Archiv für den Monat Februar 2018

Billy Coen zum bigotten Kampf der Suffragetten ums Frauenwahlrecht und Reproduzierung des Feminismus

Ich bin faul, Billy ist klug, also ein recycelter Kommentar, Billy Coen:

Ich halte es auch für einen guten argumentativen Ansatz, den Feminismus aus seinem selbstgeschaffenen Schützengraben der allzeitigen weiblichen Unverantwortlichkeit für alles was in der Menschheitsgeschichte geschehen ist (außer natürlich den guten Dingen), wenn nicht gar in der gesamten Evolutionsgeschichte seit der Ursuppe, herauszudrängen.

Ich glaube aber nicht, dass man damit den Feminismus „heilen“, ihn von seinen mannigfaltigen irrationalen Dogmata befreien könnte. Denn dieses Narrativ der Frau die nie für irgendetwas verantwortlich sein könnte, existiert nicht erst seit Alice Schwarzer, die ja auch gerade deshalb Esther Vilar für ihre ebenso überspitzten Ausführungen in die Gegenrichtung offenkundig zutiefst verabscheute und ihren feministischen Mob gegen sie mobilisierte, bis Frau Vilar nur noch ihr Heil in der Flucht suchen konnte.

Dieses Narrativ bedienten im Prinzip auch schon die Suffragetten. Rückblickend werden sie zwar verklärt zu Frauen, die für ihre Sache „gekämpft“ haben (jede andere politische Bewegung wäre für diese Art des Kampfes wohl mit dem Begriff „Terrororganisation“ geadelt worden; ich sag nur Brandanschläge auf öffentliche Einrichtungen u. s. w.), aber auch sie verweigerten sich jeglicher Betrachtung des Zustandekommens des damaligen Status Quo der westlichen „Demokratien“. Dass ein wesentlicher Grund der Beschränkung des Wahlrechtes auf Männer der war, dass sich Staatsoberhäupter durch die (in der Regel nur Vortäuschung von) Mitgestaltungsmöglichkeit ihr männliches Schlachtvieh auch für die nächsten Kriege gefügig halten wollten, wurde da nie gesehen. Ansonsten hätte man ja so ehrlich sein müssen, zu sagen, schickt nicht immer nur unsere armen Männer in den Tod, sondern gebt auch uns Waffen, damit wir ihnen helfen können.

Stattdessen wurden, während man für sich selbst „Gleichberechtigung“ forderte, Männer, die sich nicht jubilierend in die giftgasverseuchten Schützengräben des ersten Weltkriegs stürzen wollten, durch die Überreichung weißer Federn öffentlich beschämt. So etwas kann man eigentlich nur betreiben, ohne sich der eigenen auf privilegiertem Sockel stehenden Heuchelei gewahr zu werden, wenn man jegliche eigene Verantwortung für den Zustand der gesamten Gesellschaft qua Geschlecht für sich selbst ausschließt.

Ein pikanter Nebenaspekt war ja, dass auch weithin eben die Männer, die vorwiegend in Kriegen verheizt oder ansonsten unter anderem auch von Suffragetten beschämt wurden, diejenigen waren, die durch elitenbevorzugende Zusätze der Wahlordnungen von den Wahlen ebenso ausgeschlossen waren, obwohl sie Männer waren und obwohl man sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit ohne Skrupel in Kriegen verheizte.

Nein, all das musste auch da schon unter dem Narrativ einer frauendiskriminierenden Gesellschaft begraben werden, um das zu bekommen, was man wollte: gleiche Rechte wie Männer (wie gesagt, eigentlich sogar mehr Rechte als ein großer Teil der Männer), ohne dafür auch die Verpflichtungen übernehmen zu müssen, die dann aber tatsächlich vorwiegend uneingeschränkt eben den Männern aufgebürdet wurden, die gerade von den Rechten, für die die holden Damen „stritten“, ebenso ausgeschlossen waren.

Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte dieser Ideologie. Jede Analyse bleibt erschreckend oberflächlich, endet verlässlich immer nur bei „Diskriminierung von Frauen“, um sich bloß niemals gewahr werden zu müssen, dass diese „Benachteiligungen“ nicht selten nur Nachteile sind, für die Frauen „als Gruppe“ in ihrem Zustandekommen ebenso beteiligt sind wie Männer.

Dies alles hat sich über die Jahrzehnte hinweg einfach nur zugespitzt. Vor allem, seit selbst die empfindlichste Feministin keine rechtlichen „Schlechterstellungen“ von Frauen mehr finden kann, müssen regelrecht krampfhaft weitere Missetaten des Patriarchats aufgedeckt werden, gegen die es zu kämpfen gilt, damit man auch weiterhin noch Relevanz simulieren kann. Das führt dann zu solchem Blödsinn wie „Gender Pay Gap“, welcher bekanntlich, wenn man sich nicht desselben Deppen-Englischs bedienen will, eigentlich „Gender Wage Gap“ heißen müsste, oder hanebüchenem Schmarrn, wie der Pink-Tax, wo ja auch die bösen, patriarchalen Unternehmen einfach Frauen für „gleiche“ Artikel stärker zur Kasse bitten. Auch hierbei auffällig (wenn man bei letzterem weglässt, dass es auch wirtschaftliche Gründe gibt, Sonderartikel in kleineren Margen teurer zu verkaufen, welche man aber nicht verstehen kann, wenn man immer nur bei „Diskriminierung“ endet): Es wird nie die Verantwortung der Frau thematisiert; noch nicht einmal in der deutlichen Mehrheit der medialen Berichte darüber. Warum entscheiden sich Frauen für schlechter bezahlte Berufe (auch wenn tatsächlich die Mehrheit der wirklich schlecht bezahlten Berufe erstaunlich männlich dominiert sind) oder warum (wenn sie wirklich mal schlechter bezahlt werden als ein weitgehend gleich beschäftigter Kollege) verhandeln sie nicht einfach besser (Stichwort: Tarifautonomie)? Und natürlich bei der Pink Tax: warum zum Teufel kaufen Frauen ein teureres Produkt, wenn doch laut Medienberichten das „Männerprodukt“, von Form und Farbe abgesehen, gleich ist? Denn wenn sie es nicht in relevanter Größenordnung täten, gäbe es ein solches Produkt ja gar nicht.

Diese Fragen bleiben, auch wenn man sie direkt in Diskussionen stellt, immerzu unbeantwortet, weil deren Beantwortung schlicht feministische Glaubenssätze in ihren Grundfesten erschüttern würde.

Daher meine Meinung: Den Feminismus von seinen Dogmata zu befreien, würde nicht den vorherrschenden Feminismus läutern oder logischer machen, es würde ihn schlicht komplett zerstören. Und Menschen, die für Gleichberechtigung aller Menschen einstehen, müssten dann hoffentlich erkennen, dass das, was mit Feminismus so alles in klar überwiegender Form gelabelt worden war, eben genau dafür nie einen richtigen Wege darstellte und immer nur dadurch so erscheinen konnte, indem soziale Realitäten entweder verzerrt, verdreht oder gleich ganz ausgeblendet wurden.

„Mein-Feminismus-Feministinnen“ sollten entsprechend nicht nur nicht ständig als Beweis angeführt werden, „dass nicht alle so sind“, sie sollten sich auch von sich heraus der realen Gegebenheiten dieser Ideologie gewahr werden und sich, wenn sie ihre eigene Haltung ernst meinen, sich von diesem Label als ganzes distanzieren. Denn das Label halte ich mittel- bis langfristig für nicht mehr zu retten.

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Abtreibung: „Säuglinge sind wertlos!“

Manche Frauen bilden sich ein, dass Kinder ihr Besitz sind. Im Kapitalismus darf man Besitz vernichten. Daraus leitet sich das Recht ab, Ungeborene zu töten oder später die Kinder ihren Vätern vorzuenthalten und zu entfremden. Es ist eben nicht nur der „Bauch“, der sich im Besitz der Schwangeren befindet, sondern genauso sein Inhalt. Deswegen empfinden es auch manche Feministen als unerhörte Anmaßung, wenn man einer Schwangeren sagt, dass sie keinen Alkohol konsumieren soll, es ist schließlich ihr Ungeborenes in ihrem Bauch: „Mein Ungeborenes Bauch gehört mir!“

Meine letzte Erörterung zum Thema schloss ich mit dem Ausblick, dass wenn man Ungeborenen ihr Lebensrecht abspricht, dies auch mit Geborenen passiert. Wie um mich zu bestätigen, schreibt mir einer:

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Wir dürfen festhalten: Abtreibungsbefürworter befinden sich in monströser Gesellschaft. Dieser Kommentar wurde übrigens von der Mehrheit der Leser mit „Grün“ also zustimmend bewertet. Wenn es das ist, was es heißt links zu sein, muss ich mir noch mal überlegen, ob ich mich auch weiterhin dem linken Lager zugehörig fühle.

Aber um mal auf das zweite genannte Argument einzugehen: Natürlich zählt die Zukunft, das was sein könnte. Nur deswegen geht man heute arbeiten, damit man auch morgen noch seine Miete zahlen kann. Nur deswegen baut man heute ein Haus, damit man es auch morgen im Winter warm und gemütlich hat. Einen nicht zu unterschätzenden Anteil unserer Lebenszeit handeln wir heute mit dem Blick auf morgen.

Und jetzt zur eigentlichen Monströsität: Er schreibt, dass das Baby ungefähr, also bis zu ~3 Monate „wertlos“ also ohne Lebensrecht sei. Er sagt nicht: „Das Gehirn, das einen Menschen ausmacht, existiert ab dem 4. Monat.“ Und er sagt es deshalb nicht, da er diese These nicht halten könnte. Es gibt keinen qualitativen sondern nur graduellen Unterschied zwischen einem drei- und einem viermonatealten Säugling.

Das gilt auch vor der Geburt. Manche Abtreibungsbefürworter plädieren dafür, Abtreibung bis zur Entwicklung des kognitiven Nervensystems zu erlauben, danach nicht mehr, da dann der Mensch vorliegt. Das heißt, das Ungeborene hat also ab dem Zeitpunkt t Menschenrechte, hier das Recht auf Leben. Der Punkt ist aber, dass im Übergang von t-1 zu t+1 keine qualitative Änderung beim Ungeborenen eintritt. Sowohl vor als auch nach dem Zeitpunkt t ist das Nervensystem vorhanden. Wenn also das Ungeborene bis zum Zeitpunkt t keine Menschenrechte besitzt, gibt es keinen triftigen Grund, warum es zum Zeitpunkt t+1 Menschenrechte besitzen sollte, was dann in der Logik von Monstern soweit fortgetrieben wird, auch Säuglingen Menschenrecht und -würde abzusprechen. Oder umgekehrt: Wenn das Ungeborene ab dem Zeitpunkt t Menschenrechte genießt, gibt es keinen triftigen Grund, warum es zum Zeitpunkt t-1 keine Menschenrechte besitzen sollte, ganz einfach deshalb, da kein qualitativer Unterschied zwischen t-1 und t besteht. Diese Zuteilung des Rechts auf Leben ist also beliebig und willkürlich. Über Leben und Tod sollte aber nicht beliebig und willkürlich entschieden werden.

Ein solcher qualitativer Unterschied, der Zeitpunkt, an dem sich tatsächlich etwas nennens- und beachtenswertes ändert, ist der Zeitpunkt, in dem das Spermium mit der Eizelle verschmilzt.

Von daher sticht auch nicht der Einwand, dass man Millionen von Kindern tötet, wenn man onaniert. Ein kruder Einwand, den ich hier nur deshalb aufgreife, da er von manchen tatsächlich als Argument angesehen wird. Dazu schrieb ich:

Es gibt einen qualitativen Unterschied zwischen getrennten Spermien und Eizellen und einer befruchteten Eizelle. In letzterer liegt der komplette Genpool des neuen Menschen vor. Letztere ist ein Mensch in einem frühen Entwicklungsstadium.

Und dieser neue Mensch lässt sich schon mal anhand seiner neuen Gene gut beschreiben. Das gilt nicht für getrenntes Spermium und Eizelle. Denn von welchen Menschen sprichst Du? Der mit Spermium n oder doch Spermium n+1? Das lässt sich erst sagen, wenn eine Befruchtung abgeschlossen ist, also sich die Qualität geändert hat, die zwischen Nicht-Mensch und Mensch unterscheidet.

Und Exoteriker sekundiert:

Der qualitative Unterschied ist: Gameten sind eindeutig Teil des Organismus, der sie produziert hat. Zygoten sind eindeutig nicht Teil des einen oder des anderen Organismus, der die Gameten produziert hat, aus denen die Zygote entstanden ist.

Daher können die produzierenden Organismen über die Gameten im selben Umfang verfügen wie über jede andere ihrer Körperzellen.

Zum Abschluss: Manche Zeitgenossen kommen nicht damit klar, dass ich nicht religiös argumentiere. Auf diese Unterstellung antwortete ich wie folgt, was zwar alle irgendwie scheiße fanden, aber auch niemand mir etwas in der Sache erwidern konnte:

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One Billion Rising – Feminismus zum Valentinstag: Liebe durch Hass ersetzen

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Es ist ein sechsjähriges Mädchen. Dieses wird regelmäßig von seiner Mutter gefickt. Das kommentiert das Mädchen so: »Mutti bekommt ihr Gummigesicht« Dieses Mädchen hat leider keine Lobby. Es gibt eine Lobby, die sich gegen Gewalt – auch sexuelle – einsetzt. Allerdings nur dann, wenn die Opfer und die Täter das richtige Geschlecht haben. Das Opfer muss weiblich sein. Und der Täter männlich. Dann singen und tanzen gute, edle Menschen rund um den Globus gegen Gewalt. Ist das nicht liebreizend?

Die Femoperversen nennen sich „Onebillionrising“ und wollen am Tag der Liebe, dem Valentinstag, ihre vor Hass triefende Anklage tanzend darstellen: Die Anklage gegen das Schwein, dem Mann, der ein Täter ist, denn:

ONE BILLION RISING … zeigt, wie viele wir sind, die sich weigern, Gewalt gegen Mädchen und Frauen als unabänderliche Tatsache hinzunehmen.

Blickwechsel: Die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte Monika Ebeling kritisierte mal eine ebenfalls recht einseitige Kampagne, deren Slogan lautete: „Gewalt gegen Frauen und Kinder kommt nicht in die Tüte“. Denn es ist so: Ebeling ist eine Humanistin, und Für Humanisten ist Gewalt schlecht. Für Feministen ist Gewalt gegen Frauen schlecht. Diese Kritik wurde aufgegriffen und verdreht von einer entweder völlig inkompetenten oder aber bösartig lügenden Professorin, die anführte, dass doch wohl keiner ein Problem mit Kritik an Gewalt haben könnte. Das war aber nicht der Punkt. Der Punkt ist, das mit dem ursprünglichen Slogan Gewalt gegen Männer sowie Gewalt, die von Frauen ausgeübt wird, ausgeblendet wurde – genau dasselbe also, was auch „OneBillion“ verbricht.

Denn die Anklage gegen Männer allein mit „Mädchen und Frauen“ als Anklägerinnen ist in allen Punkten zurückzuweisen. So werden Jungen häufiger zu Opfern von Gewalt, auch durch Frauen. Auch was sexuelle Gewalt angeht, werden Jungen zu Opfern und Frauen zu Tätern. Selbst als Erwachsene werden Männer in einem ähnlichen Ausmaß Opfer sexueller Gewalt. Gewalt gegen Kinder, Alte und Pflegebedürftige geht überwiegend von Frauen aus. Auch bei Mord und Totschlag von Kindern liegen Mütter vorn. Und was häusliche Gewalt angeht: Hunderte von Studien kommen international zu dem Schluss, dass Frauen genauso gewalttätig sind wie Männer, und diese sind in ihrer Brutalität auch nicht zu unterschätzen. Auch generell ergeht es Jungen in Sachen Gewalterfahrung nicht besser als Mädchen.

Wenn ich also von Femoperversen spreche, hat das seinen Grund. Es ist pervers, Kinder von Anteilnahme, Mitgefühl und schlussendlich Hilfe auszuschließen, nur weil sie das falsche Geschlecht haben. Und da diese Perversion im Namen der Frauen betrieben wird, nenne ich das eine Femoperversion – wofür mir eine Feministin bereits rechtliche Schritte angedroht hat.

Diese Femoperversion, dass sie überhaupt möglich ist, hat etwas mit dem Empathiedefizit gegenüber Männer zu tun. Frauen sind die neuen Arierinnen, sie sind die höherwertigen, kostbareren Menschen, weshalb hier und da bereits Gesetze verabschiedet werden, wonach der Mord an einer Frau härter bestraft wird als der Mord an einem Mann und männliche Mordopfer ausgeblendet werden. Diese inhumane Haltung ist aber nichts, was erst mit Feministinnen in die Welt kam. Sie ist jahrhundertealt; Feministinnen führen also nur weiter, was seit langem zum guten Ton der Gesellschaft gehört.

Dass übrigens dieser Tag direkt auf den Valentinstag fällt, ist kein Zufall. Feministen streben tatsächlich an, den Tag der Liebe durch einen Tag der Anklage zu ersetzen. Aus dem Valentinstag soll der „Violenceday“ werden, der Tag der Gewalt. Denn Feministen kennen keine Liebe, sie kennen nur Hass. Sie vergiften und zerstören jede Zuneigung und Liebe der Geschlechter füreinander, sie machen aus einem Miteinander ein Gegeneinander, sie säen Feindschaft und Krieg und tragen dies in die Familien.

Noch ein Absatz zu Eve Ensler, eine der Initiatoren dieser Kampagne, ein Absatz, der zeigt, dass „Perversion“ genau das richtige Wort ist, um diese verdrehte, feministische Aktion zu beschreiben:

Kurz vor der Drucklegung dieses Buches wurde ich auf einen neuen Skandal in den USA aufmerksam. Ausgangspunkt war ein radikalfeministisches Theaterstück Eve Enslers mit dem Titel »The Vagina Monologues«. Die Frauenbewegung hat große Anstrengungen unternommen, damit dieses Stück auf möglichst jedem Campus aufgeführt wird. Allerdings kommt darin eine 24-Jährige Frau vor, die einem 13-jährigen Mädchen Alkohol einflößt und es dann zu sexuellen Handlungen verführt. Der feministischen Definition nach wäre diese Tat eine Vergewaltigung. Das Mädchen selbst aber verkündet von der Bühne herab: »Jetzt sagen die Leute, das war eine Art Vergewaltigung…. Tja, ich sage, wenn es eine Vergewaltigung war, dann war es eine gute Vergewaltigung.« Zu diesem Stück schrieb der Quotenkonservative einer Studentenzeitschrift an der Universität Georgetown, Robert Swope, einen kritischen Artikel, in dem er fragte, ob es so etwas wie eine »gute Vergewaltigung« geben kann und warum eine Vergewaltigung nur falsch sein soll, wenn der Täter männlich ist. Swopes Artikel wurde vor dem Erscheinen von der Redaktion gestrichen. Als Swope sich darüber beschwerte, wurde er gefeuert, weil er einen »Mangel an Respekt« gezeigt und »die Frauenstudien lächerlich gemacht« habe. Eine Professorin tat ihre Ansicht kund, dass Swopes Meinung kein legitimer Beitrag zur
Debatte sei. Eine andere Frau nannte Swope »hysterisch« und »bösartig« (Seite 298)

So, ich bin raus. Wenn Du für ein Mädel schwärmst, schick ihr ein paar Blumen. Wenn Du in einer festen Beziehung bist, schenk deiner Liebsten eine Rose und nimm sie in den Arm.

Arbeit zwischen Maloche und Selbstverwirklichung

Dies ist ein Auszug aus dem Artikel „Versuch über eine ganzheitliche Betrachtung der Geschlechter„.

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Männer arbeiten für Frauen, sowohl individuell als auch kollektiv.  Wichtig hierbei ist, dass Arbeit entgegen der feministischen Auffassung kein Privileg – „Selbstverwirklichung“ – ist, sondern ein notwendiges Übel. Dieses Übel nehmen Männer häufiger in Kauf, da sie weit weniger als Frauen die Möglichkeit haben, sich ihm zu entziehen. Daraus folgt, dass Männer mehr verdienen und öfters Führungspositionen inne haben, was dann als vermeintliche Bevorzugung ausgelegt wird.

»Keine Frau sollte das Recht haben, zu Hause zu bleiben und die Kinder großzuziehen. Die Gesellschaft sollte völlig anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, und zwar genau deshalb, weil, wenn es eine solche Möglichkeit gibt, zu viele Frauen sich dafür entscheiden würden.« wird Simone de Beauvoir zitiert (Seite 259). De Beauvoir konnte oder wollte nicht erkennen, dass sie hier von einem Privileg sprach, welches Männern so nicht zur Verfügung steht. Kein Mann- oder nur verschwindend wenige – kann in seinem Leben die „falsche“ Wahl treffen, zu Hause zu bleiben und sich von einer Frau ernähren lassen. Eine Frau hat die Wahl zwischen Hausfrau und Mutter, Teilzeitarbeit und Vollzeit. Ein Mann hat die Wahl zwischen Vollzeit, Vollzeit und Vollzeit. De Beauvoir propagierte also eine Politik, die Frauen ins Arbeitsleben zu treiben, was wunderbar ins Konzept der neoliberalen Politik der Ausbeutung des Einzelnen passt, denn mit dem steigenden Angebot von Arbeitskraft sank deren Wert, führte zu Lohndumping und war damit dem eigentlichen Ziel des Marktes – nicht „Freiheit“ sondern Profitmaximierung – dienlich.

Erklärtes Ziel feministischer Politik ist also die berufstätige Frau. Auf der internationalen Frauenkonferenz in Peking wurde u.a. festgeschrieben, dass jede Frau möglichst zu allen Zeiten einer Berufstätigkeit nachgehen müsse. Feministen sprechen in dem Zusammenhang häufig von „Karriere“ und „Selbstverwirklichung“. Dass die Frau arbeiten geht, wird als deren „Befreiung“ verstanden.

Feministen führen häufig an, dass es ein großes Unrecht war, dass Frauen in früheren Jahrzehnten die Erlaubnis ihres Mannes brauchten, um arbeiten zu gehen. Unterschlagen wird dabei, dass dem mitnichten so war: Vielmehr musste der Mann in einem Gerichtsprozess beweisen, dass die Ehefrau über ihre Berufstätigkeit ihre Pflicht der Haushaltsführung vernachlässigte, bevor man sie dazu zwingen konnte, ihre außerhäusliche Arbeit aufzugeben. Dazu kam es nur verschwindend selten. Dieses vermeintliche „Arbeitsverbot“ spielte für die große Mehrheit der Ehefrauen und Mütter keine Rolle als lebensbestimmender Faktor. Dort, wo eine verheiratete Frau arbeitete, war die Familie auf das zusätzliche Einkommen angewiesen, so dass es sich für den Ehemann von selbst verbat, seiner Frau das Arbeiten zu verbieten. Dort, wo der Mann genug verdiente, früher weit häufiger der Fall als heutzutage dank neoliberalen Lohndumpings, verspürte die Frau schlicht nicht den Wunsch arbeiten zu gehen. Die Zahl der Fälle, in welchen Männer ihren Frauen erfolgreich das außerhäusliche Arbeiten verboten, gingen gegen Null – es spielte keine Rolle für das weibliche Lebensgefühl. Genauso wenig wie vom Mann „finanziell abhängig“ zu sein, wie es Feministinnen oft formulieren. Da der Mann gesellschaftlich dazu verpflichtet war und ist, sein Einkommen für die Familie aufzuwenden, war diese „Abhängigkeit“ eine Abhängigkeit wie die eines Königs von seinen Bauern oder eines Industrieellen von seinen Arbeitern – und solche Abhängigkeiten verursachen keine Seelenqualen. Diese scheinbare Abhängigkeit diktierte nicht, wer in der Ehe die Hosen anhatte. So war es in früheren Jahrzehnten eine ganz alltägliches Bild, dass die Frauen ihr Männer am Lohntag an den Werkstoren abfingen und ihnen die Lohntüten abnahmen, nicht gerade das Verhalten einer abhängig Unterdrückten… Konsequenz unter anderem: Die Frauen als Überlebende des zweiten Weltkriegs wählten nicht die SPD an die Macht, welche die moderne, emanzipierte Frau als eine arbeitende sah, sondern die CDU, die die traditionelle Rollenverteilung favorisierte.

Das alte Rollenmodell war aber mal: Die feministische Strategie, Frauen in die Knechtschaft zu zwingen, kann man als erfolgreich betrachten. Immer mehr Frauen gehen außerhäuslich arbeiten und man sieht immer mehr der begehrten Sorte: Als Chefinnen. Dennoch nimmt das Glücksgefühl der Frauen ab – was man nicht verstehen kann, denn schließlich ginge es den Frauen „objektiv“ besser als früher.

Feministen sprechen davon, dass Kindererziehen und Haushaltsführung „unbezahlte Arbeit“ sei, womit Frauen ein Opfer erbringen, welches nicht genügend gewürdigt werde. Hier haben wir schon einen Fingerzeig darauf, dass Arbeit kein Vergnügen ist – wie „Selbstverwirklichung“ und „Karriere“ – sondern ein Übel. Van Creveld schreibt zum Begriff „Arbeit“:

Tatsächlich gibt es im Althebräischen eigentlich kein Wort für »Arbeit«. Das moderne Wort für Arbeit, avoda, leitet sich vom Stammwort avad, dienen, ab. […] Immer wieder berichtet die Bibel, daß dieses oder jenes Volk unterworfen und dazu gezwungen wurde, dem Eroberer zu »dienen«. Die Söhne Israels beschwerten sich lautstark bei Gott über den »Dienst«, den sie den Ägyptern leisten mußten. »Arbeiten« ist also keineswegs etwas Angenehmes […]. Von avad leitet sich auch das Wort für Sklave, eved, ab, was impliziert, daß Arbeit gleichbedeutend ist mit Dienst und Dienst mit Arbeit. Ebenso kann ponos, das griechische Wort für Arbeit, auch »Leiden« oder »Strafe« bedeuten. […] Das lateinische Wort »labor« hat die Nebenbedeutungen »erdulden«, »leiden«, »Not« und »Qual« — einschließlich der Qualen, die Frauen während der Geburt erleiden. Das moderne englische »labor«, das italienische lavoro und das französische travail enthalten noch immer diese Bedeutungen. Außerdem wird im Englischen in der Wortverbindung »labor under« (leiden unter) der Bezug zwischen Arbeit und Leiden besonders deutlich. („Das bevorzugte Geschlecht“ – Seite 114)

Die Männerfeindin Laurie Penny hatte für eine Feministin diese bemerkenswerte Erkenntnis, eben dass Arbeit kein Vergnügen ist:

„… wenn du einen [Job] hast, bist du frei, Baby. Wer schon einmal einen Tag lang richtig malocht hat, weiß, dass das eine gigantische Lüge ist. Dennoch wurde die Frauenemanzipation umdefiniert…[dass sie Berufstätigkeit bedeutet]“

Der Grund, warum Frauen unglücklicher geworden sind, ist, dass Frauen mehr arbeiten, und zwar, weil sie es müssen. Frauen sind nicht freier geworden, sie sind unfreier geworden. De Beauvoir spricht davon, dass man den Frauen eine „Wahl“ nehmen muss – über eine „Wahl“ zu verfügen hat aber etwas mit Freiheit zu tun.

Anstatt also den Mann etwas Freiheit zu gönnen, ihn aus der Tretmühle zu entlassen, treiben Feministen und Neoliberale die Frau in die Maloche unterstützt von einer von Frauenerwerbstätigkeit und staatlicher Kindeserziehung besoffenen Linken und Mitte.

Dass Männer nicht nur unten, z.B. bei den Obdachlosen, sondern auch oben als Chefs und Manager dominieren, und zwar nicht deshalb, weil sie „bevorzugt“ seien, passt dabei ins Bild, dass Arbeit Entbehrung und nicht Selbstverwirklichung bedeutet, Hoffmann schreibt:

Untersuchungen unter Tausenden von Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführern
großer Firmen und Konzerne sowie freiberuflich Tätigen (Rechtsanwälte,  Wirtschaftsprüfer, Ärzte) und Angestellten des mittleren Managements brachten folgende Erkenntnisse über das Lebensgefühl oberhalb der »gläsernen Decke« hervor: Fast die Hälfte beklagt, dass sie ihre Arbeit so in Anspruch nimmt, dass für ein Privatleben kaum Zeit bleibt. Jeder Fünfte ist generell unzufrieden mit dem Malocherzwang. Was nicht verwundert: In den obersten Etagen wird heute 13 Stunden pro Tag gerackert, das Wochenende eingerechnet. Bei jedem vierten Schwerverdiener nimmt der Beruf mehr als vier Fünftel des gesamten Tages in Anspruch – eine Sklaverei, die sich mit manchem Geplacke in den untersten Schichten vergleichen lässt. 84 Prozent der Manager wissen, dass ihr Tagesrhythmus sich mit einer unbelasteten Ehe nicht vereinbaren lässt (dafür machen ihre Frauen bei der Scheidung reiche Beute), Freunde haben sie aus Zeitmangel auch so gut wie keine mehr, und selbst in der Rolle des autoritären »Chefs« fühlen sich viele unbehaglich. 53 Prozent fällt es schwer, Anweisungen zu geben. Viele Bosse bezweifeln, dass man sie ohne Titel und Status überhaupt respektieren würde. Oft genug war es für sie nur nach (selbst-)zerstörerischen Schlammschlachten möglich, an die Spitze zu kommen. 58 Prozent der im mittleren Management Tätigen sowie der erfolgreichen Selbständigen glauben, wegen der Karriere gedankenlos Jahre verschwendet zu haben und nun trotz allen äußerlichen Erfolges ein sinnentleertes Leben zu führen: »Ich bin wütend, weil ich in meiner Eile, gleich nach der Schule eine Karriere aufzubauen, so dass ich ein gutes Auskommen erzielen konnte, so dass ich heiraten konnte, so dass ich meinen Eltern, Verwandten und dem Rest der Welt zeigen konnte, dass ich ein >reifer und verantwortungsbewusster Mann< war, einige
Träume aufgegeben habe, was mir heute sehr leid tut.« Zu dem zwanghaften Drang, schwierige und umfangreiche Aufgaben zu übernehmen, um endlich die für das Selbstwertgefühl so dringend notwendige und bislang vermisste Anerkennung zu erhalten, kommt die wachsende Unfähigkeit, eigene Bedürfnisse und Wünsche von Fremdbestimmung zu unterscheiden. Bereits Ende der achtziger Jahre, fand der Geschlechterforscher Hollstein heraus, wollten siebzig Prozent der Männer lieber einen anderen als den eigenen  Beruf ausüben. Nur selten aber teilten sie ihren Partnerinnen ihre Unzufriedenheit mit: »Unter der Arbeit zu leiden gilt als unmännlich.« (SFBM?, Seite 375)

Das also, was einem von aller Welt als das ultimative Ziel im Leben verkauft wird: Karriere zu machen und so hoch wie möglich aufzusteigen, ist mit einem enormen Leidensdruck verbunden.

Frauen, die sich auf diesen Weg begeben, dürften das bereits frühzeitig bemerken und sich einer solchen Lebensplanung verweigern, ein Grund dafür, warum die vermeintliche „Gläserne Decke“ dicht über dem Boden schwebt. Denn auch wenn weniger und weniger Männer in der Lage sind, eine Frau Vollzeit von der außerhäuslichen Arbeit freizustellen, bleibt es dabei, dass nach wie vor Männer den Löwenanteil des Familieneinkommens erarbeiten müssen. Kein junger Mann, der die Schule abgeschlossen hat, denkt sich: „Und dann werde ich ein paar Jahre (oder ganz) zu Hause bleiben, um die Kinder großzuziehen.“ Genauso wenig denkt eine junge Frau daran, mal einen gesunden, erwachsenen Mann zu ernähren, mal sozial nach unten zu heiraten; bevor es dazu kommt, schafft sie sich lieber Kinder als Halbwaisen an. Davon ausgehend, dass es ihm überlassen ist, den größten Teil wenn nicht das ganze Familieneinkommen zu stemmen, orientieren sich Männer auf besser bezahlte aber auch unerfreulichere Berufe – wenn schon denn schon -, während Frauen sich den Luxus leisten, mehr ihren Interessen zu folgen, ein erfülltes Leben auch im Beruf zu leben und dabei ein geringeres Einkommen in Kauf zu nehmen.

Hinzu kommt: Ein Vater, der will, dass es seine Kinder gut haben, wird motiviert sein, Karriere zu machen und somit mit einem hohen Einkommen für die seinen sorgen. Denn wenn man will, dass es jemanden gut geht, ist es eine gute Strategie, sein Leben auf eine solide finanzielle Basis zu stellen. Das ist der Grund, warum Väter diese Maloche auf sich nehmen, und nicht etwa, wie der Giftbeutel Laurie Penny meint, weil sie etwas Macht über Frau und Kinder ausüben wollen.

Männer arbeiten für Frauen. Nicht umgekehrt. Die „unbezahlte Arbeit“, die Frauen leisten ist ein Mythos. Und Frauen verdienen auch nicht weniger durch dieselbe Arbeit. Stattdessen fließt ein gigantischer Strom von Leistungen vom Mann zur Frau: Zum einen durch den individuellen Mann, der die Ernährerrolle übernimmt; zum anderen durch den kollektiven Mann, der durch Steuern, Versicherungs- und Kassenbeiträge belastet wird, wovon mehrheitlich Frauen profitieren: Männer füllen die Kassen, Frauen leeren sie.

Männer sind keine Frauenunterdrücker, sie sind Frauendiener. Man nehme hierzu als weiteres Beispiel zu dem, was man zwar Männern aber nicht Frauen zumuten kann, ein Beispiel, wie Männer für die Gesellschaft verwertet, verbraucht werden, die Wehrpflicht: Diese stellt(e) den totalen Zugriff auf Körper und Leben des Mannes bis in den Tod dar, der auf der weiblichen Seite keinen Vergleich kennt. Feministinnen argumentieren hier, dies sei gerechtfertigt, weil die Mutter die Kinder erziehen würde. Zum einen leistet aber der Vater mit dem Ernähren der Frau einen ähnlichen Dienst, zum Anderen: Die Frau, die Mutter wird, tut dies aus freien Stücken und wird nicht dazu gezwungen. Keine denkt dabei daran, etwas für die Gesellschaft zu tun, zum Beispiel für die demografische Entwicklung. Sie wird Mutter, weil sie einen Kinderwunsch verspürt, also Selbstverwirklichung betreibt.

Das ganze Gerede über Arbeit als „Selbstverwirklichung“ oder „Karriere“ kommt von Frauen, die in Amüsierberufen unterwegs sind; die sich in vollklimatisierten Büros in Kaffeemaschinenreichweite den Hintern breitsitzen und der schwersten Arbeit es ist, einen Kulli zu halten. Die führende Feministin Simone de Beauvoir war keine Putzfrau, keine Altenpflegerin, keine Arbeiterin, sie ging im universitären Elfenbeinturm ihrem Hobby nach und ließ sich das von vom Steuerzahler königlich vergolden. Sie war völlig losgelöst von der harten Realität und hatte schlicht keine Ahnung, wovon sie sprach.

Es gilt also:

Männer arbeiten für Frauen, sowohl individuell als auch kollektiv.  Wichtig hierbei ist, dass Arbeit entgegen der feministischen Auffassung kein Privileg – „Selbstverwirklichung“ – ist, sondern ein notwendiges Übel. Dieses Übel nehmen Männer häufiger in Kauf, da sie weit weniger als Frauen die Möglichkeit haben, sich ihm zu entziehen. Daraus folgt, dass Männer mehr verdienen und öfters Führungspositionen inne haben.

#metoo: Hexenprozesse

Kommentar:

In den Hexenprozessen zurückliegender Jahrhunderte gab es auch Zeugen, die unter Eid ihre Aussagen über vermeintliche Zaubereien der Beschuldigten ablegten. Da war man kollektiv und mehrheitlich einer Meinung in der Anklage – unter diesem Aspekt sollten die heutigen Anklagen gegen Männer generell und Wedel speziell betrachtet werden.

Tagesspiegel Causa: Schuldig durch Verdacht

Werbung: Eine Zeitreise um zu zeigen, wie fies das „Patriarchat“ ist

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Die traditionelle Rollenverteilung war von Frauen genauso gewollt, denn lieber am Herd als im Bergwerk. Dass die Konstellation, wie sie rechts zu sehen ist, auch heute niemals anzutreffen ist, liegt daran, dass keine Frau bereit ist, malochen zu gehen um dann den Löwenanteil ihres hart erarbeiteten Geldes abzugeben.

Da wird ein gestandenes Mannsbild in einer Autowerbung aus dem fahrbaren Untersatz geworfen, als würde er mit den Krümeln herausgekehrt. Die durchschlagende Wirkkraft von Reinigungsmitteln wird demonstriert, wenn Männer im Wisch-und-Weg-Verfahren verschwinden. Andere werden vom Stier niedergetrampelt, vor der Tür vergessen, und Väter ziehen gegenüber ihren Söhnen stets den Kürzeren. Der Nachwuchs macht den Altvorderen beim Spielen, Basteln, Heimwerken, im Sport oder bei der Autowahl regelmäßig etwas vor.

Die Methode hat System. „Männer in den Medien“, so eine Studie des Österreichischen Sozialministeriums, werden fast durchweg diskriminiert. Auf 350 Seiten wird anhand Dutzender Beispiele aus dem deutschen Werbesprachraum dargestellt, dass sie zu Trotteln gemacht werden – und zu Volltrotteln in der Vaterrolle. Die Autoren merken an, dass es als sexistisch empfunden würde, würden Frauen und Mütter so dargestellt. Vor diesem Resümee lag die Befragung von 2560 Frauen und Männer im Alter von 15 bis 93 Jahren. Untersucht wurden 94 Werbespots, die 58 erfolgreichsten Kinofilme sowie die 83 beliebtesten Fernsehserien der letzten sechs Jahre.

So das Hamburger Abendblatt über eine Studie mit Wert. Das interessiert aber nicht. Viel wichtiger ist das Bild der Werbung aus den 50ern, der Steinzeit der Geschlechterverhältnisse also, in welcher Frauen auf’s übelste unterdrückt wurden.

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So berichtet ze.tt über einen Fotografen, der Werbebilder aus den 50ern nachstellt, wobei er die Geschlechter tauscht, um zu zeigen, wie bitter das „Patriarchat“ für Frauen war und heute bestimmt noch ist.

Dabei bedient er sich zum einen einer plumpen Manipulation, nämlich einer selektiven Auswahl der Motive, welche er als Beweis für die scheinbare Frauenfeindlichkeit heranzieht. Nehmen wir an, von 1.000 Werbebilder sind 10 frauenverachtend. Indem ich nun allein diese 10 präsentiere, kann ich ein völlig falsches Bild der Verhältnisse zeichnen. Denn, was auffällt: Die vorgeführten Werbetreibenden sind so gut wie unbekannt, sind keine großen Nummern. Anders etwa Levi’s. Du kennst Levi’s, jeder kennt Levi’s. Einer ihrer Werbung ging so: Eine junge Frau klingelt an einer Haustür. Ein Mann öffnet, die Frau tritt ihm anlasslos voll zwischen die Beine, er geht zu Boden, es wird das Werbemotto eingeblendet: „Dressed for the moment!“ – solcherlei Gewaltdarstellung ist keiner Feministin ein Aufschrei wert.

Denn es ist anzunehmen, dass man die brutalsten Werbebilder verwendet hat, die zu haben waren, sowie die mit mit dem größten Namen des Werbetreibenden. Und so wird bei ze.tt gleich zu Beginn der Serie eine Szene gezeigt, in welcher ein Mann eine Frau über’s Knie legt. Soll wohl heißen: Gewalt gegen Frauen wurde toleriert. Und das ist eine Lüge: Eine solche Gewaltverherrlichung, wie sie mit Männer möglich ist – siehe bspw. die Werbung unten – oder die gewaltverherrlichende Hate-Speech, die sich Bundesverdienstkreuzträger leisten dürfen, ist umgekehrt nicht möglich. Die tatsächlichen Verhältnisse sind nach wie vor so, dass Frauengewalt tabuisiert wird, mit der Folge, dass Frauen nahezu nach Belieben Kinder und Männer misshandeln dürfen. Man denke auch an die „Nudelholzwitze“, in welchen Frauengewalt an Männern verharmlost werden. Ein Pendant mit getauschten Geschlechtern gibt es schlicht nicht.

SparkasseDer zweite Punkt ist, dass die traditionelle Rollenverteilung – sie am Herd, er im Bergwerk – als Nachteil der Frau ausgelegt wird. Aber wer war da an der Macht? Richtig: Adenauer, CDU mit dem traditionellen Rollenbild. Und warum war er an der Macht? Weil die Frauen ihn gewählt hatten und nicht die SPD mit einem wesentlich „moderneren“ Rollenbild, welche die Frau als eine außerhäuslich arbeitende sah – nur dass die Weiber darauf keinen Bock hatten. Zu recht, denn Arbeit bedeutet in der Regel nicht „Selbstverwirklichung“, von der Akademikerinnen in ihren vollklimatisierten Büros mit Kaffeemaschinenreichweite dauernd faseln, sondern Mühsal und Entbehrung, kurz: Leid.

Und ja, ach Gottchen: Man hat von Frauen erwartet, dass sie den Haushalt machen, damals hatte sie noch Pflichten. Das ist wahr, aber nur die halbe Wahrheit. Die andere Seite der Medaille ist, dass man vom Mann erwartet hat, arbeiten zu gehen und den Lohn für die Familie aufzuwenden. Er konnte sein Gehalt nicht einfach versaufen, wenn ihm danach war, dafür haben Staat, Recht und Gesetz sowie Kirche gesorgt.

Mal sehen: Vielleicht druckt in 50 Jahren irgendein Blatt die Düsseldorfer Tabelle ab und die Leser empören sich reihum über die parasitären Weibchen.