Der Sexismus in der „Neues Deutschland“

Immerhin, „Neues  Deutschland“ macht in ihrer Schmähschrift eine richtige Beobachtung, nämlich: „Weltweit organisieren sich immer mehr Männer in antifeministischen Männerrechtsbewegungen.“ Das ist korrekt, die Männerrechtsbewegung ist eine stetig anwachsende, und das aus Gründen.

Ich werde auf den Dreck nicht weiter eingehen, Christian hat den Artikel bereits nebenan zerpflückt, ich will nur einen Punkt aufgreifen, weil er so schön geeignet ist, den strukturellen Sexismus gegen Männer aufzuzeigen, nämlich den hier:

Bei der Amokfahrt in Toronto im April und bei einem Attentat 2014 in den USA gipfelte dieser Hass in der Ermordung von Frauen.

Wer über diese Vorfälle nicht informiert ist, könnte jetzt zum Eindruck gelangen, dass hier ausschließlich Frauen zu Opfern wurden. Und das ist menschenverachtender aber alltäglicher gegen Männer gerichteter Geschlechterrassismus. Er ist menschenverachtend, da er im Subtext die Botschaft transportiert, Not und Tod von Männern sei nicht weiter erwähnenswert. Es ist den Alltagssexisten schlicht gleichgültig, wenn Männer sterben. Es knüpft an an die alltägliche Formel, wonach sich „… unter den Opfern auch Frauen und Kinder“ befänden, womit ausgedrückt wird, dass der Tod von Männern nicht so tragisch wäre, ihnen also ein Status als Menschen zweiter Klasse zugewiesen wird. Es fehlt eigentlich nur noch, dass ein Journalist in einem Drecksmedium wie etwa „Neues Deutschland“ schreibt, dass bei einem Unglück zum Glück nur Männer starben. Es knüpft an an die herrschenden Zustände an, in denen unerwünschte Komplimente nationale Debatten auslösen aber alltägliche Vergewaltigung von Männern achselzuckend hingenommen werden.

Die Autorinnen sind also selbst das, was sie bei der Männerrechtsbewegung zu finden meinen: Sie sind Dreckssexistinnen. Aber sie sind mit ihrem Drecksartikel, in welchem sie auf Aktivisten einprügeln, die die Selbstverständlichkeit einfordern, dass Männern in Notlagen genauso geholfen wird wie Frauen, kein ungewöhnlicher Ausreißer. Dieser Sexismus ist strukturell in der Gesellschaft verankert, und genau das ist der Grund für eine erstarkende Männerrechtsbewegung.

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