Journelle muss mit Männern reden

Nach Eigendarstellung ist Journelle, die mit Männern reden muss, eine Wonderwoman, die eigentlich für ihren häuslichen unbezahlten Job ein Gehalt von 3000€ verdient hätte und für ihren außerhäuslichen Job trotz Teilzeit einen Sitz im Vorstand – mindestens! Denn während sie schuftet und malocht würden sich die Männer in undurchschaubaren Netzwerken die Pöstchen zuschieben.

Aber gut, gehen wir ihre Anklage ihr Gesprächsangebot Punkt für Punkt durch. Als erstes aber zur Ernüchterung: Die gute Journelle hat mich auf Twitter blockiert, und das obwohl ich noch nie was mit ihr zu tun hatte. Kein guter Anfang für ein offenes Gespräch.

Aber dennoch gehe ich ihre Anklagen durch und kommentiere sie jeweils. Ich freue mich auf eine hitzige Debatte:

1.) Männer seien privilegiert, Frauen nicht.

2.) Dass Männer im Bewerbungsgespräch nicht nach ihren Kinderwünschen gefragt werden, Frauen schon (was übrigens illegal ist und empfindlich bestraft wird), ist ein sekundärer Nachteil aus dem primären, weiblichen Privileg, sich dem Arbeitsleben entziehen zu können und einen Mann für sich arbeiten zu lassen. Jeder weiß, dass so gut wie keine Frau bereit ist, die Ernährerrolle zu übernehmen und über Jahrzehnte hinweg den Löwenanteil des hart erarbeiteten Geldes an Mann und Kinder abzugeben. Dieses primäre Privileg hat auch weitere sekundäre Folgen, wie bspw. geringer Repräsentanz in Führungsposition, was schlicht die Folge dessen ist, dass derjenige (auch ein Mann) weniger verdient und weniger hoch aufsteigt, der weniger arbeitet, sich weniger engagiert.

3.) Dass sie mit einem Teilzeitjob das Pensum eines Vollzeitjobs leiste, lege ich unter „maßlose Selbstüberschätzung“ ab – auch dass sie das bei anderen Frauen und Kolleginnen so sieht. Wenn es so wäre, warum führen dann Frauen mit solchem Hochleistungsvermögen nicht ihre eigenen Unternehmen an die Weltspitze und stechen die blöden Männerunternehmen aus?

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4.) Sie sieht ihr Care-Arbeit zu Hause als „unbezahlt“ an. Das ist Humbug, sie bekommt das Gehalt eines Mannes, entweder ihres Partners oder aber Unterhalt bzw. Unterhaltsvorschuss. Und dass ihre Tätigkeit 3000€ wert sei ist ebenfalls in Zweifel zu ziehen. Wie lange dauert eine Ausbildung zur Mutter und Hausfrau? Eine Woche? Zwei Monate? Drei Semester? Wieviel ist diese Qualifikation wert? Und leistet sie gute Arbeit? Was, wenn das Kind schlecht in der Schule ist, abschmiert? Entziehen wir dieser Minderleisterin dann ihre Lizenz zum Erziehen?

5.) Konkurrenzkampf: Frauen mit dem entsprechenden Background haben es auch einfacher als die Konkurrenz. Ursula von der Leyen etwa hat gewiss nicht ganz unten angefangen mit Plakatekleben um es in Rekordzeit zur Bundesministerin zu bringen. Und sie stellt dabei auch nicht gerade Kompetenz unter Beweis. Die angesprochenen Medizintests in Japan wurden offenkundig illegal manipuliert, während in Wien männliche Studenten ganz offiziell benachteiligt werden.

6.) Hatten wir schon, aber: Von Frauen wird deswegen angenommen, dass sie sich um die Kinder kümmern, weil es so ist, und das ist so, weil sie es so wollen.

7.) Dass es Männerhass im Feminismus gebe sei ein Irrglaube… Dazu: Eine Umfrage unter feministisch gesinnten Studentinnen kam zu dem Ergebnis, dass diese in zwei große Gruppen zerfallen: Die einen leugnen, dass es sowas wie Männerhass im Feminismus gebe, die anderen finden, Männer hätten ihn verdient.

8.) Im Patriarchat geht es ja auch nicht allen Männern gut.

9.) Anschließend lässt sie sich über PickUp aus, welches Männern lehre, sich wie Arschlöcher aufzuführen und „übergriffiges Verhalten“ fördere. Ich lasse sie sich selbst widersprechen, denn das, was sie dazu schreibt, ist so herrlich selbstentlarvend:

Ich befürchte, dass manche Menschen Leidenschaft mit sexueller Übergriffigkeit verwechseln. Sehr gern werde ich an die Wand gedrückt und wild geküsst aber doch nicht von jedem daher gelaufenen Heini!

Du siehst nicht aus und hast auch nicht soviel Kohle wie George Clooney? Na dann verpiss dich! Wie kommst Du Loser auf die Idee, sie hätte Interesse an dir? Was Vertreterinnen solchen Nonsense nicht verstehen… Nein: sich weigern, zu verstehen, ist, dass man vorher nicht wissen kann, ob eine Annäherung willkommen ist oder nicht, und das Fragen tötet die Stimmung. Letztlich läuft es wohl darauf hinaus, dass die Frau ermächtigt werden soll, Verhalten willkürlich als Übergriff oder Belästigung definieren zu können.

10.) Männer sind ebenso von sexueller Belästigung betroffen.

11.) Ein Mann wäre genauso verurteilt worden, und vermutlich hätte man ihn härter bestraft, denn Männer werden härter bestraft bei gleichen Delikten.

12.) Ich mag Kavanaugh auch nicht, aber er wurde Opfer von Falschbeschuldigungen.

13.) Männern ist es nicht egal, ob Frauen vergewaltigt werden. Dazu schreibe ich an anderer Stelle zu dieser bösartigen Verleumdung:

Ein Vergewaltiger darf sich nicht mehr zum Kreis der Männer zählen, die willkommen sind. Man verliert seinen Job. Seine Freunde. Auch die Familie kann sich von einem abwenden. Im Knast wird man regelmäßig zusammengeschlagen. Horst Arnold bezahlte mit seinem Leben. Selbst an den Haaren herbeigezogene Anschuldigen entfalten katastrophale Wirkungen, siehe bspw. Punkt 10.

Der eigentliche Skandal ist, dass Falschbeschuldigerinnen regelmäßig davonkommen und bei weitem nicht so gehasst werden wie Vergewaltiger.

So, das war’s. Ich werde drüben hierauf verweisen, bin aber skeptisch, ob sich was ergibt.

8 Gedanken zu „Journelle muss mit Männern reden

  1. Fiete

    Ne hysterische Zicke, die Bock hat Ärger anzuzetteln. Dafür spinnt sie sich selbst hanebüchensten, verlogenen Schwachsinn zusammen, bzw. kopiert den Müll von Passmann u.ä. Hasspredigern.
    Schwört, daß es 100%ig wirkt, wenn sich Männer, um eine Frau in’s Bett zu kriegen, sich nach ihrer erzfeministischen Definition übergriffig verhalten ( durch intensiv sexualisierte Vorabgespräche ).
    Na klar, vielleicht fickt sie tatsächlich mit solchen Kerlen, dann aber sicherlich nur, um dieselben hinterher wegen Vergewaltigung ( wohlmöglich öffentlich ) anzuzeigen!

    Arne macht es mittlerweile so, daß er meist nur noch über Archivseiten auf solche Knallchargen verweist, um denen nicht auch noch Clicks zu liefern.
    Sollen sie doch in ihren stinkenden Filterblasen vergammeln …

    Antwort
  2. Carnofis

    „Dankwart“ hieß der Comic oben. War einer von mehreren Einzeilern in der Mopo in den 60ern und 70ern. Der und „Willi Wacker“ waren die einzigen Beiträge der Zeitung, die ich regelmäßig las :)

    Ja, damals konnte man sowas, wie das oben noch problemlos schreiben und damit ein Schmunzeln erwirken.
    Heute gibt die unverändert gültige Tatsache aber keine Frau mehr zu und Feministinnen würden sich sofort empören.

    Antwort
    1. Fiete

      Jo! Wobei ich gestehen muß, daß ich der Vollständigkeit halber auch das Phantom ( Walker, der Held von Xanadu ) auch studiert hab.
      Alle drei Eindeutschungen aus englischen Blättern.
      Wer es genauer wissen will:
      https://www.google.com/search?ei=RRXoW72cNseakwWr6YeIBw&q=andy+capp&oq=Andy+Cap&gs_l=psy-ab.1.0.0l2j0i7i30k1j0i10k1j0l6.36510.39614.0.45960.9.9.0.0.0.0.86.664.9.9.0..2..0…1.1.64.psy-ab..0.9.662…0i7i30i19k1j0i7i10i30i19k1j0i19k1j0i7i10i30k1j0i67k1j0i131k1.0.dDuxNkkvAJg

      Antwort
        1. Fiete

          Ich sehe gerade, daß es reicht, das von WP erkannte und markierte anzuklicken, der schwarze Rest sind vermutlich überflüssige Zusatzdaten.

      1. Carnofis

        Phantom (mit dem Totenkopfring als Markenzeichen (jedenfalls der Abdruck auf dem Kinn des Bösewichts ;) )) hab ich auch so mitgenommen, aber den fand ich nicht so prickelnd. Das war – wenn ich mich recht entsinne – auch ne Fortsetzungsstory, man musste also jeden Tag die Geschichte verfolgen. Dazu fehlte mir als kleiner Junge die Geduld.
        Mein Favorit war Willy Wacker. Dass das Original aus England stammt, überrascht mich doch. Eigentlich ist er ja ein typisch deutscher Arbeiter mit Hang zum Bier, wie ich es auch als Realität kennengelernt hatte ;) .
        Aber anscheinend sind die Arbeiter überall gleich.

        Antwort

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