Man in the Middle: „Die Trans-Ideologie ist so ziemlich das wissenschaftsfeindlichste, was man seit den Kreationisten gesehen hat“

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

[Kontext: Es geht um zwei angebliche „Mütter“ eines Babys]

Die Trans-Ideologie ist so ziemlich das wissenschaftsfeindlichste, was man seit den Kreationisten gesehen hat. Hier geht es wieder mal darum, die biologische Begriffsbildung offiziell zu verbieten.

Die biologisch absurde Behauptung, ein Kind hätte zwei biologische Mütter, kommt folgendermaßen zustande: einer der beiden Eltern ist eine Trans-Frau, also biologisch ein Mann.
„Mutter“ wird nun so definiert, daß das ein Elternteil ist, der sich im Rahmen seiner sexuellen Identität als Frau versteht bzw. von anderen als Frau angesehen werden möchte, unabhängig vom biologischen Geschlecht.

Biologisch ist aber nur jemand die Mutter eines Kindes, der die Eizelle beigesteuert hat. Wenn wir einmal Leihmutterschaften außen vor lassen, hat die Mutter auch die Schwangerschaft mit dem Kind erlebt und es nach der Geburt mehr oder weniger lange gestillt.

An diesen biologischen Funktionen hängen wichtige gesetzliche Privilegien von Müttern, und zwar Arbeitsverbot, Kündigungsschutz, alle erdenklichen Kostenerstattungen und Zuschüsse usw.

Deswegen kann eine Transfrau auch im juristischen Sinn nicht Mutter sein, insb. kann es keine 2 Mütter geben. Der Fötus kann sich nur im Bauch einer Person befinden, eben der biologischen Mutter (abgesehen von extrem seltenen Leihmutterschaften). Die Sonderrechte für Mütter stehen nur der Frau zu, die das Kind ausgetragen und die körperlichen Strapazen inkl. Geburt auf sich genommen hat.

2 Gedanken zu „Man in the Middle: „Die Trans-Ideologie ist so ziemlich das wissenschaftsfeindlichste, was man seit den Kreationisten gesehen hat“

  1. mitm

    Noch ein paar Ergänzungen u.a. aus den Antworten auf den Kommentar:

    1. zum Kontext: Anlaß war die These von Mithu Sanyal in http://www.taz.de/!5567318/: Felicia und ihre Frau sind beide biologisch Mütter ihres Babys. Also die Behauptung, ein Kind könne zwei biologische Mütter haben.

    2. Die biologische Definition von Elternschaft bei einer sexualdimorphen Spezies wie dem homo sapiens ist an die Zeugung gebunden, also wer die Eizelle und den Samen beisteuert, ist Mutter bzw. Vater. Daran hängen weitere Begriffe bzw. Phänomene wie Blutsverwandtschaft oder Vererbung. Beim homo sapiens kann ein Kind daher nur eine Mutter haben.

    3. § 1591 BGB definiert Mutterschaft wie folgt: „Mutter eines Kindes ist die Frau, die es geboren hat.“

    Wenn man von künstlichen Eingriffen (Transplantationen, Leihmutterschaft) absieht, dann ist die juristische Definition äquivalent zur biologischen, denn das Kind kann nur aus einer Eizelle dieser gebärenden Frau entstanden sein.

    4. Die Trans-Ideologie versucht, die sexuelle Identität als biologisch begründetes Phänomen bzw. biologischen Geschlechtsbegriff zu etablieren.

    Die sexuelle Identität ist aber ein psychologisches oder sogar sozialpsychologisches Phänomen, kein biologisches. Man kann sie nicht anhand biologischer Merkmale (sicher) bestimmen, sondern nur durch Befragung, also letztlich mit der „Meßtechnik“ von Psychologen. Außerdem ist die sexuelle Identität i.d.R. ein Anspruch an Dritte, als eines der wahrgenommenen biologischen Geschlechter „Mann“ bzw. „Frau“ behandelt zu werden (auch wenn diese Dritten dazu lügen müßten, weil dieser Anspruch offensichtlich nicht mit der Realität konsistent ist), insofern also ein sozialpsychologisches Phänomen.

    Das ganze ist ein Frontalangriff gegen die Biologie (oder sogar die Naturwissenschaften insgesamt). Damit ist es auch ein Frontalangriff gegen die auf die Biologie aufbauende Begriffswelt unserer Rechtsordnung. Beispielsweise haben (biologische) Mütter Sonderrechte durch Art. 6 GG, (4) „Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.“ Diese Sonderbehandlung ist genau deswegen gerechtfertigt, weil Mütter durch die Schwangerschaft und Geburt besonderen Belastungen ausgesetzt sind.

    Natürlich ist auch ein Trans-Mann, also eine biologische Frau, sofern schwanger oder nach der Geburt ggf. stillend, im biologischen und im juristischen Sinn die Mutter des Kinds, nicht der Vater.

    Antwort

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