Der Sexismus und die Inkompetenz im Bundesministerium für alle außer Männer

2018-03-16-2-bmfsfj-Grundgesetz-frauen

An diesem Tweet des Bundesministeriums für alle außer Männer ist soviel falsch, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Nun denn:

1. Frauen haben nicht nur die gleichen Rechte, sie haben gegenüber Männern mehr Rechte.

2. Frauen haben dieselben Chancen wie Männer. Dass Frauen weniger verdienen und seltener Chefs sind, liegt daran, dass sie das Privileg genießen, von der Arbeit der Männer zu leben und damit nicht wie das malochende Geschlecht dem Zwang zur lebenslangen Mühsal ausgesetzt zu sein, denn Arbeit bedeutet nicht „Selbstverwirklichung und Karriere“ sonder Entbehrung und Leid – das gilt auch für die Arbeiterin, aber Feminismus war schon immer eine elitäre Angelegenheit. Man ist privilegiert, wenn man sich der Arbeit entziehen und dennoch auf einem höheren Niveau als ein Hartz-IV-Empfänger leben kann. Dieses Privileg führt dazu, dass Frauen sich beruflich weniger einbringen, sich weniger engagieren, angenehmere aber schlechter bezahlte Jobs ergreifen und damit weniger verdienen und nicht so hoch aufsteigen. Frauen leben von der Arbeit sowohl des kollektiven Mannes wie auch (oft) von einem individuellen Mann der sie ernährt oder Unterhalt an sie zahlt – etwas, das Frauen umgekehrt im Traum nicht einfällt. Es sind Feministen selbst, die einräumen, dass Frauen mehr Wert auf die „Work-Life-Balance“ legen, also nicht soviel wie Männer arbeiten wollen zugunsten anderer Aktivitäten wie Zeit mit der Familie und Pflege von Beziehungen. Wenn man aber weniger arbeitet ist es kein Zeichen von fehlender „Chancengleichheit“, wenn man beruflich nicht so gut aufgestellt ist, man also nicht „gleichgestellt“ ist – Gleichberechtigung führt auch ganz ohne Diskriminierung nicht zu Gleichstellung bzw: Hier zeigt sich ein Mangel an Möglichkeiten für den Mann, der nicht die Freiheit genießt, nicht mehr zu arbeiten sondern dies eine Frau für sich machen zu lassen. Und davon abgesehen: Obwohl Frauen weniger Geld verdienen geben sie dennoch mehr aus.

3. Dann wird’s richtig lustig, es heißt, dass „Gleichstellung“ in keinem Lebensbereich verwirklicht wäre und dass es ihr „grundgesetztlicher Auftrag“ sei, „Nachteile für Frauen“ zu beseitigen. Das ist: Eine Lüge. Das Grundgesetz spricht nicht von „Gleichstellung“ sondern von „Gleichberechtigung“. Und es spricht auch nicht allein von „Frauen“, sondern ist geschlechtsneutral formuliert, was nichts anderes bedeutet, dass wenn Männer Nachteile erleiden, diese genauso anzugehen sind. Und da gibt es einige, Männer:

– werden bereits als Jungen in der Schule benachteiligt, ohne dass sie wie die Mädchen gefördert werden.

– sind als Väter Elternteile zweiter Klasse, die beliebig entsorgt werden können.

– stellen die meisten Obdachlosen.

– stellen die meisten Selbstmörder.

… um nur einige herauszugreifen.

Wären von solchen Notlagen mehr Mädchen und Frauen betroffen, es wäre für diesen sexistischen Sauhaufen eine Selbstverständlichkeit, ihnen zur Hilfe zu eilen. Femischisten würden uns erklären, dass man die ganze Benachteiligung und Unterdrückung der Frauen eben an diesen Notlagen ablesen könnte, und sie hätten Recht!

Dieses Ministerium zeigt sich dort inkompetent, wo es die Begriffe „Gleichstellung“ und „Gleichberechtigung“ nicht korrekt gebrauchen kann, und es zeigt sich dort sexistisch, wo es entgegen dem grundgesetzlichen Auftrags allein Frauen für unterstützens- und förderungswürdig hält. Es sind korrupte Sexistinnen an der Macht, die sich entgegen dem Mythos über die „empathische Frau“ einen Dreck für Männer in Notlagen interessieren. Frauen in politischen Positionen machen Frauenpolitik, Männer aber keine Männerpolitik. Ob das dem Umstand geschuldet ist, dass Frauen die Mehrheit der Wahlberechtigten stellen und damit an der Macht sind?

11 Gedanken zu „Der Sexismus und die Inkompetenz im Bundesministerium für alle außer Männer

  1. Emannzer

    Tja, ich lasse mal die feministische „Zeit“ sprechen:

    „Zunächst hatten die Grünen im Stadtrat erklärt, Frau Ebeling wolle die „Benachteiligung von Männern aufzeigen und beseitigen – dies ist nicht unser politischer Wille“.

    Na denn …

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  2. IceKing

    Gleichstellung darf niemals erreicht werden!
    Dann löst sich alles in Wohlgefallen auf. „Gleichstellungsbüros“ und Frauenförderprogramme würden obsolet. Der ganze staatlich-feministische Biotop würde sich auflösen. Die Beamtinnen dürften dann nur noch hartzen gehen.
    Das muss um alle Fälle verhindert werden!

    Antwort
    1. Mario

      Ach Quatsch!
      So lange sich ein noch so abstruser Grund zum Rumheulen findet, wird das nicht passieren.
      Die Realität, dass Frauen längst schon gleichberechtigt sind – bzw. mehr Rechte und weniger Pflichten als Männer haben – wirkt doch auch nicht „heilend“ auf das Oberstübchen von Feministinnen.
      Mädchen und Frauen werden immer das unterdrückte und benachteiligte Geschlecht sein.
      Vermutlich sogar dann noch, wenn alle Männer ausgestorben wären.

      Antwort
      1. IceKing

        Das erinnert mich an den Film Sexmission.
        Zwei Wissenschaftler lassen sich eifrieren, und erwachen in einem feministisch-totalitären Staat, wo die Männer ausgestorben sind, wieder auf. Die Mär, dass Frauen das unterdrückte Geschlecht sind, wird immer noch aufrechterhalten.

        Antwort
        1. Fiete

          Cineastisch, wie ich neuerdings bin, habe ich den Film sofort getestet – uuuuund ….TADAAAA!!! – für absolut empfehlenswert befunden!
          Bei weitem die unterhaltsamste metaphorische Abhandlung über Feminismus, die es gibt ( da bin ich fest von übergezeucht )!
          Männers, schmeißt die Brauser an, oder was Ihr sonst so zum Streamen habt und genießt dieses unverzichtbare Bildungswerk …..

          Antwort
        2. Matze

          Spoilerwarnung

          Sexmission:

          Die Wissenschaftler Max und Albert nehmen an einem Experiment teil und lassen sich einfrieren, um drei Jahre später wieder aufgetaut zu werden. Das Experiment glückt zwar, doch statt nach drei Jahren im Kälteschlaf erwachen sie erst im Jahr 2044. Die Welt hat sich unterdessen radikal verändert: Frauen, wohin man sieht. Durch einen Krieg wurden alle Männer ausgelöscht, die beiden sind also die einzigen Überlebenden ihres Geschlechts. Auch zur Fortpflanzung werden keine Männer mehr benötigt, der Nachwuchs kommt aus der Retorte. Da die Oberfläche der Erde durch den Krieg verseucht ist, spielt sich das Leben in unterirdischen Städten ab.

          In diesem totalitär regierten Frauenstaat gelten Max und Albert als „archäologische Funde“, Männer als unnatürliche aggressive Urwesen, die in die Gesellschaft zwangsintegriert werden müssen. Nach anfänglichen Zweifeln an der neuen Situation glaubt Max, die Frauen durch seinen Charme bezaubern zu können. Albert hingegen kommt mit der Situation weniger klar und möchte nur in die Freiheit.

          Im Prozess, der gegen sie gemacht wird, beschließen die Geschworenen, dass Max und Albert durch einen operativen Eingriff zu „natürlichen Wesen“ (also Frauen) gemacht werden sollen. Die beiden können jedoch mit Hilfe von Lamia, die seit ihrem ersten von Max erzwungenen Kuss an dem bestehenden System zweifelt, in Schutzanzügen an die Oberfläche fliehen. Eine Genetikerin folgt ihnen.

          Als sie die Oberfläche erkunden, stellen die vier rasch fest, dass die Erde nicht so verödet ist, wie man ihnen weismachen wollte. Es stellt sich zudem heraus, dass die Herrscherin selbst in Wirklichkeit ein verkleideter Mann ist. Die beiden Paare beschließen, die Welt wieder in den „Normalzustand“ zu bringen und verteilen heimlich Samenflüssigkeit in den Befruchtungsanlagen. Nach 9 Monaten kommen die ersten Jungen auf die Welt.

          Der Film war ja anscheinend seiner Zeit voraus.

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  3. Gast

    > Frauen haben dieselben Chancen wie Männer.
    Nach Frauenhaus: Die haben sie eben nicht. Da Frauen doof, faul, feige sind, da Frauen ganz allgemein in den meisten Eigenschaften schwächer sind als Männer und sich das auch niemals ändern wird, müssen sie auf immer und ewig bevorzugt werden ohne je wasauchimmer-Gleichheit zu erreichen.

    > Das Grundgesetz spricht nicht von „Gleichstellung“ sondern von „Gleichberechtigung“.
    Ich glaube ich schrieb das bereits. Das ist gleich doppelt falsch. Vor dem Grundgesetz lautete es „Gleiche Rechte und Pflichten“. Letztere wurden absichtlich entfernt, um Frauen von Pflichten zu entbinden.
    Zweitens: Nenne mir nur 1 Ding, bei dem Gleichberechtigung != Gleichstellung gesehen wird. Bis hin zu höchsten Ebenen werden diese beiden Begriffe synonym benutzt, kann man nachlesen, jedenfalls für die EU. Übrigens auch nach Frauenhaus. Wenn DU Gleichberechtigung meinst, sage „Gleiche Rechte und Pflichten“, sonst sitzt du mit im Gleichstellungsboot und hast keine Argumente mehr.
    Die Pflichten ganz allgemein aus der Gleichberechtigung zu entfernen und diese damit zur Gleichstellung zu machen, ist die größte Täuschung des Feminismus, womöglich das erfolgreichste singuläre Täuschungsmanöver der Menschheitsgeschichte. Nicht nur wegen des breiten Dauererfolges, sondern weil diese Täuschung gleichzeitig so offensichtlich ist (was zum Beispiel auch Motiv einiger guter Filme ist). Selbst nach Hinweis bleibt zum Beispiel Manndat dabei, das beides entgegengesetzt voneinander sei. So ist diese Täuschung gleichzeitig ein affenstarkes Beispiel für die Installation von Weltbildern, von Realitätsverweigerung.

    Antwort
  4. Gast

    Beleidigung? Wegen doof und feige? Da muß ich widersprechen, denn so stellen Feministinnen Frauen dar, vom Publikum kaum widersprochen. Dabei kann man dahingestellt sein lassen, ob das eine Tatsache ist oder dem Ziel der Ausweitung der Bevorzugung dient. Allerdings ist ja offensichtlich, daß man Frauen so darstellt, wie mans gerade braucht. Mal supermännisch, mal, wie ich schrieb, wenn auch etwas verkleidet. Giffey hat beides bekanntlich sogar in einem Satz geschafft.
    Eine Herabsetzung liegt somit in beiden Fällen nicht vor.

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  5. schleifmatt

    Die mieseste Rabulistik zu diesem Thema hab ich vor ein paar Tagen in einem Video gehört, wo der Pudel meinte, von „rechtlicher Gleichstellung“ faseln zu müssen.
    Ich hab n kommentar dagelassen, aber als er so blöd naiv nachgefragt hat, ob das nicht „dasselbe wie Gleichberechtigung“ sei, hatte ich schon kein Bock mehr… so eine Schwachsinnsdiskussion führ ich nicht, schon gar nicht mit so Pennern, die ganz genau wissen, was daran kritikwürdig ist.
    Und klein Erna wird es wieder fressen…

    Antwort

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