Mädchenmannschaft in den 50ern hängengeblieben

Auf Mädchenmannschaft gibt es die jämmerliche Klage, dass er nicht ausreichend im Haushalt mithilft, dass eine 50:50 Verteilung der Hausarbeit nicht oder nur selten gelingt. Darauf, dass es sich um einen längst widerlegten Mythos handelt, dass Männer faule Haushaltsmuffel seien, möchte ich auch gar nicht näher eingehen. Denn ein anderer Punkt finde ich mehr als verräterisch: Am Ende der Heularie wird mal wieder die Klage geführt, dass er – ER! Der Mann – nur selten Unterhalt zahlt.

Es kommt also im Universum dieser Mädchenmannschaft gar nicht vor, dass sie die Hauptverdienerin in der Ehe ist, sodass sie und nicht er zu Unterhalt verpflichtet wird. Sie beschweren sich darüber, dass er, der damit mehr arbeitet, sich nicht genügend im Haushalt beteiligt, nehmen aber zugleich nicht Abstand von der traditionellen Rollenverteilung.

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So halten Frauen die traditionelle Rollenverteilung am Leben.

Der Grund, warum es mit der „Gleichstellung“ nicht klappt, ist ein fatales Missverständnis im Geschlechterkrieg. Die traditionelle Rollenverteilung, in welcher sie weniger oder gar gar nicht arbeitet, ist kein Nachteil der Frauen sondern ein Privileg. Weshalb die ganzen Warnungen vor der Ehe, sei es, dass der weibliche Tätigkeitsbereich, die Küche, als „Frauenknast“ missinterpretiert wird, sei es, dass Parolen wie „Wer sich nicht wehrt, endet am Herd!“ skandiert werden, nicht fruchten. Kein Mensch, der in unserer Gesellschaft aufwächst, kann der Propaganda entgehen, wonach das Hausfrauenmodell eine Knechtung  ebendieser Frau darstellt. Dennoch streben die meisten Frauen dieses Modell an, kommen gar nicht auf die Idee, das Geld selber zu erarbeiten um es dann an Mann und Kind abzugeben. Denn es handelt sich hierbei um Propaganda, die von blöden Hühnern in privilegierten Amüsierberufen verbreitet wird, die nichts mit echter Arbeit zu tun haben. Arbeiten zu müssen, wie es für die meisten Männer gilt, ist kein Privileg, sondern ein Nachteil, und Frauen, die sich diesem Zwang entziehen können, machen das natürlich.

Wären die Rotzlöffel der Mädchenmannschaft tatsächlich emanzipiert, und würden sie eine tatsächliche Überwindung der traditionellen, privilegierten Rollenverteilung anstreben, dann wäre es selbstverständlich, dass sie sich selbst in der Unterhaltspflicht sehen würden oder aber gleich das Wechselmodell anstreben. So emanzipiert sind sie aber nicht, – Rechte ja bitte, Pflichten Nein Danke. Und so sehen sie Weibchen und Männchen ganz in den traditionellen Rollen, in welchen sie die Kinder bekommt und er auf eine Zahlfunktion reduziert wird – nix mehr mit modernen Rollenmodellen. Denn was sich zur Dauerklage über die „Unterhaltspreller“ sagen lässt: Frauen – wenn verpflichtet – kommen ihrer Unterhaltspflicht so gut wie nie nach – für eine Restfamilie zahlen, von der man nichts mehr hat, so dumm sind nur Männer, von denen sich Frauen in Sachen selbstloser Sorge eine ganz dicke Scheibe abschneiden können.

Die Pseudoemanzipierten halten also selbst genau das am Leben, was sie vorgeben überwinden zu wollen: Das primäre Privileg der Frau, von der Arbeit freigestellt zu werden, welches der zentrale Punkt ist für die gesellschaftlichen Verhältnisse – die sekundären Nachteile – die dann von Feministen beklagt werden, z.B. dass sie in Führungspositionen in Politik und Wirtschaft weniger vertreten sind oder weniger verdienen. Scheinbare Nachteile nur, denn die Männer in Chefpositionen sind Frauendiener, die bereitwillig ihr Einkommen an die Frauen abgeben.

8 Gedanken zu „Mädchenmannschaft in den 50ern hängengeblieben

  1. Miria

    Ich kann mir beides vorstellen: mich Zuhause um Kinder zu kümmern ebenso wie arbeiten zu gehen. Mein aktueller Freund kann nicht viel arbeiten (und wenn er Pech hat, bekommt er bald Rente), dass bedeutet, dass ich im Falle einer Familiengründung Hauptverdiener wäre. Ich sehe da überhaupt kein Problem drin, denn für den Menschen, den ich liebe, mache ich das gerne. Ich verstehe nicht, warum tatsächlich dieses Thema von beiden Seiten so gerne als Streitthema genutzt wird.

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    1. Fiete

      Wieso von beiden Seiten? Bis jetzt habe ich immer noch den Eindruck, daß Feminismuskritiker sich i.d.R. für freie Wahl für beide ( Gleichberechtigung UND gleiche Wertschätzung ) einsetzen, während die ( weiblichen ) Femis ( mit Unterstützung ihrer Allies ) im Schnitt auf ihre eigenen Geschlechtsgenosinnen einprügeln, daß das ja wohl gar nicht ginge, von wegen „Unterwerfung unter das Patriarchat“ u.s.w..

      Die paar Ausnahmen auf beiden Seiten lasse ich dabei mal beiseite.

      Antwort
      1. Miria

        @Fiete:
        Mit beiden Seiten meine ich einerseits die Feministen, die rumjammern, das Männer sich beruflich selbst verwirklichen und die armen Frauen sich um Kind und Haushalt kümmern müssen und genauso andererseits die Männer, die sich beschweren, dass sie keine Wahl haben und schwer arbeiten gehen müssen, dass aber nicht wertgeschätzt wird.
        In einer Beziehung sollte man als Team zusammenarbeiten und nicht gegeneinander.

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  2. Werlauer

    Ich vermute ja, dass es messbar ein dominanteres Verhalten unter den Menschen gibt, die die Chefetagen bevölkern. Es müsste zumindest so sein, wenn die berufliche Hierarchie mit der sozialen Pyramide korreliert. Das sich das dominante Verhalten dieser Menschen nicht nur gegenüber Geschlechtsgenossen zeigt, sondern auch gegenüber dem jeweils anderen Geschlecht, scheint auch nicht völlig unvorstellbar. Es kann also tatsächlich sein, dass die Klagen bezüglich des „Dominiertwerdens“ duch Vorgesetzte, die der handelsübliche Feminismus dauerend anstimmt, auf einer real messbaren Grundlage stehen. Allerdings ist das bemühte Erklärungsmodell völlig ungeeignet, tatsächlich etwas zu erklären. Ähnlich sehe ich das bei der Aufteilung der Arbeit.

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    1. uepsilonniks Autor

      Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, weiß, dass Frauen genauso dominieren können wie Männer. Übrigens nicht nur im Beruf, sondern auch im Privaten. In vielen Familien ist sie es, die den Ton angibt.

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      1. Werlauer

        Das stelle ich gar nicht in Abrede. Es deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Was in mir immer dann Fragezeichen aufsteigen lässt, wenn wieder von der Unterdrückung der Frau in der Ehe (durch das Ketten an den Herd, ect. pp.) schwadroniert wird.

        Andererseits gibt es aber gerade im Feminismus eine einäugige Perspektive auf Leitungspositionen. Und ich halte es durchaus für möglich, dass sich statistisch dominante Verhaltensweisen nachweisen ließen – gerade weil in Leitungsfunktionen mehrere Eigenschaften zusammenkommen, die Dominaz begünstigen (z.B. low in agreeableness). Eine ähnliche Halbblindheit unterstelle ich der Analyse der Aufteilung der Hausarbeit. Fairer wäre in meinen Augen auch die Betrachtung der Summe aus Erwerbsarbeit und Hausarbeit. Und da liegen in Deutschland die Ehemänner mit zwei Stunden pro Woche vor ihren Gattinen. Aber – und hier kommen wir zurück zur Halbblindheit: Arbeit ist für Männer ja die reinste Selbstverwirklichung, während die Versorgung des Nachwuchses die reinste Hölle ist. Deswegen müssen in der Welt der Mädchenmannschaften vermutlich Erwerbs- und Hausarbeit unterschiedlich gewichtet werden.

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