„Gleichwertige“ Arbeit

Gender Pay Gap - CuFQJWRXEAEdTNN

 

Die Lohnlüge – Frauen würden für die gleiche Arbeit schlechter entlohnt – wurde inzwischen so häufig und so nachhaltig widerlegt, dass man sich nur noch darüber wundern kann, dass sie von den „Qualtitätsmedien“ immer und immer wieder neu aufgelegt wird. Das bedeutet entweder, dass die Qualitätsjournalisten selbst dumm sind, oder dass die Qualitätsjournalisten ihre Leser für dumm halten und sie für dumm verkaufen wollen. Beides spricht nicht gerade dafür, dass man ihre Erzeugnisse lesen geschweige denn kaufen sollte.

Dass Frauen weniger verdienen liegt daran, dass sie weniger und weniger hart arbeiten. Das hat sich inzwischen auch rumgesprochen, was dazu führt, dass sich die Lohnlüge immer schlechter halten lässt. Und hier haben Feministen einen geradezu endgenialen Trick ersonnen: Sie behaupten, dass Frauen vielleicht nicht für die gleiche Arbeit aber doch für gleichwertige Arbeit schlechter bezahlt werden. Das bedeutet, dass Frauen angeblich genauso hart arbeiten wie Männer, aber das fiese Patriarchat bezahlt typische Frauenjobs schlechter, allein aus dem Grund, weil es Frauenjobs sind. Also tritt eine Armee von unparteiischen Gender-Spezialisten an, die die Berufe nach objektiven Kriterien vergleichen um dann Frauenjobs solche Berufe, die unterschätzt wurden, besser bezahlen zu lassen.

Genauso ist es jetzt in Island geschehen, Spiegel Online berichtet. Was hier als erstes auffällt, ist, dass mal wieder eine der üblichen Manipulationen der Sprachverwirrung betrieben wird: „Gleiche Arbeit“ und „Gleichwertige Arbeit“ werden offenkundig nicht nach sauberen Begriffsdefinitionen, sondern in willkürlicher Beliebigkeit verwendet. Gleich als erstes heißt es: „gleiches Gehalt für gleichwertige Tätigkeiten“ um dann mit „gleiche Arbeit“ bzw. „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“, welche in Island nun durchgesetzt wurde, fortzufahren. Ja, was denn nun? Gibt es zwischen diesen Begriffenen nicht einen großen Unterschied? Hier wird genau dasselbe manipulative Spiel betrieben wie mit den Begriffen der Gleichberechtigung und Gleichstellung, welche auch gerne synonym verwendet werden, und dass obwohl sie Gegensätze darstellen.

Zurück nach Island: Dort haben Firmen jetzt den Nachweis zu erbringen, dass sie ihre Angestellten „fair“ entlohnen:

„Nun müssen die Firmen beweisen, dass sie gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit zahlen“, sagt Maríanna Traustadóttir vom isländischen Gewerkschaftsbund. Entscheidend sei dabei der Begriff der Gleichwertigkeit: „Das heißt zum Beispiel, dass Kindergärtnerinnen nicht weniger verdienen dürfen als ein Chauffeur, der bei der gleichen Gemeinde angestellt ist und der mit dem Lastwagen Sand bringt für den Spielplatz.“

Hier wird also anhand eines ziemlich willkürlich wirkenden Beispiels behauptet, dass eine Kindergärtnerin und ein LKW-Fahrer gleichwertige Arbeit leisten. Das ist bemerkenswert, denn 1. Wenn ein Brummifahrer nicht durchgehend konzentriert und aufmerksam ist, bringt er sich und Andere in Lebensgefahr. 2. Im Gegensatz zur Kindergärtnerin ist der Fern-fahrer oft fern seiner Familie, was eine Entbehrung und Härte bedeutet, weshalb so gut wie alle heimatfernen Berufe reine Männersache sind. 3. Ist Fernfahrer ein einsamer Beruf während man als Kindergärtnerin ständig sozialen Interaktionen nachgeht. Fernfahrer sind moderne Sklaven, während Kindergärtnerinnen einem erfüllenden Beruf nachgehen. Da stellt sich die Frage, nach welchen objektiven Kriterien jetzt gerade diese beiden Berufe als „gleichwertig“ eingestuft wurden, um Lohngleichheit herzustellen. Die Antwort liefert Frau Traustadóttir:

…“sodass klassische Frauenberufe grundsätzlich bessergestellt werden“, sagt Traustadóttir. Nur so könne wirkliche Lohngleichheit erreicht werden.

Eben! Verschiedene Berufe werden nicht nach objektiven Kriterien der Gleichwertigkeit gehaltstechnisch angepasst, sondern es geht allein darum, Frauen-berufe besser zu bezahlen. Dort wird also das betrieben, was dem nicht existenten Patriarchat unterstellt wird: Nur weil in einem bestimmten Beruf ein Geschlecht dominiert, soll er besser bezahlt werden.

Gucken wir uns mal ein paar Berufe nach dem Kriterium gesundheitlicher Belastung und Gefährdung an:

Grafik-Berufe-gefaehrlich-DW-Reise-Berlin

Harte Arbeit? Männersache.

Die härtesten und tödlichsten Jobs sind nahezu reine Männersache. Wo bleibt die Genderspezialistin, die das feststellt und folgerichtig eine bessere Bezahlung fordert? Oder anders: Wenn man dieses Faktum betrachtet, versteht es sich nicht von selbst, dass Männer im Schnitt gerechterweise mehr verdienen?

Aber es geht noch weiter: Als weiteres objektives Kriterium soll jetzt nicht mehr nur Inhalt einer Ausbildung, eines Studium herangezogen werden, sondern die Dauer:

Nach der Neuregelung müssen jetzt die Dauer der Ausbildung und die Qualifikation verglichen werden

Sprich, ein Ingenieur wird nun gleichgestellt mit einer Laberfach-Genderistin, die von wissenschaftlichen Arbeiten keine Ahnung hat außer vielleicht, dass es ihrer Ideologie zufolge sowas wie eine „objektive Wissenschaft“ nicht gebe und weiße, männliche, alte, heterosexuelle Wissenschaftler unter einem Götterkomplex leiden.

Dass sich Frauen von den schwierigsten Studiengängen fernhalten, dass sie leichtere Berufe wählen, dass sie überproportional oft Amüsierberufe ausüben (Arbeiterinnen ausgenommen), dass sie generell weniger Zeit für die Arbeit opfern, all das ist und war eine Selbstverständlichkeit und zugleich der Grund dafür, dass sie weniger verdienen. Sie können es sich leisten, da sie von der Arbeit der Männer leben, sowohl individuell durch einen Ernährer als auch durch den kollektiven Mann, der die Kassen füllt, welche sie leert. Nun soll sie für weniger und weniger harte Arbeit genauso bezahlt werden wie ein Mann, der mehr und härter arbeitet. Und im Feminat hat sie auch die Macht, dieses Konzept von „Gerechtigkeit“ durchzusetzen.

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10 Gedanken zu „„Gleichwertige“ Arbeit

  1. Matze

    „klassische Frauenberufe grundsätzlich bessergestellt werden“

    Ich denke dass ist das entscheidende Wort. Unabhängig ob dieser Frauenberuf schlechter bezahlt wird, soll die Bezahlung dort grundsätzlich erhöht werden.

    Man kann nur hoffen dass die Männer die Jobs wechseln und von da an anstatt auch bei schlechtem Wetter draußen zu arbeiten sich in grosser Zahl für Berufe in klimatisierten Gebäuden entscheiden.

    Antwort
    1. Fiete

      „Man kann nur hoffen dass die Männer die Jobs wechseln und von da an anstatt auch bei schlechtem Wetter draußen zu arbeiten sich in grosser Zahl für Berufe in klimatisierten Gebäuden entscheiden.“

      Sage ich doch:
      Erst wenn Stromausfall ist, das Klo verstopft UND der Nachbar KEINE Lust mehr hat, das kleine Problemchen mal eben für Umme zu lösen, fangen Femis an zu denken ( nachdem sie zunächst eine ganze Zeit lang fruchtlos herumgejault haben, natürlich ) …..

      Antwort
      1. crumar

        @Fiete

        Wir brauchen noch nicht einmal traditionell männliche Tätigkeiten zu bemühen, sondern auch alle, die für unsere moderne Gesellschaft prägend sind: Alle Tätigkeiten, aber auch Foren rund um Computer, Software, Internet sind dominant männlich, Robotik, 3D-Druck dito. Aber auch alles, was die Zukunft prägen wird KI-Forschung, autonome Fahrzeuge, alternative Energieproduktion, sei es Wind, Solar, Geothermie usw.
        Schau dir hingegen Frauenbastionen an in der legendären „Dienstleistungsgesellschaft“ bspw. in der Banken- und Versicherungswirtschaft an – DA wird gerade abgeholzt, nicht in der Produktion.

        Die offene Geringschätzung männlicher Arbeit ist umgekehrt proportional zu ihrer jetzigen und noch mehr zukünftigen Bedeutung.
        Das läuft mir zu offensichtlich, als das da keine Absicht dahinter steht.

        Antwort
  2. mitm

    „dass Kindergärtnerinnen nicht weniger verdienen dürfen als ein Chauffeur,“

    Sieht nach einem Rohrkrepierer aus. Ich kenne die isländischen Lohntarife nicht, aber LKW-Fahrer (oder Fahrer allgemein) gehört bei uns zu den sehr schlecht bezahlten Berufen (so schlecht, daß die Arbeitgeber inzwischen große Probleme haben, Fahrer zu finden), und dieser Beruf ist stark männlich dominiert. Während Kindergärtnerinnen nach Tarif durchaus gut bezahlt werden. Was man darauf zurückführen kann, daß die Ausbildung als Fahrer (Führerscheinerwerb) vielleicht 3 Monate dauert, die Ausbildung als Kindergärtner 3 Jahre oder mehr.

    https://www.gehalt.de/einkommen/suche/lkw-fahrer 1.910 – 2.549 €
    https://www.gehaltsvergleich.com/gehalt/search?jobname=Busfahrer 1.557 – 3.087 €

    https://www.gehalt.de/einkommen/search?searchtext=erzieher&location= 2.441 – 3.084 €
    https://www.gehaltsvergleich.com/gehalt/Kindergaertner-Kindergaertnerin 1.771 – 3.486 €

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Ein typischer Männerberuf… und schlecht bezahlt? Ich dachte, das trifft nur Frauenjobs?

      Aber stimmt, dann macht das angeführte Beispiel tatsächlich gar keinen Sinn, eigentlich müsste man jetzt den „Chauffeur“ besser bezahlen, vorausgesetzt die Verhältnisse der Entlohnung dort sind ähnlich wie bei uns – und wenn das der Fall sein sollte, ist das ein weiteres überragendes Beispiel für die unterirdische Qualität feministisch-genderistischer Arbeit.

      Antwort
      1. Mario

        Auch ich musste mich mal darüber „belehren“ lassen, dass klassische Frauenberufe gar nicht so schlecht bezahlt werden, wie immer wieder behauptet wird.
        https://www.ausbildung.de/berufe/altenpfleger/gehalt/
        2400,- € Minimum, 3600,- € Maximum, während der
        https://www.ausbildung.de/berufe/kfz-mechatroniker/gehalt/
        1600,- € Minimum und 2400,- € Maximum als Verdienst bietet.

        Und das, obwohl der Kfz-Mechatroniker 6 Monate länger ausgebildet wird.
        Das soll ja auch ein Kriterium sein, das für die Bezahlung maßgeblich sein soll.

        Antwort
        1. Fiete

          Danke Mario, genau diesen Witz wollte ich gerade hier anführen.
          Falls wer nicht weiß warum das ein ganz schräger Witz ist:
          Es ist DAS absolute Paradebeispiel für die Systematik der schwesigschen Empörung:
          Das Küsten-Barbie sinngemäß: „Ich sehe es einfach nicht ein [ mit dem Fuß aufstampf ], daß ein Automechaniker sooo viiiieel mehr verdient, als eine Altenpflegerin!“.

          Was i.Ü. sehr viel über die Arbeitshaltung dieser Bundesfrauenministerin ( ! ) aussagt:
          Lieber erschreckend dumm, inkompetent und faul lügend einherpöbeln, als auch nur einmal wen zu fragen, der etwas davon versteht!

        2. Kibo

          Während Kindergärtnerinnen nach Tarif durchaus gut bezahlt werden. Was man darauf zurückführen kann, daß die Ausbildung als Fahrer (Führerscheinerwerb) vielleicht 3 Monate dauert, die Ausbildung als Kindergärtner 3 Jahre oder mehr.

          Nach Tarif im öffentlichen Dienst bekommen ungelernte Kinderpfleger (d.h. ohne Berufsausbildung) mindestens 2155 € pro Monat und bis zu 2923 €. Mit dreijähriger Berufsausbildung beträgt das Einkommen (Entgeltgruppe S 8a, Erzieher) mindestens 2578 € und bis zu 3592 €. Eine höhere Eingruppierung erfolgt bei „schwierigen Tätigkeiten“. Urlaubs- bzw. Weihnachtsgeld (Jahressonderzahlung) gibt es zusätzlich.

  3. rano64

    Den dicksten Brocken habt ihr noch vergessen: Die statische Rentenbezugsdauer der Frauen ist ca. 25% höher. Bei sonst gleichen Bedingungen müsste eine Frau eigentlich ca. 4,5 Prozentpunkte mehr in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen als ein Mann. Bei privaten Renten-, Lebens- und Krankenversicherungen übrigens dasselbe. Schon vor Jahren wurden die Versicherungen gezwungen, Unisex Tarife anzubieten, was natürlich zu Lasten der Männer ging.

    Antwort
    1. crumar

      @rano64

      Vielen Dank für diesen Hinweis!

      Riester-Rente ebenso – ich nenne sie deshalb auch „unisexistische“ Tarife.
      „Zu Lasten der Männer“ sollten wir m.E. anders formulieren: Es ist eine Quersubvention von Frauen durch Männer und damit Aneignung männlicher Arbeitskraft durch Frauen. Ziel war die legendäre Vermeidung weiblicher Altersarmut unter der Maßgabe, dass Frauen sich nicht ändern müssen.
      Konkreter muss man sagen, es sollten WEST-Frauen sich nicht ändern müssen, denn der Unterschied zwischen OST-Rente Mann/Frau ist nicht so spektakulär.
      Aus einem einfachen Grund: Diese Frauen haben gearbeitet und damit eingezahlt.

      Antwort

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