Männer in Reizwäsche

Mann in Pin-Up-Frauenpose

Der Künstler, von dem dieses Kunstwerk rechts stammt, hat ein wichtiges Anliegen: Er will auf Sexismus aufmerksam machen. Deshalb stellt er Männer in Frauenposen dar, was dazu führen soll, dass der Beobachter seinen Sexismus reflektiert. Denn Männer in Frauenposen wirken: Lächerlich. Und damit sei es frauenfeindlich, Frauen in Frauenposen darzustellen, denn diese würden dadurch auch lächerlich gemacht und erniedrigt werden.

Das schießt nahtlos an an die Theorie, dass sämtliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern sozial konstruiert seien – einschließlich der Heterosexualität. Linguisten – von denen solch kruden These stammen – haben somit offenbar keine Ahnung etwa von Evolution, in welcher Heterosexualität zu Fortpflanzung und damit zur Erhaltung der Art führt – und zwar so einer Art, die eben heterosexuell ist. Deshalb unterscheiden sich die Geschlechter – auch was ihre Wahrnehmung betrifft. Wenn ein Weibchen ihren Hintern in einer aufreizenden Pose präsentiert, ist das für Männer sexy – das kommt von Sex und führt zu Sex. Weibliche Sexualität hingegen ist etwas anders gestrickt, vermutlich weil für sie Fortpflanzung wesentlich aufwendiger und auch riskanter ist – wenn der Lebensunterhalt nicht gesichert ist, kann man schon mal verhungern – womit es für Frauen nicht so sinnvoll ist, ohne weiteres auf einen hingehaltenen Männerhintern drauf zu springen. Nein: Wenn Frauen so wie Männer ticken würden, dann hätten sich Männer – die Chance nutzend, eine Frau ins Bett zu kriegen – immer schon in Pin-Up-Posen gezeigt, ganz selbstverständlich, und dann würden sie darin auch nicht „schwul“ oder lächerlich wirken.

Jetzt gibt es ein Unternehmen, dass Reizwäsche für Männer anbietet, und damit wirbt, dass diese von immer mehr Männern „entdeckt“ wird. Nun, wenn sich manche Soziologiestudenten, die Männlichkeit „dekonstruieren“ wollen, zum Affen machen, dann ist das ihr Ding. Etwas anderes kotzt mich an, wie zum Beispiel bei dieser Berichterstattung hier, dort heißt es:

An sich ein guter Gedanke, wenn man bedenkt, dass wir in unserer Gesellschaft alles daran setzen, Frauen die gleichen Rechte und Möglichkeiten wie Männern einzuräumen. Andersrum sollte Gleichberechtigung schließlich auch funktionieren.

Was für eine bodenlose Heuchelei! Wenn es diesen angeblichen Männerfreunden wirklich um Gleichberechtigung ginge, dann würden sie mal thematisieren, dass Jungen im Schulbetrieb systematisch abgehängt werden. Sie würden mal kritisch anmerken, dass es ein Widerspruch ist, dass Männer angeblich bevorzugt seien, aber die große Masse der Selbstmörder stellen. Sie würden die Benachteiligung der Väter im Sorgerecht anprangern. Ich stellte hier schon mal die Frage, warum es diesen Anhängern der „Gleichberechtigung“ eigentlich scheißegal ist, wenn ein Mann obdachlos unter einer Brücke krepiert, sie aber voller Leidenschaft dabei sind, wenn es um das Recht der Männer geht, auch Röcke zu tragen. Um mich zu wiederholen: Das liegt daran, dass der Mann mit der Verweiblichung der Lächerlichkeit preisgegeben wird. Seine Erniedrigung ist es, was die Freude auslöst. Ein Mann, der sich in Reizwäsche kleidet, markiert die dekonstruierte Männlichkeit und ist damit höchstes Ziel der Genderisten.

8 Gedanken zu „Männer in Reizwäsche

  1. Gerhard

    „Wenn es diesen angeblichen Männerfreunden wirklich um Gleichberechtigung ginge, dann würden sie […] “

    …nicht behaupten, dass ein hoher Männeranteil inakzeptabel sei, ein hoher Frauenanteil aber rundweg zu begrüßen.

    „In Giffeys Ministerium zumindest sind die Frauen auf der Führungsebene deutlich in der Überzahl. „Wir sind die Guten“, sagt Franziska Giffey.“

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article181359794/Giffey-und-die-Frauenquote-Penetranz-schafft-Akzeptanz.html

    Auch der Rest des Artikels ist eine Kampfansage an alle Männer. Es ist Krieg. Einseitig und auch gegen die Schwächsten und Kleinsten.

    Und weil es gerade paßt: http://www.spiegel.de/kultur/musik/goeteborg-warum-bei-diesem-rockfestival-nur-frauen-willkommen-sind-a-1226074.html

    Antwort
  2. Mona

    anprangern ist eins…. Frauen haben während GENERATIONEN dafür gekämpft, dass die Diskriminierungen ihnen gegenüber abgebaut werden. Ja, du hast recht: Auch Männer erleben Nachteile und Diskriminierungen. Aber ändert sich daran was wenn du nur rumtrompetest, dass dir dabei das Kotzen kommt – oder tust du auch was dagegen?

    Antwort
    1. Fiete

      Gegenfrage, @Mona:
      Hast Du, außer ( Deinen abgestandenen ) Trompetenparolen, irgendetwas zum Ausdruck bringen wollen? Falls ja, was?
      Na gut, ich erleichtere Dir die Sache und gebe einen vor:
      „Frauen haben während GENERATIONEN dafür gekämpft, dass die Diskriminierungen ihnen gegenüber abgebaut werden.“

      So? Welche? Wann? Mit welchem Ergebnis?
      Männer nicht? Schon gar nicht für Frauen?
      Wer hat denn das allgemeine Wahlrecht erkämpft, hmmm?
      ( Und komme nicht mit erneuten – glatt erlogenen – Trötereien, wie: „Pankhurst hat das Frauenwahlrecht erkämpft“, sonst verspreche ich, daß Du hier zu verbalem Döner geshreddert wirst, vermutlich nicht nur von mir )

      Antwort
        1. Fiete

          Ich wollte ihr noch ’ne reelle Chance lassen, von wegen „Rücksicht auf das hilflos unterdrückte Geschlecht“ und sooo …
          ( Jetzt lese ich aber erstmal in Ruhe Deinen DHM-Beitrag )

          Antwort
    2. uepsilonniks Autor

      Hallo Mona,

      Männer haben immer auch für Frauen gekämpft, aber interessante Haltung, dass Du nicht gegen Ungerechtigkeiten vorgehst, wenn Du als Frau nicht von diesen betroffen ist. Zu deiner Aufforderung, mal was zu organisieren… die ist nicht neu:

      Lucas Schoppe und Billy Coen: „Männer müssen sich selbst organisieren!
      Während Frauen also ununterbrochen bei all ihren Sorgen bis hin zu lächerlichsten Petitessen jederzeit von allen Seiten die roten Teppiche entgegenrollen, werden Männer, die auf Dinge wie Selbstmordraten, Arbeits- und Obdachlosigkeit, in Gesetzen festgeschriebene Diskriminierung von Männern, etc. pp. hinweisen, sofort entweder ausgelacht oder gleich direkt als ewig gestrige Reaktionäre, wenn nicht gar als Rechtsextreme verunglimpft.

      Und so einseitig, wie Du es darstellst, war das mit den Diskriminierungen auch nicht. So wurde Männern abverlangt, das wertvollste im Leben – das Leben und Gesundheit – zu gefährden im Kriegszwangsdienst. Führende Feministen wie die Suffragetten waren für das Frauenwahlrecht und gleichzeitig für die Wehrpflicht für Männer – und zwar sehr offensiv. Wer Benachteiligung allein bei Frauen sieht, hat sich Blindheit auf dem zweiten Auge verordnet:

      Dem Ehe- und Familienrecht lag ein veraltetes Rollenmodell zugrunde, dessen Aufgabenteilung sich in Jahrhunderten schwieriger Überlebensbedingungen bewährt hatte, um den Preis, dass sowohl Frauen als auch Männer in das Korsett einengender Rollenzuschreibungen gezwängt wurden. Die Frau war auf die Rolle der Hausfrau festgelegt, der Mann hatte die gesetzliche Verpflichtung, die Familie zu schützen und zu ernähren.

      Freundliche Grüße uepsi
      p.s.: Ich trompete nicht, ich posaune.

      Antwort

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