Gender-Wahn und wehe, wenn sie an der Macht

Eine „Expertin“ erregte jetzt international damit Aufmerksamkeit, indem sie Eltern dazu riet, die Erlaubnis ihres Babys einzuholen, bevor sie ihm die Windel wechseln. Dieser wohlwollende Artikel findet dabei aber nur, dass sie etwas „übers Ziel hinausschieße“, und dass diejenigen, die ihr – auch etwas grob – widersprechen, „Hater“ seien, also Menschen, die nicht bereit sind, ihre Vernunft am Eingang zum Genderhörsaal abzugeben.

Auf die massive Ablehnung, die dieser „Expertin“ nun entgegenschlug reagierte sie so:

«Trollt mich so viel ihr wollt. Damit leugnet ihr aber die Aussagen aller Überlebenden von sexuellem Missbrauch.»

Das muss man sich klar machen: Wer diesen Schwachsinn als Schwachsinn abtut, befindet sich auf einer Ebene mit den perversesten und schlimmsten Verbrechern überhaupt, mit Kinderfickern.

Und jetzt stelle man sich vor, dass Menschen solchen Schlages an die Macht kommen. Das schlimmste überhaupt ist die Kombination von Macht, Selbstgefälligkeit und Dummheit. Tatsächlich ist die feministische Fraktion bereits sehr mächtig, legt Frauenquoten fest, schreibt Gesetze und beherrscht den gesamten Mainstreamdiskurs.

Auch zeigt sich hier mal wieder der totalitäre Charakter der feministischen Ideologie („Das Private ist politisch“): Er will nicht nur im Schlafzimmer sondern eben auch im Kinderzimmer vorschreiben, wie man sich zu verhalten hat, will man nicht als Vergewaltiger oder Kinderficker verurteilt werden.

4 Gedanken zu „Gender-Wahn und wehe, wenn sie an der Macht

  1. Fiete

    Interessant finde ich die Einsicht und Ausrede dreier Mütter zum Fall auf „20Min.“ ( kurz vor Ende es Kommentarthreads).
    Um mal ein paar Profis vor Augen zu führen, was in ihrem Facgbereich an Unfug gerade kursiert, habe ich den Fall per E-Mail ein paar Soziologen unterschiedlichen Alters und Geschlechts vorgestellt.
    Und weil ich ein fauler Hund bin und keine Lust habe, noch weiter zu tippen, kopiere ich die ganz Mail einfach mal ungekürzt hier rein:

    „Hallo zusammen,
    auf Arne Hoffmann’s Genderama kam heute eine Meldung aus Australien, die mich nachdenklich macht.
    https://genderama.blogspot.de/2018/05/feministische-expertin-eltern-sollen.html
    Da behauptet eine „Genderartistin“, man müsse ein Baby vor dem Windelwechseln um Erlaubnis fragen, weil man sonst dessen Integrität nicht respektiere und somit sexuellem Mißbrauch Vorschub leiste. Konkret sagt sie sogar wenn man es nicht täte, würde man die tatsächlichen Erfahrungen der Opfer ( sie nennt sie „Überlebende“ ) verleugnen.
    Scheinbar geht es der Autorin darum, den Säugling schon in formelle Entscheidungen einzubinden und das mittels moralischer Erpressung ggü. Dritten zu rechtfertigen.
    In der schweizerischen „20min.“ wurde fleißig kommentiert.
    http://www.tilllate.com/de/story/baby-windeln-wechseln-konsens-erlaubnis
    ( Hier der Artikel der HoffPo:
    https://www.huffingtonpost.de/entry/zustimmung-kinder-windeln-wechseln_de_5af948c4e4b0e57cd9faf960 )
    Seltsamerweise scheinen aber kaum Kommentatoren auch nur halbwegs in der Lage zu sein, ihre z.T. wohl sehr angebrachten Bedenken in klare Worte zu fassen, obwohl einige sicherlich durchaus zu verstehen meinen, was da schief läuft.
    Dabei denke ich, prinzipiell ist der Fall doch sehr leicht einzuschätzen.
    Die Autorin ist eindeutig dermaßen im Genderwahn verhaftet, hat möglw. durch eigene traumatisierende Erfahrungen zu demselben gefunden, daß sie in einer dermaßen starken Täter-Opfer-Dichotomie lebt, daß sie keine emotionale Normalbasis mehr hat, wodurch ihre Empathiefähigkeit ebenfalls auf ( scheinbar angstbasierte ) binäre Rudimente reduziert worden ist.
    Sie ist einfach nicht (mehr? ) in der Lage nachzuvollziehen, daß die erste Stufe der sozialen Grundbildung die Entwicklung des sog. „Urvertrauens“ ist, welches ein selbstverständliches „Laissez-faire“ ( die Eltern werden schon alles richtig machen, darauf verlasse ich mich“ ) als erste und wichtigste Erkenntnis beinhaltet. Möglw. weiß sie das sogar und findet es trotzdem falsch.
    Statt dessen versucht die Autorin ihre eigene Verantwortung auf das Kind abzuschieben, indem sie es zu „nudgen“ versucht, eine individuelle Entscheidung treffen zu müssen.
    Kurz gesagt: Sie nimmt dem Kind seine ( Verantwortungs-)Freiheit und überfordet es mit induzierter Mißtrauensbildung ( „Niemand darf tun, was DU nicht vorher bewußt überlegt hast“ ), was dann wahrscheinlich in den ersten Außenkontakten die Herstellung einer normalen Grundvertrauensbasis deutlich erschwert ( da das Kind den eigenen Eltern nicht [mehr] uneingeschränkt vertrauen kann, können die Dritte auch nicht mehr zu Vertrauenspersonen erheben, der gesamte Rest der Welt wird unter Generalverdacht gestellt ).

    Am nächsten kamen den prinzipiellen Hintergründen noch drei Mütter ( in der „20min.“ ) die meinten sich zu erinnern, daß sie ja sowieso und quasi instinktiv bis halbbewußt mit dem Kind bei einem solchen Ritual kommunizieren würden und dabei auch „die Frage“ ( um Erlaubnis ) stellen würden. Daß es dabei aber gerade NICHT um eine zu entscheidende „echte“ Frage geht, sondern um eine möglichst beiläufige selbstverständliche Motivationsform, nämlich die Bestätigung, daß das Kind sich – sozusagen „blind“ – auf die Eltern verlassen kann, erfassten aber auch diese Damen scheinbar nicht so recht ( oder zumindest nicht bewußt ).
    Dadurch verstiegen sie sich mindestens teilweise in Zustimmung zur Ansicht der Autorin und begründeten das mit irgendeinem Mißverständnis durch imaginäre Falschinterpreten..

    Diese Diskrepanz, einerseits emotional recht genau zu erfassen, was Sache ist, es aber formell, aufgrund logischer, linguistischer resp. rhetorischer Defizite so grob falsch einzusortieren, daß das letztendlich exakte Gegenteil dabei herauskommt, finde ich äußerst bedenklich. Wäre es da nicht besser, sich zunächst mal eine distanzierte Sichtweise anzueignen zu versuchen, als sich sofort unter „Meinungszwang“ gesetzt zu fühlen und in mehr als vordergründige Billigformeln zu verfallen, nur weil man meint dieselben „so ungefähr und irgendwie“ verstanden zu haben?

    Ist es eine wesentliche Grundlagen von radikalen Ideologien, daß sie simple emotionale Erkenntnisse in kontextuell sinnlose bis kontraproduktive Formeln umwandeln, wodurch sie in sich widersprüchlich werden und im konkreten Alltag dann Unsicherheiten erzeugen, die dann zur Überspielung durch die ( falsche ) „einfache und klare Formel“ führen?

    Gruß … F.“

    Antwort
  2. Mario

    befindet sich auf einer Ebene mit den perversesten und schlimmsten Verbrechern überhaupt, mit Kinderfickern.

    Es gibt sicherlich noch schlimmere Verbrechen als den sexuellen Missbrauch von Kindern. Im Übrigen teile ich den Kinderhype ohnehin nicht.
    Für mich sind alle Opfer gleichwertig, sonst wäre ich kein Maskulist. Insofern spielt es keine Rolle, ob ein Missbrauchsopfer erwachsen, ein Kind, männlich oder weiblich ist.
    Außerdem hat das was von „Frauen und Kinder zuerst…“ bzw. „Darunter auch Frauen und Kinder.“
    Widerlich finde ich im konkreten Fall nicht nur, wie dämlich argumentiert wird (Missbrauchsopfer sind selten in Todesgefahr), sondern wie bzw. dass echte Missbrauchsopfer wieder einmal instrumentalisiert werden.

    Antwort

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