Weder rinks noch lechts sondern gerecht? Die Männerbewegung im Spiegel der Pseudolinken und deren Entfremdung von sich selbst

Lionosys antwortete auf meine Verteidigung der Männerbewegung gegen die Attacke,

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Pseudolinkes, feministisches Konzept von Gerechtigkeit: Der männliche Obdachlose zahlt mehr als die Multimillionärin.

diese sei rechts mit einem Fazit, das ich erstmal unterschreiben kann:

Ist die Männerbewegung also links oder recht? Ich meine, sie ist weder links noch rechts, sondern gerecht. Denn darum geht es: Gerechtigkeit, unabhängig davon, unter welchem anderen Begriff diese auch daherkommt.

Ich verstehe mich als Linker und die Linke halte ich für eine Strömung, die für Gerechtigkeit steht, welche oft noch mit dem Adjektiv „sozial“ konkretisiert wird. Ich sehe nun strukturelle Benachteiligung der Männer, deren Symptome sich z.B. darin äußern, dass sie die Mehrheit der Obdachlosen und Suizidalen stellen, was bedeutet, dass diese Gruppe erste Adresse urtümlich linker Hilfe und Förderung sein müsste. Dabei denke ich durchaus geschlechtsneutral: Unabhängig vom Geschlecht sollte man Obdachlose von der Straße holen, sprich, obdachlosen Frauen ist genauso wie Männern zu helfen. Der Flüchtlingszuzug hat gezeigt, dass man jedem eine Unterkunft, eine Sozialwohnung bieten könnte, es fehlt allein der Wille, und das ist darauf zurückzuführen, dass Obdachlosigkeit überwiegend Männer trifft, aufgrund des Empathiemangels, was zu der irrwitzigen Situation führt, dass unerwünschte Komplimente nationale Debatten auslösen, aber nicht erfrorene Obdachlose.

Lionosys legt hier den Finger in eine offene Wunde nicht der Männerbewegung sondern der Linken:

…dass Männerrechtler mehrheitlich Personen mit linker Orientierung sind. Mag sein. Aber warum setzen sich die linken Parteien in der Politk nicht für die Männerrechte ein? Da kommt doch die Annahme, Männerrechtler seien politisch eindeutig zu veorten, ins Straucheln. Dagegen sind es eher Parteien des bürgerlichen/konservativen Spektrums, die beginnen, sich mit Männerthemen ernsthaft auseinanderzusetzen.

Das Problem liegt aber nicht bei den Männerrechtlern, die tatsächlich links sind, sondern bei der Linken, die sich ihrer selbst entfremdet hat, die ihre ursprünglichen Wurzeln und Werte verloren und verraten hat, die zur Pseudolinken mutierte.

Die Pseudolinke von heute setzt sich nicht mehr für Menschen oder Gruppen ein, die tatsächlich Unterstützung benötigen, die tatsächlich benachteiligt sind, sondern macht ihr Engagement von angeborenen Eigenschaften wie Geschlecht oder Hautfarbe abhängig – ist also sexistisch und rassistisch – welche als „unterdrückt“ oder „marginalisiert“ verstanden werden. So ist nicht der männliche, weiße Obdachlose Ziel des Klassenkampfes, wohl aber macht man sich stark für Quoten, die nur sowieso schon privilegierten Frauen nutzen. Die Welt wird nicht mehr in arm und reich unterteilt sondern in schwarz und weiß, in Frau und Mann, wobei jeweils die Ersteren unterstützt werden. Das führt zu so grotesken Szenen, in welchen sich ein schwarzer Multimillionär hinstellt und allen ernstes und unwidersprochen in die Kamera sabbelt, dass ein weißer,  männlicher Obdachloser immer noch privilegierter sei als er selbst „…egal, wieviel Geld ich mache…“

Die Linke hat ihre ursprünglichen Wurzeln und Werte verraten, ihre neoliberale Zersetzung war im höchsten Maße erfolgreich. Mit anderen Worten: Die Männerrechtsbewegung ist tatsächlich links. Dass sie nicht in die etablierte Linke integriert wird, liegt nicht an ihr, sondern daran, dass die Linke nicht mehr links ist.

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3 Gedanken zu „Weder rinks noch lechts sondern gerecht? Die Männerbewegung im Spiegel der Pseudolinken und deren Entfremdung von sich selbst

  1. Pingback: Warum Maskulismus nicht rechts ist | uepsilonniks

  2. Lotosritter

    Die Linke hat nie etwas verraten, sie ist Verrat. Es gibt keine Partei, die Ungerechtigkeit fordert. Die Forderung nach Gerechtigkeit ist folglich weder links noch rechts, sondern Beliebigkeit. Nur das soziale Mem darüber gaukelt uns vor, links stünden die Gerechten. Die Geschichte lehrte uns das Gegenteil, und wer nach Hekatomben von Toten noch wie Martin Schulz auf dem Mem Gerechtigkeit als linke Eigenschaft rumreitet, erhält seine Quittung.

    Antwort
  3. Pingback: Ein Linker auf Abwegen | uepsilonniks

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