistischen *Männern* beherrscht wird und selbstverständlich sexistische Wissenschaft produziert.
Auf der anderen Seite dieser DICHOTOMIE: *Frauen* (und andere Feministinnen).
Nun könnte man sich fragen, ob der GLEICHE Staat, der NEBEN dem „staatlich-militärisch-industriellen Komplex“ AUCH feministische Wissenschaft finanziert, ein schmutziges, männliches Konto hat und ein sauberes, weibliches aus dem diese Gelder stammen.
Aber das würde das „moralische Geschlecht“ bereits intellektuell überfordern.

4. Die Frage so gestellt: Ist nicht die real existierende *männliche Kritik* an „Staat“ und „militärisch-industriellem-Komplex“ der Beweis dafür, die simplifizierende Gegenüberstellung zwischen „sexistischer“ und „feministischer Wissenschaft“ und deren *geschlechtlich determinierende* *Personalisierung* muss zwangsläufig:

a. die „Notwendigkeit einer Reihe von Dualismen“ erschaffen, in denen Männer böse (bürgerlich, sexistisch, rassistisch) und Frauen gut (irgendwie das Gegenteil) sind, „um dann den Männern und der Männlichkeit die erste, den Frauen und der Weiblichkeit die zweite Hälfte jeder Dichotomie zuzuweisen.“?! Und zwar GEGEN jede empirische Evidenz.
Was dann b. darauf hinauslaufen würde, der Feminismus REPRODUZIERT, was er vorgeblich kritisiert und ist darin selber SEXISTISCH.

5. Weiter: „Die standpunktorientierten Erkenntnistheorien gründen eine spezifisch feministische Wissenschaft auf eine Theorie vergeschlechtlichter Aktivität und gesellschaftlicher Erfahrung. Sie geben Frauen (oder Feministinnen, je nach Ansatz) in epistemischer Hinsicht den Vorrang, erheben aber zugleich den Anspruch, die für das aufklärerisch-bürgerliche Weltbild und seine Wissenschaft charakteristischen Dichotomien zu überwinden.“

a. Die „vergeschlechtlichen Aktivitäten“ werden aber nicht wissenschaftlich in ihrem tatsächlichen gesellschaftlichen Zusammenhang (s. Konten) untersucht, sondern erfolgen auf der Basis einer POLITISCH-MORALISCHEN Kategorisierung, die dieser Untersuchung VORAUS geht.
Und „ein Urteil, das einer Person, einer Gruppe, einem Sachverhalt oder einer Situation vor einer gründlichen und umfassenden Untersuchung, Abklärung und Abwägung zuteil wird, ohne dass die zum Zeitpunkt der Beurteilung zur Verfügung stehenden Fakten verwendet werden.“, nennt man VORURTEIL.
Es ist unmöglich, wissenschaftliche Arbeit auf der BASIS von Vorurteilen durchzuführen, die andere Ergebnisse produziert, als sich in den eigenen Vorurteilen bestätigt zu sehen.

b. Einem Geschlecht den „Vorrang“ zu gewähren war der feministische Vorwurf an die „sexistische Wissenschaft“ – betrieben durch Männer, selbstverständlich – sie betrieben „androzentrische“ Forschung.
Diesen „Androzentrismus“ durch „Gynozentrismus“ ersetzen zu wollen, wird das „aufklärerisch-bürgerliche Weltbild“ einen Scheißdreck überwinden.
Weil es die für „seine Wissenschaft charakteristischen Dichotomien“ um eine lustige weitere Variante erweitert, nämlich eine *feministische*, genauer: eine bürgerlich-feministische.
In allen, wirklich ALLEN Aspekten gehört der Feminismus zur „Ideologie der zeitgenössischen Wissenschaft“.

Wenn oben also gesagt wird: „Dasselbe (gender studies und Feminismus) sind sie aber dennoch nicht. Man könnte sagen, es wären zwei Seiten derselben Medaille. Die Analytische und die Politische.“, dann ist das rotzfrech gelogen. Die Analyse der gender studies ist bereits durch Gynozentrismus und die politischen Vorurteile des Feminismus geprägt und das bestimmt seine „wissenschaftlichen“ Resultate.

Der Genderismus – in seiner derzeitigen Ausprägung – ist keine Wissenschaft (dazu hat Leszek großartig geschrieben) und seine feministische „Erkenntnistheorie“ steht jeder Forschung (über die Geschlechterverhältnisse) im Weg.

Quelle: http://arsfemina.de/feministische-wissenschaftstheorie/feministische-erkenntnistheorien-i

Ein Linker auf Abwegen

Artikel, in denen ich nicht mit der pseudolinken Position übereinstimme:

  1. Liebe Linke: Die sind nicht links (Islam)
  2. Homoehe (Für Homoehe, gegen Adoptionsrecht)
  3. Liebe Minderheiten: Ihr seid Minderheiten, kommt klar damit
  4. Abtreibung
  5. Über zensurwütige Pseudolinke
  6. Rassismusdetektor: „Du bist ein Rassist!“ – Über Kultur und Rassismus
  7. Weder rinks noch lechts sondern gerecht? Die Männerbewegung im Spiegel der Pseudolinken und deren Entfremdung von sich selbst
  8. Warum Maskulismus nicht rechts ist
  9. Die Feministin, der alte weiße Mann und der Moslem

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Ist Männlichkeit gewalttätig? Zwischen Schläger und Hengstin

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Wofür steht Männlichkeit?

Wenn man wissen will, wer in einer Gesellschaft benachteiligt ist, muss man sich nur ansehen, wer im Knast sitzt. Dort findet man überwiegend Arme im Gegensatz zu Reichen, Schwarze im Gegensatz zu Weißen, vor allem aber: Männer. Männer sind also krimineller als Frauen, wobei man aber berücksichtigen muss, dass struktureller Sexismus gegen Männer bei diesen eher Gefängnisstrafen speziell und höhere Strafen generell bewirkt.

Eine Feministin erklärte mir dazu, dass „tradierte Männlichkeit“ bei Schwarzen zu einer höheren (Gewalt-)Kriminalitätsrate führen würde. Damit kann die Sexistin gut leben, es stellt eine Abwertung von Männern dar, wie sie Mainstream ist und als „kritische Männerforschung“ an den Universitäten gelehrt wird. Dazu lässt sich einwenden: Zum Einen sind Frauen in Beziehungen genauso gewalttätig wie Männer, gegen Alte, Pflegebedürftige und Kinder üben sie sogar mehr Gewalt aus, was allein schon ausreicht um zu zeigen, dass Gewalt kein besonderes Merkmal von Männlichkeit ist, welches im besonderen Kontrast zu einer scheinbaren weiblichen Friedfertigkeit steht. Zum Anderen: Gewalttätige Männer sind eben nicht als Beispiele typischer oder gelungener Männlichkeit zu nehmen. Gewalttätige zeichnen sich eher durch Schwäche aus. Ein „starker Man“ – wie die schöne Redewendung ihn nennt – kann schwierige Situationen ohne Gewalt lösen. Und weiter: Der Mann, wenn wir uns den Durchschnitt ansehen, steht nicht für kriminelles oder gewalttätiges Verhalten. Ganz im Gegenteil: Er steht für Sorge und Schutz für Andere. Der Mann an sich ist kein Schläger sondern Ernährer seiner Familie, was kein Privileg ist, wie es von Feministinnen gedeutet wird, da Arbeit nicht Selbstverwirklichung bedeutet sondern Mühsal, Entbehrung und Leid – welches er für Andere, seine Familie, auf sich nimmt – und diese selbstverständliche und damit unsichtbare Bereitschaft ermöglicht vielen Frauen und Kindern ein gutes, bzw. besseres Leben. Als Dank werden Männer aber nur beschimpft.

Oder Schutz. Dazu eine kleine Anekdote: Zu meiner Jugendherberge führen zwei Wege. Eine gut ausgebaute und beleuchtete Straße und ein dunkler Schleichweg durch den Wald, auf dem man etwa 10 Minuten Fußmarsch einspart. Als ich die Kreuzung erreiche, wartet dort eine junge Frau auch mich, die ich flüchtig kenne, da wir in derselben Herberge einquartiert sind. Wir hatten schon ein paar Wörter gewechselt, mehr aber nicht. Dieses Mädchen erklärte, dass sie nun ebenfalls den Schleichweg nehmen würde – in meiner Begleitung. Allein, weil ich der Mann und sie die Frau war, ging sie davon aus, dass ich sie in einer Gefahrensituation beschützen würde. Und mit dieser Vermutung lag sie goldrichtig. Woher kam diese Vermutung? Sie kam daher, dass entgegen der feministischen Propaganda von der „toxischen Männlichkeit“ jeder und jede weiß, dass Männer Frauen beschützen. Das ist ein herausragendes Merkmal von Männlichkeit, welches Allgemeinwissen darstellt, aber nicht in den „Gender-Studies“, die etwa so wissenschaftlich sind wie die Rassenlehre, unterrichtet wird.

Der Männerrechtler Warre Farrell stellte hierzu die Frage, welche Entlohnung eigentlich für einen Bodyguard angemessen ist, der sein eigenes Leben riskiert, um das anderer zu retten. Er erzählte dazu auch eine Geschichte über einen tragischen Fall: Ein Mann kam nach Hause und hörte seine Frau um Hilfe rufen. Er stürmte in die Wohnung, stellte den Angreifer. Die Frau nutzte die Gelegenheit um zu fliehen. Der Mann starb. Ein Held, oder?

Männlichkeit hält die ganze Gesellschaft am Laufen. Der Umstand, dass Straßen und Häuser existieren, dass Wasser aus dem Wasserhahn kommt, Strom aus der Steckdose und dass Lebensmittel im Supermarkt stehen, all das geht auf männliches Schaffen und Wirken zurück.

Kommen wir damit zu obigen Punkt zurück, dass Männer für Frauen bzw. ihre Familien sorgen. Auch hierzu eine Anekdote: Ich bin mit einer jungen Frau unterwegs, wir kaufen uns ein Eis. Ich zahle und schimpfe wenig später über die exorbitant hohen Preise, bis mich mein Date darüber aufklärt, dass man mich ihr Eis hat mitzahlen lassen – ohne zu fragen. Auch hier: Männlichkeit bedeutet, für Frauen zu zahlen, zu sorgen. Auch das ist Allgemeinwissen über Männlichkeit, weshalb der Verkäufer mit seiner Annahme, der Mann würde seine Begleitung einladen, in den meisten Fällen richtig liegt. Es ließen sich weitere positive Merkmale von Männlichkeit anführen, wie beispielsweise erfinderische Kreativität – bitter für Feministinnen: Der Erfinder als Archetyp ist ein Mann.

Mit anderen Worten: Der Mann steht im Vergleich zur Frau ganz gut da. Und das ahnen Feministinnen, auch wenn sie es nicht wahrhaben wollen. Genau deswegen wollen sie doch, dass die Mädchen möglichst MINT studieren (Studiengänge, welche unter feministischen Einfluss aber komplett entwertet werden), damit sie etwas mehr stolz auf ihr Geschlecht sein können. Gutes Beispiel dafür eine Pauerfrau, die da sang: „Ich bin eine Hengstin!“ Eben! Der Hengst steht für Potenz, Freiheit, Kraft und wird geliebt – von kleinen Mädchen wie ausgewachsenen Frauen. Und ist männlich – ganz ohne, dass er für Gewalttätigkeit steht. Die Rockgöre identifiziert sich nicht mit der Stute, sie will sich die männlichen Merkmale, wie sie durch den Hengst repräsentiert werden, aneignen und drückt ihnen nachträglich ihre Weiblichkeit auf: „Hengst-in.“ Und da behaupte noch mal eine, es gäbe keinen Penisneid!

Liebe Linke: Die sind nicht links. (Meinungsänderung zum Islam)

Wer mich schon länger kennt, weiß, dass ich bislang zu 100% pro Islam war. Zu meinem Bekanntenkreis gehörten Muslime, die ich als umgängliche und sympathische Menschen erlebte und die ich weder in Kollektivhaft nehmen will noch denen ich Vorhaltungen mache für Verbrechen, die andere im Namen des Islam begehen. Ich kam gut mit ihnen aus, nur einer nervte, da er mich missionieren wollte, was ich aber ganz entspannt sah, da er es ja nur gut meinte und meine „Seele“ retten wollte.

Dann aber gab es eine Erfahrung, aus der heraus ich in einem längeren Prozess umgedacht habe. Zufällig kam das Gespräch mit einem Muslim auf das Thema Homosexualität. Da ich ihn für einen liberalen, aufgeklärten Menschen hielt, war ich ehrlich überrascht von seiner leidenschaftlichen, ja hasserfüllten Ablehnung schwuler Menschen. Ich war… irritiert.

Pew-Muslims-homophobia-2013Mit dieser Homophobie steht er als Muslim aber anscheinend nicht allein da, sondern scheint ein typischer Vertreter der islamischen Religion zu sein. In nicht wenigen Ländern, in denen der Islam herrscht, wird Homosexualität mit dem Tode bestraft:

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Dabei ist Homosexualität nur ein Feld, in welchen die Mehrheit der Muslime Ansichten pflegt, die nicht mit der westlichen, liberalen Kultur zu vereinbaren sind. Ähnlich intolerant verhält man sich gegenüber Frauen, Juden oder „Ungläubigen“.

Beispiele für diese Intoleranz lassen sich viele finden. Zum Beispiel muslimische Studenten, die Studentinnen dazu drängen, das Kopftuch zu tragen. Oder der Fall der „Sharia-Police„, mit welcher Muslime ihren Glauben anderen aufnötigen wollten. Oder der Wahnwitz, bei welchem die moderatesten Muslime überhaupt zur Schweigeminute der Terroropfer von Paris in donnernde Jubelrufe ausbrachen.

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Also: Die sind nicht links, deswegen sind sie nicht für Toleranz gegenüber Homosexuellen. Die sind nicht links, deswegen sind sie dafür, dass die Frau dem Mann zu gehorchen hat. Die sind nicht links, deswegen sind sie nicht für Religionsfreiheit, sondern für einen Gottesstaat mit der Scharia als Rechtsprechung.

Es ist bei den Linken bzw. im Feminismus ein seltsames Phänomen, dass eine derart intolerante Kultur akzeptiert und toleriert wird, wohingegen der weiße, heterosexuelle Mann als das Böse schlechthin gilt. Dass man zwar gerne weiße Männer aber nicht Muslime, die vergewaltigen, in Kollektivhaft nimmt, damit habe ich mich hier schon auseinandergesetzt. Als weiteres Beispiel ließe sich Köln-Silvester anführen, in welchem Muslime ihre ganze Verachtung für Frauen, die sich nicht dieser Religion unterwerfen, unter Beweis stellten. Und die feministische Reaktion darauf? Solidarität mit den betroffenen Frauen? Nö, warum auch: „Die einheimischen, weißen, deutschen Männer sind genauso schlimm! Auf jeden Oktoberfest geht es genauso zu!!!“.

Dass also Linke bzw. Feministen sich Pro-Islam positionieren, ist ein faszinierender Umstand, da ein intoleranter Islam gegen alles steht, was man als links oder feministisch betrachten kann. Das liegt daran, dass sie die Welt in zwei Gegensätze aufteilen. Hier das abgrundtief Böse, dort das Gute. Hier die weißen, alten Männer, dort die Anderen, also Frauen und (farbige) Ausländer, die unter dem Sexismus und Rassismus der weißen Männer zu leiden haben. Der Islam wird dabei als Teil der Anderen, der Ausländer betrachtet und steht somit auf der Seite des Guten.

Als Fallbeispiel, wohin eine unkontrollierte, islamische Einwanderung führt, kann Schweden betrachtet werden (bislang berichten überwiegend rechte Medien). Vor dem Hintergrund ist eine vernünftigen Flüchtlingspolitik zu forcieren. Die Aufnahme von Flüchtlingen sollte in den Nachbarstaaten der Herkunftsländer zu erfolgen. Diese Länder sind mit großzügigen Zahlungen zu unterstützen:

Zwar fordern Betts und Collier, dass im Fall einer Notlage alle Staaten als Zeichen der Solidarität einige Flüchtlinge aufnehmen. Darüber hinaus sei es in der Regel jedoch sinnvoll, Menschen in Nachbarstaaten, mit denen sie eine Sprache und Kultur teilen, unterzubringen. Die Integration sei einfacher, die Versorgung günstiger, und zudem kehrten Flüchtlinge vor dort aus nach einem Ende der Krise eher in ihre Heimat zurück. Das entlasse andere Staaten aber keineswegs aus ihrer Verantwortung, die Zufluchtsländer massiv mit Ideen und Geld zu unterstützen

Trotz allem sollte man nicht den Fehler machen, den Islam grundsätzlich abzulehnen, denn damit spielt man den Islamisten zu, die eine Radikalisierung der Muslime im Westen wünschen. Ein liberaler Islam mit Frauen als Imame und Toleranz gegenüber Homosexuellen, „Ungläubigen“ und anderen ist zu fördern. Jeder darf seinen Glauben leben, solange er ihn als seine Privatsache betrachtet. Leider sieht es nicht so aus, als werde das begrüßt.

[Nachtrag] Schweden: Radikale Muslime verjagen Links-Feministinnen

Männerhass und Holocaust

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Auch bei dem von Deutschland begangenen Völkermord, dem Holocaust an den Juden im Dritten Reich, lässt sich feststellen, dass die Hemmschwelle zur Gewalt gegenüber männlichen Opfern deutlich niedriger liegt. »Die Offiziere der Einsatzgruppen«, stellte beispielsweise der Holocaustforscher Daniel Jonah Goldhagen fest, »konnten ihre Leute an ihre neue Aufgabe als Ausführende eines Völkermordes gewöhnen, indem sie das Töten schrittweise eskalieren ließen. Dadurch dass man sie zuerst vor allem jüdische Männer im Teenager- und Erwachsenenalter erschießen ließ, waren sie schließlich in der Lage, sich auch an Massenhinrichtungen von Frauen, jungen Kindern und gebrechlichen Alten zu gewöhnen.« Was die Ermordungen von Juden während der ersten Wochen des Unternehmens Barbarossa anging, den Angriff der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion, gelangt der Historiker Professor Christopher Browning zu einer ähnlichen Einschätzung. (Arne Hoffmann – „Plädoyer für eine linke Männerpolitik“ – Seite 184)

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Liebe Minderheiten: Ihr seid Minderheiten, kommt klar damit.

Lange her: Ich in der Jugendherberge. Ich fange ein lockeres Small-Talk-Gespräch mit meinem Zimmergenossen an. Wir reden über dies und über das, dann frage ich ihn:

„Hast Du eine Freundin?“

Darauf er:

„Nein, aber ich bin in einer festen Beziehung.“

Es dauert ein paar Sekunden, dann endlich fällt der Groschen: Mein Zimmergenosse ist schwul.

Dass es ein paar Sekunden gedauert hat, ist darauf zurückzuführen, dass Homosexualität nicht die Norm in der Gesellschaft darstellt. 95% der Bevölkerung sind heterosexuell. Ich – wie die Meisten auch – habe nicht das Bewusstsein dafür, dass beliebige Menschen, die ich treffe, homosexuell sein könnten. Jetzt gibt es ein paar Zeitgenossen, für die das ein Problem ist. Allein deswegen, dass ich bei jeder Begegnung zum Beispiel mit einem Mann, nicht sofort denke: „Der könnte auch schwul sein“ wird mir von Minderheiten-Hysterikern unterstellt, ich sei homophob, also schwulen- und lesbenfeindlich.

Dazu gibt es den Fachausdruck „Heteronormativität“. Den Minderheiten-Hysterikern (womit nicht Angehörige einer Minderheit gemeint sind!) zufolge machen wir uns alle des Verbrechens schuldig, „Heteronormativität zu reproduzieren“. Indem wir das, was nicht der Norm entspricht, nicht ständig mitdenken und sprachlich mitnennen, reproduzieren wir diese Norm.

Unterstellt wird, dass die beiden Geschlechter (oder welche Phänomene auch immer) erst dadurch entstehen, weil wir über sie sprechen. Wenn eines schönen Tages das Projekt „Gender-Trouble“ (Geschlechter-Ärger, wie z.B. die „Zerstörung von Identität„) abgeschlossen ist, dann werden die ganzen Pseudogeschlechter von allen als genauso selbstverständlich wahrgenommen, ständig mitgedacht werden, und auch genauso „normal“ auftreten, wie es bei den beiden Heterogeschlechtern, wie wir sie kennen, heute schon der Fall ist. Homosexualität wird dann genauso normal sein wie Heterosexualität.

Das ist natürlich Humbug. Die beiden Geschlechter entstehen nicht, weil wir über sie reden, sondern wir reden über die beiden Geschlechter, weil sie tatsächlich existieren. Und auch eine trans- und intersexuelle Lesbe oder ein schwules Mädchen geht auf genau zwei Keimzellen zurück: Einem Spermium und einer Eizelle. Zwei. Und ein Vertreter irgendeines beliebigen Phantasiegeschlechts kann keine dritte Variante einer Keimzelle beisteuern.

„Heteronormativität“ oder umgekehrt „Marginalisierung“ sind keine – wie es die Begriffe unterstellen – aktive und vor allem auch keine böswillige Prozesse, sondern schlicht die Folge dessen, dass bestimmte Dinge häufiger auftreten als andere, also normal sind; und wir deswegen diese alltäglichen Erfahrungen als Muster lernen und auf neue Phänomene anwenden, wie z.B. Menschen, die wir neu kennenlernen, wie ich den Schwulen oben. Nur weil wir damit manchmal falsch liegen ist das kein Grund, diesen Mechanismus anzuklagen, denn wenn wir ständig alles neu lernen müssten, keine Erfahrungen pauschalisieren dürften, wir wären gänzlich unfähig durchs Leben zu kommen.

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Nur, weil wir nicht bei jedem Menschen mitdenken, dass unser Gegenüber vielleicht kein Mensch ist, sondern nur das Menschenkostüm eines Aliens, macht uns das nicht alienphob.

Ähnlich steht es mit Rassismus, obwohl hier der Unterschied in der Hautfarbe einem sofort ins Auge springt, anders als Homosexualität nicht „unsichtbar“ ist. Hierzu durfte ich jüngst eine „schwarze“ (ist das das richtige Wort?) Aktivistin vernehmen, die „Rassismus sichtbar“ machen will.

Ihr Problem ist also nicht:

  1. Dass sie regelmäßig als „Affe“ beschimpft wird.
  2. Dass man ihr nahelegt, Deutschland zu verlassen.
  3. Dass es gar nicht bei verbalen Übergriffen bleibt, sondern sie regelmäßig zusammengeschlagen wird.

Ihr Problem war also kein Rassismus, der einen buchstäblich in die Fresse springt und schlägt (ich selbst habe mal meine körperliche Unversehrtheit riskiert, als ich einen schwarzen Mitbürger vor den zum Glück allein verbalen Übergriffen eines Skinheads verteidigt habe – Hach, was bin ich ein guter, edler Mensch!),  sondern ihr Problem war „unsichtbarer Rassismus“ – man ist rassistisch, ohne das man es weiß.

Sie stellte klar, dass man im Gespräch sich selbst in Frage stellen sollte. Dass man, darauf hingewiesen, in Betracht ziehen sollte, dass man ein Rassist sei, und dies auch eingestehen solle.

Hierzu ein anderes Beispiel: Eine „Schwarze“ (ich trau mich kaum, das Wort zu gebrauchen), die ihr Schlagfertigkeit unter Beweis stellte, indem sie erklärte, wie sie darauf reagiere, wenn man sie nach ihren „Wurzeln“ frage, nämlich so:

„Ich bin kein Baum.“

Gut, jetzt kann ich nachvollziehen, dass man sich vielleicht genervt fühlt, wenn man regelmäßig mit solchen Fragen konfrontiert wird. Es ist aber nicht in Ordnung, diejenigen Fragesteller als Rassisten zu verunglimpfen. Die junge Frau war hier geboren und hier sozialisiert, also waren ihre Wurzeln in Deutschland. Darauf hätte sie hinweisen können, und – wenn sie einen guten Tag hat – vielleicht noch, dass ihre Großeltern aus dem Kongo stammen.

Denn hier sind wir an dem Punkt, indem Anti-Rassismus in Leugnen umschlägt. Man soll leugnen, dass man eine andere Hautfarbe wahrgenommen hat, und dass man daraus bestimmte Schlussfolgerungen zog, die einen zu bestimmten Fragen „verleiten“. Denn es ist nunmal Fakt, dass wenn man eine dunkle Hautfarbe hat, die eigenen Ahnen nicht aus diesen Breitengraden stammen – zumindest in jüngerer Zeit. Man würde mir wohl auch keinen Rassismus unterstellen, wenn ich einen Weißen in Nigeria fragen würde, wo seine Wurzeln sind. Man soll die „Definitionsmacht“ der Schwarzen akzeptieren, also das Urteil man sei Rassist. Diese Schwarzen brauchen einen nach diesem Prinzip auch gar nicht erklären, warum man ein Rassist sein soll, man hat das Urteil genauso wie bei der feministischen Definitionsmacht zu akzeptieren. Man hat nicht das Recht, sich zu verteidigen, was sehr bequem ist für die Ankläger. Denn wenn mir die beispielhaft genannte Person mir erklären müsste, warum ich ein Rassist sei bei der Frage nach ihrer Herkunft, könnte sich herausstellen, dass nicht ich der Rassist sei, sondern sie vielmehr einen an der Waffel hat, mich dazu aufzuforden, solche Unterschiede nicht mehr wahrzunehmen.

Man ist ein Rassist, und wer sich gegen solche Anschuldigungen wehrt, ist erst recht einer. Da werden ganze Initiativen gegründet, um „unsichtbaren“ Rassismus „sichtbar“ zu machen. Sich selbst zu bezichtigen und seinen Rassismus aufzuarbeiten, ist dabei ein „lebenslanger Prozess“, wie uns ein orwellscher Queraktivist aufdrückt:

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Diejenigen, die das mit sich machen lassen, sind nun wirklich nicht das Problem.

Das kann nur nach hinten losgehen, denn um sowas breit durchzusetzen, ist nicht weniger als eine totalitäres System notwendig. Das fällt dann auf die Minderheiten zurück, wenn man anfängt, sich gegen solche hypersensiblen Hysteriker zu wehren, es werden Rassismus und andere -ismen erst recht gezüchtet. Wenn man die Menschen mit Strafandrohungen zwingt, ihre gender-selbst-gerechten Pronomen für ihre Phantasiegeschlechter zu verwenden, dann schürt das Aggressionen – genauso wie jemanden zu unterstellen, er sei ein Rassist. Daher mein Appell an Minderheiten: Meidet die, die euch feindlich gesinnt sind und seid wohlwollend, wo man euch freundlich gesinnt ist, auch wenn man vielleicht mal vor den Kopf gestoßen wird (das heißt nicht, dass man nicht um Gleichberechtigung kämpfen kann, wo es angebracht ist, wie z.B. die Homoehe). Ihr seid was Besonderes und nicht die Norm, weshalb man auf euch nicht normal reagieren wird. Kommt klar damit, dass ihr Minderheiten seid, und macht das beste draus.

Der Schwule von oben übrigens: Wir haben uns angefreundet und eine schöne Zeit zusammen erlebt, was wohl auch daran lag, dass er mir keinen Strick daraus gedreht hat, dass ich ihn nicht gender-neutral gefragt habe: „Hast Du eine Freundin* oder einen Freund*?“

Nachtrag: Zu so gut wie jeder Regel gibt es Ausnahmen. Nicht normal zu sein ist also voll normal.