Liebe Linke: Die sind nicht links. (Meinungsänderung zum Islam)

Wer mich schon länger kennt, weiß, dass ich bislang zu 100% pro Islam war. Zu meinem Bekanntenkreis gehörten Muslime, die ich als umgängliche und sympathische Menschen erlebte und die ich weder in Kollektivhaft nehmen will noch denen ich Vorhaltungen mache für Verbrechen, die andere im Namen des Islam begehen. Ich kam gut mit ihnen aus, nur einer nervte, da er mich missionieren wollte, was ich aber ganz entspannt sah, da er es ja nur gut meinte und meine „Seele“ retten wollte.

Dann aber gab es eine Erfahrung, aus der heraus ich in einem längeren Prozess umgedacht habe. Zufällig kam das Gespräch mit einem Muslim auf das Thema Homosexualität. Da ich ihn für einen liberalen, aufgeklärten Menschen hielt, war ich ehrlich überrascht von seiner leidenschaftlichen, ja hasserfüllten Ablehnung schwuler Menschen. Ich war… irritiert.

Pew-Muslims-homophobia-2013Mit dieser Homophobie steht er als Muslim aber nicht allein da, sondern scheint ein typischer Vertreter der islamischen Religion zu sein. In nicht wenigen Ländern, in denen der Islam herrscht, wird Homosexualität mit dem Tode bestraft:

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Dabei ist Homosexualität nur ein Feld, in welchen die Mehrheit der Muslime Ansichten pflegt, die nicht mit der westlichen, liberalen Kultur zu vereinbaren sind. Ähnlich intolerant verhält man sich gegenüber Frauen, Juden oder „Ungläubigen“.

Beispiele für diese Intoleranz lassen sich viele finden. Zum Beispiel muslimische Studenten, die Studentinnen dazu drängen, das Kopftuch zu tragen. Oder der Fall der „Sharia-Police„, mit welcher Muslime ihren Glauben anderen aufnötigen wollten. Oder der Wahnwitz, bei welchem die moderatesten Muslime überhaupt zur Schweigeminute der Terroropfer von Paris in donnernde Jubelrufe ausbrachen.

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Also: Die sind nicht links, deswegen sind sie nicht für Toleranz gegenüber Homosexuellen. Die sind nicht links, deswegen sind sie dafür, dass die Frau dem Mann zu gehorchen hat. Die sind nicht links, deswegen sind sie nicht für Religionsfreiheit, sondern für einen Gottesstaat mit der Scharia als Rechtsprechung.

Es ist bei den Linken bzw. im Feminismus ein seltsames Phänomen, dass eine derart intolerante Kultur akzeptiert und toleriert wird, wohingegen der weiße, heterosexuelle Mann als das Böse schlechthin gilt. Dass man zwar gerne weiße Männer aber nicht Muslime, die vergewaltigen, in Kollektivhaft nimmt, damit habe ich mich hier schon auseinandergesetzt. Als weiteres Beispiel ließe sich Köln-Silvester anführen, in welchem Muslime ihre ganze Verachtung für Frauen, die sich nicht dieser Religion unterwerfen, unter Beweis stellten. Und die feministische Reaktion darauf? Solidarität mit den betroffenen Frauen? Nö, warum auch: „Die einheimischen, weißen, deutschen Männer sind genauso schlimm! Auf jeden Oktoberfest geht es genauso zu!!!“.

Dass also Linke bzw. Feministen sich Pro-Islam positionieren, ist ein faszinierender Umstand, da ein intoleranter Islam gegen alles steht, was man als links oder feministisch betrachten kann. Das liegt daran, dass sie die Welt in zwei Gegensätze aufteilen. Hier das abgrundtief Böse, dort das Gute. Hier die weißen, alten Männer, dort die Anderen, also Frauen und (farbige) Ausländer, die unter dem Sexismus und Rassismus der weißen Männer zu leiden haben. Der Islam wird dabei als Teil der Anderen, der Ausländer betrachtet und steht somit auf der Seite des Guten.

Als Fallbeispiel, wohin eine unkontrollierte, islamische Einwanderung führt, kann Schweden betrachtet werden (bislang berichten überwiegend rechte Medien). Vor dem Hintergrund ist eine vernünftigen Flüchtlingspolitik zu forcieren. Die Aufnahme von Flüchtlingen sollte in den Nachbarstaaten der Herkunftsländer zu erfolgen. Diese Länder sind mit großzügigen Zahlungen zu unterstützen:

Zwar fordern Betts und Collier, dass im Fall einer Notlage alle Staaten als Zeichen der Solidarität einige Flüchtlinge aufnehmen. Darüber hinaus sei es in der Regel jedoch sinnvoll, Menschen in Nachbarstaaten, mit denen sie eine Sprache und Kultur teilen, unterzubringen. Die Integration sei einfacher, die Versorgung günstiger, und zudem kehrten Flüchtlinge vor dort aus nach einem Ende der Krise eher in ihre Heimat zurück. Das entlasse andere Staaten aber keineswegs aus ihrer Verantwortung, die Zufluchtsländer massiv mit Ideen und Geld zu unterstützen

Trotz allem sollte man nicht den Fehler machen, den Islam grundsätzlich abzulehnen, denn damit spielt man den Islamisten zu, die eine Radikalisierung der Muslime im Westen wünschen. Ein liberaler Islam mit Frauen als Imame und Toleranz gegenüber Homosexuellen, „Ungläubigen“ und anderen ist zu fördern. Jeder darf seinen Glauben leben, solange er ihn als seine Privatsache betrachtet. Leider sieht es nicht so aus, als werde das begrüßt.

[Nachtrag] Schweden: Radikale Muslime verjagen Links-Feministinnen

18 Gedanken zu „Liebe Linke: Die sind nicht links. (Meinungsänderung zum Islam)

  1. Adrian

    Es gibt keinerlei Grundlage, auf die sich ein liberaler Islam stützen könnte. Dass Moslems reaktionäre Ansichten haben, ist ja kein Zufall. Es ist Teil der Religion.

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Liberale Muslime, die mit ihrem Glauben so wenig aufdränglich sind wie der durchschnittliche Christ, gibt es aber, sie sind nur eine Minderheit. Dieser Minderheit sollte man die Chance geben, sich zu entfalten.

      Antwort
      1. Amateur

        Im Umfeld der Minderheit wird der Islam sich entfalten und die „Minderheit“ schnell radikalisieren.
        Das gehört zum Konzept und ist der Grund, weshalb die auch liebend gerne Muslime in Kauf nehmen als Terroropfer.

        Zum Beispiel auf Musikveranstaltungen.

        Ob Manchester jetzt, ein halbes Jahr später, wohl mehr oder weniger verschleierte Frauen im Stadtbild hat?

        Was mich erstaunt, am meiner Meinung nach Fabelwesen liberaler Muslim, wieso überlassen die uns bitte die Aufgabe ihre Religion zu reformieren?

        Antwort
  2. quellwerk

    Hier meine Polemik hinsichtlich des idealtypischen Motivs des Feminismus, den WHM zu bekämpfen, aber nicht den sexistischen Immigranten.

    Ich interpretiere die Rationalisierung, Feminismus bekämpfe den WHM, aber nicht den Islam, weil Antidiskriminierung eine höhere Priorität habe, als Antisexismus, wie folgt:

    Feminismus ist widersprüchlich. Er bekämpft den WHM, weil dieser zur ökonomischen Absicherung der Frau nur noch als Kollektiv relevant sein soll, nicht mehr als Ehepartner. Durch die Wegnahme des männlichen ökonomischen Beitrags für eine konkrete Frau, wirkt der WHM auf Frauen biologisch schwach: nur ein schwacher Mann lässt dies mit sich machen. Aus einem weiblichen unbewussten Gen-Optimierungstrieb führt dies beim Feminismus (der den Prototyp einer Frau darstellt) zur Bekämpfung des WHM inkl. Ausrotttungsphantasien. Würde der WHM sich behaupten und nicht zum Cuckold werden, stürbe der Feminismus.

    Der sexistische Immigrant muss die ökonomische Absicherung der Frau nicht mehr besorgen, weil dies vom deutschen Cuckold-Kollektiv erledigt wird. Der fehlende ökonomische Beitrag, der beim WHM zu Ausrottungsphantasien führt, wirkt beim Immigranten sexy, weil er, wie der Feminismus, den WHM als ressourcenproduzierenden Cuckold verwendet. Sein sexistisches Weltbild verrät dem Feminismus, dass er sich nicht zum Cuckold machen lässt, um Frauen ökonomische Ressourcen zu besorgen, sondern sich paart, um sich zu reproduzieren – je rücksichtsloser, umso besser.

    Dies ist der Grund, warum junge Frauen männliche Immigranten willkommen heissen. Wenn ein WHM männliche Immigranten begrüßt, könnte dies aus homophilen Neigungen geschehen oder mit einem vollkommenen Cuckoldstatus, sowie der Weisse Ritter Haltung (die Paarungschancen ermöglicht), als mit einfacher Dummheit, die in linken Kreisen hin und wieder anzutreffen ist, erklärt werden.

    Antwort
    1. Adrian

      Viel einfacher: Feministen sind Linke. Linke hassen die westliche, kapitalistische, liberale Gesellschaft. Gesellschaft. Moslems hassen die westliche, kapitalistische, liberale Gesellschaft. Ergo mögen Linke Moslems.

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  3. Lotosritter

    Hintergrund dürfte der grundsätzliche Antisemitismus der Linken sein, der eine israelische Aggressivität gegenüber islamischen Ländern wahrnimmt und hierüber die Opferrollen verteilt. Islam = Opfer. – Wir erleben das gerade aktuell wieder, nach Trumps Beschluss zu Jerusalem. –
    Und dann stehen die Leute noch unter Welpenschutz, es ist ja noch eine sehr junge Religion, und sie sind ja gerade erst aus der Wüste in die Zivilisation getreten. Und überhaupt, seit JWGs fernöstlichem Diwan wird der Islam vom Bildungsbürger mystifiziert. Und links ist da, wo das Gefühl ist, also links wo das Herz sitzt. Somit ist es Serail-, Sufi und 1001-Nacht-Romantik, die die Täter ins linke Herz einschließt. Dagegen bleibt jedes Argument spröde

    Antwort
    1. crumar

      1. „Hintergrund dürfte der grundsätzliche Antisemitismus der Linken sein“
      Wodurch belegst du den?
      Welche Statistiken ziehst du für diese Behauptung heran?
      PKS schon mal durchgesehen?
      Da steht nämlich – politisch gesehen – das genaue Gegenteil.

      2. „Islam = Opfer. – Wir erleben das gerade aktuell wieder, nach Trumps Beschluss zu Jerusalem.“
      Das bezieht sich in den Folgen auf die Palästinenser, nicht auf „den Islam“ und die PLO ist mehrheitlich säkular – was genau hat das mit Religion zu tun?

      Es ist im Gegenteil die Rechte, die diesen politischen Konflikt zu einem religiösen macht.
      Trumps idiotischer Beschluss ist der Kniefall vor den US-Evangelikalen sowie Institutionen wie AIPAC und die sind in Sachen Durchgeknalltheit schwer zu toppen.

      3. „Und links ist da, wo das Gefühl ist, also links wo das Herz sitzt.“
      Ehrlich?
      Wie schaffen es a. die Pseudo-Linken dann, jedem weißen, heterosexuellen Mann oder Jungen jedwede Empathie zu verweigern?
      Scheint mir b. getrieben zu sein von einer „Theorie“, die kontrafaktisch zur Empirie jeden solchen Mann oder Jungen in einer Täterrolle wähnt und ihn unter Generalverdacht stellt.

      Was genau die Vorgehensweise ist, die du unter 1. betreibst.

      Antwort
      1. Lotosritter

        zu 1. Karl Marx vertrat bereits antisemitische Positionen. Seine Abneigung zu kapitalistischen Juden, prägt auch die Vorstellung der Linken insgesamt, wir finden sie als Konnotation in Begriffen wie die Wallstreet oder das Finanzkapital wieder. Die RAF kooperierte mit Palästinensern und anderen antisemitischen Gruppierungen. Mitglieder der RAF selektierten bei Geiselnahmen Juden von anderen Geiseln. Selektierte jüdische Geiseln wurden ermordet.

        zu 2. Die Proteste gegen Trumps Beschluss kommen aus vielen islamischen Ländern und wurden beim Freitagsgebet eingefordert. Die Proteste in Europa sind zweifelsfrei antisemitisch.

        zu 3. Auch Empathielosigkeit ist ein Gefühl, man nennt es kaltherzig.

        Antwort
  4. Lotosritter

    Dann muss man dafür sorgen, dass auch die anderen Moslems ihre Liberalität von „woanders her“ bekommen.“ Die Quote hierfür steht 2 Milliarden zu einer Million also 2000:1.

    Antwort
  5. Wolf-Dieter

    Lieber yx, manchmal verstehe ich dich nicht:

    „Trotz allem sollte man nicht den Fehler machen, den Islam grundsätzlich abzulehnen“

    Gerade notierst du das, was andere (etwa ich) als „Parallelgesellschaft“ bezeichnen, dann verweigerst du dich gegen eine rigorose Ablehnung.

    Herr im Himmel, wie werden die Burschen derart intolerant? Selbstverständlich durch den Islam, den sie mit der Muttermilch eingesogen haben, in ihrer Erziehung,Tag für Tag zeitlebens ihrer Kindheit und Jugend und dieses fortsetzend als Erwachsene.

    Wie kommst du auf das schmale Brett, die würden – ähnlich den Christen – eine moderate, säkulare Haltung einnehmen? Der Islam hat niemals die Gesundschrumpfkur wie das Christentum mitgemacht im Jahre 1789 (gelobt sei der Herr)!

    Der Koran enthält ein Verbot, ihn auch nur zu übersetzen, geschweige denn die Möglichkeit von jedweder Interpretation abseits seines militaristischen Kerns.

    Nein. Der Islam an sich ist rundherum abzulehnen.

    Also, wenn dir jemand irgendwas von Allah erzählt, erzähl ihm in seriösem Ton: Moslem, du bist als Gast gern gesehen, so lange du dich benimmst. Unser Land, unsere Gesetze. Halt dich dran und wir trinken gern ein Bier zusammen. Halt dich nicht dran, und ich fahr dich gern nach Frankfurt zum Flug ins Land deiner Wahl.

    Antwort
  6. Jochen

    1. Der Feminismus ist nicht links. Es gibt Pseudolinke oder regressive Linke die sich zum Feminismus bekennen, deren Motive sind aber eher Konformismus.
    2. Religion – Islam, Christentum, whatever ist Betrug. Es gibt keinen Allah. Sogenannter ‚liberaler‘ Islam ist ein Widerspruch in sich. Linke im marxistischen Sinne lehnen Religion in jeder Form ab

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Zu 1.: Korrekt. Linkes Denken positioniert sich gegen Rassismus, Sexismus und sonstige Diskriminierung. Feminismus erniedrigt, bekämpft und benachteiligt Jungen, Männer und Väter aufgrund ihres Geschlecht und ist somit sexistisch; dort, wo sich der Hass gegen weiße Männer richtet ist er zudem rassistisch. Und nein, Sexismus gegen Männer ist nicht harmlos.

      Antwort
  7. Pingback: Ein Linker auf Abwegen | uepsilonniks

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