Gestörte Störenfriedas wollen dich entstören

Liebe Leserin, Du musst jetzt tapfer sein: Es gibt eine ungeheuerliche Kraft in deinem Leben, die dich dazu verurteilt, maßlos zu leiden. Gemeint ist das Patriarchat. Das hat dich zutiefst traumatisiert durch sein jahrtausendealtes Erbe. Es hat nicht nur dich geschädigt, sondern auch deine Schwester, deine Tante, deine Nachbarin, die Cousine vierten Grades deiner Kassierin, und deine Mutter, von der Du das Trauma geerbt hast. Wegen dieses Traumas hast Du und Männer, die sich gerne von Dominas erniedrigen lassen zum Beispiel Vergewaltigungsphantasien, denn Du idealisierst die Gewalt, die dir Männer alltäglich antun. Und wenn Du dir keines Traumas bewusst bist, dann ist es noch schlimmer, dann befindest Du dich in der Leugnungsphase. Du siehst also, es ist tief in deiner Persönlichkeit verwurzelt und alles ganz doll schrecklich.

Aber es gibt Hoffnung:

Uns aufzulehnen gegen die männliche Anspruchshaltung und ihre Rechtfertigung durch Religion und Wissenschaft, ist ein erster, wichtiger Schritt hin zur Freiheit, zur äußeren Freiheit. Die innere Freiheit werden wir nur erreichen, wenn wir Heilung suchen und für diese Heilung haben wir nur uns selbst. Nur wenn wir Frauen aufeinander zugehen, uns zuhören, sichtbar machen, was uns und Generationen von Frauen vor uns geschehen ist und den Schleier des Nicht-Wissens beiseite schieben, können wir Heilung finden und dem patriarchalen Trauma entkommen.

Ist das nicht phantastisch? Du kannst zu den „Gestörten Störenfriedas“, wenn Scientology nichts für dich ist.

Aber der Reihe nach. Bevor wir zu diesem fulminanten Finale kommen geht’s los mit einem Haufen frauenhassender Loser: Den sogenannten „Incels“. Das sind Männer, die sich einbilden, einen Anspruch auf Frauen zu haben, dabei aber auflaufen und aus Frustration darüber Frauen töten. Ok, sie töten auch Männer aber das passt nicht so ganz in die Hasspropaganda, deswegen lassen wir das mal unter den Tisch fallen.

Diese Incels sind also der Abschaum der Gesellschaft, es sei den, man kommt auf die außergewöhnliche Idee, nicht nur über, sondern mal mit ihnen zu reden:

If you want to know why young men are broken, ask them.

Dann erzählen sie schon mal was, zum Beispiel das:

Um die dritte oder vierte Klasse herum begannen sich die Dinge zu ändern. Es war das erste Mal, dass sich die Mädchen über ihn lustig machten und sagten, er sei gruselig und ekelhaft und seltsam.

„Ich habe es nicht verstanden“, sagt er. „Mir wurde gesagt, ich solle mich entweder wie ein Mann verhalten, oder die Mädchen könnten nichts falsch machen. Und doch wurde mir ständig gesagt, dass Männer die Grausamen, Bösen sind. Nichts davon ergab für mich einen Sinn. Ich war nur extrem schüchtern. Ich sprach nicht mit ihnen, aber die Sticheleien waren unerbittlich und brachten mich dazu, mich umbringen zu wollen.“

In der siebten Klasse wechselte Peterson innerhalb eines Jahres drei verschiedene Mittelschulen, da ihm das Mobbing überallhin folgte. Als er die High School erreichte, sagte er, begann eine junge Frau, Fotos von ihm zu machen und sie mit anderen Mädchen zu teilen, die ihm offen ins Gesicht lachten, wie hässlich er war und warum sie ihn nicht in ihrer Nähe haben wollten. Er beendete sein Erstsemester an der Chicago Academy for the Arts nicht, sondern schied nach dem ersten Semester aus. Seine Mutter wusste nie, wie viel Mobbing er erlebte.

„Ich habe mich nur geschämt“, sagt er. „Wie reden Sie über sowas?“

Rührend, die Mitleidsnummer, aber was ist nun mit den Frauenmördern unter den Incels? Die sind nicht repräsentativ, Hoffmann:

Es scheint also dieselbe Situation wie bei uns Männerrechtlern zu bestehen. Auch wir sind extrem heterogen, und auch, was uns angeht, interessieren sich „Qualitätsjournalisten“ ausschließlich für den „lunatic fringe“, wobei ein Dutzend Leute Zigtausende andere Männerrechtler repräsentieren sollen.

Incels sind aber laut Störenfriedas der größte Sauhaufen, Frauenhasser halt. Stecken in einer Schublade mit MRAs, Väterrechtlern und PickUp-Artists, ach was: eigentlich mit allen Männern, wie später noch deutlich wird. Dass man aber zwischen Incels und Männerrechtlern differenzieren kann, führt Lucas Schoppe aus:

Auch das ist weit entfernt von der Klage eines Incels. Männerrechtler konzentrieren sich auf Bereiche, in denen Menschen tatsächlich mit guten Gründen Ansprüche an andere geltend machen können. Die zentrale Forderung nach einer Gleichberechtigung von Vätern und Müttern beispielsweise basiert – neben den deutlichen Vorteilen für die Kinder – auf dem Anspruch, dass Menschenrechte und Grundrechte geschlechtsunabhängig für alle gelten müssen.

Die Ansprüche, die der Massenmörder von Toronto artikuliert, beziehen sich hingegen nicht auf Rechtsgüter oder soziale Benachteiligungen, sondern auf Emotionen. Kein Mensch aber kann einen politischen, moralischen oder rechtlichen Anspruch darauf gelten machen, dass andere Menschen ihn schön oder anziehend finden. In der Regel werden solche Ansprüche den, der sie erhebt, sogar noch unattraktiver machen.

Incels haben in dieser Hinsicht nichts mit Männerrechtlern gemein, viel aber mit Fat-Acceptance-Aktivistinnen und solchen Feministinnen, die es als Ausdruck inhumaner patriarchaler Schönheitsnormen wahrnehmen, wenn andere sie nicht als attraktiv empfinden.

Wieder mal also: Projektion. Und wenn wir schon bei Projektion sind, machen wie damit gleich weiter: konkret mit der Anspruchshaltung. Laut Störenfriedas pochen Frauen auf ihre Rechte, worauf Männer mit Gewalt reagieren, denn sie bilden sich ein, einen Anspruch auf die Frau zu haben. Die befreiten Frauen von heute lehnen das natürlich ab und bestehen umgekehrt darauf, ein „selbstbestimmtes Leben“ zu führen – „…auch nach einer Ehe oder einer Beziehung, aus der Kinder hervorgegangen sind“ Damit meinen sie das Vorrecht, das Unrecht, ihren Anspruch, allein über die Kinder bestimmen zu können. Väter, die auch nach der Trennung ihren Kindern Vater sein Macht ausüben wollen, nerven, nein: traumatisieren, stören das „selbstbestimmte Leben“ weshalb die sich gefälligst zu verpissen haben. Und das tun sie auch: Die Selbstmordrate von Vätern liegt beim sechsfachen der der Männer, die sich sowieso schon öfter als Frauen umbringen. Wenn sie es nicht tun, dann haben sie dieses selbstbestimmte Leben, aus dem sie ausgeschlossen werden, als Unterhaltszahler aus der Ferne zu bezahlen. Sehr oft kommt es dabei zu einem besonders monströsen Verbrechen, in welchem Kinder ihren einstmals geliebten Vätern erklären, dass sie sie nicht wiedersehen wollen. Gut, viele bringen sich um, ein paar bringen aber auch die Kindseigentümerin um (und erst hier haben wir ein Problem), die meisten aber leiden still vor sich hin. Jedes Fehlverhalten wird gegenüber dem Kind ausgeschlachtet, welches in Geiselhaft genommen wurde. Solche Gewalt wird aber nicht weiter thematisiert, weder bei Feministen noch in den Medien, was aber eigentlich eh dasselbe ist. Kindsräuberinnen werden nicht angeklagt, wohl aber Unterhaltspreller: Hier ist die Empörung groß, hier will man die fiesen Männer, die sich aus ihrer „Verantwortung“ stehlen, zur Räson bringen, etwa indem man ihnen den Führerschein entzieht. 90% der Alleinerziehenden sind deswegen die Mütter, weil die Mütter die Macht haben, und sie bilden sich ein, es wäre gerecht, den Vater nicht als gleichwertigen, gleichberechtigten Elternteil anzusehen sondern als Unterhaltssklaven zu missbrauchen. Das ist die weibliche Anspruchshaltung gegenüber Männern: Die Überzeugung, es wäre legitim, ihn zu zwingen für sie zu arbeiten. Es gibt aber einen Unterschied: Im Gegensatz zu den Incels, die niemand ernstnimmt, wird der weiblich-parasitäre Anspruch, auf Kosten eines individuellen oder des kollektiven Mannes zu leben, von den staatlichen Institutionen durchgesetzt.

Dass Männer auch mal Frauen töten (meist töten sie andere Männer, aber egal, diese primitiven Schwarzen Menschen männlichen Geschlechts schlachten sich halt selbst gegenseitig ab, so what?), stellt die Feministen vor einem Rätsel: Es sei nicht wissenschaftlich erforscht, warum Männer Frauen umbringen. Naja, genauso gut könnte man fragen, warum Mütter Kinder umbringen, aber solche Fragen stören in der Propaganda wie ich bereits anmerkte und überhaupt: Die sind halt überfordert!

Aber zurück zur Achterbahn der Störenfriedas und ihrer Wissenschaft. Wissenschaft könne nicht erklären, warum Männer Frauen töten, aber in der patriarchalen, wissenschaftlichen Evolutionstheorie sei erwiesen, dass Frauen Männern zurecht untergeordnet seien, wie man alltäglich erzählt bekommt. Na? Wie oft hat man dir heute schon gemansplaint, dass Unterdrückung und Vergewaltigung wissenschaftlich gesehen gut, richtig und gerecht ist? Die Störenfriedas können so komplexer Wissenschaft kaum etwas entgegensetzen, da ja weiße alte Männer dieser Wissenschaft das Attribut „objektiv“ angeheftet haben, und das lässt sich nur schwer widerlegen. Es ist wirklich zum Amoklaufen…

So soll der alte Schelm Darwin doch glatt gesagt haben – und dem stimme ich ausdrücklich nicht zu -, dass Männer Frauen entwicklungstechnisch voraus seien, „…weil sie durch das Konkurrieren um Partnerinnen dazu angetrieben wurden.“ Das schmeckt den Störenfriedas natürlich gar nicht, auch wenn sie später anführen:

…dass nur einige, höherrangige Männer Zugang zu den unterworfenen Frauen haben, während die anderen um diesen Zugang konkurrieren und für sie arbeiten.

Schön beobachtet, liebe Störenfriedas! Aber eine kleine Zwischenfrage: Wo bleibt denn da das naturgegebene Recht des Mannes auf die Frau, wenn der Mann für sie zu arbeiten hat? Hat er nun einen Anspruch, der einfach so erfüllt wird, oder muss er etwas vorweisen, das er sich mühsam erworben hat, und womit er um sie werben muss? Wo also „unterworfene“ Frauen alle Freiheiten haben, ein Angebot abzulehnen oder anzunehmen?

Weiter im Text:

Dass Frauen Männer danach auswählen, welches Ansehen sie in der Gesellschaft haben, hat seinen Ursprung darin, dass Frauen es sehr viel schwerer haben, für sich selbst Anerkennung und Ansehen zu erhalten bzw. das im Patriarchat gar nicht vorgesehen ist.

Und schon wieder Frauen, die wählen! Passt bloß auf, das gefährdet euer Opfer-Abo! Ansonsten: Nö, Frauen legen dieses Verhalten im jahrtausendealten „Patriarchat“ an den Tag, weil Arbeit nicht Befreiung bedeutet sondern Leid. Und wenn man die Möglichkeit hat, durch Heirat auf einer höheren sozialen Ebene zu leben, als man sich durch eigene Arbeit verdient hat, dann macht man das auch. Es handelt sich um ein Privileg. Es ist bequemer einen anderen für sich arbeiten zu lassen. Deswegen wurde die traditionelle Rollenverteilung – sie am Herd, er im Bergwerk – auch nicht abgeschafft, als Frauen mit dem Frauenwahlrecht auf einen Schlag die Mehrheit der Wähler stellten (schönes Beispiel für die Eleganz des generischen Maskulinums übrigens).

Dann wird noch mal die olle Geschichte mit der „rape-culture“ ausgepackt, und auf eine irreführende Studie verwiesen, wonach breite Gesellschaftsschichten Vergewaltigung Ok fänden. Irreführend deshalb, weil nicht gefragt wurde: „Halten Sie Geschlechtsverkehr ohne Einwilligung für gerechtfertigt, wenn…“ sondern:

fake-studie_ebs_449_fact_de_de

Womit die Studie wertlos ist, denn bei all der männerfeindlichen Propaganda heutzutage traut man den Männer-Monstern nur allzu leicht zu, dass für sie Vergewaltigung in Ordnung geht. Das wusste schon Esther Vilar: Jeder Mann weiß, dass er kein Frauenunterdrücker ist, da er es aber jeden Tag in der Zeitung liest, glaubt er, all die anderen wären es. Zur ganzen Hasstheorie über die rape-culture empfehle ich den Doktorant (Video 10min).

Also, die Wissenschaft kann nicht erklären, warum Männer Frauen vergewaltigen, misshandeln und töten. Aber die Störenfriedas können es. Incels, nein: Männer bilden sich ein, einen Anspruch auf Frauen zu haben. Wenn diese Frauen ein „selbstbestimmtes Leben – auch mit Kindern“ führen wollen, weisen sie Männer zurück, die dann austicken. Dieser Besitzanspruch hat Jahrtausende auf dem Buckel, und ist als Trauma, nämlich, dass Frau keine Göttin ist, tief in der Frau verwurzelt, aber sie kann Heilung finden, wenn sie sich der Sekte der Gestörten anschließt. Ich verlinke nicht, aber wenn Du diesen Pfad der Befreiung beschreiten möchtest suche bei den Störenfriedas nach: „Das patriarchale Trauma: Warum Männer morden und Frauen Vergewaltigungsfantasien haben“. Aber es sei gewarnt: Wenn Du dich denen anschließt, mutierst Du zum Ungeheuer und deine Familie geht über den Jordan.

2 Gedanken zu „Gestörte Störenfriedas wollen dich entstören

  1. IceKing

    Es geht nichts über eine geile Verschwörungstheorie.
    Ob Chemtrails, NWO oder Feminismus. Sie sind alle gleich aufgebaut:
    Millionen von Verschwörer ziehen alle am gleichen Strang und wollen ihren Opfern schaden. Natürlich dringt nichts nach draussen, so genial ist ihre Geheimniskrämerei. Dafür ist ihnen jedes Mittel recht.
    Wer nicht erkennt, was da vor sich geht, ist entweder gehirngewaschen oder gehört selbst zu den Verschwörern.
    Schwarz/Weiss ist die Welt der Verschwörungstheoretiker. Es gibt keine Grautöne dazwischen. Borderlinesyndrom in Reinkultur.
    Der Feminismus ist die grösste Verschwörungstheorie, die es je gegeben hat. Ein riesiger Sumpf von Gleichstellungsbüros, Politikern und Organisationen, die einen gigantischen Opferkult (Gender Pay Gap, unterdrückendes Patriarchat, Frauenfeindlichkeit, etc) huldigen. Betrachtet der Zuschauer dieser Opferkult etwas genauer, so wird die Inkompetenz der Organisationen und Gleichstellungspolitiker augenscheinlich. Seit rund 35 Jahren glaubte ich zu wissen, dass Frauen im selben Job weniger verdienen als Männer. Trotz aller Frauenförderung blieb der Gap immer bei 22-25% zulasten der Frau. Das bedeutet für mich, entweder vermeidet man Verfassungsklagen, um zu verhindern, dass das Märchen Gender Pay Gap als Lüge entlarvt wird; oder diese ganzen Programme werden von inkompetenten Versagern, die nichts auf die Reihe kriegen, geführt.
    Nein, Gleichberechtigung darf niemals erreicht werden. Nicht mal von den Feministen. Das Opferabo muss erhalten bleiben. Sonst würde sich alles in Wohlgefallen auflösen, und das ganze Biotop aus Frauenförderung und den schönen feministischen Organisationen würde abgeschafft, weil es nicht mehr benötigt wird. Wo kämen wir denn da hin?

    Antwort
    1. uepsilonniks Autor

      Nein, Gleichberechtigung darf niemals erreicht werden.

      Korrekt, weil sie sich sonst selbst abschaffen würden, Leszek schreibt dazu:

      Da der Fortbestand entsprechender universitärer Abteilungen, Studiengänge und Jobs nun davon abhängt, dass Diskriminierungsphänomene bezüglich bestimmter Gruppen dauerhaft bearbeitet werden, kommt es leider zu einem soziologisch-strukturellen Effekt, an den vorher niemand gedacht hatte:

      Ältere Diskriminierungen dürfen nie ganz verschwinden.
      Es müssen stets neue Diskriminierungen „entdeckt“ werden, seien sie auch noch so subtil.
      Es müssen stets neue Maßnahmen zur Beseitigung der behaupteten Diskriminierungen entwickelt werden.

      https://man-tau.com/2018/04/10/postmodernismus-ethnopluralismus-differenzphilosophie-identitaetspolitik/#sozio654

      Antwort

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