Wo Männer aus feministischer Sicht benachteiligt sind und die Verweiblichung des Mannes

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Ein Junge, der Feministinnen gefällt. Nur: Meinen sie es gut mit ihm?

Wenn man Feministinnen mit männlichen Nachteilen wie Obdachlosigkeit konfrontiert, ist die Reaktion auf Zustände, die auf weiblicher Seite ein Anlass für einen weiteren #aufschrei und eine nationale Debatte wäre, Ausflüchte, wie z.B. dass Männer selbst schuld daran seien oder dass das „Patriarchat“ eben auch Männern schaden würde, weshalb man nicht männlichen Obdachlosen helfen sollte sondern noch mehr Frauenförderung angesagt sei.

Aber halt: Bleiben wir fair. Feministinnen sind ehrlich empört über männerfeindlichen Sexismus. Dass zum Beispiel Männer nicht rosa Kleidchen tragen können, ohne dass man ihre Männlichkeit in Frage stellt, ist ein Anlass für Femininistinnen, sich über diese fiese strukturelle Benachteiligung zu empören!

Woran liegt das? Warum interessieren sie sich einen Scheiß für Männer, die unter der Brücke krepieren, sind aber echt leidenschaftlich dabei, wenn Jungen, die von feministisch inspirierten Müttern in Mädchenkleidern zur Schule geschickt werden, dort gehänselt werden? Die Antwort liegt auf der Hand: Feministinnen lieben schwache Männer, sie lieben verweiblichte Männer.

Und zwar genauso, wie sie umgekehrt die empauerte Frau, die Pauerfrau, lieben. Das liegt daran, dass entgegen der täglichen Propaganda der Mann kein Täter ist, sondern ein Held. Der feministische Hass gegen Männer resultiert nicht daraus,  dass der Mann so ein Widerling ist, sondern im Vergleich zur Frau ganz gut dasteht. Feministinnen sind verhinderte Geschlechterpatriotinnen: Sie wären so gerne so stolz auf ihr Geschlecht, das Problem ist nur, dass es neben dem Weltenerbauer Mann verblasst. Dadurch lässt sich das scheinbare Paradoxon erklären, wonach Feministinnen alles typisch männlicher verteufeln, aber gerade diese typisch männlichen Eigenschaften bei Frauen heranzüchten wollen. Männer sind Naturwissenschaftler, also sollen die Mädchen MINT-Fächer studieren. Männer werden als Soldaten missbraucht, also klagen Feministinnen das Recht auf Dienst an der Waffe ein. Und das, was bei Männern als Gewaltausübung verurteilt wird, gilt bei Frauen als emanzipierte Stärke und Durchsetzungskraft. Was Feministen bei Männern hassen, lieben sie bei Frauen und was sie bei Frauen hassen, lieben sie bei Männern.

Aus der Unfähigkeit, es dem Mann gleich zu tun, resultiert Hass. Deswegen soll der Mann dekonstruiert werden, soll zerlegt und vernichtet werden, soll weibliche Eigenschaften übernehmen – die insgeheim von Feministinnen verachtet werden: Pink stinks. Feministinnen wollen auf Männer herabblicken können.

Und damit zurück zur Ausgangsfrage: Nein, Feministinnen meinen es nicht gut mit dem Jungen, der Rosa trägt. Sie handeln nicht in seinem Interesse, sie verfolgen ihre eigene, selbstsüchtige Politik der Zerstörung von Männlichkeit. Und hier fangen sie bei Kindern an, bei denjenigen also, die sich am schlechtesten wehren können.

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14 Gedanken zu „Wo Männer aus feministischer Sicht benachteiligt sind und die Verweiblichung des Mannes

  1. Pingback: Wo Männer aus feministischer Sicht benachteiligt sind und die Verweiblichung des Mannes — uepsilonniks – RealitätVerschwörunG

  2. Fiete

    Ah, der Kommentarkontrollator ist wieder im Dienst!
    In Kombi mit dem Wiedereinstiegsartikel ein guter Start in das Jahr 18 des aktuellen Jahrtausends.
    Und ja, der Terminus „Ermächtigung“ wird schon historisch viel zu unkritisch betrachtet ….

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        1. Fiete

          „Ah, damit nimmst Du mir die Arbeit ab, Danke dafür! Ich mach dann einen eigenen Artikel draus.“
          Womit Du mir wiederum etwas Arbeit abnimmst .. ;-)

  3. djadmoros

    Das ist wirklich ein sehr interessanter Gedanke, sozusagen die Ressentiment-These zum Feminismus. Nietzsche (via Wikipedia): »Einen Rachegedanken haben und ihn ausführen, heißt einen heftigen Fieberanfall bekommen, der aber vorübergeht: einen Rachegedanken aber haben, ohne Kraft und Mut ihn auszuführen, heißt […] eine Vergiftung an Leib und Seele mit sich herumtragen.«

    »Der feministische Hass gegen Männer resultiert nicht daraus, dass der Mann so ein Widerling ist, sondern im Vergleich zur Frau ganz gut dasteht. Feministinnen sind verhinderte Geschlechterpatriotinnen: Sie wären so gerne so stolz auf ihr Geschlecht, das Problem ist nur, dass es neben dem Weltenerbauer Mann verblasst.«

    Ich glaube, damit kann man psychodynamisch tatsächlich eine Menge erklären. Wobei ich das an eine historische Randbedingung knüpfen würde: Voraussetzung ist, dass die Heldengeschichten, die Männer über sich selbst erzählen, bereits beschädigt sind, also mit dem Aufkommen einer generellen Zivilisationskritik nach den beiden Weltkriegen. Denn die frühere bürgerliche (und die sozialistische) Frauenbewegung hat sich im Wesentlichen noch in die jeweilige Zivilisationserzählung eingefügt. Nicht mehr die neue (»zweite«) Frauenbewegung, die den radikalen Versuch darstellt, Frauen insgesamt gegen diese »männliche« Zivilisation aufzustellen. Dazu müssen sie radikal verdrängen, in welchem Maße sie selbst auf diesen Voraussetzungen stehen. Und für eine solche Verdrängungsleistung bietet sich das entsprechende Ressentiment an.

    Antwort
  4. Matze

    Dieser Artikel passt da ganz gut zu. Es geht um Pink und darum das es Feministinnen waren die Pink erst zu einer Mädchenfarbe gemacht haben:

    For example, a June 1918 article from the trade publication Earnshaw’s Infants’ Department said, “The generally accepted rule is pink for the boys, and blue for the girls. The reason is that pink, being a more decided and stronger color, is more suitable for the boy, while blue, which is more delicate and dainty, is prettier for the girl.” Other sources said blue was flattering for blonds, pink for brunettes; or blue was for blue-eyed babies, pink for brown-eyed babies, according to Paoletti.

    In 1927, Time magazine printed a chart showing sex-appropriate colors for girls and boys according to leading U.S. stores. In Boston, Filene’s told parents to dress boys in pink. So did Best & Co. in New York City, Halle’s in Cleveland and Marshall Field in Chicago.

    [..]

    When the women’s liberation movement arrived in the mid-1960s, with its anti-feminine, anti-fashion message, the unisex look became the rage—but completely reversed from the time of young Franklin Roosevelt. Now young girls were dressing in masculine—or at least unfeminine—styles, devoid of gender hints. Paoletti found that in the 1970s, the Sears, Roebuck catalog pictured no pink toddler clothing for two years.

    “One of the ways [feminists] thought that girls were kind of lured into subservient roles as women is through clothing,” says Paoletti. “ ‘If we dress our girls more like boys and less like frilly little girls . . . they are going to have more options and feel freer to be active.’ ”

    https://www.smithsonianmag.com/arts-culture/when-did-girls-start-wearing-pink-1370097/?no-ist

    Antwort
    1. PfefferundSalz

      „Missgunst? Dürfen weiße Männer keine Helden sein?“
      James Bond ist doch schon lange kein Held mehr – sie haben ihn zu einem Weichei gemacht welches zwar die Bedürfnisse von Frauen erfüllen soll (sie schützen) aber keine eigenen mehr ausleben darf (sie verführen und bumsen).
      Früher fand ich die Filme richtig toll (Goldfinger & Co.) und heute richtig kacke.

      Antwort
      1. Fiete

        „Früher fand ich die Filme richtig toll (Goldfinger & Co.) und heute richtig kacke.“
        Ja, dammahlz! Da war Gert Fröbe auch noch eine wohlgemeinte, witzige, manchmal auch ernste Persiflage auf was-auch-immer-er-gespielt-hat.

        Antwort
  5. Clochard

    Guter Artikel. Und auch ein Paradoxon, dass in meinem Kopf nicht zusammengehen will. Selbst wenn die (nicht-maskulistischen) Männer da draußen eine Beißhemmung gegen Frauen haben, nicht für sich selbst einstehen können und gegenüber dem Feminismus ihre Bedürfnisse und Wünsche unterdrücken (Ödipus-Komplex?) so waren es doch immer auch Männer, die sich für die Schwächsten eingesetzt haben. Kinder sind mit Abstand fragiler und schutzbedürftiger als Frauen und es erschließt sich mir nicht, warum der Beschützerinstinkt von Männern nicht anspringt, wenn der Feminismus ihre Söhne fertigmacht.

    Antwort

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