Rape Culture: Deformierte Männlichkeit – Der Lustmolch in Zeiten vergifteter Sexualität

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Wenn Sex und Vergewaltigung kaum noch von einander zu trennen sind, markiert dies das Ende der Beziehungen zwischen Mann und Frau.

Die Welt ist voll von liebreizenden, vorbildhaften Menschen, denen alles daran liegt, Friede, Freundschaft, Liebe und Brüderlichkeit zu säen. Nehmen wir die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, die sagte: „Sex ist etwas, dass Männer Frauen antun.“ Oder Andrea Dworkin: »Physisch ist die Frau beim Geschlechtsverkehr besetztes Gebiet, im wahrsten Sinne des Wortes ein Territorium, das im wahrsten Sinne des Wortes eingenommen wird: eingenommen auch dann, wenn es keinen Widerstand gegeben hat, keine Gewalt; ja sogar wenn die eingenommene Frau sagte ja bitte, ja schnell, ja mehr.« Coletta Reid hingegen befindet: »Wenn die Ehe legalisierte Prostitution ist, dann ist Heterosexualität gesellschaftlich befürwortete Vergewaltigung.« Dass Vergewaltigung und Sex praktisch ununterscheidbar sind, erklärt Hodee Edwards: »Sex ist das Kreuz, auf dem Frauen gekreuzigt werden. Sex kann angemessen allein als universelle Vergewaltigung beschrieben werden.« Einen scharfen analytischen Blick zeichnet auch Susan Griffin aus: »Die Grundelemente von Vergewaltigung sind in allen heterosexuellen Beziehungen zu finden.« Kurz und knackig bringt es Marilyn French auf den Punkt: »Alle Männer sind Vergewaltiger und sonst gar nichts.«

Hinzu kommt ein gesellschaftlicher Diskurs, in welchem ständig von sexueller Belästigung die Rede ist, wie etwa in Kampagnen #metoo oder #aufschrei. Sexualität wird nicht als etwas Positives begriffen, als etwas Lust- und Lebensspendes sondern als übergriffig und gewaltsam. Nehmen wir bspw. Anne Wizorek, welche eine besonders schlimme Erfahrung machen musste, nämlich wie ein Professor in einem geschlossen Raum ein Annäherungsversuch unternahm, Wizorek: „Gruselig!“. Also nichts, aus dem etwas Neues und Spannendes entstehen könnte, wenn die Chemie stimmt. Schon Matussek kommentiert: Früher konnten Frauen auf eine Annäherung auf zwei Arten reagieren. Sie konnten annehmen oder ablehnen. Heute können sie den „Offender“ wegen „Sexueller Belästigung“ bezichtigen. Er erzählt weiter von einem Fall, welcher für die Frauenbeauftragte einer Uni eine schmutzige, übergriffige Sache war, für eine Studentin und einem Professor aber der Beginn einer Beziehung, die in einer Ehe mündete.

Unter der Dämonisierung haben Männer zu leiden, ihre Sexualität wird deformiert. Für solche Männer ist ihre Sexualität nichts Genussvolles für die Frau sondern eine Plage. Er schämt sich dafür, allein schon dafür, dass er überhaupt begehrt. Wenn er dann aber doch Sex will, tut er dies nicht mit Selbstbewusstsein, sondern mit dem schlechten Gewissen, einer Frau sowas zumuten zu wollen. Er kriecht, er ist ein Lustmolch. Hierzu sind vermutlich auch viele feministische Allies zu zählen, die dann konsequenterweise von Feministinnen besonders schlecht behandelt werden; nichts machen sie richtig, ständig stehen sie unter Anklage, die sie auch reumütig internalisieren. Solche Männer haben keinerlei Selbstachtung und ihre feministischen Freundinnen bringen ihnen dann folgerichtig auch nicht die geringste Achtung entgegen. Amüsiert erinnere ich mich hierzu an die Schilderung eines männlichen Feministen, eines „Ally“, der eine feministische Tagung besuchte. Er internalisierte jede Anfeindung und tat alles, was die höherwertigen Menschen ihm diktierten; eigentlich fehlte nur noch, dass er wie im SCUM-Manifesto beschrieben die Hundescheiße von den Stiefeln seiner Herrinnen leckte. Und dennoch wurde er ständig angeblafft. Antje Schrupp würde sagen: „Erwartest Du jetzt einen Keks oder was?“ Das liegt daran, dass Feministinnen nunmal Sexistinnen sind. Nicht das Verhalten des Mannes ist das Problem, sondern sein Geschlecht. Deswegen kann er auch gar nichts richtig machen, eine Verhaltensänderung führt nicht zum Freispruch, da der Grund für den Hass und die Verachtung in seinem angeborenen Merkmal des männlichen Geschlechts (und der Hautfarbe) liegt.

Nehmen wir bspw. den ehrenhaften Wilfried Wieck. Seine Mission ist es, Männer niederzumachen um dann als „besserer Mann“ besser dazustehen. Feministinnen (!) finden das, was er auswirft – „Männer lassen lieben“ zum Beispiel – dann auch recht nützlich, was aber nicht heißt, dass er aus der Ungnade entlassen wird: »Es ist schön, zu sehen, wie ein typischer Chauvi Argumente liefert, um andere Männer niederzumachen. Der Wieck betreibt masochistische Selbstzerfleischung. Und es ist herrlich einfach, Rolf mit seinen Argumenten einzuseifen.« Angelika geht in ihrer Beurteilung des Wieck-Buches noch weiter: »Kerle wie den kenne ich zur Genüge. Die findet man in jedem Sozialdienst. Das sind Typen, die sich selbst niedermachen, um sich anzubiedern. Nach dem Motto: Ich bin mies und schlecht, und weiß das, und deshalb will ich auf den Arm. Im Grunde ist der ein ganz armes Schwein, dem niemand helfen kann, es sei denn, er findet eine Dumme.«

Als trauriges Fazit lässt sich festhalten: Das Gift wirkt. Die Menschen besonders die jungen haben immer weniger Sex, sind sich immer weniger nah. Die Gesellschaft kühlt ab, es gibt immer weniger zärtliche Intimität, die Menschen vereinzeln.

4 Gedanken zu „Rape Culture: Deformierte Männlichkeit – Der Lustmolch in Zeiten vergifteter Sexualität

  1. Andreas

    Also mal ehrlich, Annäherungsversuche und die Wizorek, da muss man Ihr schon recht geben, das ist echt gruslig, also aus sicht eines Mannes.

    Ansonsten wird klar, dass es in der nächsten echten Krise die unweigerlich kommen wird für die Spezies die den Hass zur obersten Doktrin ausgegeben hat und nicht zur interaktion der Geschlechter in der Lage ist in der Evolution nur eine Option vorhanden ist: Aussterben

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  2. Vaga Bund

    Besonders schlimm ist m.E. dass die meisten Frauen gar nicht so bekloppt sind, wie sie von Feministen dargestellt werden, aber, lange genug dieser Propaganda ausgesetzt, irgendwann mal so werden und in jedem Mann einen potentiellen Verbrecher sehen, der sie ausnutzen, übervorteilen und vergewaltigen will.

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