#metoo: Von zu Tode gehetzten Männern und Frauenhasserinnen

Dafür, dass Esther Vilar die Frau als knallharte Ausbeuterin des Mannes entlarvte, zahlte sie einen hohen Preis. Sie war Übergriffen ausgesetzt, wurde zusammengeschlagen und musste schließlich aus Deutschland fliehen. Ihre Widersacherin, die gewaltverherrlichende Hasspredigerin Alice Schwarzer, Anhängerin der gängigen Theorie, wonach Männer Frauen unterdrücken, erhielt das Bundesverdienstkreuz und wird mit zigtausenden von Euronen aus Steuermitteln gefördert – so läuft das im „Patriarchat“. Und dabei ist Esther Vilar nicht etwa die Ausnahme – vor Jahrzehnten schon – sondern die Regel: Menschen, die Feminismus kritisieren oder gänzlich ablehnen, geraten in Gefahr.

Neben vernichteten Karrieren hat die neueste Aufschreikampagne nun auch Todesopfer zu beklagen und nicht nur „verunsicherte“ Männer, wie oft spöttisch angemerkt wird. So hat sich der Republikaner Dan Johnson mit den letzten Worten „Ich kann das nicht mehr länger ertragen. Mein Zuhause ist der Himmel.“ aus dem Diesseits verabschiedet. Es ist eben nicht harmlos, wenn man in der „rape-culture“ in die Nähe eines Vergewaltigers oder „nur“ sexuellen Belästigers gerückt wird. Hier zeigen sich die tatsächlichen Machtverhältnisse: Wenn eine (Falsch-)Beschuldigung eine Karriere, eine Existenz oder auch ein Leben beendet, dann liegt die Macht bei der Beschuldigerin und die Machtstrukturen begünstigen sie, nicht ihn. Weiteres Symptom dieser Machtverhältnisse: Über deren Opfer, und seien sie tot, wird so gut wie gar nicht berichtet. Mal ’ne Frage am Rande: Wenn die Akteure dieser Hetzkampagne Menschen in den Tod treiben, machen sie sich – wenn schon nicht rechtlich – so doch moralisch des Mordes, der Lynchjustiz schuldig?

Mal davon abgesehen, dass auch – wenn nicht mehrheitlich – Männer Opfer sexueller Belästigung oder Gewalt werden, muss sich keine Frau auf den Deal „Sex gegen Karriere“ einlassen – wo sie es doch tut, macht sie sich der Korruption genauso schuldig. So empfahl die Feministin Catherine Hakim schon vor Jahren, dass Frauen ihre Erotik dazu einsetzen sollten, das zu erreichen, was sie wünschten, so als ob das eine neue Erfindung wäre und nicht etwa seit Menschengedenken ganz alltägliche Praxis. Wenn also eine Frau auf diesen Handel eingeht, ist sie kein Opfer, sondern verhält sich wie … „der Handwerksmeister, der dem korrupten Entscheider auf dessen mehr oder minder subtile Aufforderung einen Umschlag über den Tisch schiebt.“ – so Frau Ruth Berger, die wohl Frauenhass internalisiert hat. Brigitte Bardot merkt an, die Vorwürfe seien „scheinheilig und lächerlich“: Viele Schauspielerinnen versuchten mit Produzenten zu flirten, um eine Rolle zu ergattern. „Und dann sagen sie, dass sie belästigt wurden, damit wir über sie reden“

Das ist ein weiteres Merkmal des „Patriarchats“: Wenn es von Männern kommt ist es nichts wert. Es müssen sich schon Frauen zu Wort melden und für die Verfolgten in die Bresche springen – nicht, dass ihr Geschlecht sie schützen würde, siehe Esther Vilar, aber zumindest werden sie gehört. Ganze einhundert Frauen aus Frankreich, wo anscheinend noch Vernunft herrscht und man nicht gewillt sind, die Dämonisierung der männlichen Geschlechts sowie die Demontage des Rechtsstaats widerspruchslos hinzunehmen, haben sich jetzt als Frauenhasserinnen geoutet, vorneweg: Catherine Deneuve, eine Art Nationalheilige Frankreichs. Und die finden deutliche Worte:

Dieses Fieber, die „Schweine“ in den Schlachthof zu schicken, ist weit davon entfernt, Frauen dabei zu helfen, sich zu ermächtigen und selbst zu stärken. Es dient in Wirklichkeit den Interessen der Feinde sexueller Freiheit, den religiösen Extremisten, den schlimmsten Reaktionären und denjenigen, die meinen, im Namen einer im Kern viktorianischen Vorstellung vom Guten und von Moral, daß Frauen „besondere“ Wesen sind, Kinder mit Gesichtern von Erwachsenen, die verlangen, beschützt zu werden.

Der Brief ist zur Gänze lesenswert.

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