Archiv für den Monat Juli 2018

Gefühlte Geschlechter

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Ein Genderist beklagt sich darüber, dass Menschen nicht als Vertreter des Geschlechts akzeptiert werden, als welches sie sich „fühlen.“ Wenn man etwa einer Frau, die sich als Mann definiert sagt, sie sei eine Frau, dann verletze das ihre Rechte, vor allem aber:

„Woher willst Du wissen, dass ‚er‘ sich nicht als Mann fühlt, Du kannst ja nicht in ’seinen‘ Kopf hineinsehen!?“

Das stimmt. Es stimmt aber auch: Der „Genderfluide“, der sich gestern als Mann definiert, heute als Frau und morgen als Kampfhubschrauber, kann auch nicht in die Köpfe von Männern, Frauen und Kampfhubschraubern hineinsehen. Insofern kann er auch keinen Vergleich ziehen und somit nicht zum Schluss kommen, dass sein geistiges Innenleben gestern einem Mann entsprach, heute einer Frau und morgen einem Kampfhubschrauber.

Da er also nicht in die Köpfe anderer Menschen hineinschauen kann, kann er nicht erfassen, wie diese die Welt und ihre Erscheinungen subjektiv erleben, von daher kann er auch nicht sein eigenes Erleben der Welt als männlich oder weiblich klassifizieren. Wenn er das aber dennoch macht, dann hängt er vermutlich nur irgendwelchen Klischeevorstellungen über die Geschlechter an, etwa: „Männer sind Gewalttäter“.  Wenn der genderfluide Genderist also eines morgens schlecht gelaunt und gereizt aufwacht, und jedem eins in die Fresse semmeln will, der ihn durch Luftverbrauch belästigt, gelangt er zum fulminanten Schluss: „Heute ist mein Geschlecht Mann!“.

Das ist natürlich Humbug. Es gibt aggressive und friedfertige Männer. Und nur weil ein Mensch, der Spermien produziert – also ein Mann ist -, nicht den Stereotypen über Männer entspricht oder aber auch von dem abweicht, was einen Mann im Schnitt ausmacht, heißt das nicht, dass er kein Mann ist.

Die Kategorien „Mann“ und „Frau“ sagen nach biologischer Definition erstmal nur, dass die Gemeinten Spermien oder Eizellen produzieren – und keines der Phantasiegeschlechter zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine weitere Variante von Keimzellen beisteuern kann, es bleibt bei: Zwei. Punkt.

Alles nun, was sonst noch an „Mann“ und „Frau“ dranhängt, was etwa kulturelle Eigenschaften, Vorurteile, Geschlechterstereotype angeht, oder welche Charaktereigenschaften dem Schnitt nach Männer und Frauen aufzeigen, macht nicht das Geschlecht aus oder ändert dieses. Ein friedfertiger Mann bleibt ein Mann, auch wenn die Vorurteile sagen, Männer seien aggressiv. Deshalb macht auch die Rede von den „nicht-binären“ Geschlechtern, von dem „Spektrum“, auf welchem es viele Geschlechter zwischen den Polen „weiblich“ und „männlich“ gebe, nur in einer sexistischen Lesart Sinn, bei der man an Frau und Mann Eigenschaften dranhängt, die mit dem Geschlecht nichts zu tun haben – Friedfertigkeit oder Gewaltbereitschaft bspw… Gender ist nichts anderes als ein anderes Wort für Charakter. Es werden Steuergelder dafür verbraten, dass Genderisten zur Erkenntnis gelangen, dass es unterschiedliche Charaktere gibt.

Häufig findet man im Genderismus auch die Formulierung, dass es „die Frau“ und „den Mann“ nicht gebe. Das mag sein, wenn man einerseits mit einer engen Definition von Frau und Mann arbeitet, oder von vornherein eine Definition verweigert. Wenn man bspw. Menschen, die Eizellen produzieren, als Frauen definiert, dann gibt es „die Frau“ sehrwohl und auch sehr zahlreich.

Genau genommen zeigt sich hier, dass die vermeintlichen Überwinder sexistischer Vorurteile selber Sexisten sind, denn sie hängen Bildern von Männern und Frauen an, die weit über die biologische Definition von Keimzellenproduzenten hinaus gehen. Nehmen wir als Beispiel jene Professorin, (welche, hätte sie mit ihren Thesen über die patriarchale Herrschaft recht, unter Lebensgefahr anonym Flugblätter an der Uni verteilen würde, anstatt eine Professorin zu sein und so „Herrschaft“ durchbrechen will, Schoppe: Diese vorgeblich radikale, ritualisierte Herrschaftskritik ist also überlebensfähig nur auf Herrschaftspositionen), die sich durch die Feststellung, sie sei eine Frau, unterdrückt fühlt und dementsprechend herumnörgelt – Frauen halt... Sie ist eine Frau, da Eizellenproduzentin, aber will keine Frau sein, weshalb sie auch nicht als „Sehr geehrte Professorin“ angesprochen werden will, sondern als „Profx“ oder in sonstiger „geschlechtergerechter“ Sprache. Was lehnt sie hier ab? Leugnet sie, dass sie Eizellenproduzentin ist? Ich vermute: Nein. Was sie ablehnt, ist lediglich ihr eigenes Bild, ihre eigene Definition von „Frau“, die sie überwinden will zugunsten eines Denkens, in welchem die zwei Geschlechter nicht existieren. Sie hat ein Bild von Frauen, mit welchem sie sich nicht identifizieren will. Das macht aus ihr eine Sexistin: „Die Frauen sind so und so, ich aber bin so und so, deshalb bin ich keine Frau“. An einer Stelle sagt sie, dass sie durch die Ansprache nicht als Mann oder Frau identifiziert werden will. Sie nimmt Zuschreibungen über diese Gruppe vor. Das würde mich jetzt mal echt interessieren, wie sie Frauen definiert, oder ob sie sich auf die Position zurückzieht, es gebe gar keine Frauen, das sei eine Erfindung des Patriarchats zur Unterdrückung dieser Menschen (wie sind diese Menschen definiert?). (Wenn Du weißt, warum genau diese Profx ihr Frausein ablehnt, bitte in die Kommentare.)

Eine weitere häufige Floskel, die man in dem Zusammenhang hört, ist, dass einem bei der Geburt ein Geschlecht „zugewiesen“ wird. Das soll unterstreichgenitalsen, dass es sich bei Penis und Vulva lediglich um soziale Konstrukte handelt, welche einem willkürlich aufgedrückt würden. Diese Behauptung einer „Zuschreibung“ ist aber in etwa so sinnvoll, wie zu sagen, der Sonne wird beim Sonnenaufgang die Eigenschaft „hell“ zugewiesen. Wenn man einem Jungen die Eigenschaften weiblich zuweist, bleibt er dennoch ein Junge, wie ein grauenvolles Menschenexperiment gezeigt hat, in dessen Verlauf sich das Versuchskaninchen, welches beweisen sollte, dass wenn man einen Jungen wie ein Mädchen aufzieht, aus ihm eine vollwertige Frau wird, das Leben genommen hat.

Und damit sind wir wieder bei den Genderisten und ihrem vermeintlichen Recht, als das akzeptiert zu werden, als was sie sich definieren. Man könnte jetzt sagen, „Na gut, meinetwegen, warum nicht?“ wenn man ein wohlwollender Zeitgenosse ist, schließlich fällt einem davon kein Bein ab. Kann man, ich halte es auch so. Die Transsexuellen (welche ich nicht mit Genderisten gleichsetze), die ich kennengelernt habe, habe ich mit ihrem Wunschgeschlecht angesprochen. Das Problem ist nur, dass die Behauptung, es gäbe mehr als zwei Geschlechter, eine Lüge ist. Und es ist problematisch, wenn eine solche Lüge, die sich nicht mehr in den Dreiklang des Wahren, Schönen, Guten einfügt, die Wissenschaften und die Politik befällt. Wenn etwa auf der Grundlage dieser Lüge die Sprache verschandelt wird. Oder wenn diese Lüge mit Gewalt durchgesetzt wird, denn diejenigen, die das durchsetzen wollen, verstehen keinen Spaß, denn immerhin geht es hier um die fiese Unterdrückung der Frauen im Patriarchat. Wenn sie an die Macht kommen, sind sie gar nicht tolerant sondern betreiben eine totalitäre Top-Down-Politik. Es geht den Genderisten nicht allein darum, dass einzelne Menschen ihre Identität leben können, sie wollen auch andere in ihrer Identität verunsichern. Es geht darum „Gender-Trouble“ also Geschlechterärger zu stiften. Die Menschen sollen desorientiert werden, weil einige Neurotiker nicht damit klarkommen, dass es die Geschlechter tatsächlich gibt und sich voneinander abheben. Der Verein Dissenz gab offen zu, dass es ihnen darum geht „Identitäten zu zerstören“ und ihr Ziel sei nicht der andere Junge, sondern „gar kein Junge“. Dafür gehen sie in die Schulen, was Sinn macht, denn Kinder sind natürlich am leichtesten zu verunsichern, erst recht wenn sie sich in der schwierigen Phase der Pubertät befinden. Amendt merkte hierzu an, dass das Prinzip der Identitätszerstörung das Prinzip von Folter ist. Der Genderismus soll nun im Grundgesetz verankert werden. In Kanada ist das Nichtakzeptieren von Phantasiegeschlechtern bereits mit Strafen belegt, Lassahn kommentiert:

Machen Sie nicht den Fehler, dies als Kuriositäten abzutun, denen man mit Humor und Gelassenheit begegnen sollte. Es handelt sich um Repressionen, die mit der ganzen Wucht der Staatsmacht und mit unkontrolliertem Hass seitens der Krieger für soziale Gerechtigkeit (social justice warrios) brutal durchgesetzt werden. Es ist kein Scherz.

 

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Hin zu einer maskulistischen Filmkritik: „Criminal Squad“ – eine Liebeserklärung an harte aber liebevolle Männer

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Tochter und Vater getrennt durch einen Maschendrahtzaun, der für die unüberwindliche, matriarchale Macht steht, die sich zwischen sie stellt.

Verschiedene Rezensenten giften zu dem Film, er sei „frauenfeindlich“ und auch die feministisch verseuchte Wikipedia macht ihn nieder. Dabei besteht der Film den „Bechdel-Test“ und trägt damit das feministische Gütesiegel. Aber dass der Film Feministen nicht gefällt, ist verständlich. Denn der Film ist nicht nur eine beinahe frauenfreie Veranstaltung harter, kerniger, kampferprobter, der Elite zugehörigen Kerle mit militärischer Vergangenheit, zudem werden diese Musterbeispiele angeblicher toxischer Männlichkeit nicht mal als Musterbeispiele toxischer Männlichkeit vorgeführt – ganz im Gegenteil. Und nicht nur das: Weiterhin begeht er einen ganz besonderen Fauxpas indem er matrifokale Herrschaftsverhältnisse anprangert, also dass Mütter an der Macht sind, was entgegen dem frauenverherrlichenden Mythos nach nicht ins Paradies sondern in die Tyrannei führt.

Die Hauptprotagonisten sind Elitekämpfer. Es sind harte Männer, die exzellent im kämpfen mit allen Arten von Schusswaffen sind, es sind muskelbepackte, einschüchternde Typen. Es sind Soldaten die bereits gemeinsam gedient haben, die erfahren sind. Es stehen sich also Elite auf der Seite des Verbrechens und Elite auf Seite des Gesetzes gegenüber. Frauen gibt es nicht in der Truppe.

Auch nimmt der Film keine einfache Einteilung zwischen Gut und Böse vor, wie man sie oft in Hollywood findet, sondern sowohl die Gesetzlosen als auch die Gesetzeshüter sind auf ihre Weise „gut“ und Sympathieträger. Der Film präsentiert nur eine einzige Figur, die man als unsympathischen Bösewicht abtun kann: Eine Frau. Schon allein das macht aus „Criminal Squad“ einen absoluten Ausnahmefilm. Moralisch verwerfliche Frauen haben in der Filmkultur Seltenheitswert, und wenn sie doch mal auftreten dann gibt es immer einen Mann, der ebenfalls zu den „Bösen“ zu rechnen ist, und in dessen Schatten sie steht, der noch schlimmer, noch hassenswerter ist.

Nicht nur der Beginn des Films erinnert an „Heat.“ Es geht los mit einem Überfall auf einen Geldtransporter, der gründlich schief geht und wo man im Ergebnis Todesopfer auf beiden Seiten zu beklagen hat. Der Anführer der Gruppe – Merrimen – stellt bitter fest: „Jetzt sind wir Copkiller.“ Der Überfall dient aber nur der Vorbereitung zum eigentlichen Coup, der hier aber nicht weiter besprochen wird. Der Cop „Big Nick“ kommt schnell auf die Spur von Merrimen und seinen Männern, kann aber nichts unternehmen, da er warten muss, bis er sie auf frischer Tat ertappt. Dennoch ermöglicht diese Konstallation, dass sich die beiden Anführer beschnuppern können, etwa auf dem Schießstand, wo sie schweigend ihre Schießkünste messen. Was hier vorliegt, und was von Feministen oft als „Männerbündelei“ fehlgedeutet wird, ist, dass Männer, obwohl sie in Konkurrenz stehen, dennoch einander respektieren können. Denn wollte es das Schicksal anders, dann wären sie vielleicht beste Freunde und Partner. So wollen sie einander zwar besiegen aber nicht töten, denn keiner ist ein Mörder, der leichtfertig Leben nimmt. Das bestätigt auch eine Geiselnahme. Merrimen ist Soldat, kein Monster und die Hinrichtung einer Geisel wird folgerichtig lediglich vorgetäuscht, um Druck auszuüben.

Kommen wir zum besonders interessanten Aspekt des Films: Väter im Spiegel der matrifokalen Gesellschaft. Sowohl auf Seiten der Gesetzlosen als auch auf Seiten der Gesetzeshüter finden sich Väter. Das Interessante hieran ist, dass die wirklich kurzen Szenen, in welchen das Verhältnis der Väter zu ihren Kindern thematisiert wird, für den Film eigentlich entbehrlich sind. Würde man sie komplett streichen, die Haupthandlung – der ganze Film – würde keine Lücke aufweisen, seine ganze Handlungslogik wäre nicht beeinträchtigt. Das unterstreicht in meinen Augen, dass es ein Anliegen war, hier eine wichtige Botschaft zu vermitteln.

Da wäre Levoux, Vater einer Tochter, die erwachsen wird und nun mit einem Teenager ausgehen will. Der Vater will dem jungen Mann, der seine Tochter abholt, etwas verklickern und bittet ihn in einem Nebenraum. Da wartet bereits die ganze Horde der echt muskelbepackten Typen. Dem armen Jungen wird deutlich gemacht, dass wenn er es vermasselt, dann wird ihm der Arsch aufgerissen und „…deine Mutter wird weinen weil sie dich im Rollstuhl umherschieben muss.“ Der Vater erklärt: „Ich war 17 Jahre verantwortlich für den Schutz meiner Tochter, jetzt bist Du es, also bau keinen Scheiß!“. Eine Feministin erklärte mir mal, dass sie sich von einem muskelbepackten Schauspieler bedroht fühlen würde, wenn sie ihm in Reallife begegne. Die Botschaft hingegen, die der Film hier präsentiert, ist eine ganz andere: Die Kraft dieser brutal wirkenden Männer ist für Frauen oder Mädchen keine Gefahr, vielmehr schützt sie sie, steht in deren Dienst. Und das ist nicht nur Fiktion, es wird durch die Realität gestützt. Als ein Beispiel kann man hierzu die Verhältnisse im Knast nennen. Kriminelle, die dem Ehrenkodex, nicht zu vergewaltigen – erst Recht keine Minderjährigen – nicht folgen, haben genau wegen solch brutalen Typen im Gefängnis nicht das Geringste zu lachen. Denn ein Krimineller mag zwar das Gesetz brechen, dennoch ist er kein Vergewaltiger oder Kinderschänder. Im Finale wird Levoux tödlich getroffen. Seine letzten Gedanken vor dem großen leeren Nichts kreisen dabei um sein Kinder, und das sind dann auch seine letzten Worte: „Meine Kinder…“

Auch Big Nick ist Vater und seine Frau missbraucht ihre Macht, um ihm die Kinder zu entziehen. Etwas, was essentiell ist für jede Trennung mit Kindern, kann sie ignorieren, sich nicht daran gebunden fühlen, da sie die Macht hat. Die Kinder sind in unserer Gesellschaft schließlich ihr Eigentum und so spricht sie auch konsequent von „Meinen Kindern. Das, was essentiell ist, ist, dass man zwar als Partner auseinandergehen, sich trennen kann, aber dass dabei nicht die Beziehung auf der Elternebene vernichtet wird. Man ist weiterhin Mutter oder Vater. So nicht hier: Die Despotin reißt die Kinder aus dem Bett und bugsiert sie noch im Schlafanzug in den Wagen. Brutal reißt sie ihre Tochter zurück, als diese ihren Vater umarmen will. Dann schlägt sie nochmal wütend auf den Vater ein, der sich natürlich nicht wehren darf und das stoisch aushält, um dann davonzufahren, mit dem Gruß: „Halte dich von uns fern!“

Später sucht der Cop seine Tochter in der Schule auf. Die beiden sprechen durch einen Maschendrahtzaun, der für das unüberwindliche Hindernis matriarchaler Macht steht, welches sie trennt. Die Tochter liebt ihren Vater, sie will zurück zu ihm, sie will nach Hause. Aber der Wunsch der Kinder interessiert nicht im Matriarchat, denn Kindeswohl ist Mütterwohl, wie es die Tyrannei diktiert. Als dann der harte Mann nach dem Abschied in seinem Wagen sitzt, weint er – der große, seelische Schmerz über den Verlust geliebter Kinder, ermöglicht es sadistischen Feministinnen mal wieder über die „Male-Tears“ zu höhnen. Dieser Handlungsstrang hat kein Happy-End. Seine Tränen, sein Schmerz schließen das Kapitel ab, es folgt keine Wiedervereinigung. Ganz wie im realen Leben kennt dieses Drama kein gutes Ende.

Der Film porträtiert hier also Männer als Soldaten und Krieger, die einem Ehrenkodex verpflichtet sind. Zugleich sind es liebende Väter. Es sind also in gewisser Hinsicht, wie bereits gesagt, tadellose, anständige Männer, obwohl sie so männlich daherkommen wie nur möglich. Damit entzieht sich der Film der tagtäglichen Propaganda über „toxische Männlichkeit“ – harte, kampferprobte Männlichkeit ist keine Bedrohung für Frauen sondern steht vielmehr in deren Dienst. Aber nicht nur das: Gleichzeitig wird das Unrecht in der matrifokalen Gesellschaft angeprangert. Kein Wunder das die feministische Presse diesen Streifen niederschreiben musste.

Tag des Empathie-Defizits

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MANNdat schreibt zum heutigen Tag der Empathielücke:

Warum bringen wir von Boko Haram entführten Mädchen Mitgefühl entgegen, nicht aber den Jungen, die von derselben Terrorgruppe bei lebendigem Leib verbrannt werden? Warum hat die Bundesregierung lediglich die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen auf ihrer Agenda und nicht auch die Bekämpfung von Gewalt gegen Männer?

Der 11. Juli symbolisiert als Gedenktag diese Empathielücke, steht er doch für das Massaker von Srebrenica im Jahr 1995. Die muslimische Enklave stand während des Balkankrieges unter dem Schutz von UN-Streitkräften, die jedoch die Eingekesselten den bosnisch-serbischen Einheiten überließen, die 8000 Männer und Jungen ab 13 Jahren ermordeten, während Frauen und Kinder vorab in Sicherheit gebracht worden waren.

Weitere Beiträge:

Der Lotosritter –

Das missachtete Geschlecht – Gedanken zum Tag der Geschlechter-Empathielücke

Lucas Schoppe –

Wozu eigentlich brauchen Männer Empathie?

Und ich selbst – Der Empathy-Gap als Ursache struktureller Benachteiligung von Männern

Veröffentlicht am 11. Juli:

Stadtmensch: Tag der Empathie-Lücke für Männer?

Stapel Chips: Der Tag der Geschlechter-Empathielücke

Cuncti: Der Gender Empathy Gap und die Wehrpflicht

Genderama: Heute ist der erste Gender Empathy Gap Day!

MannFrauKram: Kein Mitgefühl für Männer

…und empfohlen:

Männer in Röcken

ebenfalls empfohlen, wenn man nicht soviel Zeit hat:

Alternativlos-Aquarium: Mitgefühlskälte

Der Empathy-Gap als Ursache struktureller Benachteiligung von Männern

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Dass man das ganze Land mit Plakaten pflastern kann, deren primäre Botschaft ist, dass Kinder vom Schutz vor Gewalt ausgenommen sind, wenn sie dem falschen Geschlecht angehören, zeigt, dass der Empathy-Gap gegenüber Männer sich bereits bei den Jüngsten manifestiert. Denn eine solche Kampagne hätte nicht mal dann eine Berechtigung, wenn Mädchen in größerem Ausmaß als Jungen Gewalt ausgesetzt wären, was aber nicht der Fall ist. Allerdings ist das wohl nur folgerichtig in einer Gesellschaft,beschneidung-schrei dass Genitalverstümmlung männlichen Kindern legalisiert: Hier wird Religionsfreiheit über das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Schutz vor Misshandlung gestellt, dort handhabt man es genau anders rum. Einem Mädchen aus religiösen Gründen an den Genitalien herumzuschnippeln steht unter Strafe. Da Säuglinge Schmerzen stärker empfinden, kann man hier durchaus von Folter sprechen.

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Ein „Loser“ kann kaum erwarten, mal von einer Frau einen angenehmen Lebensstandart unterhalten zu bekommen.

Dass hier schwerste Misshandlung von Kindern vom Gesetzgeber abgesegnet wird, woanders man allein um das Wohl von Mädchen besorgt ist, trifft dann auf die nächste Hürde im Leben eines Menschen, dessen Wohlergehen so gut wie keinem außer vielleicht die eigenen Eltern kümmert: Die systematische Benachteiligung in der Schule. Aber die Qualitätsmedien, wenn sie überhaupt mal über diesen Skandal, der u.a. von mächtigen Frauen an der Macht ermöglicht wird, berichten, wissen sofort einzuwenden, dass das schon in Ordnung ginge: Später im Berufsleben hängen die „Jungs die Mädchen“ wieder ab. Aber sicher doch! Und Missbrauch von Kindern geht in Ordnung, da viele Erwachsene nicht unter den Folgen von Missbrauch zu leiden haben! Nein: Ein Junge, der bildungstechnisch schon zum Verlierer gemacht wurde, hat anders als ein Mädchen kaum Chancen, nochmal mit den Füßen auf den Boden zu kommen. Denn anders als sie kann er kaum erwarten, dass ihn mal eine gut verdienende Frau ehelicht, die ihm ein Leben auf angenehmen Niveau ermöglicht, welches er nicht selbst erarbeiten muss.

Aber um noch mal zu dem Scheinproblem zu kommen, dass Mädchen später seltener als Jungs Chef sind: Das liegt nicht daran, dass sie von fiesen Männern diskriminiert werden, die sich gegenseitig auf dem Männerklo die Beförderungen zuschieben oder daran, dass es zu wenig Vorbilder für Mädchen gibt, nein, es liegt daran, dass Chefsein erfordert, sich über Jahrzehnte hinweg in Übervollzeit reinhängen zu müssen, und dafür haben Frauen nun mal seltener als Männer die Motivation. Arbeit bedeutet nicht Selbstverwirklichung und Karriere sondern Mühsal und Maloche, und wenn jemand die Möglichkeit hat, sich dem zu entziehen, dann nutzt er sie auch, bzw.: dann nutzt sie sie auch. Um nur ein Schlaglicht auf dieses Verhältnis zu werfen: Während Männer die Gelegenheit, befördert zu werden, sofort und ohne Bedenken ergreifen, bitten sich Frauen Bedenkzeit aus, denn eine höhere Position geht nicht nur mit mehr Macht und Einkommen einher, sondern auch mit mehr zeitlichen Aufwand und damit ergo auch mit weniger Freizeit für die Pflege von Beziehungen etwa. Es sind Feministen selbst die einräumen, dass Frauen mehr Wert legen auf die sogenannte „Work-Life-Balance“, also nicht so viel arbeiten wollen; Antje Schrupp bspw. betont, dass Frauen seltener Macht und Status anstreben (das stimmt so nicht: Frauen stehen schon auf Macht und Status… bei Männern).

Dass also Männer mehr verdienen und höher aufsteigen als Frauen, liegt daran, dass sie von Kindesbeinen an auf die Rolle der Arbeitsdrohne getrimmt werden. Kein junger Mann der in die Zukunft blickt, denkt sich ernsthaft: „… und dann, wenn die Kinder kommen, bleibe ich zu Hause und lass mich von meiner Frau ernähren…“, weil er ganz genau weiß, dass das ein fiktives Szenario ist, weit ab von dem in der Realität Möglichen. Und als Arbeitsdrohnen leben sie nicht nur ihr Leben, als solche werden sie auf behandelt. Ein kaputter, toter Mann interessiert genauso wie ein kaputter Computer: Er wird ersetzt durch etwas, das funktioniert, er ist ein Ärgernis aber kein Anlass für Mitgefühl.

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Das wahre Problem.

Männer haben zu funktionieren, denn sie sind es, die die ganze Gesellschaft am Laufen halten. Männer füllen die Kassen, Frauen leeren sie. Würden Männer das Arbeitsdrohnenschicksal kollektiv ablehnen und das System genauso wie Frauen belasten, es würde zusammenbrechen. Von Dankbarkeit aber weit und breit keine Spur. Stattdessen werden sie unentwegt beschimpft. Männer haben zu funktionieren, und wenn sie es nicht tun, dann werden sie aussortiert. Sie bringen sich um oder landen obdachlos in der Gosse. Die Flüchtlingskrise hat gezeigt, dass man sie von den Straßen holen könnte, wenn man wollte, am Geld liegt’s nicht, denn stattdessen:

Klar, dass man sich bei so vielen wichtigen Themen nicht um Nebensächlichkeiten kümmern kann. Bei Obdachlosen handelt es sich in erster Linie bloß um weiße Männer, warum sich also über die den Kopf zerbrechen. Die Altparteien bleiben auch bei Beginn des Wintereinbruchs untätig, obwohl die hohe Zuwanderung die Situation für die Betroffenen verschärft. Die Betreiber von Berliner Unterkünften erhalten pro Kopf und Nacht 15.- Euro, wenn sie einen Schlafplatz für Obdachlose zur Verfügung stellen, hingegen 50.- Euro, wenn sie dies für einen Flüchtling tun. Mehrere Städte in NRW lehnen das Angebot einer Firma ab, die bereit ist, kostenlos beheizbare Schlafcontainer zur Verfügung zu stellen, aufzubauen und einzurichten. Zu viel Aufwand. Das Retten von Männerleben erfordert zu viel Aufwand.

Eine solch erbarmungslose Kaltschnäuzigkeit wäre gegenüber Frauen undenkbar. Erfrorene Männer sind kein Thema, wohl aber unerwünschte Komplimente und „Mikroaggressionen“, das sind die Themen, die die Agenda beherrschen. Und so kommt es, dass für das weibliche Geschlecht Millionen von Geldern fließen, bewilligt von Behörden in denen mächtige und grausame Frauen- Gleichstellungsbeauftragte sitzen, und die, wenn mal Männer gefördert werden sollen, sofort Einspruch einlegen.

Ich habe mal einen Mann kennengelernt, dessen vierjährige Tochter gestorben ist. Die haben den eingewiesen da er Selbstmordabsichten hatte. Jeder kann nachvollziehen, dass es für Eltern grausam ist, seine Kinder zu verlieren: Niemand sollte seine Kinder überleben. Bei Trennungsvätern, die durch die Willkür von Gerichten – also dem System – und der Kindseigentümerin – die Profiteurin des Systems – von ihren Kindern getrennt werden, kennt man solche Bedenken nicht.

Dass sich schon Jungen als auch besonders Trennungsväter öfter das Leben nehmen, liegt daran, dass man ihnen unbewusst mehr Härte zumutet; dass man sich Vertretern männlichen Geschlechts gegenüber genereller reservierter und kälter verhält. Dieser generell härtere Umgang mit Männern kann man als solchen kaum erkennen, da einem die Vergleichsmöglichkeit fehlt. Erst wenn man zwischen den Geschlechtern reist, lässt sich das erfahren, so berichtet ein Transsexueller, dass es kein Spaß ist, Mann zu sein und im Feminat schon gleich dreimal nicht; ein anderer über seine Erfahrungen: „Was mir weiterhin auffällt, ist die deutliche Reduzierung der Freundlichkeit, die mir im öffentlichen Raum entgegengebracht wird. Es fühlt sich jetzt an, als wäre ich auf mich allein gestellt.“ (Punkt 3) Jungen wie alten Männern wird weitaus öfter die Botschaft vermittelt: „Du hast keine Berechtigung!“ Der Empathy-Gap, der mehr oder weniger von jedem getragen wird, setzt sich im allemeingesellschaftichen System fort, er transzendiert vom Einzelnen in die Struktur, die sich dann geradezu tödlich kalt zeigt, ein überaus potenter Sexismus gegen Männer. Die Struktur zeigt sich dort kalt, wo es den Jungen bereits im „jungenfeindlichen Biotop Schule“ das ganze Leben versaut; die Struktur zeigt sich dort, wo kleinste Unannehmlichkeiten bei Frauen zu nationalen Skandalen aufgebauscht werden, Not und Elend bei Männern kein Thema sind; die Struktur zeigt sich dort, wo das Geschlecht tausender ermordeter Männer verschleiert wird aber Mord an den höherwertigen Menschen schwerer bestraft wird; die Struktur zeigt sich dort, wo bereits Blicke als Übergriffe gegen Frauen gelten aber eine Vergewaltigungskultur gegen Männer toleriert wird; die Struktur zeigt sich dort, wo man in heiteres Gelächter über einen brutalst verstümmelten Mann ausbricht; die Struktur zeigt sich dort, wo in einem fröhlichen Action-Spektakel ein namenloser Mann nach dem anderen sein Leben lässt, aber der Filmspaß gründlich verdorben wäre, wenn dies Frauen oder Kindern passieren würde; die Struktur zeigt sich dort, wo man Männer in Not als selbst schuld abfertigt; die Struktur zeigt sich dort, wo man mit ihrer Hilfe den Holocaust und andere Massaker einleitet; Diese Struktur basiert auf dem Empathy-Gap gegenüber Jungen, Vätern und Männern. Selbst bei größter Not agiert man gegenüber kalt und herzlos, und wo man diese Not anspricht, wird dieses Ansprechen als Opferideologie abgetan.

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