Die Zukunft ist weiblich. Mag sein, aber was bedeutet das?

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Diese Zeiten waren weiß. Eine gute Sache, zumindest für die Weißen.

Da sitzt so ein Pudel in einer Debattiershow und erklärt, dass seiner Ansicht nach die Welt ein besserer Ort wäre, wenn überall Frauen an der Macht wären. Damit knüpft er an an einen zwar falschen aber allgemein akzeptierten, jahrhundertealten Zeitgeist, wonach Frauen die besseren Menschen wären und somit deren Herrschaft eine gute Sache wäre. Und tatsächlich scheint es so zu kommen, aus feministischen Kreisen hört man bereits die frohe Kunde, dass das Ende der Männer nahe und die Zukunft arisch weiblich sei. Bevor jetzt aber irgendein Kerl beunruhigt ist, dass er als Mitglied des männlichen Geschlechts keine Zukunft hat, kommt aus derselben Ecke die beruhigende Botschaft, dass Feminismus auch gut für Männer sei. Häufig – nicht  immer aber häufig – erfolgt dabei aber die Einschränkung, dass damit nicht der normale Mann gemeint sei, sondern solche Männer, die von normalen Männern unterdrückt werden, schwule Männer etwa.2018-04-21-The-Future-is-Female-1038x576

Bei der Prognose, ob die  weibliche Zukunft für Männer ebenfalls eine gute Sache ist, lohnt ein Blick in die Gegenwart, in welcher die Frauen die Mehrheit der Wahlberechtigten stellen und es sich somit kein Politiker leisten kann, diese zu verärgern, siehe Onkel Brüderle. Es ist auffällig, dass sowohl Politiker als auch besonders Politikerinnen Frauenpolitik betreiben. Tatsächlich scheint sich nahezu jede Frau, die in die Politik geht, als Feministin zu begreifen, aber umgekehrt ist kein einziger männlicher Politiker zu finden, der mal verkündet, was er für Männer zu tun gedenkt.

Denn Handlungsfelder gibt es durchaus, willkürlich herausgegriffen: Obdachlose. Die meisten Obdachlosen sind männlich, was aber die besseren Menschen wie auch die neuen Untermenschen an der Macht einen Scheißdreck interessiert. So entzieht man Obdachlosen die Solidarität, etwa wenn eine Sozial-demokratin sie allen Ernstes als privilegiert anfeindet. Das lässt nicht darauf hoffen, dass man diesen Menschen in Not zur Hilfe eilen wird, aber wen wundert’s bei einer Partei, die in ihrem Grundsatzprogramm Männlichkeit und Menschlichkeit als Gegensätze definiert. So ist dann auch ein Obdachloser, der direkt neben einen überfüllten Obdachlosenasyl erfriert, kein Thema, wohl aber wenn eine Politikerin als „jung und schön“ bezeichnet wird, das ist dann ein Skandal. Die Flüchtlingskrise hat gezeigt, dass es durchaus möglich wäre, diese Menschen – natürlich auch die Frauen, wir sind ja keine Ungeheuer –  aus der Gosse zu holen und ihnen ein Dach über dem Kopf zu bieten, es fehlt allein der Wille. Nun, das sind erwachsene Männer und denen bringt man am wenigsten Mitgefühl und Empathie entgegen, aber wie steht’s denn dann mit Kindern?

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In weiblichen Zeiten haben nur weibliche aber nicht männliche Kinder ein Recht auf ein gewaltfreies Leben.

Auch hier regieren die Empathinnen etwa als Lehrerinnen, die aber für das Zurückbleiben der Jungen in den Schulen nicht verantwortlich sind, denn diese  sind ganz in der Tradition der schwarzen Pädagogik – die Schule ist richtig, das Kind ist falsch – selbst für ihr schlechtes Abschneiden verantwortlich. Da stört auch eine ministerielle Studie nicht, der zufolge Jungen bei gleichen Kompetenzen schlechter benotet werden und auch seltener eine Gymnasialempfehlung erhalten, denn einen solchen Skandal können korrupte Frauen an der Macht problemlos in der Versenkung verschwinden lassen, da sich die Medien sowieso nicht dafür interessieren und somit Politikerinnen davon schwadronieren können, dass ja jeder Schultag ein Boys Day sei… Ja, das wird eine schöne Frauschaft, eine, die Jungs systematisch aussortiert.

Aber gut, was will man erwarten, von Männern wie Frauen eines Schlages, die rund um den Globus gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen – also nicht gegen Jungen – protestieren? Da ist es nur folgerichtig, dass Femoperverse das ganze Land mit Plakaten pflastern, wonach Kinder keinen besonderen Anspruch auf Schutz vor Gewalt haben, wenn sie dem falschen Geschlecht angehören. Und die ganze bestialische Kälte einer Gesellschaft zeigt sich daran, dass niemand dagegen aufbegehrt.

Eine menschliche Zukunft – sofern man Jungen und Männer zu den Menschen zählt – ist also kaum zu erwarten. Wird diese  Zukunft denn wenigsten von Frauen getragen? Der Weiße da oben wird von Schwarzen getragen, was die rassistischen Machtverhältnisse aufzeigt und auch einen Hinweis auf die matriarchalen bietet. Denn anscheinend zeigen die Menschen der Zukunft wenig Interesse daran, als Bauarbeiter, Stahlwerker oder Fernfahrer die ganze Infrastruktur der Gesellschaft am Laufen zu halten. Nicht nur das, es ist auch kaum ersichtlich, dass man für den Aufwand, der dafür notwendig ist, ein Bewusstsein hat. Dafür beispielhaft stellte eine Talkshowtante die Frage: „Wozu brauchen wir noch Männer?“ Diese Frage einem Millionenpublikum gestellt auf einer Plattform, die nahezu ausschließlich von Männern errichtet wurde, zeigt ein gerade für Gebildete fatales Missverständnis dafür, was alles notwendig ist, dass Strom aus der Steckdose kommt, Lebensmittel im Supermarkt stehen und man sich abends von einer Talkshow intellektuell stimuliert fühlen darf. Auch lässt sich die Frage nach der Nutzanwendung von Menschen schwerlich mit dem Leitprinzip der unantastbaren Menschenwürde in Einklang bringen, die einem eigentlich von solch einem Gebrauchtwerden unabhängig garantiert werden sollte. Das zeigt sich, wenn wir andere Gruppen ansprechen: Wozu brauchen wir Schwarze? Wozu brauchen wir Schwule? Wozu brauchen wir Frauen? Zum Kinderkriegen?

Die Zukunft, die weiblich ist, wird Gender-Studies-Absolventen viel zu bieten haben. Im Rahmen des Gender-Mainstreaming, mit dem Genderpolitik top-down in allen Bereichen der Gesellschaft durchgesetzt werden soll, wird es viel Arbeit geben für Genderisten, den neuen Politkommissaren.

Die Zukunft, die weiblich ist, wird also nicht so aussehen, dass sie Männern wie Obdachlosen oder Arbeitern etwas zu bieten hat. Als Ausgleich dafür werden aber Spitzenpositionen neu verteilt, mit Hilfe von Quotenkrücken. Die Zukunft, die weiblich ist, bietet Männern keine Perspektive, aber das ist ja nur gerecht, da Männer Frauen jahrtausendelang das Recht verweigert haben, sich im Bergwerk zu verwirklichen oder sich auf dem Schlachtfeld die Gedärme wegschießen zu lassen. Die Zukunft, die weiblich ist, lässt Jungen, Väter, Männer zurück – unter Hohngelächter. So mancher feministischen Mutter kommen schon Zweifel (Punkt 3), und auch der Pudel wird sich vielleicht noch umgucken, wo er bleibt, wenn Frauen überall an der Macht sind. Aber bis dahin ist er bestimmt ganz nützlich.

6 Gedanken zu „Die Zukunft ist weiblich. Mag sein, aber was bedeutet das?

  1. Matze

    Der Menschen widerspricht lieber, wie er zustimmt. Deswegen störe dich nicht am dem fehlenden Themenbezug.

    Antwort
  2. Pingback: Männerfeindliche Zeiten: ein Beitrag zum ‚Männertag’ – Jan Deichmohle

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