Archiv für den Monat August 2018

Crumar: Opfer-Olympiade

Ein Kommentar, zu wertvoll um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Es ist nicht nur so, dass sie vom „Lagerdenken“ erfüllt sind, sondern ihr komplettes Denken basiert auf einer faulen, merkbefreiten Kopie einer US-Theorie, die nicht nur nicht auf deutsche Verhältnisse passt, sondern auch noch völlig absurd und unpolitisch ist. Ihre „Opfer-Olympiade“ gibt bereits vor einem Wettkampf kund, wie sie sich die Besetzung des Treppchens vorstellen: ganz oben kommt „race“, dann kommt „sexual orientation“, dann kommt „gender“. Dass da „class“ nicht steht ist kein Wunder, sondern Ausdruck der sozialen Schicht, aus der die Theoretiker/-innen stammen, die die Theorie der „triple oppression“ pervertiert haben.

Diesen Merkmalen wird per se unterstellt, irgendwie widerständig zu sein – obwohl man in mindestens 2 von den 3 Merkmalen einfach hineingeboren wird. Es sind biologische Merkmale, die nicht – bzw. mit einem Höllenaufwand s. Trans – reversibel sind.

Wenn im Artikel ernsthaft kritisiert wird: „Eine verkürzte Kapitalismuskritik ersetzt eine umfassende Analyse gesellschaftlicher Verhältnisse.“, dann hat sie meinen Beitrag nicht verstanden. Die „gesellschaftlichen Verhältnisse“, die mit der Opfer-Olympiade  hergestellt werden, entstammen direkt aus der Biologie, der unterstellt wird, für die Individuen Schicksal zu sein. Dieser biologistische Determinismus wird hier so dargestellt: „Nur sind weiße, heterosexuelle Männer nunmal strukturell nicht von Diskriminierung betroffen, da sie Teil der weißen Mehrheitsgesellschaft sind.“

Mir „verkürzte Kapitalismuskritik“ vorzuwerfen (ein Ausdruck, der von Antideutschen erfunden worden ist) ist komisch, denn sie ersetzt gesellschaftliche Verhältnisse durch biologische. Bevor Gesellschaft, deren Sozialstruktur, analysiert wird, ist diese Gesellschaft bereits fein säuberlich auf der Basis der „Biologie“ sortenrein sortiert.
DAS sind ihre „gesellschaftlichen Verhältnisse“ – ohne Beruf, Einkommen usw.
Also gar keine.

Die Biologistin demzufolge: „Nur sind weiße, heterosexuelle Männer nunmal strukturell nicht von Diskriminierung betroffen, da sie Teil der weißen Mehrheitsgesellschaft sind.“
Was bekannterweise heißt: der weiße, heterosexuelle, obdachlose Mann soll erst man seine Privilegien checken! Deshalb wird diese Denkweise von den (kapitalistischen) Mainstreammedien einerseits hofiert und haben anderseits die „Demokraten“ in den USA die Wahl verloren. Dass Schwarze – besonders schwarze Männer – in den USA überproportional von Armut betroffen sind, steht außer Frage, aber die Mehrheit der Armen ist WEISS. In der Theorie der Autorin kann diese Realität nicht existieren, weil sie nicht existieren darf. Also muss diese Mehrheit verschwinden – das macht diese „Theorie“ als Verschwörungstheorie so nützlich.

Der – mit neoliberalem Denken völlig kompatible –Schluss der „Theorie“ ist nämlich: da die Weißen (besonders die weißen Männer) dank ihrer Hautfarbe privilegiert geboren worden sind, haben sie aus ihren Privilegien einfach nichts gemacht. Demnach sind sie bspw. an ihrer Armut selbst schuld und sind als Objekt von Hass und Hohn völlig legitim.

Nimm das, white trash! Niemand würde sich trauen, einen Menschen auf der Basis seiner schwarzen Hautfarbe als Müll zu bezeichnen – so aber funktioniert es.
Inhumanes Denken, die sadistische Freude (nicht nur die mangelnde Empathie) am miserablen Zustand anderer Menschen ist keinerlei Problem, wenn es sich gegen Weiße – vorzugsweise männlich – richtet.

Das – gelinde gesagt – Problem dieser Denkweise ist also, mit ihr kann man nicht für eine menschliche Gesellschaft kämpfen, denn sie ist reverser Rassismus und Sexismus und Beispiel für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Die Theorie hat zudem in ihrem verschwörungstheoretischen Wahn, Männer („Sie“) würden umfassend die Welt regieren – obwohl es sich bei dieser Gruppe eigentlich um Abschaum handelt – unverkennbar antisemitische Züge.

Die durch die „Theorie“ betriebene „Mitleidslenkung“ auf Frauen und gesellschaftliche Klein- und Kleinstgruppen – die ausschließlich diskriminiert werden können – hat einerseits das ökonomische Motiv, eifersüchtig Pfründe zu wahren, die eine feministische Bürokratie und der Staatsfeminismus erkämpft hat. Wenn der Staat sich zudem um Männer gar nicht zu kümmern braucht, weil die per se keine Nachteile haben können, spart man 50% an staatlichen Geldern für deren Wohlbefinden als gesellschaftliche Gruppe. Wenn man sich die Gruppe der Jungen ignoriert und sich nur um die Untergruppe der schwulen Jungen sorgt, ist das Einsparpotential 95-97%.
Win-win.

Nachdem andererseits klar ist, wer ausschließlich Opfer ist und alleinig sein kann, ist auch klar, wem Kompensation für dieses Opfer-Dasein gebührt. Die Antwort auf die Frage, warum die Autorin so eifrig eine „Theorie“ verwendet, die falsch, rassistisch, sexistisch, tendenziell antisemitisch und inhuman ist, erschließt sich, wenn man berücksichtigt: „Luka Lara Charlotte Steffen studiert Regie“.

Und nachfolgend einen Blick auf: „Pro Quote Film“ – Neue Initiative fordert Frauenquote für die Filmbranche“ wirft.
https://www.deutschlandfunk.de/pro-quote-film-neue-initiative-fordert-frauenquote-fuer-die.691.de.html?dram:article_id=409675

„Die Initiative Pro Quote Film fordert daher unter anderem eine 50 Prozent Quote mit ausgewogenen Verhältnissen, Parität in Gremien, Gendermonitoring, gerechte und gleiche Bezahlung, Genderkompetenz und Innovation gegen Stereotype, eine Aufarbeitung des Filmerbes mit Aufnahme von Frauen in den Kanon und Diversität als Erfolgsfaktor.“

Das ist – sozusagen – die ökonomische Basis ihrer Theorie.
Erst kommt die Quote, dann kommt die Moral.

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Warum Männer Müll sind und der fehlende Glaube an die potente Frau

Eingangs eine steile These: Männerrechtler achten Frauen mehr als männliche Feministen. Ich komme darauf am Schluss nochmal zurück, vorerst will ich auf die #menAreTrash-Kampagne eingehen:

Aufgrund der jüdischen männlichen Strukturen ist also Antisemitismus Misandrie gut, richtig und berechtigt. Mit diesem Vergleich sind wir dann auch ganz nah dran, was den Unterschied zwischen Antisemiten und Männerfeinden angeht: Erstere werden ernst genommen. Wenn sich ein Nazi hinstellt, und erklären würde, aufgrund der jüdischen Strukturen seien Juden Müll und Antisemitismus goldrichtig, man würde ihn ernst nehmen. Das bedeutet, dass man ihm wegen Volksverhetzung den Prozess machen würde. Denn man würde davon ausgehen, dass derartige Hassrede brutale Konsequenzen zeitigen könnte; bei männerhassenden Frauen sieht man das offenbar anders.

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… keine Konsequenzen

Als weiteres Beispiel ließe sich Femen anführen: Diese kündigten schon mal an, dass das Blut der Männer fließen würde und posierten mit abgeschnittenen Genitalien von Männern. Auch hier: Niemals könnte ein Männerrechtler sowas umgekehrt in einer Zeitung vertreten und dabei noch Wohlwollen erwarten. Man würde ihn ernstnehmen, er hätte juristische Konsequenzen zu befürchten, er wäre geächtet.

Wer hingegen nicht geächtet ist, ist die gewaltverherrlichende Hasspredigerin Alice Schwarzer: Ihre Jubelrufe über abgeschnittene Penisse – mit das schlimmste, was man einem Mann antun kann – blieben ohne Konsequenzen in der von ihr phantasierten Männerherrschaft, dem „Patriarchat“, in welchem „Männer auf Provokation mit Gewalt reagieren…“

Hassrede also, wie man sie umgekehrt Männern niemals durchgehen lassen würde, wird schlicht nicht ernst genommen oder als berechtigt eingeordnet. Dass dem so ist, liegt mit an der herrschenden, feministischen Vorstellung von der unterdrückten Frau. Die Frau wird nicht als machtvoll wahrgenommen sondern stets als schwach, als unterdrückt, als Opfer eben – Kampagnen wie #aufschrei oder #metoo tun ihr übriges, dieses Bild zu zementieren.

Dass das für den Mann fatal sein kann, wenn es zu einer Machtprobe mit einer Frau kommt, wird ihm erst bewusst, wenn er eben in einen solchen Konflikt mit einer Frau gerät. Dann, wenn er etwa von seiner Frau misshandelt wird, und er der einzige Schutz für seine Kinder ist, erlebt er, dass niemand, von der Polizei über den Gutachter bis zum Familienrichter, ihm Glauben schenkt, dass sie und nicht er der Gewalttäter in der Beziehung ist.

Oder der Vergewaltigungsmythos, dass Frauen bei „sowas“ nicht lügen, was eine männliche Existenz leicht und vorsätzlich vernichten kann, selbst wenn er nicht vor Gericht schuldig gesprochen wird.

Oder er erlebt, wie ihm die Kindsmutter die Kinder entzieht und sie umprogrammiert, zum Hass gegen ihn erzieht, denn Feministen, die den ganzen Diskurs beherrschen, wissen: Sowas wie PAS ist nichts weiter als ein Märchen von entmachteten Trennungsvätern, die nur Macht über die Mutter ausüben wollen.

Viele Männer lernen es also nur auf die harte Tour.

Die Frau wird also niemals als mächtig, stark und potent dargestellt (es sei denn in dieser Karrikatur der „Powerfrau“, die aber niemand wirklich ernst nimmt), sondern stets als Opfer der patriarchalen Strukturen. Daran haben Feministen einen großen Anteil, indem sie Frauen immer als diesen Umständen ausgeliefert zeichnen – siehe #metoo. Feministen schreiben damit Geschlechterverhältnisse fest, die zu überwinden zu wollen sie angeben. Das wirkt zum Vorteil der Frau. Denn: Sicher, das Bild der Frau als „schwach“ ist nicht gerade schmeichelhaft, aber es ist besser, in einem möglichen Konflikt unter- als überschätzt zu werden – mit dem Opferstatus erwirbt man Anspruch auf Entschädigung, Kompensation und Glaubwürdigkeit. Die durchschnittliche Frau stört es nicht weiter, dass sich niemand vorstellen kann, dass sie es ist, die in einer Beziehung die Täterin ist, denn sie weiß wohl um den Vorteil: Ruf doch die Polizei, die glauben dir eh nicht!Schon Esther Vilar merkte an:

Die langlebigere, entweder gar nicht oder nur zeitweise erwerbstätige und insgesamt trotzdem vermögendere Mehrheit wird einem als Opfer der kurzlebigeren, immer erwerbstätigen und insgesamt trotzdem ärmeren Minderheit präsentiert. Es gibt jedoch wenig Frauen, die über diese Auslegung laut lachen. Die meisten lächeln aus naheliegenden Gründen still in sich hinein.

Ein Kumpel von mir sagte mal, dass ihm der Charakter einer Partnerin egal wäre, wenn sie nur gut aussehen würde. Hier spricht die ganze Verachtung für das vermeintlich schwache aber auch schöne Geschlecht: Der Mann ist damit überfordert, sich die Frau als stark und potent vorzustellen, also auch als eine, die einem erheblich zusetzen, verletzen, vernichten kann. Männerrechtler hingegen kennen diesen Aspekt der Weiblichkeit: Sie sehen Frauen nicht als in jeder Hinsicht schwache Wesen, die ihre Interessen nicht vertreten können und auf Gedeih und Verderb irgendwelchen Kräften ausgeliefert sind. Männerrechtler respektieren Frauen damit mehr und haben ein besseres Bild von ihnen als Feministen.

Robert Pfaller über Identitätspolitik als neoliberale Agenda

Auf der Ebene der Politik unternimmt man nichts gegen die massiven Reallohnverluste, welche die untere Hälfte der Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten hinnehmen musste. Man lässt Arbeitslose mit Maßnahmen wie Hartz IV verwahrlosen – bezeichnenderweise nimmt die aktuelle österreichische Rechts-Rechts-Regierung dieses Programm der Schröder-Sozialdemokratie derzeit zum Vorbild.

[…]

Auf der Ebene der Kultur dagegen zeigt man geradezu erstaunliches Verständnis für noch so kleine Sorgen oder Empfindlichkeiten – vor allem für solche, die mit Fragen der sogenannten ethnischen, kulturellen, religiösen oder sexuellen etc. „Identität“ verbunden sind. Man diskutiert öffentlich über sogenannte „Mikroaggressionen“, empfiehlt die Vermeidung von Worten oder Gesten, die irgend jemanden verletzen könnten (meist lange, bevor tatsächlich irgend jemand sich verletzt fühlt), und denkt voller Ernsthaftigkeit darüber nach, wie viele Geschlechter es geben könnte und ob wir derzeit wohl eine Toilettentüre zu wenig oder aber eher eine zuviel haben.

Weiterlesen:

Herkunft ist kein Ersatz für Zukunft

Weshalb die Obsession mit Identitätspolitik Stammesdenken, Opferkult und Entsolidarisierung vorantreibt.

Warnung vor trennungsfaq.de

Neben der echten Seite trennungsfaq.com existiert eine Seite unter trennungsfaq.de, welche ich als ein reines Manöver betrachte, um von den tatsächlich hilfreichen Ratschlägen auf trennungsfaq.com abzulenken. Der Trennungsvater auf der Suche nach Rat strandet vielleicht auf *.de und wird dort mit lauwarmen Ratschlägen abgespeist, wonach man sich doch einfach nicht streiten sondern vertragen soll, dann sei alles in Butter. Er soll getäuscht werden. Der blanke Hohn ist erreicht, wenn etwa bei Umgangsboykott dazu geraten wird, sich an das Jugendamt zu richten. Das Jugendamt ist aber nicht Teil der Lösung sondern Teil des Problems. Das Jugendamt gehört zu dem Väter zerfleischenden Bund aus Kindsmutter, Gutachtern, Familiengericht und eben Jugendamt – diese Institutionen sind selbst massiv väterfeindlich ausgerichtet, weshalb von ihnen keine Hilfe zu erwarten ist.

Das, was man auf der Fake-Seite also als „guten Rat“ erhält, ist der Weg in den Untergang. Ich halte die Betreiber der Seite für Feminsten, die einseitig parteiisch für die Mütter agieren, an der vaterlosen Gesellschaft arbeiten und mitverantwortlich sind für Elend, Not und Tod unter Kindern wie Vätern.